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Was Ist Der Ego-tod (Auch Bekannt Als Ich-auflösung)?
8 min

Was Ist Der Ego-tod (Auch Bekannt Als Ich-auflösung)?

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Research

Für Psychonauten und Meditierende ist der Ego-Tod eine Art heiliger Gral, den viele suchen, aber nur wenige finden. Er ist eine Quelle der Aufregung und Angst, Zerstörung und Erneuerung. Erfahre mehr über die verschiedenen Arten des Ego-Todes, seine positiven und negativen Aspekte und wie man Psychedelika einsetzt, um selbst dorthin zu gelangen.

Für viele psychedelische Forscher ist der Ego-Tod eine Art heiliger Gral. Er ist der Grund für ihre Suche, das ultimative Ziel, der Gipfel der Psychedelika: Symbolischer Tod und Wiedergeburt. Ebenso streben viele Meditierende nach diesem rätselhaften Zustand. Aber worum handelt es sich beim Ego-Tod und was ist daran so besonders?

Es gibt keine einfache Antwort. Das Konzept des Ego-Todes (den man auch als Ich-Auflösung bezeichnet) wird von Paradoxien begleitet – Du zerstörst das Selbst, stärkst es aber auch; Du erlebst einen Tod, der wiederum das Leben verbessert und Du transzendierst die Psyche, während Du sie klarer erlebst als je zuvor. Und um alles noch verwirrender zu machen, gibt es zwei Hauptdefinitionen für den Ego-Tod und mehrere Möglichkeiten, um ihn zu erreichen.

Aber mach Dir keine Sorgen – wir werden all diese Geheimnisse und Verwicklungen aufdecken. Aber zunächst müssen wir einen Schritt zurücktreten und die Begriffe Ego bzw. Ich definieren.

WAS IST DAS EGO BZW. DAS ICH?

Sigmund Freud

Das aus dem Lateinischen stammende Wort "Ego" entspricht unserem Wort "Ich", das in dieser Form von Sigmund Freud eine moderne Verwendung erhielt. Freud betrachtete das Ich als den Teil des Selbst, der zwischen dem animalischen Es und dem moralischen Über-Ich vermittelt. Das Ich nimmt die Begierden des Es und transformiert sie so, dass sie für das Über-Ich akzeptabel sind. Dann navigiert das Ich durch die Welt, um diese Begierden zu stillen.

Carl Jung nahm Freuds Anregungen auf und passte sie an seine eigene Theorie an. In Jungs Modell besteht das Selbst aus dem Ich, dem Schatten und der Persona. Das Ich ist der Teil unserer Persönlichkeit, den wir kennen – die Gedanken, Emotionen und Erinnerungen, die unserem Bewusstsein zur Verfügung stehen. Der Schatten dagegen macht den Teil unserer Persönlichkeit aus, dessen wir uns nicht bewusst sind – der "Schatten", der vom Licht des Bewusstseins geworfen wird. Die Persona schließlich ist das, was wir der Außenwelt präsentieren – unsere "Maske". Wenn das Ich Teile des Selbst verbirgt und sie nicht adressiert, wandern diese Teile in den Schatten.

Östliche Philosophien wie der Buddhismus haben ein eigenes Verständnis des Ich entwickelt. Sie betrachten das Ich in der Regel als eine Reihe von Mustern, die aus der Vergangenheit übernommen werden, sei es aus diesem oder aus früheren Leben. Unsere konditionierten Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen bilden das Ich.

Alle drei dieser Definitionen des Ich – als der Teil, der zwischen verschiedenen Bereichen des Selbst vermittelt; als das bewusste Segment eines größeren Komplexes oder als eine Reihe an die Vergangenheit gebundene Reaktionen – werden ins Spiel kommen, wenn wir tiefer in das Thema des Ego-Todes eindringen.

WAS IST DER EGO-TOD?

Der Ego-Tod wird durch eine tiefgreifende Störung im Fluss des normalen Bewusstseins ausgelöst – und zwar entweder durch Psychedelika oder durch Meditation. Die Ich-Auflösung ist die Erfahrung, sich vom Ich zu „trennen“ und die Psyche wie aus der Ferne zu betrachten; in Wirklichkeit handelt es sich bei dem beobachtenden Teil um einen anderen Teil der Psyche, der jedoch von den Zwängen und dem emotionalen Gepäck des täglichen Lebens befreit ist.

Wie die buddhistischen Lehren betonen, ist das Ich in Bindungen, Wünschen und Ängsten verstrickt, die es daran hindern, das wahre Bewusstsein seines Selbst zu erlangen. Zum Beispiel könnte ein Mann sich an der Vorstellung, er sei ein guter Partner, verschrieben haben und versuchen, dieses Selbstverständnis dadurch zu stärken, indem er andere davon zu überzeugen versucht, ihn ebenso zu sehen. Selbst wenn er seiner Partnerin gegenüber Verärgerung empfindet oder nachtragend ist, wird er lächeln und nett sein, anstatt seine dunklen Gefühle auszudrücken. Die Verstrickung dieses Mannes mit einem bestimmten Narrativ zwingt ihn dazu, Teile seines Selbst zu verbergen, die tief in seinem Schatten nicht dazu passen. Und so wächst sein Schatten und seine Psyche wird brüchiger.

Wenn wir die Erfahrung des Ego-Todes machen, trennt sich ein Teil des Selbst vom Ich und wird mit der Fähigkeit ausgestattet, die Psyche aus einer objektiveren Entfernung zu betrachten. Während das normale Leben dem Beschreiten eines Waldweges gleicht, verhält es sich mit der Ich-Auflösung so, als würde man von einem Hubschrauber mit einem Ruck in luftige Höhen getragen. Aus dieser Perspektive des Ego-Todes wird das Selbst beleuchtet – und zwar in seiner ganzen Wahrheit und Komplexität. Falls der Mann, von dem wir eben eben sprachen, den Ego-Tod erleben sollte, würde er an einen Ort „außerhalb“ seiner Verstrickungen reisen. Er wäre dort nicht mehr in der Lage, seine wahren Gefühle zu leugnen, sondern wäre vielmehr gezwungen, sich den Aspekten zu stellen, an denen die Realität seiner Geschichte widerspricht. Nach einer Erfahrung, wie sie die Ich-Auflösung bietet, ist es schwierig – wenn nicht sogar unmöglich –, zu den Ich-Verstrickungen der Vergangenheit zurückzukehren.

Für diejenigen, die bereits viele Verstrickungen Ihres Egos gelöst haben, hält der Ego-Tod jedoch eine andere Erfahrung bereit. Angenommen, unser Mann erlebt den Ego-Tod, löst daraufhin viele seiner Komplexe und durchlebt dann erneut diesen Prozess – was würde passieren?

Er kann aus dem Wald seines alltäglichen Lebens auf den Horizont schauen. Viele, die den Ego-Tod erleben wollen, tun dies also nicht, um ihre psychischen Probleme zu lösen, sondern um den Raum in sich zu öffnen, in dem das Göttliche erfahren werden kann.

DIE POSITIVEN UND NEGATIVEN ASPEKTE DER ICH-AUFLÖSUNG

Der Ego-Tod kann eine bunte Mischung für Dich bereithalten. Viele Psychonauten beschreiben ihn als eine schöne und positive Erfahrung, manche sogar als eine der besten ihres Lebens; andere wiederum empfinden ihn als schmerzhaft und erschreckend. Die Ich-Auflösung ist wohl nicht für jeden etwas und selbst, wenn sie prinzipiell in Frage kommt, ist sie trotzdem nicht für jeden Psychonauten in allen Lebensphasen geeignet.

Hier sind einige der negativen Aspekte des Ego-Todes:

  • Der Ego-Tod kann vorzeitige Einsichten erzwingen. Carl Jung sagte: "Hüte Dich vor Weisheit, die Du Dir noch nicht verdient hast". Der Ego-Tod kann den Geist zwingen, Teile von sich selbst zu erkennen, auf die er noch nicht vorbereitet ist.

  • Die Ich-Auflösung kann furchterregend sein.

  • Ebenso kann diese Erfahrung schmerzhaft sein. Sie zwingt den Geist, sich seinen hässlichsten Aspekten zu stellen.

  • Der Ego-Tod ist manchmal verwirrend. Er kann Dir Wahrheiten offenbaren, die so weit fortgeschritten sind, dass Dein Bewusstsein sie nicht zu analysieren vermag.

  • Der Ego-Tod ist chaotisch und unvorhersehbar. Du weißt nie, ob Du die universelle Wahrheit erreichst oder vielmehr ein Trauma der Vergangenheit überwinden bzw. Dich Deiner eigenen dunklen Seite stellen musst. Der Ego-Tod ist ein Platzhalter, der Dich aus der Welt des Sicheren und Vorhersehbaren herauskatapultiert.

  • Bei manchen Psychonauten kann die Ich-Auflösung einen totalen geistigen Zusammenbruch verursachen.

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Wenn der Ego-Tod nun all diese Nachteile mit sich bringt, warum streben ihn manche Menschen dann überhaupt an? Zum Glück sind die positiven Effekte mindestens ebenso bedeutend wie die negativen.

Zu den positiven Wirkungen dieser Erfahrung zählen:

  • Das Sich-Drücken vor der Wahrheit lässt nach. Sich der Wahrheit zu stellen, egal wie schmerzhaft sie auch sein mag, ist erhebend und erweitert Dein Bewusstsein. Der Ego-Tod macht Dich mit der Wahrheit bekannt und eröffnet Dir die Möglichkeit eines besseren Lebens.

  • Die Ich-Auflösung ist ein mutiger Akt. Schau Dir die Liste der negativen Auswirkungen an – wer will das riskieren? Nun, jemand, der mutig genug ist, sich der Wahrheit zu stellen. Die Bereitschaft, mit dem Unbekannten konfrontiert zu werden, erfordert enormen Mut. Und wenn wir Mut beweisen, erschließen wir uns in die Welt ein Stück weiter.

  • Der Ego-Tod bringt uns den Extremen der Gefühlswelt nahe – sei es Trauer, Freude, Schuld oder Erregung. Welche Richtung die Erfahrung auch immer einschlagen mag, die grundlegende Natur der Ich-Auflösung ist eine lebensbejahende Ganzheit und Intensität. Der Ego-Verlust stellt das Gegenteil der Depression dar und kann eine schöne, euphorische Erfahrung sein.

  • Der Ego-Tod kann dich zu einem besseren Menschen machen. Falls Du die Lektionen aus der Erfahrung verarbeitest und integrierst, kannst Du viele blinde Flecken beseitigen und Schwachstellen in Deinem Verhalten beheben.

  • Die Ich-Auflösung kann Dich an Gefühle erinnern, die Du einmal hattest, aber vergessen hast, ebenso wie sie Gefühle hervorzurufen vermag, die Dir bisher unbekannt sind. Der Ego-Tod erweitert Dich als Person, sowohl in Bezug auf die Vergangenheit als auch auf die Zukunft.

DER BUDDHISTISCHE BLICK AUF DIE ICH-AUFLÖSUNG

Es gibt verschiedene Definitionen des Ego-Todes, die jeweils einer anderen Methode entsprechen, wie er erreicht werden soll. Die westliche psychedelische Kultur definiert den Ego-Tod tendenziell als diskrete Erfahrung, während östliche meditative Praktiken dazu neigen, sie als lebenslange (oder über eine einzige Inkarnation hinausweisende) Reise zu betrachten, die in der permanenten Zerstörung des Ego endet.

Das Endziel des Buddhismus ist die persönliche Erleuchtung oder das "Nirvana". Dabei handelt es sich um eine Form der Ich-Auflösung, bei der das Leben zwar weiter geht, aber nicht aus dem Ich heraus fortgeführt wird. Vielmehr wird das Ich als ein Werkzeug gesehen, das so bewusst und willentlich wie möglich eingesetzt werden soll. Dem Buddhismus gelten sieben Faktoren als wesentlich auf dem Weg zur Erleuchtung: Achtsamkeit, Erforschung, Energie/Entschlossenheit, Anstrengung/Freude/Entrückung, Entspannung/Ruhe, klares Bewusstsein und Gleichmut.

Viele Buddhisten betreiben die Meditation als lebenslange Praxis. Dadurch entwickeln sie die Fähigkeit, den Ego-Tod zu erleben. Sie können sogar lernen, in diesem Zustand zu leben.

PSYCHEDELIKA UND EGO-TOD

Den Ego-Tod durch Meditation zu erlangen, kann viele Jahre in Anspruch nehmen. Das hat aber auch Vorteile. Die langsame, allmähliche Natur dieses Weges vermeidet das Risiko von Jungs "unverdienter Weisheit". Wenn Du Jahre damit zubringst, Dich durch Meditation auf den Ego-Tod vorzubereiten, hast Du ihn Dir wirklich verdient.

Dessen ungeachtet haben die meisten von uns nicht mehrere Jahre Zeit, um zu meditieren. Eine schnellere, wenn auch riskantere Alternative sind Psychedelika.

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Dabei handelt es sich um Substanzen, die den Fluss des normalen Bewusstseins stören, was umgangssprachlich „Trip“ genannt wird. Wenn der Trip stark genug ist, kann dies den Ego-Tod auslösen. Im Allgemeinen benötigst Du eine hohe Dosis, um den Ego-Tod zu katalysieren.

Psychedelika verändern die normalen neuronalen Muster des Gehirns, was dazu führt, dass normalerweise getrennte Bereiche miteinander zu "sprechen" beginnen und ausgetretene Pfade verlassen werden. Neurologen haben das "Default Mode Network" im Gehirn identifiziert, das im normalen Wachzustand aktiv ist. Psychedelika führen dazu, dass dieses Netzwerk schwächer wird und obskurere Gehirnregionen aufleuchten.

Es gibt verschiedene Arten von Psychedelika, und jede Substanz kann den Ego-Tod mit einem spezifischen „Geschmack“ ausstatten. Die Erfahrungen der Menschen mit diesen Substanzen sind sehr unterschiedlich und wir werden die Unterschiede in groben Zügen skizzieren, um Dir eine allgemeine Vorstellung davon zu geben, was Dich erwartet. Diese Liste ist nicht erschöpfend, da es noch weitere psychedelische Substanzen gibt, die den Ego-Tod auslösen können.

PSILOCYBIN

Psilocybin ist der Wirkstoff in Zauberpilzen. Um den Ego-Tod zu erzeugen, sollten getrocknete Pilze in Dosen von mindestens fünf Gramm eingenommen werden. Eine tödliche Überdosis von Psilocybin ist ausgeschlossen. Das Schlimmste, was passieren kann, sind Bauchschmerzen oder Übelkeit. Um dies zu vermeiden, solltest Du möglicherweise Deine Pilze in Zauberpilzschokolade verwandeln, da sie den Magen beruhigen kann.

Bei Psilocybin lautet das Schlüsselwort: Liebe. Magic Mushrooms sind eine sichere Substanz für den Anfang, da sie sich im Allgemeinen auf Wahrheiten beschränken, auf die Du vorbereitet bist, und in der Regel positive emotionalen Auswirkungen haben. Sie sind ein guter Weg zum für Einsteiger, den Ego-Tod zu erreichen, obgleich ein neuer Nutzer klugerweise trotzdem zuerst mit viel geringeren Dosen experimentieren sollte.

LSD

Um einen Ego-Tod zu durchleben, muss der Nutzer mehrere LSD-Tickets (auch bekannt als Acid) konsumieren. Diesen Versuch sollten jedoch nur erfahrene Psychonauten unternehmen; LSD ist gefährlicher als Pilze oder DMT und kann leichter nachteilige psychologische Auswirkungen haben. Eine hohe Dosis Acid kann mit einem Hurrikan verglichen werden, der durch ein Haus stürmt. Er wird sämtliche Spinnweben aus dem Weg räumen, könnte aber auch die Tür einreißen oder, wenn es auf wackligem Fundament errichtet wurde, das Haus ganz zum Einsturz bringen. LSD kann jede Wahrheit enthüllen, egal wie dunkel sie auch sein mag oder wie wenig vorbereitet Du darauf bist. Wer sich jedoch einem größeren Risiko aussetzen trauen mag, kann sich auch größeren Einblicken öffnen.

Im Allgemeinen ist es klug, mit Pilzen zu experimentieren, bevor man Acid austestet. Und falls Du Acid probierst, beginne auch hier mit kleinen Dosen, bevor Du Dich dem Ego-Tod zuwendest.

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DMT

Um den Ego-Tod mit DMT zu erleben, muss der Nutzer eine „Durchbruch“ erfahren. Dies kann für manchen Geist schwer zu ertragen sein. Diejenigen, die einen solchen Durchbruch schaffen, beschreiben ihn als das Finden eines Tunnels in der Realität, durch den man hindurchreist und auf der anderen Seite heraustritt. Dort angekommen, offenbart sich die Wahrheit. Das klingt bizarr? In der Tat. Aber auf diese Weise können DMT-Nutzer den Ego-Tod beständig erfahren.

AYAHUASCA

Ayahuasca ist ein amazonisches Gebräu aus einer DMT-haltigen Pflanze und einer weiteren Pflanze, die eine Harmingruppe enthält. Diese beiden chemischen Familien ergeben zusammen eine der stärksten psychedelischen Erfahrungen, die der Menschheit bekannt sind. Einige Psychonauten erleben die Gegenwart einer Gottheit, die sie auf ihrer Reise führt. Die meisten starken Ayahuasca-Trips umfassen irgendeine Form des Ego-Todes. Die Erfahrung ist intensiver als bei Shrooms oder Acid, wirkt aber wahrscheinlich "weicher" auf die Psyche als LSD.

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KETAMIN

Ketamin stellt eine Besonderheit auf dieser Liste dar, da es sich dabei um kein klassisches Psychedelikum handelt. Vielmehr ist das Medikament ein Vollnarkotikum und dissoziatives Halluzinogen, das seine Wirkung als NMDA-Rezeptorantagonist entfaltet. In der Medizin wird Ketamin als Schmerzmittel, Antidepressivum und Behandlung von PTBS eingesetzt. Die Chemikalie erzeugt bei hohen Dosen aber auch halluzinogene Effekte.

Als dissoziatives Mittel kann Ketamin die Wahrnehmung von Bild und Ton verändern und dazu führen, dass Menschen sich fühlen, als wären sie nicht mehr in Kontakt mit ihrer Umgebung. Bei ausreichend hohen Dosen kann das so genannte "K-Hole"-Phänomen auftreten, ein Gefühl, das durch einen subanästhetischen Zustand hervorgerufen wird. In den Fängen eines solchen K-Holes verspürt der Nutzer eine Trennung vom Selbst. Manchmal kann dies zum Ego-Tod führen – ein Gefühl der Einheit mit allem, was existiert – und zu einer umfassenden spirituellen Erfahrung.

SALVIA DIVINORUM

Salvia ist einzigartig unter den Psychedelika. Es entstammt nicht derselben chemischen Gruppe wie andere beliebte Substanzen und auch seine Effekte sind andersartig. Eine bahnbrechende Dosis Salvia vermittelt dem Nutzer das Gefühl, in eine andere Welt versetzt zu werden, in der er Visionen erlebt, sein gesamtes früheres Leben vergisst und sogar außer Acht lassen kann, dass er ein Mensch ist. Nur wenige psychedelische Erfahrungen können den Grad an Ich-Auflösung hervorrufen, der durch Salvia möglich ist. Salvia hat allerdings den Ruf, weniger angenehm zu sein als andere Psychedelika – Nutzer, die das „warme Leuchten“ von Psilocybin gewöhnt sind, fühlen sich möglicherweise nach der Einnahme von Salvia ängstlich und desorientiert. Andererseits findet manche Nutzer die Salvia-Erfahrung durchweg angenehm.

Generell ist bei der Psychedelika-Einnahme Vorsicht die Mutter der Porzellankiste – beginne mit kleinen Dosen, selbst wenn Du dann nicht gleich beim ersten Mal einen Ego-Verlust durchleben kannst. Wenn Du Dich erst einmal an eine Substanz und ihre Wirkung gewöhnt hast, bist Du eher bereit, den ganzen Weg zu gehen und Dein Ich aufzulösen.

Arielle

Geschrieben von: Arielle Friedman
Arielle ist im kanadischen Toronto wohnhaft und liebt gehirnbezogene Themen. Wenn sie nicht gerade schreibt, genießt sie es, Kunst zu schaffen, über Bioremediation zu lernen und zu versuchen, die Roboterapokalypse zu verhindern.

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