Neue Studie: Zauberpilze Für Gute Laune

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Neue Studie: Zauberpilze Für Gute Laune

Nicht zum ersten Mal läßt eine Studie darauf schließen, daß Zauberpilze eine sehr effektive Behandlung gegen Depression sein könnten.

Die betreffende Substanz ist Psilocybin - die psychedelische Verbindung, die innerhalb der Pilze und Trüffel gleichermaßen zu finden ist. Es ist dieses Alkaloid, das vermutlich ein großes Potenzial für die Behandlung von Depressionen bereithält. Diese neue Studie wurde vor kurzem in der Fachzeitschrift Biology Psychiatry veröffentlicht und wurde von Forschern der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich durchgeführt.

Die Studie

Bevor die Studie durchgeführt wurde, war die Theorie der Forscher, daß das Psilocybin, das sich in Zauberpilzen befindet, die Art und Weise abschwächt, wie unser Gehirn negative Gedanken verarbeitet; daher, sollte man an einer Depression leiden, wobei die Verarbeitung negativer Gedanken oft übertrieben stark sein kann, sollte Psilocybin theoretisch die Negativität reduzieren und die Stimmung heben.

Um dies zu überprüfen, rekrutierten die Forscher 25 gesunde Teilnehmer, um zu sehen, wie ihre Gehirne reagieren würden. Der Hälfte der Gruppe wurde eine kleine Dosis Psilocybin gegeben, während die andere ein Placebo bekam. Während den Teilnehmern dann Bilder von Besorgnis erregenden und normalen Szenen gezeigten wurden, wurde die Hirnaktivität der Patienten mittels funktioneller Magnetresonanztomographie analysiert.

Ermutigende Ergebnisse

Was die Forscher fanden, war sehr aufschlußreich. Die Amygdala, ein Teil des Gehirns, das für die Verarbeitung von negativen Emotionen zuständig ist, war bei denen, die Psilocybin bekommen hatten, signifikant weniger aktiv. Mit anderen Worten, Psilocybin scheint die Entwicklung von negativen Emotionen zu hemmen. Das machte jene, die die psychedelische Verbindung genommen hatten, weniger anfällig für negative Situationen waren und sie berichteten sogar, daß ihre Stimmung sich verbessert hatte.

Dies sind bedeutsame Informationen und hat große Auswirkungen auf diejenigen, die unter Depressionen und ähnlichen Stimmungserkrankungen leiden. Allerdings sollte ein wichtiger Punkt nicht aus dem Auge gelassen werden, nämlich, daß diese Studie nicht an Patienten mit Depression durchgeführt wurde. Es war eine vorläufige Studie, um zunächst zu beurteilen, was Psilocybin bei einer "gesunden" Person bewirkt, um eine Basis zu schaffen. Laut Rainer Krähenmann, dem Autor der Studie, ist der nächste Schritt, den Einfluß von Psilocybin auf Patienten mit der Diagnose Depression zu untersuchen.

Die spirituelle Dimension

Ein Aspekt, der in Studien selten untersucht wird, ist der spirituelle Teil der psychedelischen Erfahrung. Depressionen sind zwar sehr physische Manifestationen im Gehirn, doch diese können das Ergebnis eines verlorenen Zielbewußtseins oder einer Abkoppelung vom Leben sein. Abgesehen davon, daß es die Entwicklung negativer Emotionen verringert, ist vom Psilocybin bekannt, daß es ein tiefes Gefühl der Verbundenheit auslöst. Das Marsh Chapel Experiment von 1962 untersuchte genau diesen Aspekt und es wurde festgestellt, daß viele Mitglieder der Psilocybin Gruppe etwas erlebt hatten, was sie eine "tiefreligiöse Erfahrungen" nannten. Ein Teilnehmer bezeichnete den Trip als "die stärkste kosmische Heimkehr, die ich je erlebt habe." Es ist diese Art der Erfahrung, die die Einstellung einer Person zum Leben grundlegend verändert - worin die Möglichkeit liegt, eine depressive Phase zu überwinden.