Psychedelische VIPs

Psychedelics VIPs

Psychedelika haben in den letzten Jahrzehnten einen langen Weg zurückgelegt. Zwei der bekanntesten unter ihnen – LSD und Psilocybin – wurden jeweils zum ersten Mal in den 1930er und 1950er Jahren synthetisiert, bevor sie schnell verboten wurden. Jetzt beginnen Wissenschaft und Massenkultur diese Substanzen wieder zu akzeptieren und Studien zeigen tiefgreifende Ergebnisse.

Schauen wir uns die psychedelischen VIPs an, die die Forschung und den Aktivismus bezüglich dieser enigmatischen Substanzen angeführt haben und weiterhin anführen.

Albert Hofmann

Albert Hofmann

Albert Hofmann wurde am 11. Januar 1906 in Baden, Schweiz als Kind von Adolf Hofmann und seiner Frau Elisabeth (geb. Schenk) geboren und wuchs als ältestes von vier Geschwistern auf. Als sein Vater, ein Werkzeugmacher, schwer erkrankte, mußte er zum Familieneinkommen beitragen und begann daher, eine kaufmännische Lehre zu absolvieren.

Während dessen bereitete er sich darauf vor, seine Schulausbildung zu beenden. Sein Pate unterstützte ihn während dieser Zeit finanziell und 1925 begann er an der Universität Zürich Chemie zu studieren und schloß vier Jahre später mit Auszeichnung ab. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1971 arbeitete er dann für mehr als vier Jahrzehnte bei Sandoz in Basel.

Die zufällige Entdeckung von LSD

Die zufällige Entdeckung von LSD

Als Angestellter der pharmazeutisch-chemischen Abteilung bei Sandoz in Basel erforschte Hofmann den Getreidepilz Mutterkorn mit dem Ziel, ein Stimulans für Kreislauf- und Atemwegserkrankungen zu entwickeln und im Jahr 1938 synthetisierte er verschiedene Amid Derivate der Lysergsäure. Das 25. von ihnen verursachte unter den getesteten Tieren Unruhe, schien aber nicht nützlich oder interessant genug für weitere pharmakologische Forschung und wurde daher nicht weiter untersucht. Bis zum 16. April 1943, als er beschloß, noch einmal LSD herzustellen.

Während der Arbeit damit fühlte er plötzlich Unruhe, Unbehagen und leichten Schwindel, also mußte er die Arbeit einstellen, nahm sein Fahrrad und fuhr nach Hause. Zu Hause angekommen mußte er sich hinlegen und schloß die Augen, weil er das Tageslicht als unangenehm und zu grell empfand. Für zwei Stunden hatte er eine extrem stimulierte Phantasie und "sah", was er als einen stetigen Strom aus kaleidoskopartigen Farbspielen, fantastischen Bildern und erstaunlichen Formen beschrieb. In seinem Buch "LSD - Mein Sorgenkind", gesteht er, daß er das LSD wahrscheinlich versehentlich über die Fingerspitzen aufgenommen hatte.

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Am 19. April 1943, um 4:20 Uhr nachmittags nahm Hofmann absichtlich 250 Mikrogramm LSD ein, eine Menge, die heute als die drei- bis fünffache Menge einer effektiven Dosis angesehen wird. Und nein, diese Uhrzeit hat nichts mit der Herkunft des "420" zu tun, das Marihuana Raucher verwenden.

Was ist der “Bicycle Day”?

Drei Tage später schrieb er, was passiert war, nachdem er in einem Selbstversuch LSD 25 eingenommen hatte ... Er schrieb, daß er um 17:00 Uhr leichten Schwindel und Angst fühlte, eine verschwommene/veränderte Sicht hatte, dazu Lähmungen und den Drang zu lachen. Weiter berichtete er, daß was er fühlte und sah, von der gleichen Art wie die Erfahrung des Vortages war, nur viel intensiver.

Er war kaum noch in der Lage zu schreiben und nur mit größter Mühe konnte er seine Laborantin bitten, ihn nach Hause zu begleiten - auf dem FAHRRAD! Auf diesem "Trip" nach Hause hatte er das Gefühl, er käme kaum von der Stelle, seine Assistentin berichtete später jedoch, daß sie tatsächlich ziemlich schnell fuhren.

Seine Sicht war völlig verändert und Hofmann empfand seinen Zustand als bedrohlich, denn was einst vertraut war, hatte sich in etwas obskures verändert und schien ein Eigenleben zu haben, alles bewegte sich. Als er seine Nachbarin Frau R. traf, nahm er sie als bösartige, hinterlistige Hexe mit einer farbigen Fratze war.

Zu Hause angekommen waren der Schwindel und das Gefühl der Ohnmacht so intensiv, daß er sich auf die Couch legen mußte. Später, gegen Ende des Trips, fing er an, die Erfahrung zu genießen, denn nun "sah" er nicht nur mit geschlossenen Augen einen Strom fantastischer Bilder, die sich in Spiralen verdrehten und in bunten Fontänen platzten, sondern seine akustische Wahrnehmung schien sich an den Strom angeschlossen zu haben und jedes Geräusch beeinflußte die Bilder, die er sah.

Hofmanns Einstellung zu Psychedelika

HIMMELBLAUE PRUNKWINDE (IPOMOEA TRICOLOR)
Ipomoea tricolor

Seitdem er psychedelische Substanzen wie LSD und Psilocybin erforscht hatte, war er ein Verfechter ihrer Verwendung in der Psychoanalyse und der Legalisierung für Forschungszwecke und kritisiert ihren Mißbrauch durch die Gegenkultur in den 1960er Jahren und das weltweite Verbot von LSD 25. Er hat stets gehofft, daß es für einen sachgemäßen Zweck verwendet werden würde.

Hofmann war auch an den Samen von Turbina corymbosa interessiert, einer mexikanischen Prunkwindenart, die LSA, Lysergsäureamid enthält, von dem er herausfand, das es dem LSD sehr ähnlich ist.

Himmelblaue Prunkwinde (IPOMOEA TRICOLOR)Himmelblaue Prunkwinde ansehen

1962, Hofmann war inzwischen der Direktor der Abteilung für Naturprodukte bei Sandoz und hatte bereits die halluzinogenen Substanzen, die in den mexikanischen Zauberpilzen vorkommen, studiert und hatte das Psilocybin isoliert und synthetisiert, reiste er mit seiner Frau nach Südmexiko um "Ska Maria Pastora" zu suchen (Blätter von Maria, der Hirtin), die Pflanze, die später als Salvia divinorum bekannt werden würde. Er erhielt Proben davon, identifizierte den Wirkstoff, Diterpenoid Salvinorin A, aber nie. 


Terence McKenna

Terence McKenna

Terence Kemp McKenna wurde am 16. November 1946, in Paonia, Colorado, Vereinigte Staaten geboren, eine Vieh und Kohle Stadt, in der er von seinem Vater, einem irisch-katholischen Handelsreisenden und seiner Mutter, einer walisisch-episkopalischen Hausfrau aufgezogen wurde. Sein Onkel führte ihn in die Geologie ein und er entwickelte das, was er später "seine erste Obsession" nannte: Die einsame Jagd auf Fossilien in den Arroyos in der Nähe seines Hauses. Dies und seine fruchtbare Fantasie ließen ihn eine tiefe künstlerische und wissenschaftliche Wertschätzung für die Natur entwickeln.

Im Jahr 1962, im Alter von 16 Jahren, zog seine Familie mit ihm nach Los Altos in Kalifornien und er beendete die High School in Lancaster. Laut Terence machte er kurz nach seinem 17. Geburtstag im Jahr 1963 Bekanntschaft mit dem Gras und fing an, regelmäßig zu rauchen. Im gleichen Jahr entdeckte er durch "Die Pforten der Wahrnehmung" und "Himmel und Hölle" von Aldous Huxley die literarische Welt der Psychedelika.

Seine erste psychedelische Erfahrung

Terence Mckenna: Erste Psychedelische Erfahrung

Im Jahr 1965 schrieb sich Terence bei der Berkeley University of California ein, um Kunstgeschichte zu studieren. Im Sommer des Jahres 1966 lebte auf dem Flur gegenüber von McKenna "ein seltsamer Kerl, mit verdunkelten Fenstern und alle Glühbirnen in seiner Wohnung waren rot lackiert." Er saß mit seiner Gitarre den ganzen Tag lang herum, wobei er die Akkorde zu "Freight Train" spielte. Dieser Kerl würde sein Führer in die Welt von Acid werden, es war Barry Melton, der Lead Gitarrist von Country Joe and the Fish.

Terence erste psychedelische Erfahrung hatte, so meinte er, "Qualitäten, die nie wieder erreicht wurden" und daß er "für etwa eine Stunde zwischen Tränen der Ehrfurcht und Tränen der Heiterkeit hin und her prallte."

McKennas Interesse an der psychedelischen Welt geht weiter

Im Jahr 1967, als er in der Hochschule war, entdeckte er die tibetische Volksreligion und begann sie zu studieren, was dazu führte, daß er Schamanismus studierte - er bezeichnete dies als seine "Opium und Kabbala Phase." Im selben Jahr reiste er nach Jerusalem, wo er seine spätere Frau Kathleen Harrison traf. Im Jahr 1969 war Terence's Interesse an tibetischer Malerei und halluzinogenem Schamanismus so stark geworden, daß er nach Nepal reiste, um die tibetische Sprache zu studieren.

Er versuchte sein Glück auch als Haschisch Schmuggler, aber als eine seiner Sendungen beim US Zoll aufflog, mußte er sich der Strafverfolgung entziehen und begann durch Südostasien zu wandern, wo er sich Ruinen ansah, Schmetterlinge in Indonesien sammelte und sogar als Englischlehrer in Tokio arbeitete. Nach all den Eskapaden im Osten kehrte er nach Berkeley zurück, um weiter Biologie zu studieren, was er als "seine erste Liebe" bezeichnete.

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Zauberpilze

Zauberpilze

Im Jahr 1971 gingen er, sein jüngerer Bruder Dennis, und drei Freunde im kolumbianischen Amazonasgebiet auf die Suche, auf die Suche nach einer Pflanze namens Oo-koo-hé, die angeblich Dimethyltryptamine (DMT) enthielt. Aber statt auf Oo-koo-hé, stießen sie auf die Verwendung verschiedener Ayahuasca oder Yagé Gebräue und Pilze der Psilocybe cubensis Art.

Diese "Zauberpilze" wurden bald der neue Schwerpunkt der Exploration und in La Chorrera wurden er und sein Bruder Objekte eines Experimentes an sich selbst, das, laut eines späteren Interviews mit Terence, ihn "in Kontakt mit 'Logos' versetzte, einer informativen, göttlichen Stimme, die Offenbarungen von sich gab."

1972 kehrten sie nach Berkeley zurück und entwickelten Techniken zur Kultivierung von Psilocybin Pilzen, während Terence jetzt an seinem Bachelor der Wissenschaften in Ökologie und Naturschutz arbeitete. Er schloß sein Studium im Jahr 1975 ab und sein erstes Buch (mit Dennis als Co-Autor) wurde veröffentlicht, "Die unsichtbare Landschaft." Ihr Buch war inspiriert worden durch ihre Erfahrungen im Amazonasgebiet und das zweite folgte bereits im Jahr 1976, "Psilocybin."

Ein verehrter Autor und eine Psychedelika-Ikone

In den frühen 1980er Jahren begann Terance, seine Gedanken über psychedelische Drogen und die virtuelle Realität auszusprechen und in seinen Wochenend Workshops betonte er immer wieder, wie wichtig und vordringlich die gefühlte Erfahrung dem Dogma entgegen steht. 

Im Jahr 1992, veröffentlichte er zwei Bücher und wurde ein fester Bestandteil der nun bereits beliebten Gegenkultur. Sowohl "Nahrung der Götter", eine radikale Geschichte über die Beziehung zwischen psychedelischen Pflanzen und der Evolution des Bewußtseins, als auch "Das archaische Revival", eine Sammlung von Artikeln und Vorträgen aus diversen Zeitschriften und Vorträgen, ließen seine Popularität in der Rave/Dance Szene wachsen.

Terence hielt auch noch Vorträge über die Verwendung von pflanzlichen Entheogenen, Psychedelika, Metaphysik und andere Themen wie Schamanismus, Sprache, historische und zivilisatorische Zeitlinien und sogar die theoretischen Ursprünge des menschlichen Bewußtseins, seine "Stoned Ape" Theorie.

Im Angesicht des Endes

Er teilte sich seine Zeit nun zwischen den mit Redwood besetzten Hügeln von Sonoma County in Kalifornien und Hawaii auf, aber im Jahr 1999 begann er, zunehmend an schmerzhaften Kopfschmerzen zu leiden und kehrte in seine Heimat auf der großen Insel von Hawaii zurück. Nach drei Schlaganfällen in einer Nacht wurde er rasch ins Krankenhaus gebracht, wo bei ihm Glioblastoma multiforme diagnostiziert wurde und er unterzog sich in den nächsten Monaten verschiedenen Behandlungen.

Ende 1999 führte er ein Gespräch mit Erik Davis, welches das letzte Interview mit Terence sein würde. Während des Interviews sprach dieser auch über die Ankündigung seines Todes:

"Ich dachte immer, der Tod würde auf der Autobahn daherkommen, in ein paar erschreckenden Momenten, so daß man keine Zeit hätte, es sich bewußt zu machen. Monate und Monate zu haben, um darüber nachzudenken und mit den Leuten zu reden und zu hören, was sie zu sagen haben, ist es eine Art von Segen. Es ist sicherlich eine Chance, erwachsen zu werden und sich in den Griff zu bekommen und über alles nachzudenken. Einfach von einem humorlosen Kerl in weißem Kittel gesagt zu bekommen, daß Du in vier Monaten tot sein wirst, wirft ein ganz neues Licht auf die Sache .... Es macht das Leben reich und ergreifend. Als es das erste Mal passierte, daß ich diese Diagnose bekommen habe, konnte ich das Licht der Ewigkeit sehen, wie bei William Blake, wie es durch jedes Blatt scheint. Ich meine, ein Käfer, der über den Boden lief, rührte mich zu Tränen."

McKenna verstarb viel zu jung am 3. April 2000 im Alter von nur 53 Jahren, mit seinen Liebsten an seiner Seite. Er hinterläßt seine Tochter Klea, seinen Sohn Finn und Bruder Dennis.

 


Alexander Shulgin 

Alexander Shulgin

Alexander "Sasha" Theodore Shulgin hat bei seinen Versuchen mehr als dreihundert psychoaktive Substanzen synthetisiert und an sich selbst getestet, was ihn zu einer der Personen mit den meisten persönlichen und praktischen Erfahrungen mit Psychedelika macht. Seine bekanntesten Entdeckungen sind DOM und 2C-B. Auf der Straße wurde DOM auch STP oder Super LSD genannt. Er veröffentlichte die Ergebnisse seiner Arbeit in vier Büchern und mehr als zweihundert Veröffentlichungen in Zeitschriften.

Die frühen Jahre

Alexander wurde am 17. Juni 1925 in Berkeley, Kalifornien, als Sohn von Theodore Stevens Shulgin und Henrietta D. Shulgin geboren. Sein Vater wurde in Orenburg, Russland geboren und kam 1923 in die Vereinigten Staaten, während Henrietta in Illinois geboren wurde. Seine Eltern waren beide Lehrer an öffentlichen Schulen in Alameda County.

1941 begann Alexander sein Studium der Biochemie an der Harvard University, verließ aber 1943 die Schule, um in der US Navy zu dienen, wo er seine erste Erfahrung mit Psychopharmaka machte. Oder besser gesagt, mit dem Fehlen solcher - vor einem Einsatz wurde Alexander von einer Krankenschwester des Militärs ein Glas Orangensaft gegeben und er trank es aus, in der Annahme, daß es eine psychoaktive Droge enthalten würde.

Bald nach dem Trinken des Saftes schlief er ein, nur um am nächsten Tag herauszufinden, daß man ihm ein Placebo gegeben hatte. Das war der Moment, an dem sein Interesse an Psychopharmaka geweckt wurde, weil er erstaunt war, wie "ein Bruchteil eines Gramms Zucker ihn bewußtlos gemacht hatte."

Nach seiner Zeit bei der Marine ging er nach Berkeley, Kalifornien und promovierte 1954 in Biochemie. In den folgenden Jahren schloß er seine postdoktorale Arbeit in den Bereichen der Psychiatrie und Pharmakologie an der University of California in San Francisco ab und nach einem kurzen Zwischenspiel bei Bio-Rad Laboratories, nahm er seine Arbeit als leitender Chemiker bei der Dow Chemical Company auf.

Selbstversuche mit Psychedelika

peyote Lophophora williamsii
Lophophora williamsii

In den späten 1950er Jahren machte er seine erste Erfahrung mit Meskalin wobei er feststellte "daß sehr viel mehr in ihm steckt." Seine Chance, viel tiefer in die Materie der Psychoaktiva einzutauchen kam, nachdem er das erste biologisch abbaubare Pestizid entwickelt hatte: Zectran.

Zectran war ein sehr profitables Patent und Dow Chemicals gewährte Alexander die Freiheit, seine eigenen Forschungen an neuen Medikamenten und ihrer Wirkung zu betreiben und er fing an, sie in Selbstversuchen zu testen. Er veröffentlichte seine Ergebnisse in den zeitgenössischen Zeitschriften wie dem Journal of Organic Chemistry und der Zeitschrift Nature.

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In den 1960er Jahren hatte sich eine kleine Gruppe von Freunden seinen Tests angeschlossen und alle Ergebnisse der Experimente mit Phenethylaminen und später Tryptaminen wurden sorgfältig aufgezeichnet, aber nach dem großen Medienrummel über den Missbrauch illegaler Drogen, untersagte Dow Chemicals Alexander die Veröffentlichung seiner Erfahrungen und Ergebnisse während er für sie arbeitete, weil sie sich vor der öffentlichen Reaktion auf Alexander's Arbeit fürchteten und daher verließ er Dow Chemicals 1965, um am San Francisco General Hospital und in lokalen Universitäten zu unterrichten.

Inzwischen hatten er und seine Freunde die Shulgin Bewertungsskala entwickelt, um die Erfahrungen und Wirkungen der einzelnen Substanzen zu quantifizieren und sie erstellten Berichte über Hunderte psychoaktiver chemischer Substanzen.

Shulgin und MDMA

Alexander Shulgin Und MDMA

Im Jahr 1967 wurde Alexander an der San Francisco State University von einem Studenten der medizinischen Chemie an MDMA herangeführt.

MDMA (auf den Straßen besser bekannt als Ecstasy oder "E") wurde zum erstmals im Jahr 1912 von Merck hergestellt und patentiert, aber da es noch nie erforscht worden war, entwickelte Alexander ein neues Syntheseverfahren und im Jahr 1976 gab er das Medikament weiter an Leo Zeff, einen Psychologen aus Oakland in Kalifornien, der in seiner Praxis kleine Dosen der Substanz als Hilfsmittel bei der Gesprächstherapie an seine Patienten verabreichte und es Hunderten von Psychologen im ganzen Land näher brachte. 

Als veröffentlichter Autor gerät Shulgin mit der DEA aneinander

Er verdingte sich auch als Sachverständiger und stellte der DEA pharmakologische Proben zur Verfügung und 1988 schrieb er das ultimative Handbuch "Controlled Substances: Chemical & Legal Guide to Federal Drug Laws." Um seine Tätigkeit als Berater bei der DEA fortzuführen, wurde ihm eine Schedule I Lizenz ausgestellt, die ihm die Erlaubnis erteilte, ein analytisches Labor einzurichten und erfaßte Substanzen zu besitzen und zu synthetisieren.

1991 veröffentlichten er und seine Frau "PiHKAL - A Chemical Love Story", wobei der Haupttitel ein Akronym ist, das für "Phenethylamines I Have Known and Loved" steht. Das Buch ist in zwei Bände unterteilt: Der erste Teil ist die Geschichte eines Pharmakologen und seiner Frau und der zweite enthält detaillierte Anweisungen zur Synthese von über 200 psychedelischen Verbindungen (von denen Alexander die meisten selbst entdeckt hat), Bioassays, Dosierungen und andere Kommentare.

1994 forderte die DEA Alexander auf, seine Lizenz wegen Verletzung der darin aufgeführten Bedingungen zurückzugeben und veranstaltete in seinem Labor eine Razzia. Und obwohl in den 15 Jahren vor der Veröffentlichung von PiHKAL zwei angekündigte und geplante Untersuchungen keine Unregelmäßigkeiten zu Tage brachten, wurde er für den Besitz analytischer Proben mit einer Geldstrafe von $25,000 belegt.

Richard Meyer, Sprecher der DEA San Francisco Field Division, erklärte, daß "diese Bücher so ziemlich wie Kochbücher dafür sind, wie man illegale Drogen herstellt" und daß Agenten ihm erzählt hatten, daß sie bei Razzien in geheimen Labors Kopien dieser Bücher gefunden hatten. Aber Alexander und Ann entwickelten und testeten innerhalb der Grenzen des Gesetzes weiterhin neue psychoaktive Substanzen und 1997 veröffentlichten sie "TiHKAL - A Continuation".

Dieser Haupttitel ist ein Akronym für "Tryptamines I Have Known and Loved" und handelt von einer Familie von Psychopharmaka, die als Tryptamine bekannt sind. Genau wie PiKHAL besteht es aus zwei Teilen, wobei der erste Teil eine Fortsetzung der fiktiven Autobiografie eines Pharmakologen ist, während der zweite Teil eine Sammlung von Essays zu Themen aus der Psychotherapie und des Jung'schen Geistes zur Häufigkeit von DMT in der Natur, Ayahuasca und dem Krieg gegen die Drogen darstellt.

Mit der Unterstützung von Tania Manning und Paul F. Daley veröffentlichte er im März 2011 den lange erwarteten umfassenden Katalog der bekannten Psychedelika "Der Shulgin Index". 

Alexander Shulgin ist im Jahr 2014 in seinem Haus in Nordkalifornien friedlich von uns gegangen.

Für Bildung, nicht Kriminalisierung eintreten

Alexander war der Ansicht, dass die Regierung keine Gesetze erlassen sollte, die das persönliche Verhalten beeinträchtigen und auch, daß alles davon abhängt, warum, für welche gewünschte Wirkung, wie und wie oft Drogen verwendet werden. Stattdessen könnten präzise Anweisungen über einen verantwortungsvollen Umgang tatsächlichen Mißbrauch verhindern. Wie bei Kaffee, Alkohol, Salz oder Fett, die Menge macht es.

 


Doña María Sabina

Doña María Sabina

Laut R. Wasson, einem US Ethnomykologen und Bankier, wurde Doña María Sabina am 17. März 1894 geboren, aber ihre Mutter María Concepción sagte, daß ihre Tochter am Tag der Jungfrau Magdalena geboren worden war, welcher am 22ten Juli ist. 

Doña María Vater Crisanto Feliciano starb an einer Krankheit, als sie erst drei Jahre alt war, also nahm ihre Mutter sie und ihre jüngere Schwester María Ana, um mit ihnen bei ihren Eltern in der Sierra Mazateca von Südmexiko zu leben, in dem Haus ihrer Großeltern mütterlicherseits.

Erster Kontakt mit Magic Mushrooms

Doña María lernte die Zauberpilze in einem sehr frühen Alter kennen. Sie sagte, daß sie sich erinnern konnte, als sie nur 7 Jahre alt war, daß sie mit ihrer kleinen Schwester spielte, während sie die Tiere der Familie hüteten, als sie ein paar schöne Pilze sah, die unter einem Baum wuchsen. Sie erkannte, daß es gleichen Pilze waren, wie die, die der örtliche Curandero (Heiler) Juan Manuel in seinen Zeremonien verwendete, um die Kranken zu heilen, also pflückte sie einige davon und aß sie. María sagte ihrer Schwester, es ihr gleich zu tun und bald fühlte sie die magischen Wirkungen der göttlichen Pilze.

In den folgenden Monaten konsumierten sowohl sie, als auch ihre Schwester noch mehrmals die Zauberpilze und obwohl ihre Mutter sie einmal erwischte und fragte, was sie getan hatte, als sie in überschwängliche Freude lachte und sang, wurde sie niemals für den Konsum der Zauberpilze gescholten.

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Doña María nutzt die Kraft von Psilocybin

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Als sie acht Jahre alt war, wurde ihr Onkel krank und viele Schamanen aus den umliegenden Sierras nahe ihrem Dorf scheiterten damit, ihn mit ihren Kräutern zu heilen, statt dessen wurde sein Zustand nur noch schlimmer. Dann erinnerte sie sich an die Pilze, die sie genommen hatte und daß diese ihr angeboten hatte, ihr zu helfen, wenn sie sie jemals brauchen sollte. Doña María ging los, um einige der heiligen Pilze zu sammeln und aß sie. Als die Wirkung einsetzte, fragte sie die Pilze, wie sie helfen könne, damit ihr Onkel wieder gesund würde und die Pilze sagten ihr, daß sie ihm ein besonderes Kraut geben müsse, um den "bösen Geist" zu vertreiben, der in das Blut ihres Onkels gefahren und von dem er besessen war.

Die Pilze sagten ihr, daß sie ein anderes Kraut benötigt, als die, die die Schamanen verwendet hatten und daß sie es an einem Ort in den Bergen finden würde, wo das Wasser des Baches rein fließt und die Bäume hoch wachsen. Wissend zu welchem Ort die Pilze sie wiesen, lief sie und holte einige der Kräuter. Sie machte ein Gebräu und gab es ihrem Onkel und innerhalb von nur wenigen Tagen wurde er geheilt.

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Das war der Moment, als Doña María wußte, daß dies ihre Art zu Leben sein würde und als sie älter wurde, wurde sie in ihrem Dorf als ehrliche und kraftvolle "Sabia," "eine Weise," respektiert. Unzählige Hunderte von kranken und leidenden Menschen suchten ihre Magie, die sie über die Jahrzehnte in ihren Heilzeremonien vollführte.

Die Welt hört von einem besonderen Heiler

Es war im Jahr 1955, als der erste Westler in das kleine Dorf Huautla de Jimenez in Oaxaca kam. R. Gordon Wasson, ein US Ethnomykologe und Bankier besuchte Doña María's Heimatstadt und er war auch erste der Westler, der mit ihr an einer Velada teilnahm. Wasson brachte Sporen mit nach Paris, wo er sie als Psilocybe mexicana identifizierte. Dessen wichtigste Wirkstoffe wurden 1958 von dem Schweizer Chemiker Albert Hofmann isoliert und synthetisiert.

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Obwohl Wasson versuchte, Doña María's Identität geheim zu halten, verbreitete sich die Geschichte über die Weise Mazatec und seine Erfahrungen mit ihren Zauberpilzen zwangsläufig überall im Westen wie ein Lauffeuer, nachdem er im Mai 1957 Doña María und ihre Zeremonien im Life Magazin erstmals beschrieben hatte.

Bald kamen Tausende von Pilzsuchern, Wissenschaftlern und anderen in die Sierra Mazateca, darunter Prominente der 60er, inklusive Rockstars wie John Lennon, Bob Dylan, Mick Jagger und Keith Richards und sogar die CIA schickte einen verdeckten Ermittler, um Proben der Zauberpilze zu sammeln.

Bedauern und unerwünschte Aufmerksamkeit

Doña María sagte:

"Vor Wasson hat niemand die Kinder (Zauberpilze) genommen, um einfach zu Gott zu finden. Sie wurden immer genommen, um die Kranken zu heilen."

Ein weiteres bemerkenswertes Zitat impliziert, daß sie bereut hat, daß sie Wasson ihre Magie gezeigt hatte:

"Von dem Moment an, als die Fremden kamen, haben die 'heiligen Kinder' ihre Reinheit verloren. Sie verloren ihre Kraft, sie haben sie ruiniert und von nun an werden sie nicht mehr funktionieren. Es gibt kein Heilmittel dafür."

Jedes Mal gab sie den Besuchern, was sie suchten, und jedes Mal, wenn sie ihre Zeremonien durchführte, gab sie ein bißchen von sich.

Bald vermutete die mexikanische Polizei, daß sie den Ausländern Drogen verkaufte und diese unerwünschte Aufmerksamkeit hat die soziale Dynamik der Mazatec Gemeinschaft völlig verändert und drohte, die Individualität der Mazatec zu beenden. Die Gemeinde gab Doña María die Schuld, verbannte sie und brannte die Hütte nieder, die für ihr ganzes Leben ihr Zuhause gewesen war.

Doña María Sabina, die bekannteste und berühmteste Curandera der Welt starb am 23. November 1985.

 


Alex Grey

Alex Grey

Alex Grey, ein visionärer Künstler und Philosoph, ist bekannt für seine multi-dimensionalen psychedelischen Bilder. Als begeisterter Erforscher des Bewußtseins, spiegeln seine Bilder Visionen vom Leben, dem Tod und dem Raum dazwischen. Grey wurde bekannt für seine Bilder der menschlichen Energiesysteme und ihrer spirituellen Bedeutung.

Frühe Jahre

Er wurde am 29. November 1953 in Columbus, Ohio, als mittleres Kind einer bürgerlichen Familie geboren. Alex entwickelte bereits in jungen Jahren ein großes Interesse an der Kunst, was von seinem Vater, der als Grafikdesigner arbeitete, gefördert wurde. Schon von Anfang an zeigte Alex' Arbeit die Themen Tod und Transzendenz, was sich letztlich zu seiner Handschrift entwickelte.

Im Alter von 18 Jahren erhielt Alex ein Vollstipendium am Columbus College of Art and Design, brach es dann aber im Alter von 21 Jahren ab. Er ging dazu über, für das College Werbetafeln zu malen, wurde dessen aber bereits nach einem Jahr überdrüssig.

Psychedelika erleben

Im Jahr 1974 nahm Alex eine Position als Studioassistent in Boston an, wo er unter dem Konzeptkünstler Jay Jaroslav an der Schule des Museum of Fine Arts studierte. In dieser Zeit kam Alex wirklich in seine künstlerische Blütezeit. Kurz nachdem er die Position angenommen hatte, traf er seine zukünftige Frau, Allyson.

Gemeinsam fingen sie an, LSD und andere Psychedelika zu nehmen, um ihre Köpfe zu öffnen. Es waren diese Erfahrungen, durch die Alex' existentiell agnostische Ansichten zu einer ausgewachsenen radikalen Transzendenz wurden. Es war eine Reise, die sie weiterhin gemeinsam unternahmen, wobei sie immer weiter mit sich selbst und dem Universum als Ganzes in Kontakt traten.

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Mit der menschlichen Anatomie arbeiten

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Alex nahm später einen Job in der Anatomie Abteilung der Harvard University an, wo er Leichen für die Sezierung vorbereitete. Dies erlaubte ihm, selbst den Körper zu studieren und seine Fähigkeiten weiter zu verfeinern. Während er noch an der Harvard war, ging Alex später dazu über, für Dr. Herbert Benson und Dr. Joan Borysenko als Forschungstechnologe zu arbeiten, wobei er heilende Energien erforschte, obwohl dies nicht gerade die offensichtliche Wahl für einen Künstler zu sein scheint.

Seine Arbeit mit der Anatomie spielte jetzt eine großen Rolle in dem Realismus und den Details, die sich in seinen anatomischen Bildern zeigten. Ärzte an der Harvard sahen seine Bilder und baten ihm an, als anatomischer Illustrator für die Universität zu arbeiten - so ausgefeilt waren seine Bilder.

Der nächste Teil von Alex' Leben war der Förderung seiner akademischen Laufbahn gewidmet, wobei er was er an der Harvard gelernt hatte, mit seinem künstlerischen Talent kombinierte. Er lehrte für die nächsten zehn Jahre an der Universität von New York künstlerische Anatomie und Bildhauerei. Er lehrte auch in verschiedenen Kunst Workshops überall in den USA. Sowohl Alex, als auch seine Frau Allyson lehren außerdem bis heute bei Mystic Artists Guild International (MAGI) Workshops in der Kapelle der Heiligen Spiegel in Wappinger, New York.

Die Kapelle der Heiligen Spiegel

Die Kapelle der Heiligen Spiegel

Im Laufe seines Lebens entwickelte Alex eine Serie lebensgroßer Gemälde namens "Sacred Mirrors." Die Serie fand ihren Anfang im Jahr 1979 und befindet sich jetzt im Mittelpunkt seiner Kapelle. Sie nehmen den Betrachter mit auf eine Reise, die den Körper, den Geist und die Seele erforscht, wobei sie dem Betrachter helfen soll, seinen eigenen Sinn für die innere Spiritualität und Göttlichkeit zu erkennen. Nach Abschluß der Sacred Mirrors Serie, brachte er die multidimensionale Perspektive mit ein, die er für alle übrigen Aspekte der menschlichen Erfahrung, wie Gebet, Geburt und Tod, entwickelt hatte.

1996 war Alex Mitbegründer der Stiftung für die "Chapel of Sacred Mirrors Ltd," einer Organisation, die Kreativität, Mitgefühl und integrale Weisheit in allen inspirieren möchte, die danach suchen. Durch die zunehmende Popularität und seine zunehmende Bedeutung in der Lehre die Spiritualität, Verehrung und sakralen Feiern, wurde die Organisation im Jahr 2008 offiziell als Religion anerkannt.

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Seitdem haben sowohl Alex', als auch die Rolle seiner Frau in der spirituellen Welt ständig zugenommen; er gilt heute laut Watkins Review als einer der Top 20 der spirituellen Führer, wobei er in die gleichen Liga eingestuft wird, wie der Dalai Lama und Eckhardt Tolle. Der "Temple of Understanding" erklärte das Ehepaar Grey zu zwei der Top 50 einflußreichsten interreligiösen Führer, die heute leben.

Alex wohnt jetzt in der Kapelle der Heiligen Spiegel, die auf ein 40 Hektar großes Grundstück in Wappinger, New York, umzog, nachdem sie als Religion anerkannt worden war. Das große Gelände gilt nun als spiritueller Rückzugsort für diejenigen, die es brauchen; es bietet große, üppige Gärten, reflektierende Pools, spirituelle Zeremonien, mystische Workshops, eine umfangreiche Bibliothek und Gemeinschaftswohnbereiche. Es ist ein Zentrum des spirituellen Erwachens.