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Verhältnisse CBD:THC
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Darum Ist Das Verständnis Der Verschiedenen CBD:THC-Verhältnisse So Wichtig

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CBDshop Research

Die Cannabis-Community steckt voller Entwicklungen und Innovationen. Züchter entwickeln mittlerweile Sorten mit verschiedenen CBD:THC-Verhältnissen und die Wissenschaftler bemühen sich darum, deren Potential zu entdecken.

Das CBD:THC-Verhältnis Deines Cannabis ist ein wichtiger Faktor, den es zu beachten gilt. Einfach gesagt ist das CBD:THC-Verhältnis die Menge an CBD in Deinem Cannabis in Relation zu der enthaltenen Menge THC. Dies hat eine^^n Einfluss darauf, wie die Cannabinoide in Deinem Körper miteinander interagieren und beinahe jeden Aspekt der Erfahrung beeinflussen. Über die verschiedenen Verhältnisse und deren Effekte Bescheid zu wissen, wird Dir dabei helfen, die richtige Sorte für Deine Situation auszuwählen.

Vor noch nicht allzu langer Zeit stopften sich die Leute, die Cannabis als Genuss- oder Arzneimittel verwendeten, einfach Blüten in ihre Pfeifen und hofften auf das Beste. Dank der Wissenschaft ändert sich das nun.

THC UND CBD: WORIN BESTEHT DER UNTERSCHIED?

THC Und CBD: Worin Besteht Der Unterschied?

THC und CBD sind die am gründlichsten untersuchten Cannabinoide, die in der Cannabispflanze vorkommen. Der Großteil der Forschung wurde an Zell- und Tiermodellen durchgeführt, obwohl auch eine Handvoll Versuche am Menschen vielversprechende Ergebnisse geliefert haben. Beide Moleküle üben einen Teil ihrer Wirkung über das Endocannabinoid-System aus, eine Reihe von Rezeptoren, die auf verschiedenen Zelltypen im gesamten Körper zu finden sind. Dieses System umfasst zwei Haupt-Rezeptortypen: CB1 und CB2. Abhängig vom Verhältnis, in dem sie auftreten, können sie unterschiedliche Effekte bewirken, wenn sie zusammenarbeiten – ein Phänomen, das als Entourage-Effekt bekannt ist.

THC zielt vorwiegend auf CB1-Rezeptoren ab, die hauptsächlich im zentralen und peripheren Nervensystem lokalisiert[1] sind. Durch die Bindung an diese Rezeptoren kann THC seine charakteristischen psychoaktiven Wirkungen entfalten. Im Gegensatz dazu hat CBD eine geringe Affinität zu sowohl CB1- als auch zu CB2-Rezeptoren. Dieser Mangel an Affinität zu CB1 ist der Grund dafür, warum CBD kein High verursacht. CBD produziert seine Effekte auch über Serotonin, Vanilloid und andere Rezeptoren. Durch diese Wirkungsmechanismen konnten THC und CBD einige faszinierende Eigenschaften zeigen.

WARUM DAS CBD:THC-VERHÄLTNIS WICHTIG IST

Warum Das CBD:THC-verhältnis Wichtig Ist

Wie bereits weiter oben erwähnt, ist das CBD:THC-Verhältnis von Cannabis wichtig, da es die potentielle chemische Antwort in Deinem Körper beeinflusst. Was das High betrifft, kann CBD die psychoaktive Natur von THC mildern. Je mehr CBD also in Relation zu THC vorhanden ist, desto kontrollierbarer wird wahrscheinlich auch das High sein. Gleichzeitig reduziert es die Intensität der potentiellen Nebenwirkungen von THC, wie beispielsweise Paranoia oder Angst[2]. Wenn umgekehrt die Menge an CBD im Verhältnis zu THC niedrig ist, wird das High wahrscheinlich psychoaktiver ausfallen. Jede mögliche Nebenwirkung, die mit THC einhergeht, wird ebenfalls stärker sein.

Untersuchungen lassen darauf schließen, dass sowohl THC als auch CBD in physiologischer Hinsicht über eine Reihe von Wirkungen verfügen könnten. THC konnte beispielsweise Auswirkungen auf Entzündungen[3], Übelkeit[4] und Schmerzen[5] zeigen. CBD wurde hingegen ein Einfluss auf Krampfanfälle[6] nahegelegt. Das Verhältnis der Cannabinoide in Deinem Cannabis kann möglicherweise seine Auswirkung auf derartige Erkrankungen verändern, weshalb Du überlegen solltest, ob dies für Deine Sortenwahl wichtig ist.

Als Beispiel dafür, wie die Cannabinoide zusammenwirken können, konkludierte eine Studie aus dem Jahr 2013[7], dass THC und CBD bei Patienten mit krebsbedingten Schmerzen in analgetischen Synergien wirken. Dabei erhielten die Patienten ein Mundspray mit entweder THC, einer Kombination aus CBD und THC oder einem Placebo. Man stellte fest, dass der Mix aus beiden Cannabinoiden bei der Verbesserung der Schmerzwerte am effektivsten war.

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BELIEBTE CBD:THC-VERHÄLTNISSE

Cannabis mit verschiedenen CBD:THC-Verhältnissen wird immer beliebter. Im Folgenden findest Du eine Erklärung zu ein paar der gängigen Verhältnisse und deren potentiellen Wirkungen.

CBD:THC – 0:1 ("THC PUR")

CBD:THC — 0:1 (

Ein 0:1-Verhältnis von CBD zu THC ist nicht üblich. Sorten, die dieses Verhältnis annäherungsweise erreichen, haben sich jedoch einen Namen gemacht. Nutzer, die sich für eine Sorte mit einem hohen THC:CBD-Verhältnis entscheiden, tun dies in erster Linie wegen des psychoaktiven Highs. Diese Sorten sorgen oftmals für ein extrem erhebendes Erlebnis oder auch den entspannenden Couchlock-Effekt. Für unerfahrene Benutzer kann es schwierig sein, dabei funktionstüchtig zu bleiben.

Bei diesem Verhältnis ist es wahrscheinlicher, dass Cannabis Nebenwirkungen wie Tachykardie (erhöhte Herzfrequenz), Angstzustände und Paranoia hervorruft.

Während Cannabinoide von Natur aus in verschiedenen Anteilen auftreten, gibt es keine Sorten mit 0% CBD. Manche Hybriden kommen diesem Verhältnis jedoch bereits sehr nahe. Zum Beispiel weist Gorilla Glue einen THC-Gehalt von 25% auf, während Girl Scout Cookies 22% produziert. Beide Sorten enthalten nur Spuren von CBD.

Die meisten Cannabissorten, die diesem Verhältnis nahekommen, sind extrem, da sie auch speziell auf einen hohen THC-Gehalt gezüchtet werden.

CBD:THC – 1:2

CBD:THC — 1:2

Cannabissorten mit einem Verhältnis von 1:2 sind häufiger auf dem heutigen Markt anzutreffen. Sie liefern ein psychoaktives High, aber in einer weitaus milderen, kontrollierbaren und abgestuften Form. Dies bedeutet, dass sich die Wirkung langsamer aufbaut und mit einer entspannten und glücklicheren Stimmung einhergeht, die besser wahrgenommen werden kann, was letztlich zu Euphorie oder dem bekannten Couchlock führt, wenn der Konsum länger anhält.

Dieses Verhältnis von 1:2 ermöglicht zwar eine weitaus bessere Kontrolle über diese Erfahrung – insbesondere für Anfänger – sie kann aber dennoch zu einem Erlebnis führen, das es schwierig macht, funktionstüchtig zu bleiben, wenn man es übertreibt. Der Grund für diesen Unterschied ist, dass ein erhöhter CBD-Wert auf CB1-Rezeptoren wirkt, um einige der psychoaktiven Wirkungen von THC zu vermitteln. Es bedeutet ferner, dass die Nebenwirkungen von THC weniger wahrscheinlich[8] auftreten werden.

Eine potente sativadominierte Sorte mit einem derartigen Verhältnis ist Amnesia Haze von Royal Queen Seeds.

Eine Sorte mit weniger THC ( aber dennoch mit respektablen 12–16%) und einem moderaten CBD-Gehalt ist Blue Widow von Dinafem, eine Kreuzung zwischen White Widow und Blueberry.

Es ist erwähnenswert, dass die meisten auf dem Markt erhältlichen Sorten für die Verwendung als Genussmittel meist ein Verhältnis zwischen 0:1 und 1:2 aufweisen – nur sehr wenige treffen dabei genau die Mitte. Sorten, die sich in der Mitte der beiden Verhältnisse befinden, gelten als die klassische Stoner-Erfahrung und zählen zu den gängigsten auf dem Markt.

CBD:THC – 1:1

CBD:THC — 1:1

Cannabissorten mit diesem Verhältnis verfügen über eine ausgeglichene Menge CBD und THC. Sie sorgen für subtile psychoaktive Effekte und liefern eine umfassendere Reihe an Eigenschaften beider Moleküle. Das High wird oftmals als funktional und mild beschrieben. Das Ziel dieser Cannabissorten ist es, nicht high zu machen, sondern einen sanften Rausch hervorzurufen, während der Nutzer ganz normal seinen Alltag bewältigen kann.

Sorten mit einem 1:1-Verhältnis sind weniger gängig, wenn man sich die Anzahl an Sorten für den Freizeitgebrauch ansieht; dennoch sind sie einfach zu finden. Die Nachfrage danach steigt, da viele Nutzer versuchen, mehr CBD in ihre Erfahrungen einfließen zu lassen. Es gibt auch ein paar Saatgutbanken, die sich aktiv auf die Entwicklung von Sorten mit einem ausgeglichenen Verhältnis fokussieren.

Cannatonic und Critical Mass CBD sind zwei berühmte Beispiele für Cannabissorten mit einem CBD:THC-Verhältnis von 1:1.

Die Welt der autoflowering Sorten hält auch solche mit einem Verhältnis von 1:1 für Dich parat. Sweet Tooth Autoflowering entwickelt einen THC- und CBD-Gehalt von ungefähr 15–16%.

CBD:THC – 2:1

CBD:THC — 2:1

Cannabissorten mit einem CBD:THC-Verhältnis von 2:1 rufen immer noch einen leichten Rausch hervor, der jedoch extrem schwach ausfällt. Diese Sorten eignen sich für sensible Nutzer und diejenigen, die sich zwar beide Cannabinoide in ihrem Cannabis wünschen, aber nicht wollen, dass die eher psychoaktiven Effekte von THC dominieren. Sorten mit einem Verhältnis von 2:1 werden von traditionellen Freizeitnutzern weniger häufig gesucht.

Das High einer 2:1-Sorte lässt Dich voll funktionstüchtig bleiben und aufgrund ihrer wachsenden Beliebtheit konnten sich diese Sorten ihre eigene Marktnische erarbeiten. Du kannst Sorten mit einem Verhältnis von 2:1 gelegentlich sogar in holländischen Coffeeshops finden.

Ein großartiges Beispiel für eine solche Sorte ist Kama Kush CBD von Kannabia. Sie sorgt mit ihren 12% CBD und 6% THC für einen beruhigenden Effekt.

CBD:THC – 1:0 (CBD PUR)

CBD:THC — 1:0 (

Es gibt keine Sorte, die wirklich 0% THC entwickelt. Sogar Industriehanfsorten enthalten zumindest etwas davon, wenn auch nicht genug, um Dich high zu machen. Züchter konnten jedoch Weed mit einem minimalen THC-Wert entwickeln und sind damit dem 1:0-Verhältnis extrem nahe gekommen. Diese Sorten bieten Dir alle Nutzen von CBD, ohne irgendwelche berauschenden Effekte hervorzurufen. Sie sind für all jene eine gute Wahl, die sich nichts aus THC machen und in den Genuss von CBD kommen wollen.

Candida (CD-1) ist eine solche Sorte. Sie entwickelt einen CBD-Gehalt von bis zu 20,6% und einen THC-Wert zwischen 0,3 und 0,9%. Solomatic CBD von RQS entwickelt einen außergewöhnlich hohen CBD-Gehalt von 21% und nur 1% THC. Beide Sorten bieten den Nutzern eine nahezu THC-freie Option.

WÄHREND SICH DIE CANNABISBRANCHE WEITERENTWICKELT, WERDEN NUANCEN WICHTIGER

Die Cannabisbranche steckt nach wie vor noch in den Kinderschuhen. Züchter und Produkthersteller werden zunehmend ihre Aufmerksamkeit auf die Beziehung zwischen CBD und THC-Verhältnissen richten, während immer mehr qualitativ hochwertige Untersuchungen durchgeführt werden. Produkte und Sorten mit immer besser abgestimmten CBD- und THC-Verhältnissen sind auf dem Vormarsch und bieten Dir als Nutzer ein breiteres Angebot an Cannabis für spezielle Bedürfnisse und Lebenslagen.

Luke Sumpter

Geschrieben von: Luke S.
Luke S. ist ein im Vereinigten Königreich ansässiger Journalist, der auf Gesundheit, alternative Medizin, Kräuter und psychedelische Heilverfahren spezialisiert ist. Er hat bereits für "Reset.me", "Medical Daily" und "The Mind Unleashed" geschrieben und deckt dabei diese und noch weitere Bereiche ab.

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Wir erheben keine medizinischen Ansprüche. Dieser Artikel wurde nur zu Informationszwecken verfasst und basiert auf Studien, die von anderen externen Quellen veröffentlicht wurden.

Externe Quellen:
  1. Cannabinoid Receptors and the Endocannabinoid System: Signaling and Function in the Central Nervous System - https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5877694/
  2. https://www.researchgate.net
  3. Cannabinoids in the management of difficult to treat pain - https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2503660/#
  4. https://www.bmj.com
  5. The effectiveness of self-directed medical cannabis treatment for pain - ScienceDirect - https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0965229919308040
  6. FDA approves first drug comprised of an active ingredient derived from marijuana to treat rare, severe forms of epilepsy | FDA - https://www.fda.gov/news-events/press-announcements/fda-approves-first-drug-comprised-active-ingredient-derived-marijuana-treat-rare-severe-forms
  7. An Open-Label Extension Study to Investigate the Long-Term Safety and Tolerability of THC/CBD Oromucosal Spray and Oromucosal THC Spray in Patients With Terminal Cancer-Related Pain Refractory to Strong Opioid Analgesics - ScienceDirect - https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0885392412004393
  8. https://www.researchgate.net

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