Reduziert schwarzer Pfeffer durch Cannabis ausgelöste Angst?

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Reduziert schwarzer Pfeffer durch Cannabis ausgelöste Angst?

Könnte nur ein Hauch schwarzer Pfeffer schon reichen, um den Geist zu beruhigen?

Die Beziehung zwischen Cannabis und Angst ist gelinde gesagt komplex. Viele verwenden Cannabis um sich zu entspannen und gezielt Ängste zu reduzieren. Bei manchen kann Cannabis allerdings Paranoia und geistige Unruhe auslösen. Ob nun eine von den Reaktionen eintritt, hängt von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel von dem THC und CBD Gehalt der Sorte, deren Terpenprofil, der Denkweise des Konsumenten, der Balance des Endocannabinoidsystems, dem Geschlecht und weiteren noch zu erforschenden Faktoren. Was auch immer die Gründe sein mögen, einige Konsumenten erfahren durch Cannabis ausgelöste Angst und schwarzer Pfeffer könnte die Lösung hierfür sein.

Laut einer Studie mit dem Titel "Taming THC," die in der Ausgabe August 2011 des British Journal of Pharmacology veröffentlicht wurde, könnten Terpene (die Geschmack erzeugenden Komponenten in Pflanzen) das Geheimnis (oder eher der Schlüssel) sein, um das zu verstehen und zu isolieren, was viele Wissenschaftler den "Entourage Effekt" nennen. Schwarze Pfefferkörner besitzen von Natur aus ein aktives Terpen, genannt Pinen. Die wohltuende Wirkung, die wie es heißt von den schwarzen Pfefferkörnern ausgelöst wird, wird von diesem besonderen Terpen erzeugt. Ebenso wie schwarze Pfefferkörner, enthalten auch Mangos ihre eigenen Terpene, genannt Myrcene. Myrcene soll den Effekt von Cannabis verstärken, wenn es eine Stunde vor dem Konsum eingenommen wird.

Der Schreiber Owen Smith vom Cannabis Digest sagt, daß er mit eigenen Augen erlebt hat, welche Wirkung Pfeffer auf Konsumenten hat. "Die meisten Patienten, die dies ausprobierten, nahmen einfach ein paar Züge vom schwarzen Pfeffer und erlebten eine sofortige Wirkung," schrieb er. "Andere haben berichtet, daß sie innerhalb einer Stunde nachdem sie Pfefferkörner gekaut hatten, Erleichterung verspürten, doch könnte dies eine Verzögerung sein, die die meisten eher vermeiden wollen."

Generell ist bekannt, daß Cannabis ein weites Spektrum an Effekten bewirkt, von einer Person die hellwach (und aufmerksam) wird, bis hin zu einer die direkt ins Bett geht, je nach Sorte. Cannabis Züchter haben ihre Sorten so zurechtgezüchtet, um konstant ein bestimmtes Cannabinoid-/Terpenprofil aufzuweisen - um für einige Zeit besondere Effekte zu produzieren. Cannabidiol (CBD) und Terpene (nach weiterhin laufender, aber bereits umfangreicher Forschung) sind als wesentliche Bestandteile anerkannt und werden verwendet, um die unwillkommen Wirkungen von THC-reichem Cannabis, wie Angst und Paranoia entgegenzuwirken. Ethan Russo, Autor des British Journal of Pharmacology ist fest von Terpenen überzeugt, wobei er diesen Punkt in seiner Studie 2002 ("The Inheritance of Chemical Phenotypes in Cannabis Sativa") bekräftigt, die darauf hindeutet, daß die Erzeuger sich bei der Zucht auf die gewünschten Terpene konzentrieren sollten.

Die Vorteile der Terpene sind weithin anerkannt, aber sie werden erst jetzt entdeckt - man könnte sagen, daß sie nicht mehr mit Skepsis betrachtet werden.

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