Was Man Bei Einem Horrortrip Macht


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Horrortrip


Statistisch gesehen sind Psychedelika extrem sicher. Zu wissen, wie man einen Horrortrip verhindert oder wie man in einer solchen Situation am besten handelt, sollte zum Repertoire jedes Psychonauten gehören. Hier sind ein paar einfache Regeln, um auf der sicheren Seite zu sein.

Die meisten werden sagen, man soll die Ruhe bewahren und sich nicht in Panik versetzen. Ebenso wird häufig rezitiert: „Es gibt nichts, was man ängstigen müsste, außer der Angst selbst.“ Beide Aussagen stimmen wohl, sie sind allerdings im Falle eines unglücklichen Verlaufs eines Trips nur ein trauriger Trost. Angst oder Gefühle generellen Unbehagens können auftreten. Es mag so erscheinen, als würde Deine Psyche vor dem Rande eines Abgrunds stehen oder dass Deine schlimmsten Ängste wahr würden.

Psychedelika können einen Horrortrip auslösen. Erfahre, was man in einer solchen Situation tun kann!

Ein Horrortrip ist etwas Reales. Der Geist und die Vorstellungskraft sind in einem reinen, unverfälschten Zustand mächtige Werkzeuge. Wenn man den Bauch voller Psychedelika hat, kann das sehr beängstigend sein. Psychotische Anwandlungen liegen ebenfalls im Bereich des Möglichen.

Also was ist denn nun ein Horrortrip?

Timothy Leary LSD

Zunächst einmal gibt es keinen Zweifel daran, dass es Horrortrips gibt. Obwohl sie nicht annähernd so häufig vorkommen, wie die hysterischen Anti-Drogen-Medien glauben machen wollen. Tatsächlich hat Dr. Timothy Leary behauptet, dass schlechte LSD-Trips extrem selten vorkommen und damit vernachlässigbar sind. Bei Cannabis und Pilzen gibt es sehr wenige Berichte von schlechten Trips und ihr Auftreten hat eher mit der Anti-Drogen-Hysterie zu tun als mit objektiven Berichten.

Aus klinischer Sicht ist ein Horrortrip eine drogeninduzierte, temporäre Psychose oder psychedelische Krise. Dieser Zustand kann durch eine Vielzahl an Substanzen ausgelöst werden. In diesem Artikel werden wir nur die Psychedelika oder Halluzinogene näher beleuchten, die einen Horrortrip auslösen können: Cannabis, Zauberpilze (Psilocybin) und LSD.

Wenn Du verantwortungsbewusst trippst, ist mit Sicherheit jemand dabei, der nicht unter dem Einfluss der Substanz steht. Du hast das Set und Setting beachtet und befindest Dich an einem sicheren Ort. Unerfahrenheit mit der Substanz der Wahl ist häufig ein Faktor für die Entstehung eines schlechten Trips, wobei dies nicht die einzige Ursache ist. In eine solche Situation kann jeder geraten, der bewusstseinserweiternde Substanzen zu sich nimmt, unabhängig vom Erfahrungsstand.

Es gibt keine chemische Ursache für einen Horrortrip. Sie sind eine rein psychologische Erscheinungsform, genauso wie es gute Trips auch sind. Psychedelika sind emotionale Katalysatoren und können dissoziativ wirken. Die Gedanken vor und während der Erfahrung spielen eine große Rolle bei der Wahrnehmung der Bewusstseinsveränderung.

“Horrortrip” ist ein Begriff, der eine Reihe von Zuständen mit einschließt. Man kann leichte Angst empfinden und Paranoia oder unglaublich unangenehme Halluzinationen haben. Die Dissoziation der Realität kann einige Menschen verrückt werden lassen oder sie schlimmste Erfahrungen erleben lassen. Die Reaktionen der Menschen können von Individuum zu Individuum, sowie von Droge zu Droge unterschiedlich sein.

HORRORTRIPS AUF WEED

Horrortrips Auf Weed

Was hat es damit auf sich: Obwohl psychoaktive Halluzinogene wie Zauberpilze und LSD noch viel stärker sind als Cannabis und sogar länger wirken, kann Cannabis bei einigen Individuen trotzdem Zustände psychischen Unbehagens auslösen. Besonders bei modernen Sorten mit extrem hohem THC-Gehalt, der in manchen Fällen bis zu 30% betragen kann, ist ein unangenehmer Verlauf der Wirkung möglich.

Ein Horrortrip auf Weed kann negative Gefühle, Angst, Paranoia oder Panikattacken mit einschließen. Mögliche Symptome sind Herzrasen, Hitze- und Kältewallungen, kribbelnde Haut und Schwierigkeiten bei der Kommunikation. Manchmal kann ein sehr intensives High das Gefühl verursachen, von der Welt getrennt zu sein. Die meisten Menschen erfreuen sich an dem Gefühl, während andere in Panik geraten können, da sie das Gefühl beschleicht, die Kontrolle zu verlieren und sie nicht wissen, wie man sich zu verhalten hat.

Wie man es verhindert: Set und Setting spielen immer eine wichtige Rolle, was den Drogenkonsum betrifft. Cannabis ist da keine Ausnahme. Eine freundlicher Ort mit freundlichen Leuten wird sehr unwahrscheinlich einen schlechten Cannabistrip begünstigen. Unerfahrene sollten mit modernen Cannabissorten aufpassen und es langsam angehen lassen. Nimm kleine Züge, um Dich langsam heranzutasten. Sogar erfahrene Kiffer berichten von angstähnlichen Nebenwirkungen von modernem, potentem Weed. Die allgemeine Gesundheit sollte immer im Vordergrund stehen. Achte auf genug Schlaf, eine gute Ernährung und eine ausreichende Wasseraufnahme. Sollten einige Grundregeln außer Acht gelassen werden, kann das negative Folgen haben. Besonders Schlafmangel und Hunger sind problematisch.

Was ist zu tun: Behalte einen kühlen Kopf. Trinke Wasser und Atme regelmäßig. Atme nicht zu langsam, da Hypoventilation genauso wie Hyperventilation Angst auslösen kann. Wenn Du mit Freunden bist, solltest Du in sicheren Händen sein. Sprich gerade heraus. Deinen Gefühlszustand mitzuteilen, kann Dir dabei helfen, einen negativen Trip in einen positiven zu verwandeln. Wohlwollende Vibes von anderen Menschen, die Du kennst, werden Dich sicher fühlen lassen. Musik oder Filme, die Du kennst und liebst, können Schlüsselpunkte für den weiteren Verlauf des Trips sein. Spiele oder schaue Deine Favoriten, um Dich zu besänftigen und auf das Normale zu besinnen.

Es gibt einige gute Nachrichten bei einer schief gelaufenen Cannabis-Session. Wegen der Natur der involvierten Wirkstoffe wird alles in 2-4 Stunden vorbei sein und Du wirst hinterher zweifellos in einen schönen Tiefschlaf fallen.

HORRORTRIPS AUF ZAUBERPILZEN (PSILOCYBIN)

Horrortrips Auf Zauberpilzen

Was hat es damit auf sich: Ein schlechter Pilztrip ist so selten, dass er statistisch schwer zu erfassen ist. Die Natur der Erfahrung selbst ist an sich so eschatologisch befriedigend, dass sogar Anfänger von intensiven Zuständen der tiefen Verbundenheit berichten.

Typischerweise sind Set und Setting auch wichtige Faktoren bei der Einnahme von Psilocybin. Gefühle von Depression oder Negativität können durch Psilocybin verstärkt werden, was zu Unbehagen führt. Eine höhere Dosierung als die erwartete kann ebenso zu Unwohlsein führen, wobei die Natur dieser Substanz nicht zwangsweise Panik oder Angst fördert. Trotzdem können intensive und erschreckende Halluzinationen auftreten, was besonders bei Menschen, die an Angst oder Depression leiden und trippen, der Fall sein kann. Wie bei anderen Psychedelika besteht die Chance, dass durch die Intensität einer psychedelischen Erfahrung eine latente psychotische Störung ausbrechen kann.

Der schlechteste Trip wäre ein Trip ins Krankenhaus als akuter Fall einer Vergiftung. Eine Fehlidentifikation der Substanz kann mehr Menschen ins Krankenhaus bringen als schlechte Trips. Viele richtig giftige Pilze können mit einem der vielzähligen Sorten von Zauberpilzen verwechselt werden, die in der freien Natur wachsen. Wenn Du Dir nicht absolut sicher bist, sieh bitte davon ab, wild wachsende Pilze zu pflücken, vor allem da es viele leicht verwendbare Zuchtsets hochwertiger Pilze gibt.

Pilzen In Der Freien Natur

Wie man es verhindert: Sei absolut sicher, was Du da konsumierst. Eine falsche Identifikation kann Dich in die Notaufnahme befördern. Vertraue Deiner Quelle bezüglich Stärke und Dosierung, oder nimm erst die eine Hälfte und dann nach einer weiteren halben Stunde die andere, damit Du die Stärke besser einschätzen kannst. Behalte eine positive Grundeinstellung und gehe sicher, dass Du Dich dort, wo Du Dich befindest, geborgen und lebendig fühlst. Die gesundheitliche Seite mit einzubeziehen, ist eine einfache Vorsichtsmaßnahme. Essen, Wasser und Schlaf sichern die ordnungsgemäße Funktion des Gehirns und des restlichen Körpers.

Was ist zu tun: Die bewährten Methoden zur Beruhigung werden bei Menschen, die anfällig für Stress und Angst sind, häufig mit Erfolg verwendet. Sprich sanft und ruhig. In einem unruhigen halluzinatorischen Zustand können Worte verloren gehen, wohingegen ein besänftigender Ton bei der Verbesserung der Situation helfen kann. Hilf ihnen bei einer gleichmäßigen Atmung und Verlangsamung der Herzfrequenz. Bleibe besonnen und ruhig. Deine sichere Präsenz und sanfte Stimme werden eine positive Wirkung zeigen.

HORRORTRIPS AUF LSD

Horrortrips Auf LSD

Was hat es damit auf sich: Hinsichtlich LSD-Trips verhält es sich so ähnlich wie bei Psilocybin-Trips, sie sind statistisch schwer zu erfassen. Weniger als 1 von 1000 LSD-Trips können als "schlecht" bezeichnet werden. Set und Setting sind auch ausschlaggebend für die psychedelische Reise mit LSD. Emotionen können verstärkt werden und Menschen, die an Angst oder Depressionen leiden, sollten LSD - außer unter klinischer Überwachung - meiden. Gefühle der Verzweiflung, der Hoffnungslosigkeit und andere negative Emotionen werden durch LSD verstärkt und können einen Horrortrip auslösen. Paranoia oder die Erfahrung des Sterbens können das Resultat der Panik sein, die durch die Intensität der Erfahrung aufkommt.

Es gibt nie eine Garantie für die Stärke des LSD und es gibt auch keine Garantie dafür, dass die Substanz überhaupt wirklich LSD ist. Es besteht die Gefahr der Einnahme einer unbekannten Substanz, die in der gleichen Form vorliegt und LSD imitieren soll. Dies kann gefährliche Nebenwirkungen zur Folge haben. Eine unbekannte Stärke kann auch zu unbeabsichtigtem übermäßigem Genuss der Substanz führen, wobei totaler Kontrollverlust möglich ist. Es kann eine irrationale Einschätzung der eigenen Grenzen auftreten und man kann zu dem Schluss kommen, dass Selbstverletzung die einzige Lösung für imaginäre Probleme ist.

Set & Setting

Wie man es verhindert: Vergewissere Dich über Deine Quelle und über die Identität der Substanz. Bringe außerdem etwas über die Stärke in Erfahrung. Seit Anfang der LSD-Forschung spielten Set und Setting eine wichtige Rolle beim Genuss der Erfahrung. Der Vater des LSD, Dr. Albert Hofman, legte nahe, dass Set und Setting von primärer Bedeutung für einen Acid-Trip sind. Stelle also sicher, dass Dein Umfeld geeignet ist, bevor Du abhebst.

Was ist zu tun: Wie bei Psilocybin helfen eine beruhigende Stimme und behutsame Vorgehensweisen. Fördere eine gleichmäßige Atmung. Versehentlich hohe Dosierungen mit starken Halluzinationen können dafür sorgen, dass die Person weder andere um sich herum versteht, noch die Umgebung wahrnimmt. Direkte physische Einwirkung kann notwendig sein, um sie daran zu hindern, sich selbst oder andere zu verletzen. Wenn die Beruhigungsmethoden nicht funktionieren oder eine Eskalation negativen Verhaltens erfolgt, dann ist eine ärztliche Untersuchung notwendig. Medizinische Experten werden in der Lage sein, für eine angemessene Behandlung zu sorgen.

DIE ERLÖSUNG KÖNNTE AUF DER HAND LIEGEN

Der Begriff “Horrortrip” bleibt auf jeden Fall eine armselige Nomenklatur. Experten im Bereich mentale Gesundheit theoretisieren über Zusammenhänge von schlechten Trips und grundlegenden psychologischen Fragen: Das unangenehme Material aus der Psyche greife primäre innere Konflikte und persönliche Fragen auf, die von großer Bedeutung für das persönliche Wachstum und die innere Heilung sind. In diesem Fall ist die Unterdrückung oder Ignoranz von Horrortrips eine verpasste Gelegenheit für das persönliche Wachstum oder die innere Heilung.

Vielleicht ist eine angemessene Reaktion auf einen schlechten Trip die Fahrt in die psychiatrische Notaufnahme oder zu einem Schamanen, wo das psychotische Gedankenbild in eine reinigende Wirkung münden könnte. Unter der Aufsicht eines Therapeuten oder Schamanen kann die Erfahrung auf psychologischer und eschatologischer Ebene gewinnbringend sein.

Schamane

Guest Writer

Gastautor
Gelegentlich haben wir Gastautoren, die etwas zu unserem Blog hier bei Zamnesia beitragen. Sie verfügen über eine Vielzahl von Hintergründen und Erfahrungen, so dass ihre Kenntnisse von unschätzbarem Wert sind.

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