Was Ist Charas?

Veröffentlicht :
Kategorien : AnleitungenBlogCannabisKunst & Kultur
Zuletzt bearbeitet :

Charas Cannabis


Charas ist das traditionelle Hindu-Haschisch, das von Hand aus den jungen Blüten natürlich vorkommender Sorten hergestellt wird, die in der Himalaya-Region in Indien wachsen. Lies hier bei Zamnesia alles, was Du darüber wissen musst.

DIE GESCHICHTE VON CHARAS

In Indien ist die Verwendung von Haschisch seit Jahrtausenden weit verbreitet. Es wird vor allem für religiöse und medizinische Zwecke eingesetzt und wurde bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts sogar offiziell in staatlich zugelassenen Geschäften verkauft. Marihuana wird immer noch in seiner Rohform verkauft, aber die Läden bieten auch „Bhang“ an, ein auf Cannabis basierendes Getränk. Der Konsum von Marihuana war früher Teil des indischen Alltags, genau wie es immer noch für Chai oder Chapatis gilt. Um ganz genau zu sein, wird Charas von bestimmten Sekten der Hindu-Religion in ihren Ritualen verwendet und besitzt daher eine sehr wichtige Rolle in ihrer Kultur. Bei den Shivas, die glauben, dass Shiva der oberste Gott ist, gilt Charas als eine der Eigenschaften Shivas.

Cannabis Bhang

Obwohl Charas auf eine lange Geschichte zurückblicken kann, in der es mit der indischen Kultur und Religion eng verbunden war, wurde es in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts für illegal erklärt, was auch den Handel und den Anbau betraf. Damals konnte der Besitz von Charas eine harsche Strafe von zehn Jahren Gefängnis einbringen, wobei die Verurteilung zwingend vorgeschrieben war. Heutzutage werden die Gesetze nicht mehr so unerbittlich durchgesetzt, aber Polizeibeamte lieben es immer noch, Geld von Charas-Nutzern zu erpressen. Seit es illegal wurde, lässt sich mit Charas in den ländlichen Gebieten Bargeld „ernten“. Der größte Teil der Cannabislandwirtschaft wird in den Bergen durchgeführt, weit entfernt von den Straßen und daher für die Polizei nur schwer zu erreichen. Obwohl Charas für illegal erklärt wurde, ist es leicht zugänglich, vor allem in Gebieten, die bei Touristen beliebt sind.

Bhang als Getränk auf Cannabisbasis ist sehr beliebt und wird immer noch in ganz Indien verkauft. Im Gegensatz zu Charas ist Bhang dafür gedacht, getrunken und nicht geraucht zu werden. Es gibt dennoch eine Gemeinsamkeit zwischen Bhang und Charas, die herausragt: Es wird aus frischen Cannabisblüten hergestellt und nicht aus getrockneten Blüten, wie es in der westlichen Kultur nahezu Standard ist. Das macht dann auch den größten Unterschied zwischen Marihuana und Charas aus.

Im Norden Indiens kommt Cannabis natürlich und reichlich vor. Sicher versteckt in den Himalaya-Vorgebirgen, wächst es von Pakistan bis nach Nepal und Afghanistan, während es das beste Charas angeblich im nordindischen Dorf Malana gibt, das sich im Parvati-Tal befindet. Dort werden frische Blüten verwendet, um Charas zu produzieren, indem man die Blüten zwischen den Händen zerreibt, um das Charas herzustellen, das unter dem Namen „Malana Cream“ bekannt ist. Diese Charas-Mischung wird für die enthaltenen hohen THC-Gehalte verehrt, wobei die Herstellung sehr viel Zeit beansprucht; tatsächlich benötigt man etwa die doppelte Zeit. Das ist wohl auch einer Gründe dafür, dass es eine der teuersten Charas-Sorten ist. Allerdings nicht der einzige Grund, denn Malana liegt in der Region Himchal Pradesh. Dieses Gebiet ist zwar reich an wild wachsendem Cannabis, weist aber leider auch eine sehr schlechte Infrastruktur auf. Insbesondere mangelt es an Zufahrtsstraßen, so dass das Charas mithilfe von Maultieren oder sogar zu Fuß transportiert werden muss, weshalb wir es hier mit einer sehr arbeitsintensiven Unternehmung zu tun haben.

Cannabis Anbau Natürlich

„Kerala Gold“ ist eine weitere Form von Charas, die wegen ihrer hohen Potenz sehr bekannt und beliebt ist. Es trägt auch den Namen „Neelachadayan“, wurde aber hauptsächlich berühmt unter der Bezeichnung „Idukki Gold“. Dies ist auch der Titel eines beliebten indischen Films aus dem Jahr 2013, der von fünf Freunden handelt, die versuchen, ihre Jugend erneut zu erleben, indem sie wieder die erste Sorte rauchen, die sie jemals versucht haben. Das echte „Idukki Gold“ oder „Kerala Gold“ wird man heutzutage kaum noch finden, weil die Polizei die Felder inzwischen überfallen und verbrannt hat, woraufhin das übrig gebliebene Cannabis mit anderen lokalen Sorten gemischt wurde, um eine neue Sorte zu erschaffen, die als „Sheelavathi“ bekannt ist. Diese neue Sorte ist zwar besser an das lokale Klima angepasst, erreicht aber in der Regel nur noch THC-Werte von etwa 8 Prozent und ist dem ursprünglichen Kerala Gold qualitativ unterlegen.

WIE MAN DAS CHARAS-KONZENTRAT AUF TRADITIONELLE WEISE HERSTELLT

Der Herstellungsprozess Deines eigenen Charas' ist tatsächlich ziemlich einfach, wenngleich vielleicht ein bisschen klebrig. Nach dem Ende Deiner Arbeit solltest Du auf jeden Fall ein leistungsfähiges Mittel zur Reinigung Deiner klebrigen und schmutzigen Hände zur Hand haben.

Wenn die Blüten nur noch rund 2 bis 3 Wochen von der Erntereife entfernt sind, schneide eine Handvoll Blüten von Deiner Cannabispflanze ab. Diese Blüten sollten viel kleiner und zarter sein als solche, die reif zur Ernte sind, was aber auch bedeutet, dass sie viel mehr THC enthalten. Du könntest auch voll ausgereifte Blüten verwenden, aber deren Zubereitung erfordert mehr Zeit und Reiben.

Cannabis Charas Händen

Schneide die überschüssigen Blätter von den jungen Blüten, aber lasse den Stängel oder zumindest einen Teil davon, intakt. Nachdem Du Deine Hände gründlich gereinigt hast, beginnst Du diese jungen, frischen Blüten zwischen Deinen Händen zu reiben. Achte darauf, nicht zu viel Druck auszuüben oder zu schnell zu reiben; der Fokus sollte vielmehr darauf liegen, die Blüten zwischen den Händen zu bewegen, anstatt sie fest zu quetschen. Beschleunige die Reibebewegung, sobald die Blüten beginnen, ihre Öle an Deine Hände abzugeben.

Sind Deine Hände dann klebrig genug oder vielleicht sogar schwarz, drückst Du Deinen Daumen gegen die Handfläche und sammelst das gesamte klebrige Öl in einer Kugel. Nutze diese Kugel, um den Rest des Öls von Deinen Händen einzusammeln, indem Du solange weiter rollst, bis die Kugel alles Öl aufgenommen hat und lass sie dann trocknen.

Charas Cannabis Kugel

Für die beste Wirkung solltest Du beim Reiben der Blüten nur vorsichtige und langsame Bewegungen ausführen; das beste Charas wird nervenaufreibend langsam hergestellt. Je mehr Du versuchst, den Reibeprozess zu beschleunigen, desto mehr kostbares Öl wird verloren gehen – verliere also nicht die Geduld! Die Handernte kann Dir rund 8 bis 9 Gramm Charas pro Tag einbringen, aber das Ergebnis wird dann nicht von höchster Qualität sein. Ein Wort für den Weisen: Je langsamer du vorangehst, während du Charas herstellst, desto höhere Qualität wirst Du am Ende herausbekommen. Das qualitativ am höchsten stehende Charas, Malana Creme, wird zum Beispiel durch die Herstellung von nur ein paar Gramm pro Tag produziert.

EINE ABGEWANDELTE METHODE ZUR HERSTELLUNG VON CHARAS-KONZENTRAT

Für uns Selbstversorger gibt es die Möglichkeit, nicht die gesamte Ernte zu Charas zu verarbeiten; Du kannst zunächst etwas Harz gewinnen und die Blüten dennoch ernten, wenn sie voll ausgereift sind, um sie zu trocknen und auszuhärten.

Anstatt nämlich die Blüten von Deinen Cannabispflanzen abzuschneiden, drückst Du sie ganz ganz sanft zwischen den Ballen Deiner sorgfältig gereinigten Hände. Falls Du vorsichtig genug vorgehst, sollte dies etwas von dem Harz auf Deinen Handflächen hinterlassen, ohne die Blüten selbst zu beschädigen. Wiederhole den Prozess mit dem Rest Deiner Pflanzen und wende Dich dabei besonders den unteren Blüten zu, die höchstwahrscheinlich sowieso nicht bis zur Ernte durchhalten würden. Wenn Du genug Harz gesammelt hast, kannst Du damit beginnen, der traditionellen Methode folgend Deine Hände zu reiben, eine Kugel oder einen Strang zu rollen und alles trocknen zu lassen.

Cannabis Charas

Wenn Du dann Deine Pflanzen später erntest, kannst Du die Öle von Deiner Pflanzenschere und den Händen entfernen, um eine zweite Charge Charas herzustellen. Das Abschneiden der Blätter und Trimmen der Blüten sollten eine anständige, reelle Menge an Ölen hinterlassen haben. Versuche einige Pflanzenpartikel hinzuzufügen, um den besten Effekt zu erreichen. Dies wird den Geschmack verbessern und die Wirkung des Endprodukts erhöhen. Falls Du dann noch Dein Charas in denselben Behältern trocknest, die für Deine Blüten vorgesehen sind, wirst Du damit auch das Geschmacksprofil erweitern können.

WIE MAN CHARAS VERWENDET

Charas wird heute noch eingenommen, meistens von Sadhus (religiösen Asketen) und der jüngeren Arbeiterklasse. Das Charas wird zu einer Kugel gerollt, kann aber auch zu Seilen oder Zöpfen geformt werden, die das Austrocknen im Laufe der Zeit besser verhindern. Ein Seil oder Zopf ist auch besser geeignet für die Bereitstellung von einheitlichen Dosen, so dass der Nutzer jedesmal das gleiche oder ein ähnliches High erlebt, wenn er seine gewohnte Menge einnimmt.

Cheech Chong Charas Pfeife

Traditionell wird Charas in einer Tonpfeife oder einem Chillum geraucht. Ein Chillum ist eine Pfeife, die meist aus Holz oder Lehm, aber sogar auch aus Kuhhörnern gefertigt wird. Durch das Chillum gelangt heißer Rauch direkt in den Hals. Die Agoris, Tantric Bhairava und Naga Sadhus verwenden Chillums, um ihr Charas zu rauchen. Sie benutzen ein Baumwolltuch, um das Ende des Rohres zu bedecken und einen Tonkiesel als Filter. Bevor die Pfeife oder der Joint entzündet werden, singt man in diesen Religionsgemeinschaften für gewöhnlich die vielen Namen Shivas. Shiva hat zahllose Namen, welche seine verschiedenen Erscheinungsformen loben, wobei die Liste dieser Namen „Shiva Sahasranama“ heißt, was meist als die „Liste der tausend Namen“ übersetzt wird.

Mit Tabak vermischt kann Charas auch zu einem Joint oder einen Blunt gerollt werden, was in Indien eine weitere beliebte Art des Konsums von Charas darstellt. Beachte aber, dass Du immer mit einer niedrigen Dosierung beginnen solltest. Rolle lieber einen zweiten Joint oder nimm einen weiteren Zug von dem Chillum, denn Du kannst das, was Du bereits geraucht hast, nicht rückgängig machen. Unterschätze bloß nicht die Wirksamkeit von Charas, das sogar schon ganz erfahrene Cannabisnutzer völlig aus den Socken gehauen hat.

WIRKUNG VON CHARAS

Charas kann sehr mächtige Effekte haben, wobei einige die Wirkung sogar als gefährlich beschreiben würden. THC ist der Wirkstoff in Charas und es ist in viel höheren Konzentrationen enthalten, als in getrockneten Cannabisblüten oder regulärem Haschisch. Dies verstärkt die jeweiligen Effekte der Sorten, die für die Herstellung von Charas verwendet wurden, was auch sehr psychedelisch ausfallen kann. Manchmal kann es sogar Halluzinationen oder einen veränderten Bewusstseinszustand hervorrufen. Einige der Nebenwirkungen sind rote oder sogar blutunterlaufene Augen, intensiver Hunger, verwaschene Sprache und schwere Augenlider. Es verschafft dem Nutzer warme und entspannende Gefühle, die an einen Traum erinnern.

DIE BESTEN SORTEN FÜR CHARAS

Für das ursprüngliche Charas verwendete man eine Vielzahl von Indicas, die natürlich an den Hängen des Himalaya wachsen. Jedoch kann jede beliebige Sorte genommen werden, um Charas herzustellen. Die Effekte und Aromen der dafür ausgewählten Sorten werden jeweils verstärkt, so dass die psychedelische Wirkung des Charas' in dem Maße steigen wird, in dem in der Mischung der Anteil von Pflanzen mit Sativa-Genetik zunimmt.

Charas Cannabis Strains

Einige der Sorten, die wir für die Herstellung von Charas empfehlen würden, sind Indian Kush für eine sanfte oder Strawberry Amnesia für eine psychedelische Wirkung. Sweet Tooth wird Dich glücklich und entspannt machen, während Monster Dwarf Dich in eine gesellige Stimmung versetzen wird. Caboose schließlich solltest Du auswählen, falls Du ganz einfach nur ausgeknockt werden willst.

 

         
  Guest Writer  

Gastautor
Gelegentlich haben wir Gastautoren, die etwas zu unserem Blog hier bei Zamnesia beitragen. Sie verfügen über eine Vielzahl von Hintergründen und Erfahrungen, so dass ihre Kenntnisse von unschätzbarem Wert sind.

 
 
      Über Unsere Autoren  

Verwandte Produkte