Was ist ein Verdampfer?

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Was ist ein Verdampfer?

Jedes Gerät, das verwendet werden kann, um eine Vielzahl getrockneter Kräuter, wie Cannabis oder nikotinfreien Tabak zu erhitzen, ist ein Verdampfer.

Jedes Gerät, das verwendet werden kann, um eine Vielzahl getrockneter Kräuter, wie Cannabis oder nikotinfreien Tabak, bis zu einem Punkt zu erhitzen, an dem die Inhaltstoffe als dünner, duftender Dampf ausgestoßen werden, ist ein Verdampfer. Dies gewährleistet, daß die Kräuter keinen Rauch erzeugen; da gibt es kein Verbrennen, Verkohlen oder Entzünden der Substanzen. Zwar mag der Dampf, der von einem Verdampfer erzeugt wird, Rauch ähneln, doch er enthält keine der schädlichen Partikel, die gewöhnlich beim Rauchen von Kräutermischungen entstehen.

Wie Verdampfen sich vom Rauchen unterscheidet

Beim Rauchen stützt sich die Freisetzung der pflanzlichen Inhaltsstoffe auf Verbrennung. Eine der größten Gefahren bei der Verbrennung ist die Freisetzung gefährlicher, krebserregender Stoffe wie Asche, Benzol, Kohlenmonoxid, Naphthalin und Toluol. Etwa ein Drittel bis zur Hälfte aller Inhaltsstoffe eines pflanzlichen Stoffes geht bei der Verbrennung verloren, was bedeutet, daß das Rauchen nicht nur die Gesundheit des Nutzers gefährdet, sondern auch, daß das Kraut bei dem Prozess die meisten seiner Wirkstoffe verliert.

Beim Verdampfen jedoch werden die pflanzlichen Materialien durch ein Heizelement sanft erhitzt. Dies bedeutet, daß die pflanzlichen Auszüge bei einer Temperatur von etwa 226 Grad Celsius als dünner, nicht schädlicher und zu 95% unverdünnter Dampf freigegeben werden, mit halber Wirksamkeit schon im Bereich von 150-180 Grad Celsius. Der Dampf kann dann vor der Inhalation gefiltert oder durch verschiedene Methoden abgekühlt werden.

Verdampfer werden in einer Vielzahl von Modellen, Größen und Preisklassen angeboten, angefangen von großen elektrisch betriebenen Geräten für zu Hause bis hin zu diskreten Versionen für die (Jacken)Tasche. Die meisten Modelle für zu Hause verfügen auch über eine Vielzahl von Zubehör wie Ventile oder Ballons. Tragbare Modelle verwenden Akkus und gasförmige Stoffe wie Butan oder Lachgas.

Die drei Arten von Verdampfern

Glas: Modelle aus Glas sind die billigste Art Verdampfer und stellen eine einfache Methode dar, um die gewünschte Temperatur zu erreichen, aber auf Kosten der Genauigkeit bei der Temperatur.

Elektrisch: Diese erhitzen sich über ein Heizelement, das auf einem Glaskolben sitzt, der sich mit Dampf füllt, der dann über ein kleines Röhrchen inhaliert wird.

Digital: Die neueste Generation der Verdampfer verwendet einen Chip, um die Temperatur und pflanzliche Füllung genau zu überwachen.

Methoden der Inhalation

Dampf sammeln: Bei dieser Methode wird der entstehende Dampf in einer Glaskuppel oder einer ballonähnlichen Tüte gesammelt. Da Ballons sich ausdehnen können, können sie mehr Dampf aufnehmen, als ein statisches Glasgefäß. Der einzige Nachteil dieser Aufbewahrung des Dampfes ist, daß mehr Zeit benötigt wird, um die richtige Menge verdampften Krauts zu erreichen.

Direkte Inhalation: Bei dieser Methode wird heiße Luft über die Kräutermischung direkt oder durch Wasser gekühlt, in Richtung des Nutzers bewegt. Dies sorgt für einen heftigeren Zug, weil kein Sammelbehälter verwendet wird und außerdem liefert es einen saubereren Geschmack. Manche Geräte verfügen sogar über einen Ventilator um den Luftstrom zu unterstützen.

Man sollte hierzu anmerken, daß trotz der stark reduzierten Gefahr und des Risikos, die Atmungsorgane zu reizen, selbst Verdampfer keine vollständige Vermeidung von Irritationen ermöglichen. Die Inhalation großer Mengen "trocken" verdampften Cannabis' führt bei einem unerfahrenen Nutzer bei den ersten Anwendungen in der Regel zu einem intensiven Hustenanfall.

Vier Gründe zu verdampfen

Ein sicheres und sauberes Medium. Verglichen mit Rauch und den beinhalteten Verbrennungsrückständen, ist die Menge der Reizstoffe und gesundheitsgefährdenden Stoffe, die beim Verdampfen pflanzlicher Materialien erzeugt werden entweder Null oder sehr stark reduziert, abhängig von den jeweiligen Inhaltsstoffen.

Weniger bringt mehr. Während bei der Verbrennung eines Krauts die "Ladung" auf einmal freigesetzt wird, kann ein Verdampfer die Wirksamkeit des gleichen Krauts verdreifachen oder sogar vervierfachen, da der Benutzer die Verwendung dosieren kann.

Geschmack. Dampf von Kräutern, der ohne Verbrennung erzeugt wird, liefert dem Nutzer einen saubereren, reineren und angenehmeren Geschmack und unterbindet gleichzeitig die Entstehung vieler schädlicher Dämpfe und Toxine, die sonst bei der Verbrennung auftreten.

Effizienz. Nicht nur daß Verdampfer dem Nutzer ein weniger gefährliches Verfahren des Genießens ihres Krauts der Wahl bieten, können Kräuterlösungen, die für Verdampfer konzipiert wurden, eine höhere Konzentration und aromatische Dichte bieten, als bei einer Verbrennung.

Als Nachtrag; in Bezug auf alternative Verwendungen für Verdampfer, setzen manche professionelle Köche sie ein, um die Handhabung der Aromen bestimmter Kräuter oder Gewürze zu ändern. Allgemein verwenden Köche sie, um bestimmte Stoffe einzubinden, die durch die übermäßige Hitze der normalen Garmethoden unbrauchbar werden. Diese "kulinarische Verdampfung" wird in Form von gesammeltem pflanzlichen Dampf in einem Beutel verwendet, der als Platzdeckchen dient. Wenn der Teller mit der Mahlzeit auf den Beutel gestellt wird, bewirkt dies, daß der Druck den Beutel platzen läßt, woraufhin dieser seine aromatische Ladung freisetzt. Da Geruch einen großen Teil des Geschmacks darstellt, liefern die verdampften Kräuter dem Kunden zusätzliches Aroma.