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Was Ist CBDA Und Wie Unterscheidet Es Sich Von CBD?
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Was Ist CBDA Und Wie Unterscheidet Es Sich Von CBD?

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News Research

Cannabidiolsäure, auch als CBDa bekannt, ist ein Cannabinoid, das in rohem Cannabis enthalten ist. Nach dem Erhitzen oder längerem Trocknen wird CBDa zu CBD umgewandelt. Allerdings besitzt CBDa ein eigenes Wirkspektrum und könnte in Zukunft einen bedeutenden Platz in der Cannabis-Medizin einnehmen.

Cannabis wird von Menschen seit tausenden von Jahren zur Gewinnung von Nahrung und Medizin verwendet. Einige Quellen zeigen sogar eine Verbindung zu der populären antiken Medizin "Ma" aus China, die sowohl Yin- als auch Yang-Qualitäten aufweist und auf das Jahr 2900 v. Chr. datiert wird.

Die Ägypter verwendeten Cannabis im Jahr 1213 v. Chr. außerdem als Mittel gegen Entzündungen, Glaukom und als Einlauf. Die Effektivität von Cannabis hat den Test der Zeit wohl bestanden und es wird bis zum heutigen Tage noch immer verwendet und verschrieben, um einer Vielzahl von gesundheitlichen Beschwerden entgegenzuwirken.

Der Vorteil der modernen Medizin gegenüber der unserer Vorfahren ist natürlich unser tieferes Verständnis der Chemie dieser Pflanze. Dank jahrzehntelanger wissenschaftlicher Forschung begreifen wir nun, dass Chemikalien wie Cannabinoide für die vielen medizinischen Wirkungen von Cannabis verantwortlich sind. Diese Cannabinoide sind z. B. das psychotrope THC und das nicht-psychotrope und aus medizinischer Sicht äußerst wertvolle CBD.

DER AKTUELLE AUFSTIEG VON CBD

DER AKTUELLE AUFSTIEG VON CBD

Besonders die Popularität von CBD ist in den letzten Jahren immens gestiegen, da es Linderung verschafft ohne dabei zu berauschen. Diese Substanz weist unter anderem entzündungshemmende, krampflösende, antipsychotische, neuroprotektive, tumorhemmende und antioxidative Eigenschaften auf.

Heutzutage ist das Cannabinoid leicht in einer Vielzahl von Läden und Geschäften zu finden, nicht nur in solchen, die auf Verdampfer oder Ergänzungsmittel spezialisiert sind. CBD wirkt im Körper auf verschiedene Weisen und ist bekannt dafür, mit dem Endocannabinoid-System zu interagieren, einer Reihe von Rezeptoren im Nervensystem, dem Immunsystem und im ganzen Körper.

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WAS GENAU IST CBDA?

WAS GENAU IST CBDA?

Die meisten Cannabisliebhaber sind mit CBD vertraut, aber was ist mit Cannabidiolsäure (CBDa), dem sauren Vorläufer von CBD? Dieses Cannabinoid ist in rohem Cannabis-Material zu finden, bevor es erhitzt und verarbeitet wird. Obwohl es häufig übersehen wird, hat man CBDa in einigen wissenschaftlichen Studien untersucht und es wurde herausgefunden, dass es eine ganz eigene Reihe von potentiellen positiven Eigenschaften hat.

CBDa ist natürlicherweise in der Cannabispflanze enthalten und sie beginnt ihr Leben in Form des Vorläufer-Cannabinoids Cannabigerolsäure (CBGa). Abhängig von dem Enzym, mit dem er interagiert, besitzt dieser Vorläufer das Potential, sich zu Tetrahydrocannabinolsäure (THCa) oder CBDa umzuwandeln. Wenn CBGa dem Enzym CBDa-Synthase ausgesetzt ist, wird daraus CBDa.

CBDa kommt nur in der rohen Cannabispflanze vor. Du wirst CBDa also nicht einnehmen oder inhalieren können, indem Du es rauchst, verdampfst oder gekochte Esswaren zu Dir nimmst. Das liegt daran, dass diese Substanz durch einen Prozess namens Decarboxylierung umgewandelt wird, wenn sie hohen Temperaturen ausgesetzt wird. Wenn Hitze zugeführt wird, wird ein Kohlenstoffdioxid-Molekül abgespaltet und zurück bleibt CBD.

Da wir uns nun etwas mit diesem interessanten Cannabinoid vertraut gemacht haben, sollten wir einen genaueren Blick auf die potentiellen medizinischen Eigenschaften werfen. Bis jetzt wurden keine Humanstudien mit CBDa durchgeführt.

Allerdings geben uns die unten aufgeführten Studien einen Einblick in die potentiellen zukünftigen Nutzen des Cannabinoids.

1. CBDA WEIST ENTZÜNDUNGSHEMMENDE UND SCHMERZLINDERNDE WIRKUNGEN AUF

Chemie von CBDA

Genauso wie das "zukünftige Ich" CBD weist CBDa eine entzündungshemmende Wirkung auf. Eine im Jahr 2008 im Journal "Drug Metabolism and Disposition" veröffentlichte Studie[1] zeigt, dass CBDa in vitro entzündungshemmende Eigenschaften aufweist, indem es das Enzym Cyclooxygenase-2 (COX-2) hemmt.

Dieses Enzym ist auch das Ziel von nicht-steroidalen entzündungshemmenden Medikamenten (NSARs) zur Behandlung von Entzündungen und Schmerzen. COX-2 wird von Zelltypen exprimiert, die an Entzündungsprozessen beteiligt sind, was die Synthese von Prostanoiden beinhaltet, die wiederum eine Rolle bei akuten und chronischen Entzündungen spielen.

CBDa erzielt diese Wirkung durch seine molekulare Struktur, insbesondere durch die Kohlenstoff-Gruppe. Diese Eigenschaft hat die Substanz mit vielen NSARs gemein, die ebenfalls COX-2 hemmen und eine Kohlenstoff-Gruppe in ihrer chemischen Struktur aufweisen. Im Labor, wenn diese Gruppe durch Methylierung aus CBDa entfernt wurde, ging diese selektive Wirkung auf COX-2 verloren. Dies legt nahe, dass CBD durch den Verlust der Kohlenstoff-Gruppe die Fähigkeit verliert, COX-2 zu hemmen.

2. CBDA KÖNNTE BEI ÜBELKEIT UND ERBRECHEN WIRKSAM SEIN

CBDA KÖNNTE BEI ÜBELKEIT UND ERBRECHEN WIRKSAM SEIN

CBDa könnte ein therapeutisches Potential bei der Behandlung von Übelkeit und Erbrechen aufweisen. Diese Eigenschaft könnte besonders effektiv in der Reduzierung der Nebenwirkungen von Medikamenten eingesetzt werden, wie bei einer Chemotherapie, die Übelkeit und schließlich Appetitverlust zur Folge haben kann.

Eine im Jahr 2013 im "British Journal of Pharmacology" veröffentlichte Studie[2] untersuchte die Effekte von CBDa auf durch Übelkeit verursachtes Verhalten von Ratten und Spitzmäusen. Die Studie enthüllte, dass CBDa eine größere Effektivität als CBD aufweist, was die Hemmung von Übelkeit und Erbrechen im Tiermodell betrifft. Außerdem hat sich gezeigt, dass es die Aktivierung von 5-HT1a-Rezeptoren erhöht. Dies ist ein Subtyp von Serotonin-Rezeptoren.

Die Autoren dieser Studie schlussfolgerten, dass CBDa ein großes Potential als zukünftiges Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen aufweist, einschließlich antizipatorischem Erbrechen. Dies ist eine Erkrankung, für die es im Moment keine bestimmte Therapie gibt.

3. CBDA ZEIGTE IN VITRO EINE HEMMENDE WIRKUNG AUF DIE MIGRATION VON BRUSTKREBSZELLEN

CBDA ZEIGTE IN VITRO EINE HEMMENDE WIRKUNG AUF DIE MIGRATION VON BRUSTKREBSZELLEN

Der Einfluss auf Krebszellen ist vielleicht eine der bedeutendsten Entdeckungen bezüglich des Potenzials von Cannabinoiden auf Krebszellen abzuzielen. Obwohl Cannabinoide wie CBD und THC effektiver bei der Bekämpfung von Brustkrebszellen sind, ist es trotzdem interessant und erwähnenswert, dass auch CBDa in Petrischalen die Migration von Brustkrebszellen hemmen konnte.

In einer im Jahr 2012 im Journal "Toxicology Letters" veröffentlichten Studie[3] fand man heraus, dass CBDa in der Lage ist, die Migration von extrem invasiven MDA-MB-231 (eine bestimmte Zelllinie von menschlichen Brustkrebszellen) zu hemmen, indem die Substanz bestimmte Enzyme hemmt, während sie gleichzeitig Signalwege aktiviert, die die Mobilität von verschiedenen Krebszellen stoppen.

Allerdings beschränken sich diese Erkenntnisse auf In-vitro-Studien, weshalb keine konkreten Aussagen getätigt werden können, die widerspiegeln, wie CBDa bei Krebs im lebenden Menschen wirkt. Trotzdem ist es ein interessanter Hinweis darauf, was zukünftige Humanstudien bringen könnten.

ZUKÜNFTIGE STUDIEN WERDEN IN DER CANNABISWELT EINEN PLATZ FÜR CBDA SCHAFFEN

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Es ist wahr, dass CBDa in der Cannabiswelt übersehen wird, was wegen des Mangels an soliden klinischen Studien irgendwie nachvollziehbar ist. Jedoch zeigen aktuelle Forschungen, dass es noch eine Menge über dieses Cannabinoid zu lernen gibt. Als ein Vorläufer von CBD wird es wahrscheinlich häufig in dieselbe Kategorie eingeordnet. Aber sogar frühe Studien zeigen, dass CBDa fähig ist, ein Ergebnis zu erreichen, zu dem CBD nicht fähig ist, was auf eine signifikante zukünftige Rolle in der Cannabinoid-Therapie hinweist.

Luke Sumpter

Geschrieben von: Luke S.
Luke S. ist ein im Vereinigten Königreich ansässiger Journalist, der auf Gesundheit, alternative Medizin, Kräuter und psychedelische Heilverfahren spezialisiert ist. Er hat bereits für "Reset.me", "Medical Daily" und "The Mind Unleashed" geschrieben und deckt dabei diese und noch weitere Bereiche ab.

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