Können Zauberpilze helfen, ein Heilmittel für Schizophrenie zu finden? Dr. Nutt wird es bald herausfinden

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Können Zauberpilze helfen, ein Heilmittel für Schizophrenie zu finden? Dr. Nutt wird es bald herausfinden

Führende Forscher denken, daß Zauberpilze der entscheidende Faktor bei der Suche nach einem Heilmittel für Schizophrenie sein könnten.

Die Rolle von Psychedelika bei der Behandlung von psychischen Problemen muss immer noch bestimmt werden. Allerdings haben die bisher durchgeführten Studien sehr positive Ergebnisse erbracht. Professor David Nutt, eine der Hauptantriebskräfte in der psychedelischen Forschung hier in Europa, ist im Begriff diesen Bereich einen Schritt weiterzubringen, indem er untersucht, ob Zauberpilze helfen können Schizophrenie zu heilen.

In der Studie werden 24 männlichen Probanden eine Dosis Psilocybin verabreicht werden, deren Hirnaktivität dann mit einem MRI-Scanner überwacht wird. Es wird angenommen, daß die durch Psilocybin verursachten Halluzinationen im gleichen Bereich des Gehirns entstehen könnten, die während einer schizophrenen Episode aktiviert sind. Während ihres Trips wird jedem Freiwilligen Saracatinib gegeben, ein experimentelles Medikament, das Schizophrenie in seinem Anfangsstadium stoppen soll. In der Theorie, wenn Pilze den gleichen Teil des Gehirns aktivieren wie Schizophrenie, dann sollte das Medikament den Rausch mitten im Trip beenden. Wenn es ein Erfolg wird, dann könnte es enorme Auswirkungen auf die Zukunft der Schizophrenietherapie haben und uns einen viel besseren Einblick geben, wie Pilze mit dem Gehirn interagieren.

Die Schwierigkeiten mit Zauberpilzen zu experimentieren

Während die Tatsache toll ist, daß Zauberpilze als ein Hilfsmittel verwendet werden, um dieses neue Medikament zu testen, ist es mit hohen Kosten verbunden - ungefähr £1.000 pro Dosis (€1.405). Es sind extreme Kosten für etwas, das man kostenlos auf der nächsten Wiese pflücken kann und zeigt, was an dem aktuellen Modell der Drogenpolitik falsch ist.

Als er über die Verrücktheiten sprach, die potenziell bahnbrechende Ergebnisse der psychedelischen Forschung zurückhalten, sagte Nutt traurig: "Es gab seit 50 Jahren keine Durchbrüche in der Behandlung von Schizophrenie, weil es solch eine komplizierte Krankheit ist. Da Psilocybin eine kontrollierte Substanz ist, mussten wir eine Menge Hürden nehmen - die Studie wurde um ein Jahr verzögert, während wir auf die Lizenz vom Innenministerium warteten. Zauberpilze kann man kostenlos pflücken, aber wir müssen £1.000 pro Dosis zahlen. Das ist Wahnsinn. Unsere Freiwilligen werden die Auswirkungen von Psilocybin für etwa eine Stunde erleben und es werden einige der besten Psychiater der Welt vor Ort sein. Wenn dies erfolgreich ist, könnte es den Weg zu einer viel größer angelegten Studie ebnen, die untersucht, wie das Medikament auf Menschen mit Schizophrenie wirkt. Wir haben Jahrzehnte aufzuholen, da so viele Drogen wie Psilocybin für illegal erklärt wurden und das hat ihre Erforschung sehr schwierig gemacht."

Es scheint, daß Fortschritte ihren Preis haben, aber zumindest werden Fortschritte gemacht und die Wissenschaft lässt sich durch die ihr in den Weg gelegten bürokratischen Hürden nicht abschrecken. Auch wenn die Pilze nur verwendet werden, um die Wirksamkeit eines anderen Arzneimittels zu beurteilen, ist es dennoch gut zu sehen, daß die Forschung sie bei der Erkundung der Art mit einbindet, wie sie das Gehirn beeinflussen.