Zauberpilzsuche: Eine praktische Anleitung

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Zauberpilzsuche: Eine praktische Anleitung

Du überlegst Dir Dich einer Pilzsuchergruppe anzuschließen? Nun, wir haben einen grundlegenden Leitfaden für die Pilzsuche zusammengestellt, damit Du über das notwendige Grundwissen verfügst.

Ländliche Gegenden sind für Pilzsammler ein wahres Wunderland. Überall in der Wildnis wachsen Zauberpilze, die nur darauf warten, von einem wissenden Auge gefunden zu werden. Allerdings ist es eine heikle Angelegenheit Zauberpilze von anderen zu unterscheiden, die potenziell gefährlich sind.

Für die meisten sieht ein Pilz aus wie alle anderen, daher, wie Du Dir vielleicht vorstellen kannst, schreckt das Risiko einen Pilz falsch zu identifizieren viele Menschen von der Suche nach ihrem eigenen magischen Vorrat ab. Um erfolgreich zu sein, bedarf es ordnungsgemäßer Planung, Wissen und letztlich Geduld. Mit der folgenden Anleitung werden diese Bedürfnisse hoffentlich in gewisser Weise erfüllt.

Wenn wir Dir einen Rat geben dürfen

Wie bereits erwähnt kann das Pilzsammeln gefährlich sein. Einige Pilzarten enthalten Verbindungen, die ernsthaft gesundheitsgefährdend sind und sogar zu Organversagen und Tod führen können. Daher sollte die folgende Anleitung von an der Pilzsuche interessierten nur als theoretische Grundlage verwendet werden. Wenn Du die Suche ernsthaft betreiben willst, dann empfehlen wir die Teilnahme an einem Kurs zur Unterweisung im Sammeln wilder Pilze oder sich einer kundigen Gruppe anzuschließen - natürlich solltest Du niemandem sagen, daß Dein Endziel die Suche nach den magischen Arten ist. Dies wird helfen Kontakte innerhalb der Sammlergemeinde aufzubauen, sowie Dir eine praktische Erfahrung in der Suche nach den vielen Sorten sicherer Speisepilze geben - wodurch sich Deine Kenntnisse erweitern, die Du schließlich verwendet wirst, um andere Pilze zu suchen.

Die Gesetze in Bezug auf die Pilzsuche variieren von Land zu Land, vor allem in Bezug auf frische Pilze, die Psilocybin enthalten. Also stelle sicher, daß Dir die rechtliche Lage in Deinem Land bewusst ist und daß Du Dich daran hältst.

Zamnesia kann für keine rechtlichen Folgen verantwortlich gemacht werden, die aus dem Missbrauch dieser theoretischen Anleitung entstehen.

Zauberpilze sammeln: Die Grundlagen

Nun da wir Dich angemessen gewarnt haben, lass uns beginnen einige Kenntnisse zu vermitteln. Also erstens, die exakte Identifizierung einer Pilzart kann extrem schwierig sein, selbst für einen erfahrenen Pilzsammler. Daher konzentrieren sich die meisten Anfänger in der Regel auf eine Pilzsorte. Eine Klasse ist eine Gruppe von Arten, die alle dieselben Eigenschaften aufweisen. Zum Beispiel die Gattung der Zauberpilze, Psilocybe. Durch die Möglichkeit der Identifizierung einer Gattung haben Anfänger eine gute Chance zu finden was sie wollen, ohne sich selbst zu vergiften. Von dem ausgehend werden sie ihr Wissen weiter ausbauen können.

Die Identifizierung der Gattung eines Pilzes besteht aus zwei Hauptaufgaben. Die erste ist die physischen Eigenschaften zu identifizieren, gefolgt von der Analyse der Eigenschaften des Sporenabdrucks. Ein Buch als Referenz kann bei der Suche und auch wie man einen Sporenabdruck nimmt sehr praktisch sein.

Wann man anfängt sie zu suchen

Die beste Zeit um Pilze zu suchen ist in der feuchten, kühlen Herbstsaison und nicht etwa im Frühjahr. Das liegt daran, daß die heiße, trockene Natur des Sommers das Myzel des Zauberpilzes in den Overdrive schalten lässt, so daß es sein unterirdisches Netzwerk ausbreitet. Wenn dann die feuchteren Bedingungen des Herbstes aufkommen, ist das Myzel in der Lage, mit einer leistungsstarken Fruchtbildung zurückzuschlagen - dadurch sind sie viel häufiger und einfacher zu finden. Du kannst Pilze finden, wann immer die Bedingungen durchweg feucht sind, aber es ist die Feuchtigkeit nach dem Sommer, die die wahre Pilzsaison einläutet.

Standort, Standort, Standort

Es macht nicht viel Sinn einfach im örtlichen Wald aufzutauchen und zu hoffen einige Pilze zu finden - wahrscheinlich bist Du am Ende einfach nur enttäuscht und erschöpft. Um erfolgreich Zauberpilze zu finden, musst Du wissen in welcher Art von Lebensraum sie wachsen. Beispielsweise können bestimmte Arten der Gattung Psilocybe feuchte Felder mit Kuhdung bevorzugen, während andere der gleichen Gattung auf verrottenden Baumstämmen wachsen. Indem man sich einige bestimmte Pilze für die Suche auswählt und sich informiert wo sie wachsen, kann die Suche deutlich stärker konzentriert werden. Das ist viel besser, als einfach nur durch den Wald zu streifen und zu sehen auf was man stößt.

Genaue Beobachtung

Sobald Du denkst, daß Du es geschafft hast die Zauberpilze zu finden, die Du suchst, ist es an der Zeit sich die körperlichen Merkmale anzusehen. Wachsen die Pilze in Büscheln, mit einer verbundenen Basis oder einzeln? Wie groß sind sie? Was haben sie für eine Textur? Sind sie schleimig oder trocken? Spröde oder fest? Kannst du Lamellen unter der Kappe sehen? Sind sie fest oder lose verbunden? Wie sehen Stiel und Kappe aus? Welche Farbe zeigt sich an den Stellen, wo sie beschädigt wurden? Dies alles sind wichtige Fragen bei der Identifizierung eines Pilzes und sogar erfahrene Pilzsammler können Schwierigkeiten haben zu einer 100%ig sicheren Antwort zu kommen. Deshalb ist der nächste Schritt so wichtig, nämlich einen Sporenabdruck zu nehmen. Nimm niemals an, daß das Aussehen eines Pilzes für die Identifizierung ausreichend ist.

Gleichwohl, wenn Du mit den Grundlagen der physikalischen Identifizierung zu kämpfen hast, kann es sehr praktisch sein ein paar Fotos zu machen. Achte darauf, daß die Fotos den Pilz in seiner Umgebung zeigen, sowie Nahaufnahmen von den wichtigen Eigenschaften. Die kann man dann bei einem Pilzforum hochladen, wo erfahrene Sammler ihren Kommentar abgeben können. Zwar bedeutet auch das nicht, daß man um einen Sporenabdruck herumkommt, aber es kann helfen eine allgemeine Vorstellung davon zu bekommen was Du da vor Dir hast, wenn Du Dir gänzlich unsicher bist. Auch wenn das Internet eine großartige Ressource ist, solltest Du die Ratschläge von Fremden immer mit einer gesunden Skepsis aufnehmen - die Menschen im Internet schulden Dir nichts und werden selbst auch nur in unterschiedlichem Maße Wissen vorzuweisen haben.

Prüfung des Sporenabdrucks

Die nächste Phase ist die Sporenabdrücke der gefundenen Pilze zu identifizieren. Dies ist bei weitem die wichtigste Phase, sollte aber niemals ohne vorangegangene Analyse der physikalischen Eigenschaften des Pilzes durchgeführt werden.

Um einen Sporenabdruck zu nehmen, nimm einen Pilz, schneide die Kappe mit einem scharfen Messer vom Stiel und leg sie mit den Lamellen nach unten auf ein Stück Papier. Wenn Du weisst, daß der gefundene Pilz weiße oder helle Sporen hat, dann verwenden ein schwarzes Papier.

Lass die Kappe für etwa 30-60 Minuten darauf liegen. Nach dieser Zeit nimmst Du die Kappe herunter. Sie sollte einen sichtbaren Abdruck hinterlassen haben. Die Eigenschaften eines Sporenabdrucks sind in der Regel genug, um eine Gattung mit dem Auge zu erkennen, vor allem, wenn man auch noch eine Analyse der physikalischen Eigenschaften des Pilzes vornimmt. Um eine bestimmte Sorte oder Art zu identifizieren, wirst Du wahrscheinlich ein Mikroskop und fundiertes Wissen benötigen.

Für eine langfristige Lagerung sollten Sporenabdrücke in einer sterilen Umgebung genommen werden. Dies kann nützlich sein, wenn Du den Abdruck jemand anderes zeigen möchtest, um eine zweite Meinung einzuholen. Es kann auch sinnvoll sein, wenn Du zur weiteren Verfügung und Analyse Deine eigene Kultur des Pilzes anlegen möchtest, denn mit sterilen Abdrücken kann man Sporenspritzen machen.

Wir haben hier eine praktische Anleitung zusammengestellt wie man sterile Sporenabdrücke nimmt, sowie eine Anleitung zur Herstellung von Sporenspritzen, damit Du Deine eigenen Kulturen wachsen lassen kannst.

Gefährliche Pilze

Es gibt buchstäblich Tausende von verschiedenen Pilzarten und von den vielen wird angenommen, daß nur ein paar hundert giftig sind, wobei ein paar Dutzend tödlich sind. Davon abgesehen sollte jeder Pilzsammler, ob er normale oder magische sucht, große Vorsicht walten lassen. Zwar gibt es eine relativ geringe Menge, die tatsächlich giftig ist, doch sie sind dort draußen und einige von ihnen sind weit verbreitet. Eine Pilzvergiftung ist nie angenehm und kann Dir ein ansonsten sehr lustiges, lohnendes und aktives Hobby verleiden!

Denk bitte daran, dieses Grundgerüst für die Pilzsuche soll als theoretische Grundlage zur Verwendung als akademisches Wissen gesehen werden oder als Teil sich einer erfahrenen und professionellen Sammlergruppe anzuschließen, die in der Lage ist Dich richtig zu führen und Dein Wissen zu erweitern. Der Schlüssel ist die Merkmale einer Gattung von innen und außen nachzulesen und zu lernen; von dort aus gibt es nur noch einen Weg, nämlich nach oben. Eine Pilzsuche ohne Aufsicht eines erfahrenen Sammlers ist riskant und erfolgt auf eigene Gefahr. Viel Spaß bei der Suche! Möge Deine Ernte ergiebig und noch wichtiger, wirksam sein!