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Die Wirkung Von Cannabis Mithilfe Der Temperatur Anpassen

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Um die Wirkung beim Konsum von Cannabis individuell anzupassen, kannst Du mehr tun, als nur bestimmte Sorten für eine bestimmte Wirkung auszusuchen. Wusstest Du, dass Du mithilfe der richtigen Temperaturen die Wirkung beim Verdampfen von Cannabis beeinflussen kannst?

Viele Hanfliebhaber denken vermutlich, dass die Wirkung von Cannabis von der gerauchten Sorte abhängig ist. Schließlich weiß man, dass man von heftigen Indica-Sorten eine körperlich entspannende Wirkung erwarten kann, während das High einer Sativa-Sorte eher zerebral, erhebend und motivierend wirkt.

Die Sorte, die Du für ein bestimmtes High konsumierst, ist aber nur teilweise für die erlebte Wirkung verantwortlich. Beim Verdampfen von Cannabis kannst Du die Wirkung mithilfe der richtigen Temperatur beeinflussen. Finde heraus, wie und warum Dir die Kontrolle der Temperatur dabei helfen kann, die Wirkung von Cannabis zu beeinflussen!

Cannabinoide, Terpene, Temperaturen & Du

CANNABINOIDE, TERPENE, TEMPERATUREN & DU

Cannabis enthält verschiedene chemische Verbindungen, die als Cannabinoide bekannt sind. Cannabinoide, oder besser gesagt ihre unterschiedliche Konzentration in einer Sorte, sind für die jeweilige Wirkung verantwortlich. THC und CBD (die beiden Hauptwirkstoffe) sind wohl am bekanntesten, aber es gibt auch noch andere Cannabinoide wie zum Beispiel CBN, CBG und viele andere.

Diese Wirkstoffe der Cannabispflanze erzeugen eine bestimmte Wirkung, können Spannung reduzieren oder Dir in der Nacht beim Einschlafen helfen. Cannbinoide interagieren mit dem Endocannabinoid-System unseres Körpers. Dadurch haben die Wirkstoffe der Cannabispflanze Auswirkungen auf Körperfunktionen wie Stimmung und Verhalten.

Die spezielle Wirkung, die Du beim Konsum von Cannabis wahrnehmen kannst, wie zum Beispiel Entspannung, Glückseligkeit, Kreativität, Hunger und so weiter, ist von den Cannabinoiden einer Sorte abhängig und davon, welche davon in Dein Kreislaufsystem gelangen.

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Auf ähnliche Art und Weise, wie Cannabinoide für die Wirkung verantwortlich sind, spielen auch andere Verbindungen der Cannabispflanze, die sogenannten Terpene, eine wichtige Rolle. Terpene sind aromatische Stoffe, die einer Sorte ihren Geschmack und das Aroma verleihen. Bisher war man der Meinung, dass Terpene darüber hinaus keine weiteren Aufgaben besitzen. Studien[1] deuten jedoch darauf hin, dass sie auch eine Rolle für die Wirkung von Cannabis spielen.

In Bezug auf die richtige Temperatur Deines Vaporizers muss man wissen, dass verschiedene Cannabinoide sowie Terpene, die in Cannabis enthalten sind, bei bestimmten Temperaturen freigesetzt werden. Indem Du bei Deinem Vaporizer unterschiedliche Temperaturen einstellst, entscheidest Du selbst, welche Inhaltsstoffe freigesetzt werden und bekommst dadurch das High, das Du willst!

Verdampfungstemperaturen Von Cannabinoiden Und Terpenen

VERDAMPFUNGSTEMPERATUREN VON CANNABINOIDEN UND TERPENEN

Wahrscheinlich hast Du schon einmal etwas von einem der Hauptwirkstoffe namens CBD gehört. Damit es freigesetzt wird, muss CBD auf den Siedepunkt von 160–180°C erhitzt werden.

Ein anderer entspannender Wirkstoff in Gras ist das Terpen Linalool, das bei einer Temperatur von 198°C freigesetzt wird. Generell lässt sich sagen, dass höhere Temperaturen beim Verdampfen zu einem intensiveren High führen. Bei niedrigeren Temperaturen ist die Wirkung eher milder.

Damit Du die gewünschte Wirkung besser justieren kannst, haben wir im Folgenden eine Liste mit den häufigsten Cannabinoiden und Terpenen und ihren optimalen Verdampfungstemperaturen zusammengestellt:

Verdampfungstemperaturen Cannabinoiden und Terpenen
220°C THCv (Cannabinoid)
198°C Linalool (Terpen)
185°C CBN (Cannabinoid)
160°C–180°C CBD (Cannabinoid)
177°C Limonen (Terpen)
168°C Myrcen (Terpen)
160°C Caryophyllen (Terpen), hierzu gibt es unterschiedliche Angaben und in manchen Quellen ist von einem Siedepunkt bei 119°C bzw. 130°C die Rede.
157°C: THC (Cannabinoid)
156°C Pinen (Terpen)

Hinweis: Man geht davon aus, dass sich Cannabinoide gegenseitig beeinflussen. So gleicht CBD die psychoaktive Wirkung von THC aus, sodass die Wirkung angenehmer wird.

Verdampfungstemperaturen Für Eine Bestimmte Wirkung

VERDAMPFUNGSTEMPERATUREN FÜR EINE BESTIMMTE WIRKUNG

Da wir nun die unterschiedlichen Temperaturen kennen, bei denen die verschiedenen Wirkstoffe gelöst werden, ist es an der Zeit, sich die empfohlenen Verdampfungstemperaturen für einige der gewünschten Auswirkungen genauer anzusehen.

1. Das Beste High Für Tagsüber

154–166°C: Diese niedrigen Temperaturen sind perfekt für ein mildes High, das Dich den Tag hindurch begleitet, wenn Du noch etwas erledigen willst.

166°C–188°C: Innerhalb dieses mittleren Temperaturbereichs erhältst Du mehr THC und es kommt zu einem intensiveren High. Starte ruhig erst mit 166°C und erhöhe die Temperatur beim Verdampfen dann in kleinen Schritten. Auf diese Weise kannst Du eine angenehme Wirkung genießen, ohne bereits nach ein paar Zügen aus den Latschen zu kippen.

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2. Beste Körperliche Wirkung Zum Entspannen

188°C–221°C: Innerhalb dieser Temperaturen entsteht die intensivste Wirkung: Perfekt, um nach einem langen Tag zu entspannen. Mit der richtigen Sorte, wie zum Beispiel einer heftigen Indica, ist ein Couch-Lock bei diesen Temperaturen unvermeidbar. Bei derartig hohen Temperaturen löst sich ein ganzes Paket an Inhaltsstoffen, die im Gras enthalten sind. Darunter THCv und das Terpen Linalool, das sowohl für eine euphorische als auch entspannende Wirkung verantwortlich ist.

3. Beste Temperatur Für Die Cbd Anwendung

221°C: Um von den Eigenschaften von Cannabis zu profitieren und das meiste aus CBD, CBN und CBD, den Cannabinoiden, herauszuholen, stellst Du Deinen Vaporizer am besten auf 221°C ein. Keinesfalls noch höher, da es dadurch zu einer Verbrennung kommen kann, die man beim Verdampfen bekanntlich vermeiden möchte.

4. Bester Geschmack

177°C: Wenn Dir die Wirkung von Cannabis gar nicht so wichtig ist, Du den Verdampfer aber wegen des Geschmackserlebnisses benutzt, ist diese Temperatur genau richtig. Bei 177°C werden die geschmackvollsten Inhaltsstoffe von Cannabis freigesetzt. Außerdem erhältst Du dadurch einen sehr angenehmen Dampf ohne den kratzigen Geschmack bei höheren Temperaturen.

Zusätzlicher Tipp: Wie Man Ängste Und Paranoia Vermeidet

Manche Sorten, besonders potente Sativa-Sorten, erzeugen bei manchen Menschen Angstgefühle und Paranoia. Wenn Du zu dieser Konsumentengruppe gehörst, kannst Du das Risiko für diese Nebenwirkungen mithilfe niedriger Temperaturen senken. Besorg Dir eine schöne Indica-Sorte, wähle eine niedrige Temperatur und genieße die angenehme und entspannende Wirkung.

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Die Beste Temperatur Beim Verdampfen – Quintessenz

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Jeder Mensch ist einzigartig und das bedeutet, dass verschiedene Sorten bei Dir eine andere Wirkung hervorrufen als bei jemand anderem. Von daher ist es nicht einfach, eine allgemein gültige Empfehlung für die beste Temperatur beim Verdampfen von Cannabis abzugeben. Wenn wir aber so eine Empfehlung abgeben müssten, würden wir sagen, dass 210°C ein guter Mittelweg ist, bei dem die meisten Menschen eine angenehme Wirkung genießen können.

Das liegt daran, dass beim Verdampfen bei 210°C alle wichtigen Inhaltsstoffe der Cannabispflanze, einschließlich Cannabinoide und Terpene, aufgenommen werden, Du Dich aber immer noch unter der Verbrennungstemperatur befindest.

Das ist aber keineswegs in Stein gemeißelt. Am besten suchst Du Dir Deine eigene perfekte Verdampfungstemperatur: Mithilfe eines anständigen Vaporizers mit digitaler Temperaturkontrolle kannst Du mit niedrigeren Temperaturen starten und Dich langsam in kleinen Schritten nach oben arbeiten. Dabei kann es hilfreich sein, sich die jeweilige Wirkung bei den verschiedenen Temperaturen zu notieren. Ja, auf diese Weise kann schon Mal ein wenig Deines Weeds auf der Strecke bleiben, aber das wird es die Sache wert sein, wenn Du Deine individuell optimale Temperatur gefunden hast.

Viel Spaß beim Verdampfen!

Georg

Geschrieben von: Georg
Wohnhaft in Spanien, verbringt Georg nicht nur viel von seiner Zeit an seinem Computer, sondern auch in seinem Garten. Mit einer brennenden Leidenschaft für den Cannabisanbau und die Erforschung von Psychedelika, ist Georg in allem gut bewandert, was psychoaktiv ist.

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Externe Quellen:
  1. Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects - https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3165946/

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