Studie: Bei Psychedelikanutzern ist es weniger wahrscheinlich, daß sie selbstmör

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Studie: Bei Psychedelikanutzern ist es weniger wahrscheinlich, daß sie selbstmör

Mit einem neuen Jahr kommen neue Studien und druckfrisch ist eine amerikanische Studie, die die Auswirkungen von klassischen Psychedelika auf psychische Erkrankungen untersucht.

Laut den Ergebnissen könnten sie der Schlüssel sein, auf den wir alle gewartet haben.

Die Nachricht, daß Psychedelika Symptome und Auswirkungen verschiedener psychischer Erkrankungen lindern ist nichts neues. Bislang gab es nur wenige Berichte, die sich derart detailliert mit der Materie befasst haben wie die im Januar dieses Jahres veröffentlichte Studie - in der festgestellt wurde, daß Psychedelika in den USA die Antwort auf psychische Probleme sein könnten, einschließlich Selbstmord.

Die besagte Studie bezieht sich darauf, daß klassische Psychedelika eine Schlüsselrolle spielen. Worauf die Forscher sich beziehen sind Psychedelika wie Ayahuasca, Zauberpilze, LSD, DMT und Meskalin - so ziemlich alles was Serotonin 2A im Gehirn aktiviert.

Die Studie

Die Studie wurde im Journal of Psychopharmacology veröffentlicht, falls Du selber einen Blick darauf werfen möchtest. Bevor sie mit der eigenen Arbeit anfingen, begannen sie mit einer Metaanalyse, wobei sie all die bisherigen Studien mit ähnlichen Ergebnissen zusammenfassten, wobei sie anmerkten, daß Psychedelika trotzdem innerhalb der USA erfasste Stoffe bleiben.

Dann ging es an ihre eigene Arbeit, in der sie darlegen, wie sie die von der National Survey on Drug Use and Health gewonnenen Daten analysiert hatten. Von den 190.000 Teilnehmern, die die Umfrage beantwortet hatten, berichteten 27.235, daß sie zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrem Leben klassische Psychedelika konsmiert hatten. Es wurde festgestellt, daß diese Gruppe von Pyschonauten im Vergleich zu den Tausenden, die keine Psychedelika genommen hatten, eine signifikant geringere Wahrscheinlichkeit für psychischen Stress, Selbstmordgedanken, Suizidplanung und Selbstmordversuche hatten.

Es wurde auch festgestellt, daß diejenigen, die Psychedelika verwendet hatten viel offener zu sein schienen, obwohl nicht feststeht, ob dies eine Wirkung vom oder ein Grund für den Konsum psychedelischer Drogen ist.

Eine psychdelische Zukunft

Diese Studie, kombiniert mit der Vielzahl anderer Studien die derzeit durchgeführt und veröffentlicht werden, zeigen endgültige Beweise dafür, daß es zumindest ein Potenzial für eine regulierte und kontrollierte Verwendung von psychedelischen Drogen bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen gibt. Bei Abhängigkeit, PTSD, Depression, Selbstmordgedanken und vielen anderen Erkrankungen hat sich gezeigt, daß ihre Verwendung von Nutzen ist. Doch trotz all dem bleiben Psychedelika in den USA eine "Schedule I" Substanz, was die weitere wissenschaftliche Forschung in diesem Bereich stark hemmt. Glücklicherweise sind wir hier in Europa nicht (mehr) so rückschrittlich und nach Jahrzehnten der Unterdrückung durch die Regierung ist die psychedelische Forschung im wissenschaftlichen Bereich wieder einmal gestartet. Die psychedelische Forschung kommt jetzt in kleinen und großen Schritten voran und es ist zu hoffen, daß sie eines Tages Milliarden auf der ganzen Welt helfen wird. Alles was die Regierungen tun müssen, ist ihren Kopf aus dem Sand ziehen und die Forschung unterstützen.

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