Mikrodosiertes Cannabis: Ein verborgenes Potenzial?

Veröffentlicht :
Kategorien : BlogCannabisWissenschaft

Mikrodosiertes Cannabis: Ein verborgenes Potenzial?

Die Mikrodosierung bestimmter Stoffe soll allerlei Arten von interessanten und nützlichen Potentiale bewirken. Wir sehen uns an, ob Cannabis eine dieser Substanzen sein könnte.

In früheren Artikeln haben wir den sich abzeichnenden Trend der Mikrodosierung von Psychedelika und die potenziellen Nutzen abgedeckt, die es zu bieten hat - und es gibt viele. Daher stellt sich die Frage, hat die Mikrodosierung von Cannabis irgendeine Wirkung und wenn ja, welche? Gibt es da irgendetwas zu holen? Nun, mit Blick auf die ersten Ergebnisse würden wir sagen, ja, gibt es.

WAS IST MIKRODOSIERUNG?

Im Kern geht es bei einer Mikrodosierung um die Einnahme einer Dosis einer Droge, die unterhalb der Wahrnehmungsschwelle liegt. Dies bedeutet in der Regel eine Menge, die klein genug ist, um keinen nennenswerten Rausch oder Nebenwirkung hervorzurufen, aber trotzdem genug, um im Körper positive Veränderungen zu bewirken.

Wenn es um psychotrope Substanzen geht, sind es in der Regel LSD und Psilocybin, die die größte Mikrodosierung Gemeinschaft genießen; es gibt kaum jemanden, der Cannabis mikrodosiert oder leicht verfügbare Informationen über die Wirkungen davon. Das soll jedoch nicht heißen, dass die Mikrodosierung von Cannabis keine Wirkung hat; das Konzept gewinnt langsam an Popularität.

DIE POTENZIELLEN NUTZEN DER MIKRODOSIERUNG VON CANNABIS

Die Mikrodosierung von Cannabis ist eine großartige Möglichkeit, um sich über einen langen Zeitraum zu nivellieren. Indem man täglich einen Zug oder zwei nimmt, kann Cannabis das Basisniveau Deiner Stimmung verbessern - wodurch die Positivität verbessert wird; es kann Dich auch für den ganzen Tag viel offener und lockerer machen, was hilft Stress abzuwenden. Die Mikrodosierung von Cannabis kann sogar die Motivation verbessern und helfen durch den Tag zu kommen. All dies, ohne tatsächlich high zu werden. Es ist eine viel subtilere Wirkung und ein anhaltender Schub der homöostatischen Wirkung der Cannabinoide auf den Körper. Natürlich sind dies nutzereigene Erfahrungen und völlig anekdotisch. Es gibt nicht viele Studien über die Mikrodosierung von Cannabis.

Auf einer ganz anderen Tangente kann die Mikrodosierung von Cannabis eine gute Möglichkeit sein, um zu helfen der Wirkung einer Cannabis-Toleranz entgegenzuwirken, während man trotzdem einige der Freuden des Konsums genießen kann.

WARUM?

Was könnte diese subtilen Verbesserungen erklären? Nun, es hat weitgehend mit dem Endocannabinoid-System zu tun - mit dem System in unserem Körper, das mit den Verbindungen von Cannabis in Wechselwirkung tritt. Die Hauptfunktion des Endocannabinoid-Systems im Körper ist die Aufrechterhaltung der Homöostase - die Aufrechterhaltung eines gesunden und stabilen inneren Milieus, trotz unterschiedlicher äußerer Einflüsse. Dies reicht von Faktoren wie Temperatur und Krankheit, bis hin zu solchen wie Stress. Darum hat Cannabis so weitreichende Auswirkungen auf den ganzen Körper. Wenn man von Cannabis high wird, überlastet man dieses System und bewirkt drastische Auswirkungen, aber durch eine Mikrodosierung kann man es auf subtile Weise anregen, ohne es wirklich aus seinem normalen Funktionsbereich zu schieben - es aber trotzdem verbessern. Das Ergebnis ist eine allgemeine Verbesserung der Gesamtfunktion - was Dinge wie Stimmung, Energie, Motivation und ein allgemeines Gefühl des Wohlbefindens beinhaltet.

Wieder einmal können wir nicht genug betonen, dass dies rein konzeptionelle Spekulationen, persönliche Erfahrungen und anekdotische Hinweise sind, was Mikrodosierung angeht und was die Forschungen über die Rolle des Endocannabinoid-Systems aufgedeckt hat. Wir zählen hier zwei und zwei zusammen, ohne wissenschaftlichen Rückhalt. Allerdings ist es etwas, das auf jeden Fall richtige Forschung wert ist. Die Ärzte, die sich zu Wort gemeldet haben, sagten aus, dass sie bei der mikrodosierten medizinischen Verwendung von Cannabis bei ihren Patienten im Laufe der Zeit eine allmähliche Verbesserung der Nutzen für ihre Gesundheit sehen - aber noch einmal, dies ist kein durch Forschung bestätigter Beweis.

WIE MAN CANNABIS MIKRODOSIERT

Im Gegensatz zu Substanzen wie LSD kann die Mikrodosierung von Cannabis ziemlich kompliziert sein. Bei LSD ist es eine wichtige Verbindung, die mit dem Körper interagiert, aber Cannabis enthält mehrere Cannabinoide, die alle eine wichtige Rolle spielen, um die Auswirkungen auf den Körper und Geist zu gestalten. Um die Sache noch komplizierter zu machen, enthalten verschiedene Cannabissorten unterschiedliche Mengenverhältnisse von Cannabinoiden, die sogar noch weiter variieren können, je nachdem wie gut sie aufgezogen wurden. Dann ist da noch die persönliche Toleranz gegen Cannabinoide, die berücksichtigt werden muss. Daher muss Mikrodosierung fallbedingt abgestimmt und beurteilt werden.

Im Allgemeinen werden 1-2 Züge einer hochwertigen Sorte am Anfang des Tages es schon bringen, gefolgt von 1-2 Zügen am Abend. Allerdings ist der wichtigste Faktor klein anzufangen und mit den Verabreichungsmethoden zu experimentieren, um zu sehen, was für Dich am besten wirkt. Vielleicht findest Du heraus, dass ein Tropfen einer Tinktur besser zu Dir passt, als etwas zu rauchen oder dass Verdampfen beides aus dem Feld sticht. Vielleicht funktioniert aber auch die nachhaltige Wirkung von Cannabis Esswaren auf lange Sicht besser für Dich.

Es ist auch erwähnenswert, dass Du bei dem Versuch das richtige Maß zu finden das eine oder andere Mal einen kleinen oder sanften Rausch erleben wirst, aber das ist in Ordnung. So ein leichter und sanfter Kick hat seine ganz eigenen Nutzen und wird von vielen einer vollen Erfahrung vorgezogen. Es kann einem das Beste von beidem geben - eine moderate Stimulierung und einen sanften Rausch, während eine klare Funktionalität weiterhin möglich bleibt. Es geht darum herauszufinden, was für Dich funktioniert - das Ziel dieses Artikels ist zum Ausdruck zu bringen, dass es bei Cannabis nicht unbedingt darum gehen muss high zu werden; man kann es in vielerlei Hinsicht genießen, was einzigartige und unterschiedliche Nutzen bieten kann. Also pack es an und fang an zu experimentieren!

 

         
  Josh  

Geschrieben von: Josh
Autor, Psychonaut und Cannabis-Liebhaber, Josh ist Zamnesias betriebsinterner Experte. Er verbringt seine Tage draußen in der Natur, wobei er in die verborgenen Tiefen aller Dinge eintaucht, die psychoaktiver Natur sind.

 
 
      Über Unsere Autoren