Entwickler synthetischer Cannabinoide sagt: Nicht für den menschlichen Verzehr

Veröffentlicht :
Kategorien : Blog

Entwickler synthetischer Cannabinoide sagt: Nicht für den menschlichen Verzehr

Verbindungen, die in synthetischem Cannabis vorkommen, sind "nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt", sagt Professor emeritus John W. Huffman - der Wissenschaftler, der vor mehr als 15 Jahren

Verbindungen, die in synthetischem Cannabis vorkommen, sind "nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt", sagt Professor emeritus John W. Huffman - der Wissenschaftler, der vor mehr als 15 Jahren mehrere künstliche Cannabinoide synthetisierte. Die Ergebnisse seiner Arbeit, mit seinen Initialen (JWH-011, JWH-066 usw.) bezeichnet, wurden nicht sorgfältig genug untersucht, um als sicher für den Einsatz eingestuft zu werden. Obwohl diese Stoffe als legaler Ersatz für Cannabis einen offensichtlichen Marktwert und gewisse Anziehungskraft haben, "wurden ihre Auswirkungen auf den Menschen noch nicht untersucht und sie könnten sehr wohl toxische Wirkungen haben. Sie sollten absolut nicht als Drogen verwendet werden." Einst erschaffen als Teil einer wissenschaftlichen Studie, wurden sie zum Objekt vieler Publikationen und lösten eine Debatte aus. Leider bemerkt Professor Huffman, daß "einige Leute herausgefunden haben, wie man sie herstellt und sie in Produkten verarbeiten".

Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, daß das, was Du in den so genannten "Legal Highs", die Marihuana imitieren, findest, eigentlich ein Produkt der wissenschaftlichen Arbeit von Prof Huffman ist. Als Bio Chemiker führte er zwischen 1984 und 2010 an der Clemson University eine Studie durch, die vom Bundesinstitut zur Untersuchung von Drogenmißbrauch gefördert wurde. Die Studie zielte auf die chemische Struktur und den Einfluß der Cannabinoide auf die biologische Aktivität ab.

Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen natürlichem und künstlichem Marihuana ist, daß, abgesehen vom THC - dem wichtigsten psychoaktiven Inhaltsstoff - die Pflanze eine Reihe verschiedener Substanzen enthält, die in ihrer eigenen spezifischen Weise mit den Cannabinoid Rezeptoren des Gehirns interagieren. Diese Rezeptoren spielen eine sehr präzise definierte und wichtige Rolle - sie existieren nicht nur, um uns breit zu machen (obwohl das definitiv ein schöner Nebeneffekt ist). Cannabinoid Rezeptoren im Gehirn regeln solche Dinge wie die Stimmung, Schmerz, sie spielen eine Rolle bei Entzündungen, Appetit Störungen, Übelkeit, sowie weiteren schweren Erkrankungen wie Krebs, Lebererkrankungen oder Osteoporose.

Mit ihnen herumzuspielen ist mit Sicherheit keine gute Idee - und Herumzuspielen ist es, wenn man ungetestete, synthetische Cannabinoide verwendet. Ganja blickt zurück auf Tausende von Jahren der menschlichen Verwending - die künstlich geschaffenen Ersatzstoffe, die im Labor geboren wurden, existieren nicht einmal einen Bruchteil dieser Zeit. Prof Huffman empfiehlt dringend, mit diesem Zeug bloß vorsichtig zu sein - "Ich möchte die Gefahr betonen, in die Menschen sich begeben, wenn sie diese Produkte rauchen. Wir wissen einfach nicht, was sie für Auswirkungen auf die Gesundheit haben könnten". Er sollte wissen, wovon er spricht - immerhin hat er sie erschaffen.