Product successfully added to your shopping cart.
Check out

ALBERT HOFMANN

Albert Hofmann

 

Albert Hofmann wurde am 11. Januar 1906 in Baden, Schweiz als Kind von Adolf Hofmann und seiner Frau Elisabeth (geb. Schenk) geboren und wuchs als ältestes von vier Geschwistern auf. Als sein Vater, ein Werkzeugmacher, schwer erkrankte, mußte er zum Familieneinkommen beitragen und begann daher, eine kaufmännische Lehre zu absolvieren. Während dessen bereitete er sich darauf vor, seine Schulausbildung zu beenden. Sein Pate unterstützte ihn während dieser Zeit finanziell und 1925 begann er an der Universität Zürich Chemie zu studieren und schloß vier Jahre später mit Auszeichnung ab. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1971 arbeitete er dann für mehr als vier Jahrzehnte bei Sandoz in Basel. 1935 heiratete er Anita Guanella, die Schwester des erfolgreichen Schweizer Erfinders Gustav Guanella, der für die Firma Brown, Boveri & Cie arbeitete, wo auch Hofmann's Vater arbeitete und Albert Hofmann seine Lehre abgeschlossen hatte. 1943 entdeckt er (zunächst zufällig) die halluzinogene Wirkung von LSD. Er lebte auf der Rittimatte, in der Stadt Burg am Rande des Jura Gebirges. Später wurde Hofmann bei Sandoz Direktor der Abteilung für Naturprodukte und nach dem Studium der halluzinogenen Substanzen, die in den mexikanischen Zauberpilzen und Pflanzen, die von den Aborigines verwendet wurden, vorkommen, synthetisierte er Psilocybin, den Wirkstoff vieler Zauberpilze. Anläßlich seines 100. Geburtstages im Jahr 2006, fand in Basel vom 13. bis 15. Januar das Symposium "LSD - Sorgenkind und Wunderdroge" statt. Ende 2007 erhielt der Psychotherapeut Peter Gasser von Solothurn, der Ethik Kommission von Aargau, eine vorläufige Erlaubnis, LSD zu therapeutischen Zwecken zu verwenden. In einem Fernsehinterview bezeichnete Albert Hofmann dies als Erfüllung seines Traums. Im Jahr 2008, am 29. April, erlitt Albert Hofmann einen Herzinfarkt und starb im Alter von 102 Jahren. Er schrieb über 100 wissenschaftliche Artikel und mehrere Bücher, darunter LSD: Mein Sorgenkind.

Die Entdeckung des LSD

Als Angestellter der pharmazeutisch-chemischen Abteilung bei Sandoz in Basel erforschte Hofmann den Getreidepilz Mutterkorn mit dem Ziel, ein Stimulans für Kreislauf- und Atemwegserkrankungen zu entwickeln und im Jahr 1938 synthetisierte er verschiedene Amid Derivate der Lysergsäure. Das 25. von ihnen verursachte unter den getesteten Tieren Unruhe, schien aber nicht nützlich oder interessant genug für weitere pharmakologische Forschung und wurde daher nicht weiter untersucht. Bis zum 16. April 1943, als er beschloß, noch einmal LSD herzustellen. Während der Arbeit damit fühlte er plötzlich Unruhe, Unbehagen und leichten Schwindel, also mußte er die Arbeit einstellen, nahm sein Fahrrad und fuhr nach Hause. Zu Hause angekommen mußte er sich hinlegen und schloß die Augen, weil er das Tageslicht als unangenehm und zu grell empfand. Für zwei Stunden hatte er eine extrem stimulierte Phantasie und "sah", was er als einen stetigen Strom aus kaleidoskopartigen Farbspielen, fantastischen Bildern und erstaunlichen Formen beschrieb. In seinem Buch "LSD - Mein Sorgenkind", gesteht er, daß er das LSD wahrscheinlich versehentlich über die Fingerspitzen aufgenommen hatte. Am 19. April 1943, um 4:20 Uhr nachmittags nahm Hofmann absichtlich 250 Mikrogramm LSD ein, eine Menge, die heute als die drei- bis fünffache Menge einer effektiven Dosis angesehen wird. Und nein, diese Uhrzeit hat nichts mit der Herkunft des "420" zu tun, das Marihuana Raucher verwenden.

Der "Fahrrad Tag"

Drei Tage später schrieb er, was passiert war, nachdem er in einem Selbstversuch LSD 25 eingenommen hatte ... Er schrieb, daß er um 17:00 Uhr leichten Schwindel und Angst fühlte, eine verschwommene/veränderte Sicht hatte, dazu Lähmungen und den Drang zu lachen. Weiter berichtete er, daß was er fühlte und sah, von der gleichen Art wie die Erfahrung des Vortages war, nur viel intensiver. Er war kaum noch in der Lage zu schreiben und nur mit größter Mühe konnte er seine Laborantin bitten, ihn nach Hause zu begleiten - auf dem FAHRRAD! Auf diesem "Trip" nach Hause hatte er das Gefühl, er käme kaum von der Stelle, seine Assistentin berichtete später jedoch, daß sie tatsächlich ziemlich schnell fuhren. Seine Sicht war völlig verändert und Hofmann empfand seinen Zustand als bedrohlich, denn was einst vertraut war, hatte sich in etwas obskures verändert und schien ein Eigenleben zu haben, alles bewegte sich. Als er seine Nachbarin Frau R. traf, nahm er sie als bösartige, hinterlistige Hexe mit einer farbigen Fratze war. Zu Hause angekommen waren der Schwindel und das Gefühl der Ohnmacht so intensiv, daß er sich auf die Couch legen mußte. Später, gegen Ende des Trips, fing er an, die Erfahrung zu genießen, denn nun "sah" er nicht nur mit geschlossenen Augen einen Strom fantastischer Bilder, die sich in Spiralen verdrehten und in bunten Fontänen platzten, sondern seine akustische Wahrnehmung schien sich an den Strom angeschlossen zu haben und jedes Geräusch beeinflußte die Bilder, die er sah.

Einstellung

Seitdem er psychedelische Substanzen wie LSD und Psilocybin erforscht hatte, war er ein Verfechter ihrer Verwendung in der Psychoanalyse und der Legalisierung für Forschungszwecke und kritisiert ihren Mißbrauch durch die Gegenkultur in den 1960er Jahren und das weltweite Verbot von LSD 25. Er hat stets gehofft, daß es für einen sachgemäßen Zweck verwendet werden würde.

Weitere Forschung

Hofmann war auch an den Samen von Turbina corymbosa interessiert, einer mexikanischen Prunkwindenart, die LSA, Lysergsäureamid enthält, von dem er herausfand, das es dem LSD sehr ähnlich ist. 1962, Hofmann war inzwischen der Direktor der Abteilung für Naturprodukte bei Sandoz und hatte bereits die halluzinogenen Substanzen, die in den mexikanischen Zauberpilzen vorkommen, studiert und hatte das Psilocybin isoliert und synthetisiert, reiste er mit seiner Frau Anita nach Südmexiko um "Ska Maria Pastora" zu suchen (Blätter von Maria, der Hirtin), die Pflanze, die später als Salvia divinorum bekannt werden würde. Er erhielt Proben davon, identifizierte den Wirkstoff, Diterpenoid Salvinorin A, aber nie. Darüber hinaus isolierte und synthetisierte er die Wirkstoffe wichtiger Arzneipflanzen, um deren Wirkungen zu erforschen.

 


Zamnesia