Cannabis Indica Versus Cannabis Sativa – Entlarvt!


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Da die Ketten der Prohibition abgelegt werden, fängt die Wissenschaft endlich an, die veborgenen Wahrheiten hinter der Cannabispflanze zu entschleiern. Ist es an der Zeit, unsere Kategorisierung von Cannabis zu ändern?

SOLLTEN WIR UNSERE KATEGORISIERUNG VON CANNABIS ÄNDERN?

Die letzten 30–40 Jahre haben eine Explosion in der Auswahl von verfügbaren Cannabissorten gesehen. In Ländern, wo Cannabis jetzt legal oder zumindest vernünftig verwaltet und akzeptiert ist, haben Züchter eine produktive Reihe von verfeinerten Landrassenvarianten und Hybriden hervorgebracht. Geil riechendes, köstlich schmeckendes, klebriges, erholsames Weed ist die Norm. Dann gibt es da noch eine gleichermaßen weitreichende Auswahl an medizinischem Cannabis und Hanfvarianten.

DEN STATUS QUO HERAUSFORDERN

Indica und Sativa sind unter Cannabisfans zwei gut bekannte Begriffe. Beide sind dafür bekannt, ihre eigenen einzigartigen Qualitäten zu haben. Doch da die Wissenschaft von Cannabis tiefgründiger wird, könnten sich diese Namen als einzig genau das erweisen: Namen. Während die Ketten der Prohibition abgeworfen werden, entdeckt die Wissenschaft, insbesondere die Genetik, dass Qualitäten, die einst entweder Indica oder Sativa zugeschrieben wurden, austauschbar und fließend sind.

Allgemein betrachtet wendeten sich Züchter Indica-Sorten zu, wenn heftig entspannende und sanfte Effekte das Ziel waren. Wenn ein zerebraler Rausch und eine energetisierende Wirkung gewünscht waren, wandten sich Züchter eben Sativas zu. Diese Ziele haben jedoch oft entgegengesetzte Resultate erbracht, da sie sehr energetisierende Indicas und gleichermaßen sedierende Sativas erzeugten.

INDICA VERSUS SATIVA?

INDICA VERSUS SATIVA?

Wenn Cannabis kategorisiert wird, wird es meistens in zwei Taxonomien aufgeteilt: Indica und Sativa. Sativas sind bekannt dafür, dass sie groß und schmalblättrig sind und eine Weihnachtsbaumsilhouette haben. Sie brauchen außerdem lange um zu reifen und sobald sie geerntet sind, wird die Wirkung ihrer Buds für energetisierend gehalten. Indicas hingegen sind kürzer, breitblättrig und buschiger, weisen eine dominante zentrale Cola auf, brauchen wenig Zeit um zu reifen und habe eine sedierende Wirkung.

Die Prohibition tat mehr, als Cannabis in den Untergrund zu zwingen. Sie behinderte die ernsthafte Durchführung von wissenschaftlicher Forschung an dieser wunderbaren Pflanze. Jetzt, da sich die Wissenschaft wirklich in die Fakten hinter der Cannabispflanze verbeißt, haben sich widersprüchliche Daten als genauso zulässig erwiesen. Viele schmalblättrige Varianten rufen sedierende Effekte hervor, während zahlreiche breitblättrige Varianten weithin als energetisierend und erhebend erlebt werden.

Wie können wir also sagen, was eine Sorte ist und welche Effekte sie haben könnte? Der einzig wahre Weg ist den Chemotyp (das chemische und Terpenprofil) und den Genotyp (das einzigartige genetische Profil einer Sorte) zu kennen.

GENOTYP & PHÄNOTYP

GENOTYP & PHÄNOTYP

Der Genotyp basiert auf DNS. Cannabis ist ein diploider Organismus, was bedeutet, dass es von jedem Elternteil eine Kopie von jedem Gen erbt. Das heißt, der Genotyp des Gens von Interesse ist eine Kombination von jeder Kopie.

Phänotypen sind die erkennbaren Wachstumseigenschaften einer Pflanze eines spezifischen Genotyps, die durch die Umwelt beeinflusst werden können. Umweltfaktoren beinhalten Photoperiode, Klima, Bodenqualität, Luftfeuchtigkeit und Anbaupraktiken. Phänotypmerkmale wie die Blattform und die Pflanzensilhouette können beobachtet werden, Chemotypen können aber nur durch Tests bestimmt werden.

Cannabisgenetik ist wie alle Arten von Züchtung keine exakte Wissenschaft. Die Kreuzung einer schmalblättrigen Pflanze mit wenig THC mit einer breitblättrigen Pflanze mit viel THC wird Samen mit Genen von beiden Elternteilen hervorbringen. Nur manche der physischen Merkmale von jedem Elternteil werden sich ausdrücken, wenn die Pflanze tatsächlich wächst. Deswegen ist die Morphologie einer Pflanze – oder die Art, wie sie aussieht – nicht immer ein hinreichender Indikator ihrer charakteristischen Wirkung oder chemischen Zusammensetzung.

Frustrierenderweise ist es auch die Genetik nicht. Selbst Klone, die von derselben Mutterpflanze genommen werden, könnten sich unter unterschiedlichen Verhältnissen unterschiedlich ausdrücken. Ein im Freien in organischer Erde angebauter Klon könnte eine geringfügig andere Morphologie und einen anderen Chemotypen haben, als einer, der in Hydrokultur im Growzelt unter Lampen angebaut wurde.

WAS ALSO IST CANNABIS SATIVA?

WAS ALSO IST CANNABIS SATIVA?

Wenn Indica und Sativa nicht zwei unterschiedliche Varianten von Cannabis sind und ein Regenbogen genetischer Vielfalt existiert, muss die Frage angesprochen werden. Was genau ist Cannabis sativa und gibt es wirklich andere Cannabisarten?

Hier wird die Genetik helfen, die Antwort zu enthüllen. Durch den Vergleich Tausender Proben aus dem Marihuana-Multiversum ist es möglich, die Beziehungen zwischen unterschiedlichen Kultursorten von Cannabis zu unterscheiden und die Grenzen der Art zu entdecken – wenn es überhaupt welche gibt.

Diese anstrengende Vergleichsarbeit hat Wissenschaftler so weit gebracht, alles Cannabis in eine einzige Art zu klassifizieren: Cannabis sativa. Diese Klassifizierung umfasst all die verschiedenen Kultursorten und schließt Arten für die industrielle Verwendung wie Hanf ein.

ANDERERSEITS

Die Wissenschaft hat sich dazu entschieden, alles Cannabis unter dem Sammelbegriff Cannabis sativa zu klassifizieren. "Sativa" ist ein lateinisches Wort, das einfach "angebaut" bedeutet, was eine passende Klassifizierung ist, da das meiste, was zur Erholung, medizinisch und industriell genutzt wird, weit davon entfernt ist wild zu sein. Das Wort "indica" ist das altlateinische und altgreichische Wort für "Indien", das die Wiege der psychotropen, Harz produzierenden Cannabispflanze ist.

Bis umfangreiche genetische Untersuchungen durch die präzise Identifikation von Cannabissorten die akkurate Nomenklatur formen können, gibt es die Option, dass der Name die Art von angebotenem Cannabis widerspiegelt. Sativa könnte der Oberbegriff für angebautes Cannabis sein, das im Grunde alles Cannabis ist. Indica hingegen ist der Begriff, der für alle psychotropen Sorten verwendet werden sollte. Sativa sollte der vorbehaltene Begriff für das sein, was allgemein als Hanf für industrielle Zwecke angesehen wird.

EIN ANDERER WEG CANNABIS ZU KATEGORISIEREN

EIN ANDERER WEG CANNABIS ZU KATEGORISIEREN

Das Wort "Sativa" scheint hier der Dorn in der Pranke des Löwen zu sein. Es scheint jetzt in Bezug auf Cannabis zwei Konnotationen zu haben. Es gibt die wissenschaftliche Klassifikation und dann das allgemeine Verständnis, dass Sativas schmalblättrig und hochgewachsen sind, wohingegen Indicas von buschiger Natur und breitblättrig sind. Wenn jedoch alle Sorten, die psychotropes Harz enthalten, Indicas genannt werden sollen, ist das Ergebnis die Erfordernis von vier Arten der Klassifizierung:

• NLD: Narrow-Leaf Drug – Cannabis indica, psychoaktiv, schmale Blätter.
• BLD: Broad-Leaf Drug – Cannabis sativa, psychoaktiv, breite Blätter.
• NLH: Narrow-Leaf Hemp – Cannabis indica, nicht-psychoaktiv, schmale Blätter.
• BLH: Broad-Leaf Hemp – Cannabis sativa, nicht-psychoaktiv, breite Blätter.

Menschen haben eine lange Beziehung zu Cannabis, die mindestens 12.000 Jahre zurückreicht. Niemand weiß, welche Art der Kreuzung über diesen sehr langen Zeitraum stattgefunden hat oder ob Landrassen wirklich das sind oder akklimatisierte Versionen derselben Pflanze. Eines ist jedoch gewiss: Modernes Cannabis ist größtenteils gekreuzt, wobei die Effekte der wichtige Aspekt sind.

Cannabis ist auf die Interaktion vieler Verbindungen angewiesen – vorwiegend Terpene, Flavonoide und Cannabinoide wie THC, CBD und CBN. Sie alle verbinden sich zu einer einzigartigen Synergie oder den sogenannten "Entourage-Effekt", der jeder Sorte ihren eigenen individuellen Charakter verleiht. Bei so vielen Kreuzungen werden breite oder schmale Blätter zu einer Beschreibung der Morphologie statt einer Indikation eines spezifischen Chemotyps. Budkeeper in Verkaufssituationen werden ermuntert, Sorten zu probieren und ihre eigene Einschätzung zu treffen, bevor sie zu irgendwelchen Schlüssen über energetisierende oder sedierende Effekte kommen, wie sie von der Morphologie der Pflanzen vorgeschrieben werden. Nur die Zukunft wird offenbaren, auf welche Begriffe man sich für die Beschreibung von Cannabissorten einigen wird.

ABER BIS DAHIN ...

Während die Nomenklatur geklärt wird, solltest Du einige dieser bemerkenswerten Indicas und Super-Sativas probieren. Oder sollten wir lieber "bemerkenswerte BLD- und Super-NLD-Sorten" sagen?

DIE 3 BESTEN CANNABIS-INDICA- / BLD-SORTEN

CRITICAL KUSH FEMINISIERT

CRITICAL KUSH FEMINISIERT

Critical Kush vereint das legendäre Gewicht von Critical mit der bewusstseinsverzerrenden Wirkung von Kush. Diese kurze Pflanze hat die klassische Indica-Silhouette (BLD). Jeden Zweig ziert eine fette, abgerundete Blütenanhäufung, ageordnet in einer Schürze um eine riesige zentrale Cola. Mit einem gemessenen THC-Wert von 25% ist diese Sorte absolut kompromisslos. Großartig für Abende oder therapeutische Zwecke geeignet.

NORTHERN LIGHTS FEMINISIERT

NORTHERN LIGHTS FEMINISIERT

Als eine der Säulen des heutigen Zuchtzeitalters gilt Northern Lights noch immer als eine der weltbesten Indica-Arten (BLD). Auch nach 30 Jahren bleibt die kräftig kristallisierte zentrale Cola eine Schönheit und wird von Cannabiskenner immer noch begehrt. Diese mittelgroße Pflanze ist einfach anzubauen, hat einen tollen Geschmack, einen geschmeidigen Ausklang, hohen Ertrag und eine legendäre Potenz.

ELEVEN ROSES FEMINISIERT

ELEVEN ROSES FEMINISIERT

Eleven Roses ist eine Sorte mit einem einzigartigen Aussehen, an der dunkle Blätter und Buds prangen, die während der Reife malvenfarbige, rote, tiefviolette und sogar schwarze Herbsttöne zeigen. Diese Sorte ist eine pflegeleichte, aber ertragreiche Indica (BLD), die eine kurze Blütezeit hat. Ihre süßen, fruchtigen und erdigen Aromen gehen einer knallharten und lange anhaltenden Wirkung voraus, die von einem THC-Gehalt von 24–25% katalysiert wird.

DIE 3 BESTEN CANNABIS-SATIVA- / SBD-SORTEN

SUPER SILVER HAZE FEMINISIERT

SUPER SILVER HAZE FEMINISIERT

All die magischen Eigenschaften des Originals aufweisend, liefert diese feminisierte Version von Super Silver Haze die Güte in Geschmack, Aussehen, Geruch, Potenz und Ertrag. Die langen Zweige passen sich gut an LST oder ScrOG an und produzieren eine Schneise von gewundenen, von Silber überzogenen Blütenanhäufungen. Die Blütezeit ist typisch für Sativas (NLD), aber das Warten lohnt sich immer. Ihr High beginnt langsam, aber dann legen sich die 19% THC wirklich ins Zeug.

EARLY MAROC FEMINISIERT

EARLY MAROC FEMINISIERT

Marokkanische Sorten wurden in den 60er und 70er Jahren aus gutem Grund als Zuchtbestand verwendet. Sie waren zäh und brachten unter rauen Bedingungen hochwertige Buds hervor. Early Maroc führt diese Tradition in einer Pflanze fort, die wenig Pflege benötigt, um Blüten mit gewaltiger Potenz zu produzieren. Obwohl diese Sorte nicht wirklich für den Indoor-Anbau geeignet ist, wird sie im Freien sogar in den ekligsten Böden blühen. Ein anfänglich psychedelischer Rausch klingt in einem willkommenen Körperglühen aus.

KALI MIST FEMINISIERT

KALI MIST FEMINISIERT

Mit wunderschönen, von Harz bedeckten Fuchsschwänzen gesegnet, produziert Kali Mist einen überraschend hohen Ertrag für eine Sativa (NLD). Die großen Buds schwellen aufgrund des minimalen Blatt-zu-Blüte-Verhältnisses beträchtlich an, wenn sie reichlich Licht bekommen. Sie ist seit den 90ern wegen ihres lange tiefgreifenden, energetisierenden und lange anhaltenden Highs ein ständiger Favorit. Wegen ihrer Galaxie aus Blütenanhäufungen an langen, starken Zweigen ist dies eine aufsehenheischende Sorte.

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Electric Wombat

Geschrieben von: The Electric Wombat
Künstler und Autor, The Electric Wombat ist ein Profizüchter mit ganz viel Liebe für Mutter Natur. Wenn er sich nicht gerade um seine Plantage kümmert, arbeitet er an neuen Kunstprojekten, verbringt Zeit mit seinen Hunden in der Natur oder stellt sogar eigene Klamotten her!

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