Psilocybin Im Vergleich Zu Psilocin: Die Unterschiede

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Psilocybin Im Vergleich Zu Psilocin: Die Unterschiede

Beide, Psilocybin und Psilocin spielen eine Rolle bei Deiner psychedelischen Reise, aber was sind die Unterschiede zwischen ihnen?

Zauberpilze zu verstehen kann eine heikle Angelegenheit sein. Außer wenn Du Dich in der Chemie auskennst, kann das Verständnis der Wechselwirkungen der enthaltenen psychoaktiven Verbindungen eine schwierige Aufgabe sein und selbst dann gibt es noch viel zu lernen. Um zu helfen ein wenig Wissen zu verbreiten, werfen wir einen Blick auf die Unterschiede zwischen Psilocybin und Psilocin, die beiden wichtigsten verantwortlichen Verbindungen für eine Reise auf Zauberpilzen.

Außer daß sie Dich auf eine spirituelle Reise mitnehmen, gibt es für diese beiden Verbindungen alle möglichen anderen nützlichen Anwendungen. Die Wissenschaft der psychedelischen Medizin wird nach einer langen Periode der Beschränkung erst allmählich wieder aufgenommen und was dabei herausgefunden wird, ist sehr spannend.

DER HAUPTUNTERSCHIED ZWISCHEN DEN BEIDEN

Psilocybin vs. Psilocin

Also, was ist der Unterschied? Nun, in der Hauptsache läuft es darauf hinaus in welcher Art und Weise der Körper mit den beiden Verbindungen in Wechselwirkung tritt. Beide, Psilocybin (4-Phosphoryloxy-N,N-dimethyltryptamin) und Psilocin (4-Hydroxy-N,N-dimethyltryptamin) sind gleich psychoaktiv, aber es ist tatsächlich das Psilocin, welches weitgehend für den durch Pilze verursachten Rauschzustand verantwortlich ist. Das kommt daher, daß die normale Methode des Konsums von Pilzen die orale Einnahme ist und alles geschluckte Psilocybin im Verdauungstrakt durch das Enzym alkalische Phosphatase in Psilocin umgewandelt wird. Wir wissen, daß Psilocybin genauso psychoaktiv ist, denn in wissenschaftlichen Studien werden häufig andere Methoden der Dosierung verwendet, die den Verdauungstrakt umgehen, so daß die Struktur des Psilocybins innerhalb des Körpers unverändert bleibt, aber immer noch die gleiche Wirkung aufweist.

Psilocybin und Psilocin kommen beide natürlicherweise in Zauberpilzen vor, doch außerhalb des Fruchtkörpers ist Psilocin sehr instabil und wird schnell abgebaut, wenn es Wärme oder Sauerstoff ausgesetzt wird. Deshalb verfärben sich frische Zauberpilze so leicht, wenn sie gepflückt werden - es ist das darin befindliche Psilocin, welches reagiert und zerfällt.

Aber keine Sorge! Angequetschte Pilze sind immer noch sehr wirksam, denn das enthaltene Psilocybin ist viel stabiler. Außerdem ist der natürliche Gehalt von Psilocybin in Zauberpilzen viel höher als der von Psilocin, wobei von letzterem nur Spuren vorhanden sind. Dies bedeutet, daß ein potentieller Wirksamkeitsverlust durch zerfallenes Psilocin vernachlässigbar ist. Deshalb wird bei Studien im Labor Psilocybin und nicht Psilocin verwendet, da die Stabilität von Psilocybin viel mehr Flexibilität bietet, während es immer noch auf die gleiche Weise mit dem Körper und Geist interagiert.

Schließlich baut der Körper die psychoaktiven Substanzen mit Monoaminooxidase-Enzymen ab, so daß sie dann sicher aus dem Körper ausgeschieden werden können.

Wie Du also sehen kannst, ist der Hauptunterschied eine Frage der Stabilität und wie der Körper die jeweilige Verbindung verarbeitet. Der Trip ist noch immer der gleiche, egal was eingenommen wird. Also lehn Dich zurück und genieß die Farben!

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