Bekiffte Fahrer nicht eher in Unfälle verwickelt

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Bekiffte Fahrer nicht eher in Unfälle verwickelt

Eine brandneue Studie der US Regierung legt nahe, daß THC und seine Konsumenten im Verkehr womöglich keine so große Gefahr darstellen wie ursprünglich angenommen.

Es gab immer diese Sorge, daß bekifftes Fahren eine erhebliche Gefahr für die Sicherheit aller darstellt. Nun, laut einer neuen Studie der US Regierung könnte es sein, daß die Menschen sich grundlos Gedanken gemacht haben - denn Nutzer mit THC in ihrem System sind nicht häufiger in einen Verkehrsunfall verwickelt als nüchterne Fahrer.

Die Erforschung von Cannabis im Straßenverkehr

Die Studie selbst ist die erste ihrer Art, wobei im letzten Jahr bei 9.000 Teilnehmern die Auswirkungen des Drogenkonsums auf das Unfallrisiko umfänglich beurteilt wurden. Erste Ergebnisse zeigten, daß Cannabiskonsumenten 25% eher in einen Unfall verwickelt werden, aber wenn andere Faktoren wie Geschlecht, Alter, ethnische Zugehörigkeit, sowie Alkoholkonsum berücksichtigt wurden, fiel dieses Risiko bis runter auf Null!

Es ist erwähnenswert, daß die Forscher nicht zwischen hohen und niedrigen THC Dosen unterschieden haben, sondern lediglich ob es vorhanden war oder nicht.

Auch recht interessant (aber nicht wirklich überraschend) ist, daß die Teilnehmer, die positiv auf geringe Mengen Alkohol getestet wurden, ein statistisch signifikant erhöhtes Unfallrisiko aufwiesen, selbst wenn demographische Variablen kontrolliert wurden.

Die Autoren der Studie kamen zu diesem Schluß: "Dieses Ergebnis zeigt, daß diese anderen Variablen (Alter, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit und Alkoholkonsum) stark mit Drogenkonsum in Verbindung stehen und einen Großteil des erhöhten Unfallrisikos im Zusammenhang mit dem Konsum illegaler Drogen und THC ausmachen."

Ein bedeutsamer Mythos zur Ruhe gebettet

Die Tatsache daß eine Bundesbehörde der USA verlautbart, daß Cannabis keinen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit zu haben scheint, daß man in einen Autounfall verwickelt wird ist ein extrem bedeutender Schlag gegen die Anti-Cannabis-Bewegung. In der letzten Zeit war eines der Hauptargumente der Opposition die Gefahr der Kiffer auf der Straße, vor allem an Orten, wo Gras legalisiert wurde. Nun da diese neue Studie veröffentlicht wurde, wird es für die Anti-Cannabis-Bewegung sehr schwierig dieses Argument anzuführen.

Natürlich ist dies kein Freifahrtschein bekifft zu fahren. Es ist immer noch illegal und es ist niemals klug irgendeine schwere Maschine zu bedienen, wenn man nicht klar im Kopf ist. Bleib immer auf der sicheren Seite.

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