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(Gesundheitlichen) Vorteile Von Cannabis
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Die (Gesundheitlichen) Vorteile Von Cannabis

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Effects News

Wir alle haben von medizinischen Nutzen von Cannabis gehört, sind sie aber begründet? Wir sehen uns Leiden wie chronische Schmerzen, Epilepsie & mehr an.

Obwohl Cannabis in weiten Teilen der Welt weiterhin illegal ist, hat die jüngste Welle der Legalisierung eine Renaissance der Forschung über die medizinischen Nutzen von Cannabis ermöglicht und die Ergebnisse sind vielversprechend. Derzeit gibt es über 26.000 veröffentlichte wissenschaftliche Artikel, die Cannabis und Cannabinoide untersuchen und zeigen, dass Cannabis eine wirksame Behandlung für Krankheiten sein kann, die von chronischen Schmerzen bis hin zu Schlaflosigkeit reichen.

Trotz der atemberaubenden Menge an Forschung, die bereits stattgefunden hat, gibt es noch vieles über Cannabis, das wir immer noch nicht verstehen. Wir werfen nun einen Blick auf einige der Belege für den medizinischen Nutzen von Cannabis und sehen uns den aktuellen Stand der Forschung an.

HILFT BEI DER KONTROLLE VON CHRONISCHEN SCHMERZEN

HILFT BEI DER KONTROLLE VON CHRONISCHEN SCHMERZEN

Eine der etabliertesten Anwendungen von medizinischem Cannabis ist die Behandlung von chronischen Schmerzen. Chronische Schmerzen werden als Schmerz definiert, der länger als sechs Monate anhält. Das Schmerzniveau kann von dumpf bis unerträglich reichen und belastet nicht nur das körperliche, sondern auch das emotionale Wohlbefinden der Betroffenen.

Nun zu den guten Nachrichten: Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass medizinisches Cannabis beim Umgang mit chronischen Schmerzen wirksam ist. Mehrere Studien haben die Wirksamkeit von Cannabis bei der Behandlung von Schmerzen belegt, sowohl bei akuten Schmerzen (z. B. Schmerzen durch den Verzehr von Chilischoten) als auch bei chronischen Schmerzen (z. B. durch HIV verursachte chronische Nervenschmerzen). Cannabis kann auch dazu beitragen, Tremor und Muskelkrämpfe zu reduzieren, was für viele Menschen ein wichtiger Teil der Schmerzbehandlung sein könnte.

Ein Vorteil von medizinischem Cannabis gegenüber den herkömmlichen Behandlungen chronischer Schmerzen (wie Opioide) besteht darin, dass Cannabis nicht körperlich süchtig macht. Eine Studie 1 aus dem Jahr 2016 ergab, dass medizinisches Cannabis nicht nur Schmerzen bei chronischen Patienten linderte, sondern auch die Lebensqualität der Nutzer insgesamt verbessert und ihren Opiatkonsum um mehr als 40% senkte. In einer Zeit, in der die Opiatabhängigkeit als Epidemie gilt, sind diese Ergebnisse wirklich ernst zu nehmen.

VERRINGERT ANGSTZUSTÄNDE

VERRINGERT ANGSTZUSTÄNDE

Die Beziehung zwischen Cannabis und Angstzuständen ist komplex. Es ist bekannt, dass Cannabis in einigen Fällen Angstzustände auslösen kann. Daher sollten Nutzer, die anfällig für Angstzustände sind, sich von Sorten fernhalten, die sativadominiert sind oder einen hohen THC-Gehalt haben.

Es wurde jedoch gezeigt 2, dass CBD angstlindernde Eigenschaften hat. Auch spezifische Terpene wurden mit der Fähigkeit assoziiert, Angstzustände lindern zu können. THC kann kompliziert sein und aufgrund des zweiphasigen Wirkungsmusters von Cannabis ist es wahrscheinlich, dass es zwar bei niedrigen Dosen angstlindernd wirkt, bei hohen Dosen jedoch Angstzustände auslösen kann. Medizinische Nutzer, die ihre Angstzustände behandeln wollen, sollten nach Sorten suchen, die dafür bekannt sind angstlindernde Eigenschaften zu haben. Sie sollten dann mit niedrigen Dosen beginnen und sich langsam nach oben arbeiten.

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VERBESSERT DIE KREATIVITÄT

VERBESSERT DIE KREATIVITÄT

Wie viele Künstler bereits wissen, kann Cannabis die kreativen Säfte wirklich zum Fließen bringen. Cannabis bewirkt, dass das Gehirn anders funktioniert, als wenn es nüchtern ist. Einige Bereiche, die normalerweise aktiv sind, werden unterdrückt, und andere Bereiche, die nicht oft aktiv sind, werden stimuliert. Viele Künstler, Unternehmer und Musiker schwören auf die Fähigkeit von Cannabis, die Kreativität steigern zu können. Bob Marley wurde mit den Worten zitiert: “Musik und Gras gehen Hand in Hand. Ich rauche Gras schon seit langer Zeit. Seit den 1960er Jahren, als ich anfing zu singen”. Es gibt sogar spezifische Sorten, die für ihre kreativitätssteigernden Eigenschaften gefeiert werden.

Davon abgesehen sind die Forschungsergebnisse zu diesem Thema gemischt. Eine Studie 3 teilte die Probanden in drei Gruppen ein: Eine, die eine hohe Dosis Cannabis erhielt, eine, die eine niedrige Dosis erhielt und eine, die als Kontrollgruppe diente. Während die Gruppe mit der niedrigen Dosis und die Kontrollgruppe gleiche Resultate zeigten und ihre Leistung sich weder verbesserte noch verschlechterte, erlebte die Gruppe mit der hohen Dosis eine Beeinträchtigung ihrer kreativen Fähigkeiten. Es bedarf weiterer Forschung, um ein tieferes Verständnis darüber zu erlangen, ob Cannabis die Kreativität tatsächlich verbessert oder ob es nur so scheint.

HILFT BEI SCHLAFSTÖRUNGEN

HILFT BEI SCHLAFSTÖRUNGEN

Die Wirkungen von Cannabis auf den Schlaf können noch nicht gut nachvollzogen werden, hauptsächlich weil der Schlaf selbst noch nicht gut verstanden wird. Gras ist dafür bekannt, den Tiefschlaf zu steigern, aber den leichteren REM-Schlaf, der mit Träumen in Verbindung gebracht wird, zu verringern. Wir wissen nicht genug über diese Prozesse, um sagen zu können, ob dies gut oder schlecht ist, aber es scheint eine negative Auswirkung auf regelmäßige Langzeitnutzer zu haben. Dies kann wieder mit dem zweiphasigen Effekt-Muster von Gras zusammenhängen, bei dem eine kleine Menge von Vorteil ist, aber größere Dosen die gegenteilige Wirkung erzielen können.

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Davon abgesehen gibt es gute Belege 4 dafür, dass Gras bei Schlafstörungen helfen kann. Was den Kampf gegen Schlaflosigkeit betrifft, ist die Wahl der richtigen Sorte das oberste Gebot.

HILFT BEI DER KONTROLLE VON EPILEPTISCHEN ANFÄLLEN

HILFT BEI DER KONTROLLE VON EPILEPTISCHEN ANFÄLLEN

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die Menschen jeden Alters betrifft und plötzliche, intensive Energieausbrüche im Gehirn verursacht. Epileptische Anfälle können Bewusstseinsstörungen, Krämpfe und sensorische Störungen verursachen.

Seit langer Zeit gibt es zahlreiche Berichte über die Wirksamkeit von Cannabis bei der Behandlung von epileptischen Anfällen. Doch erst vor Kurzem wurde dieses Phänomen auch formell untersucht und die Ergebnisse unterstützen bis jetzt die anekdotische Evidenz.

Eine Studie aus dem Jahr 2010 5, das in der US National Library of Medicine veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass Cannabis Anti-Anfall-Eigenschaften aufwies, sowohl bei Tests in isolierten Gewebeproben als auch an lebenden Tieren. Die Forschung 6 hat auch gezeigt, dass das Cannabinoid CBDV eine wirksame Behandlung gegen Krämpfe bei Mäusen und Ratten ist.

Schließlich kam eine Meta-Analyse 7 aus dem Jahr 2013, die eine Vielzahl von Studien untersuchte, zu dem Schluss, dass Cannabinoide und Marihuana möglicherweise für Menschen, die an neurologischen Störungen wie Epilepsie leiden, von Vorteil sein können. Dies könnte eine potenziell lebensrettende Behandlung für Millionen von Epilepsie-Patienten weltweit sein.

REDUZIERT STRESS

REDUZIERT STRESS

Viele Hanfis zünden sich nach einem langen Tag einen an, um sich so richtig zu entspannen. Aber kann Cannabis wirklich chronischen Stress mindern? Die Forschung scheint die Vorstellung zu unterstützen, dass Cannabis wirklich dazu beitragen kann, chronischen Stress zu reduzieren. Dies könnte daran liegen, dass Cannabis die Neurogenese verstärken kann, ein Prozess, der eng mit der Fähigkeit verbunden ist, mit Stress umzugehen. Es scheint allerdings wieder so zu sein, dass zu hohe Dosen eine gegenteilige Wirkung von niedrigen Dosen haben. Deshalb sollten diejenigen, die Cannabis gegen Stress einsetzen wollen, am besten mit einer kleinen Dosis beginnen. Du solltest natürlich vor allem nicht mit einem monströsen THC-Gehalt anfangen.

Wenn man Stress reduzieren will, ist der Entourage-Effekt besonders relevant. Dies bedeutet, dass eine Vielzahl von Cannabinoiden und Terpenen zusammen wirksamer sind als die Summe ihrer Teile. Einige Sorten scheinen besonders gut geeignet zu sein, wenn man Stress abbauen will.

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REGT DEN APPETIT AN

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Eine häufige Nebenwirkung von Cannabis, die oft bei Freizeitnutzern vorkommt, ist der Heißhunger, also ein stark gesteigerter Appetit. Während das vielleicht nur ein lustiges Element der Freizeitanwendung zu sein scheint, kann es doch ernsthaftes medizinisches Potential haben, insbesondere für Krebspatienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen.

Menschen, die mit einer Chemotherapie behandelt werden, können unter Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen, Appetitlosigkeit und anderen Verdauungsproblemen leiden. Diese Nebenwirkungen können zusätzliche gesundheitliche Komplikationen mit sich bringen, in einer Zeit, in der die Gesundheit bereits angeschlagen ist. Cannabis kann helfen, diese Nebenwirkungen zu behandeln, wodurch die Chemotherapie angenehmer und weniger riskant wird.

DAS GROßE GANZE

DAS GROßE GANZE

Trotz der Tatsache, dass Cannabis in den meisten Ländern für medizinische Zwecke immer noch illegal bleibt, ist in der Forschung mit einer überwältigenden Klarheit deutlich, dass Cannabis tatsächlich einen medizinischen Nutzen hat. Obwohl medizinisches Cannabis in den Vereinigten Staaten auf Bundesebene weiterhin illegal ist, führen sogar die US National Institutes of Health viele der medizinischen Nutzen von Cannabis an.

Während die Legalisierungsbewegung auf der ganzen Welt an Zugkraft gewinnt, wird immer mehr nach den gewaltigen Nutzen von Cannabis geforscht. Und dadurch werden immer mehr Belege erbracht, dass medizinisches Cannabis in der Tat eine sichere und wirksame Behandlung für viele Erkrankungen ist, insbesondere wenn die Auswahl der Sorten berücksichtigt wird.

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Falls Du das Glück hast, in einem Land zu leben, in dem medizinisches Marihuana legal ist, kennst Du wahrscheinlich eine ganze Reihe von Cannabissorten.

Da die Belege sich immer weiter anhäufen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis medizinisches Cannabis auf der ganzen Welt erhältlich ist. Dies ist eine gute Nachricht, und zwar nicht nur für Cannabis-Enthusiasten, sondern auch für die gesamte Menschheit.

Arielle

Geschrieben von: Arielle Friedman
Arielle ist im kanadischen Toronto wohnhaft und liebt gehirnbezogene Themen. Wenn sie nicht gerade schreibt, genießt sie es, Kunst zu schaffen, über Bioremediation zu lernen und zu versuchen, die Roboterapokalypse zu verhindern.

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Dieser Artikel wurde ausschließlich zu Informationszwecken verfasst und basiert auf Forschungsergebnissen, die von anderen externen Quellen veröffentlicht wurden:


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