Bahnbrechende Studie: Cannabis verursacht keine Psychose

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Bahnbrechende Studie: Cannabis verursacht keine Psychose

Entgegen der jüngsten neuen Berichte stellt eine kürzlich veröffentlichte umfassende Studie fest, daß Cannabis tatsächlich keine Psychose verursacht. Wahrlich, ein trauriger Tag für die Gruppe der Can

Vor ein paar Monaten schwappte eine neue Welle der Anti-Cannabisstimmung durch Großbritannien, als die Medien über eine aktuelle Studie berichteten, die behauptete, daß die Sorte "Skunk" für ein Viertel der Fälle von Psychose verantwortlich wäre. Das Problem dabei ist, daß es weitgehend Panikmache war. Die fragliche Studie war bestenfalls schwach.

Nun, ein paar Monate später, wurde eine viel umfassendere Studie veröffentlicht, die die Verbindung zwischen Cannabis und Psychose viel ausführlicher und mit einer viel, viel größeren Gruppe von Teilnehmern untersucht. Da über dieses Thema jetzt sehr viel ausführlicher berichtet wird, überrascht es nicht, daß Wissenschaftler festgestellt haben, daß Cannabis keine Psychose verursacht. Berichten die Medien über diese neuen Erkenntnisse? Natürlich nicht!

Die Studie

Diese neue Studie ist das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung der University of Oxford und der University of Leeds. Der Schwerpunkt liegt auf dem Konsum unter Teenagern und gleich von vornherein wird anerkannt und festgestellt, daß es einen Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Psychosen gibt. Was den Medien aber anscheinend entgeht, ist, daß dies nicht bedeutet, daß das eine das andere verursacht und diese neue Studie zielte darauf ab zu erkunden was genau eigentlich die Ursache ist.

In dieser Studie verwendeten die Forscher 4830 16-jährige Zwillinge als ihre Studienobjekte. Dies war notwendig um genetische Faktoren auszuschließen. Es wurde festgestellt, daß sowohl Cannabiskonsum, als auch Psychosen durch Umweltfaktoren wie sozioökonomische Probleme (Armut), Stress und Mobbing verursacht wurden. Dies erklärt, warum es eine Korrelation zwischen dem Konsum von Cannabis und Psychosen gibt und auch warum es falsch ist anzunehmen, daß das eine das andere verursacht. Die Studie kommt zu dem Schluss, daß man sich auf bestimmte Umweltfaktoren konzentrieren sollte, um besser zu beleuchten was die Ursache dieser Korrelation ist und welche Möglichkeiten es gibt sie zu durchbrechen.

Es zeigt wieder einmal, daß man nicht alles glauben kann was in der Zeitung steht. Die einzige Möglichkeit für uns, um wirklich voranzukommen und zu lernen, ist die Dinge in Frage zu stellen. Lass uns hoffen, daß diese Erkenntnisse durch zukünftige Studien gestützt werden können, damit dieser hartnäckige Mythos ein für alle Mal zerstreut wird.

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