Eine Anleitung Zur Mikrodosierung Von Zauberpilzen

Veröffentlicht :
Kategorien : AnleitungenBlogPsychedelikaZauberpilze

Mikrodosierung Von Zauberpilzen


Obwohl psilocybinhaltige Pilze für gewöhnlich mit schwerwiegenden psychedelischen Bewusstseinszuständen in Verbindung gebracht werden, ist es durch die Einnahme von Mikrodosen auch möglich, lediglich ein wenig die Kreativität anzuregen und Linderung bei Depression und Angstzuständen zu erfahren.

Psilocybinhaltige Pilze, Magic Mushrooms oder Zauberpilze werden oft mit tiefgreifenden psychedelischen Erfahrungen in Verbindung gebracht, die die Wahrnehmung und Realität des Konsumenten schwerwiegend verändern. Sie sorgen sogar oftmals für bewusstseinserweiternde und spirituelle Erfahrungen. Es gibt nun allerdings eine relativ neue Methode, psilocybinhaltige Pilze zu konsumieren, die zunehmend an Beliebtheit gewinnt. Diese Art des Konsums bewirkt keinen voll ausgereiften psychedelischen Geisteszustand, birgt aber dennoch viele der Vorteile, die die Einnahme einer hohen Dosierung bewirken kann.

MIKRODOSIERUNG

Diese relativ neue Art des Konsums bezeichnet man als Mikrodosierung - aus dem Namen kann man sich eigentlich schon ableiten, worum es dabei geht. Bei der Mikrodosierung von Zauberpilzen nimmt man lediglich eine Menge ein, die nicht wirklich wahrnehmbar ist und daher auch keine psychedelische Erfahrung auslöst. Vielleicht fragst Du Dich nun, was denn dann der Sinn dabei sein soll ... Konsumiert man Zauberpilze etwa nicht, um die durch die Chemikalien ausgelösten Bewusstseinszustände zu erfahren?

Nun ja, schon, aber auch durch Mikrodosierung kann viel aus diesen Substanzen gewonnen werden. Viele Konsumenten berichten, dass sie beim Konsum von Mikrodosen positive Wirkungen erfahren, wie beispielsweise eine gesteigerte Kreativität, mehr Energie und eine bessere Konzentrationsfähigkeit. Diese Vorteile sind allem Anschein nach sogar so ausschlaggebend, dass bereits in einigen innovativen und hart umkämpften Bereichen, wie beispielsweise Silicon Valley, ein wahrhaftiger Trend in Bezug auf das Mikrodosieren entstanden ist, um sich somit einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen.

Mikrodosierungen Zauberpilzen

Allem Anschein nach sind Mikrodosierungen aber nicht nur im kreativen Bereich effektiv, sie scheinen auch in medizinischer und psychologischer Hinsicht positives bewirken zu können. Es gibt bereits vielerlei Berichte, die behaupten, dass psilocybinhaltige Pilze Depressionen lindern können, hilfreich dabei sind mit dem Rauchen aufzuhören und zu der generellen geistigen Gesundheit beitragen können.

Wenn man beachtet, dass es bereits wissenschaftliche Untersuchungen gibt, die herausgefunden haben, das Psilocybin die Fähigkeit hat, selbst die Depression und Angstzustände von tödlich erkrankten Krebspatienten zu lindern, ist das auch nicht wirklich verwunderlich.

UNTERSUCHUNGEN IM BEREICH MIKRODOSIERUNG

Im Bereich der Mikrodosierung wurde bei weitem noch nicht genügend geforscht. Es liegt auf der Hand, dass der Grund dafür ist, dass die für die Forschung benötigten Substanzen in vielen Teilen der Welt verboten sind - mit diesen Mitteln zu forschen ist also oftmals extremst schwierig oder sogar unmöglich.

Ein Mann namens Dr. James Fadiman, Autor des Buches “The Psychedelic Explorer's Guide”, ist aber bereits seit vielen Jahren in die Erforschung von psychedelischen Substanzen involviert. Er führte eine der letzten genehmigten LSD-Studien durch, bevor diese Substanz verboten wurde. Fadiman ist zudem auch der Vorreiter bei der Erforschung von Mikrodosierung und nutzt gerade eine Art Gesetzeslücke, um Daten in Bezug auf dieses Phänomen zu sammeln und somit ein klareres Bild zu den Dosierungen und damit verbundenen Wirkungen zu erschaffen. Er sammelt zur Zeit Erfahrungsberichte von Menschen auf der ganzen Welt, die die Mikrodosen aus einer Vielzahl von Beweggründen einnehmen - einige nehmen sie ein, um ihre Angstzustände oder ihr Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom selbst zu behandeln, andere versuchen lediglich ihre Konzentration und Kreativität zu steigern.

Dr. Fadiman hat bereits vielerlei positives Feedback zu der Einnahme von Mikrodosen erhalten. 99% der Konsumenten berichten von positiven Ergebnissen, einige wenige Konsumenten berichten allerdings auch von unangenehmen Gefühlszuständen.

WIE MAN MIKRODOSIERUNG ANWENDET

Das Ziel bei der Einnahme einer Mikrodosis ist es, eine derartig geringe Menge einzunehmen, dass keine großartigen Auswirkungen auf die Gefühlslage, Wahrnehmung oder den Geisteszustand festzustellen sind. Das durch die Mikrodosierungen gewonnene Gefühl sollte, wenn überhaupt, lediglich sehr subtil sein und dem Konsumenten erlauben, seinen ganz normalen Tagesablauf ohne irgendwelche Beschränkungen nachzugehen zu können.

Zauberpilzen Kapseln Mikrodosierung

Mit den Worten von Dr. Fadiman: „Wer eine derartig geringe Dosis einnimmt, funktioniert lediglich ein wenig besser als der Durchschnitt der Bevölkerung. Bisher habe ich keine Berichte darüber erhalten, dass eine nicht wahrnehmbare Dosierung zu irgendwelchen sozialen, persönlichen oder arbeitsbezogenen Problemen geführt habe.“

Es gibt aber natürlich auch einige Variablen, die man bei der Einnahme einer Mikrodosis beachten sollte. Beispielsweise das eigene Körpergewicht, die zuvor eingenommene Nahrung und die Wirksamkeit der Sorte, der eingenommenen psilocybinhaltigen Pilze oder Trüffel, sind wichtige Faktoren.

PLANUNG

Eine durchschnittliche Mikrodosierung liegt zwischen 0,2 und 0,5g getrockneter Zauberpilze. Fadiman empfiehlt einer Person, die die Effekte der Mikrodosierung erfahren möchte, jeden vierten Tag eine derartige Dosierung einzunehmen. Ein auf dieser Empfehlung basierende Einnahmeplan würde beispielsweise folgendermaßen aussehen:

Sonntag: Einnahme einer Mikrodosis
Montag: Begutachtung der Nachwirkungen
Dienstag: Erholungstag
Mittwoch: Einnahme einer Mikrodosis
Donnerstag: Begutachtung der Nachwirkungen
Freitag: Erholungstag
Samstag: Erholungstag

Plannung Mikrodosierung

Fadiman empfiehlt diesem Zyklus über einem Zeitraum von 10 Wochen nachzugehen, dabei die Erfahrungen zu beobachten, sich Notizen zu machen und dem normalen Tagesablauf nachzugehen. Man sollte dabei versuchen zu erkennen, ob man irgendwelche Auswirkungen auf das Verhalten, die Stimmung, die Gefühlslage oder den allgemeinen Energiehaushalt feststellen kann. Sollte man irgendwelche negativen Auswirkungen feststellen, sollte sich der Konsument selbstverständlich dazu entscheiden die Dosis zu verringern oder komplett auf die Einnahme zu verzichten.

Fadiman schrieb in seinem Buch "The Psychedelic Explorer’s Guide": „Menschen geben an, dass sie nach einem Monat der Einnahme von Mikrodosen besser essen, geduldiger mit ihren Kindern sind und sich nicht so sehr von dem Verhalten anderer Menschen beeinflussen lassen. Ein Mann gab Folgendes an: 'Ich bin viel präsenter. Zuvor habe ich, selbst wenn ich etwas genossen habe, schon darüber nachgedacht, was ich als nächstes tun werde. Wenn ich nun etwas mache, bin ich auch wirklich bei der Sache'“.

Da aktuell noch nicht genügend Studien und Untersuchungen gibt, muss man sich bei der Mikrodosierung aktuell noch auf die eigenen Erfahrungswerte verlassen und so herausfinden, welche Dosierung am besten für den eigenen Körper und Kopf geeignet ist. Menschen haben sehr unterschiedliche Metabolismen und reagieren individuell auf unterschiedliche bewusstseinsverändernde Substanzen. Aus diesem Grund ist es auch ratsam, am unteren Ende des Spektrums der möglichen Dosierung zu beginnen und sich bei Bedarf schrittweise mit der Dosierung hochzuarbeiten, um somit dann auch wirklich den maximal möglichen Nutzen aus der Erfahrung ziehen zu können.

EIGENANBAU

Wenn jemand die Entscheidung trifft, dass er von Mikrodosen profitieren könnte und sich daher dazu entschließt, diese einzunehmen, ist der nächste logische Schritt, irgendwie an Zauberpilze zu kommen. Da psilocybinhaltige Pilze allerdings in vielen Ländern dieser Welt als illegal gelten, kann dies relativ problematisch sein. Aus diesem Grund ist oft der einfachste Weg, um an derartige Pilze zu kommen, ohne sich dafür auf irgendwelche Straßendeals einlassen zu müssen, der Eigenanbau.

Der Eigenanbau von Pilzen ist mit einem offensichtlichen Risiko verbunden, dessen solltest Du Dir immer bewusst sein. Zuchtsets können auf Websites wie Zamnesia erworben werden. Die dort angebotenen Zuchtsets gibt es in verschiedenen Sorten, bei allen sind aber mehrere Schübe zu erwarten. Zu den erhältlichen Sorten zählen beispielsweise “Golden Teacher”, “Brazil”, “McKennaii”, “Cambodia” und “Ecuador”.

DIE ABMESSUNG DER DOSIS

Wenn die Zauberpilze einmal zu ihrer vollen Größe herangewachsen sind, geerntet und im Anschluss getrocknet wurden, ist es an der Zeit, sich über die Abmessung der Dosierung Gedanken zu machen. Dafür sollte man zuerst die Fruchtmasse der Pilze zu einem feinen Pulver zerkleinern, um somit das Abmessen und Dosieren zu vereinfachen. Eine Möglichkeit ist es, eine Feinwaage zu gebrauchen, um somit die jeweilige Dosis abzumessen und sie im Anschluß mit einem Löffel einzunehmen.

Abmessung der dosis

Es gibt aber auch Methoden, die es einem ersparen, dies bei jeder Einnahme wiederholen zu müssen. Man kann sich beispielsweise Kapseln und eine Kapselmaschine zulegen, um somit die Dosierungen bereits im Vorfeld vorzubereiten und sich darüber im Anschluss keine Gedanken mehr machen zu müssen. Bereitet man die Mikrodosen in Kapseln vor, hat man die Möglichkeit, bei Bedarf sofort einfach eine Mikrodosis zur Hand zu haben.

 

         
  Luke Sumpter  

Geschrieben von: Luke Sumpter
Luke Sumpter ist ein im Vereinigten Königreich ansässiger Journalist, der auf Gesundheit, alternative Medizin, Kräuter und psychedelische Heilverfahren spezialisiert ist. Er hat bereits für "Reset.me", "Medical Daily" und "The Mind Unleashed" geschrieben und deckt dabei diese und noch weitere Bereiche ab.

 
 
      Über Unsere Autoren  

Verwandte Produkte