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Was Sind Die Nutzen Von Chilis?
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Was Sind Die Nutzen Von Chilis?

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Chilis sind eine wunderbare Ergänzung für viele Gerichte. Aber es wird noch besser. Capsaicin – die für ihre beliebte Schärfe verantwortliche Verbindung in Chilis – ist auch großartig für unsere Gesundheit.

Chilis: Für die, die sie lieben, gehören sie zu den besten Dingen der Welt. Aber wusstest Du, dass sie nicht nur unglaublich gut schmecken, sondern auch angenommen wird, dass ziemlich gut für unsere Gesundheit sein sollen?

Die Forschung zu den möglichen Auswirkungen ist noch im Gange. Hier sehen wir uns diese an und schauen, welche potenziellen Nutzen Chilis für uns haben können – abgesehen davon, dass sie unsere Kochkunst anfeuern.

Sind Chilis gesund für uns?

Sind Chilis gesund für uns?

Chilis enthalten eine Reihe von Verbindungen, von denen die bekannteste Capsaicin ist. Capsaicin ist der Name der Verbindung in Chilis, die für das berühmte brennende Gefühl verantwortlich ist und scharfen Gerichten das Feuer verleiht.

Abgesehen davon, dass Capsaicin ein kulinarischer Genuss (oder ein Schrecken, abhängig von Deinen Vorlieben) ist, ist auch bekannt, dass es einige gesundheitliche Nutzen hat. In Chilis steckt aber mehr als nur Capsaicin. Neben einer Fülle von Vitaminen und Mineralien sind auch die folgenden Verbindungen vorhanden:

  • Capsanthin: Ein für die rote Färbung verantwortliches Carotinoid und ein starkes Antioxidans
  • Violaxanthin: Ebenfalls ein Carotinoid, das vor allem in gelben Chilis vorkommt und für deren Farbe verantwortlich ist
  • Lutein: Ist für die grüne Färbung bestimmter Chilis verantwortlich und wird mit einer verbesserten Augengesundheit in Verbindung gebracht
  • Sinapinsäure: ein Antioxidans
  • Ferulasäure: ein Antioxidans

Also kurz gesagt: Ja, Chilis sind gesund für Dich. In der Praxis ist die Sache allerdings ein bisschen nuancierter als das. Chilis sind sicherlich voller gesunder Inhaltsstoffe – aber überlege Dir, in welchen Mengen Du sie isst. Für die meisten Menschen sind ein oder zwei Chilis pro Mahlzeit das Maximum, wobei viele Menschen weniger essen.

Also obwohl sie gesund sind, isst Du sie vielleicht nicht in ausreichenden Mengen, um die möglichen gesundheitlichen Nutzen aus ihnen zu ziehen. Im Folgenden werden wir dennoch die gesundheitlichen Nutzen der in Chilis enthaltenen Stoffe untersuchen.

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Hier sehen wir uns sieben relativ häufige gesundheitliche Zustände an und bewerten die Auswirkungen, die Chilis (oder der Wirkstoff Capsaicin) bei der Behandlung oder Linderung von Symptomen haben könnten.

Erkältung und Grippe

Erkältung und Grippe

Von Chilis wird angenommen, dass sie bei Erkältung und Grippe helfen. Die Nutzen sind zweierlei. Erstens sind sie reich an Beta-Carotin, Vitamin C und anderen Antioxidantien, die alle dafür bekannt sind, dass sie Infektionen bekämpfen ("Antioxidants: In depth," 2013). Tatsächlich wird angenommen, dass einige Chilis bis zu drei- oder viermal so viel Vitamin C wie Orangen enthalten, was hilfreich ist, da Du Chilis wahrscheinlich nicht im Volumen einer Orange essen willst!

Was die Behandlung von Erkältungs- oder Grippesymptomen betrifft, kann Capsaicin eine verstopfte Nase oder nicht-allergische Rhinitis vorübergehend lindern (Evorgyan, 2015). Während in bestimmten anderen Fällen Medikamente auf Capsaicin-Basis notwendig sein könnten, um die volle Wirkung zu erzielen, kann eine verstopfte Nase mit einer scharfen Mahlzeit auf jeden Fall befreit werden! Die Wirkung hält zwar nicht allzu lange an, aber sie kann eine temporäre Erholung von einem frustrierenden Symptom bieten.

Schmerzsignalisierung

Schmerzsignalisierung

Capsaicin ist auch dafür bekannt, dass es die Schmerzsignalisierung beeinflusst, verschlüsselt und betäubt (Gašparini et al., 2020). Selbst in Dosen, die beim Verzehr verfügbar sind, gibt es einen gewissen Grad an Wirkung. Dieses Wissen wird schon seit Langem in medizinischen Anwendungen genutzt. Diese heißen Cremes, mit denen Du Dich bei Muskelkater einreibst, um Deine Schmerzen und Qualen zu lindern – als Wirkstoff enthalten sie Capsaicin.

Obwohl Capsaicin hauptsächlich in Cremes zur Behandlung von Muskel- und Gelenkschmerzen eingesetzt wird, gibt es Spielraum für noch großartigere Anwendungsmöglichkeiten. Eine Studie untersuchte eine Capsaicin-Creme zur Behandlung von Migräne. Sie ergab, dass die Symptome bei über 50% der Teilnehmer gelindert wurden; deutlich mehr als bei der Kontrollgruppe, die Vaseline verwendete (Cianchetti, 2020).

Ernährung

Ernährung

Wie Du wahrscheinlich sehen kannst, sind Chilis sehr nahrhaft. Die meisten von uns profitieren jedoch mehr von milderen Chilis. Eine Carolina Reaper mag voller Capsaicin stecken, doch wir können nur einen Bruchteil davon verdauen, bevor wir weglaufen und uns erholen müssen.

Eine etwas weniger scharfe Chilis bietet den Vorteil, dass sie in größerer Konzentration verzehrt werden kann, wodurch wir die diversen Nutzen ihrer vielen wohltuenden Inhaltsstoffe nutzen können – wie die oben aufgeführten.

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Entzündung

Entzündung

Von Chilis wird angenommen, dass sie Entzündung beeinflussen. Der Weg, über den sie dies tun, ist, indem sie auf Capsaicin-Rezeptoren einwirken, insbesondere auf die TRPV1-Rezeptoren oder -Kanäle. TRPV1 ist an somatischer und viszeraler, peripherer Entzündung beteiligt. Es wird angenommen, dass Capsaicin durch seinen Einfluss auf diese das Maß einer Entzündung senken kann (Frias & Merighi, 2016).

Der ganze Umfang der potenziellen Verwendungszwecke dieser Eigenschaft von Capsaicin ist noch unklar. Ein möglicher Gedanke ist, dass es bei der Bekämpfung von Allergien und Asthma helfen könnte. In einer Studie wurde ein Nasenspray verwendet und festgestellt, dass die Symptome reduziert wurden (Bernstein, 2011).

Es muss jedoch noch viel mehr Forschung durchgeführt werden, um zu untersuchen, wie Capsaicin Entzündung beeinflusst und wie diese Effekte genutzt werden können. Wie die Dinge stehen, ist der Verzehr von vielen Chilis vielleicht nicht die beste Wahl, wenn Du unter chronischer Entzündung leidest.

Stoffwechsel

Stoffwechsel

Capsaicin wird seit Langem nachgesagt, dass es den Stoffwechsel ankurbelt, und gibt es auch signifikante Belege hierfür. In einer Studie wurde festgestellt, dass Capsaicin – wiederum über die TRPV1-Rezeptoren – die Expression von UCP2 erhöhen und den Stoffwechsel ankurbeln kann (McCarty et al., 2015). In Studien mit Nagetieren hat sich diese Eigenschaft für die folgenden Krankheiten als zuträglich erwiesen: Gefäßverkalkung, metabolisches Syndrom, Diabetes, Fettleibigkeit, nicht-alkoholische Fettleber, Herzhypertrophie, Bluthochdruck und Schlaganfallrisiko.

Es wird angenommen, dass Capsaicin und seine Analoga wie Capsiat den Energieverbrauch erhöhen und die Fettoxidation steigern (Ludy et al., 2012). Diese Effekte haben zweierlei Nutzen. Erstens wirkt sich die Verarbeitung dieser Verbindungen moderat auf den Stoffwechsel aus, was den gesamten Prozess beschleunigt. Und zweitens hilft es auch, den Appetit zu unterdrücken – vor allem, wenn es früher am Tag gegessen wird.

Wie bei anderen Anwendungen auch, sind diese Effekte jedoch eher bei recht hohen Dosen zu beobachten. Ob es also möglich ist, den Stoffwechsel einfach durch den Verzehr von Chilis anzukurbeln, ist schwer zu sagen.

Blutdruck und Herzfrequenz

Blutdruck und Herzfrequenz

Es gibt eine ganze Reihe von Studien, die die Auswirkungen von Capsaicin auf die Herzfrequenz und den Blutdruck untersuchen. Durch all diese Studien zieht sich eine Reihe von widersprüchlichen Ergebnissen.

Eine Metaanalyse zahlreicher Studien ergab, dass Capsaicin keine signifikante Wirkung auf die Herzfrequenz oder den Blutdruck hat (Shirani, 2021). Dennoch wiesen die Autoren darauf hin, dass weitere gut konzipierte Studien erforderlich sind, um die Angelegenheit eingehend zu untersuchen. Auch wenn sie zu keinem übergreifenden Ergebnis kamen, gibt es viele Studien, die dies behaupten.

Verdauung

Verdauung

Es wird vermutet, dass Chilis der Verdauung helfen könnten, einschließlich auf die Verdauung bezogene Beschwerden wie dem Reizdarmsyndrom (IBS). Eine Studie zeichnet die vielen Magen-Darm-Erkrankungen auf, gegen die Chilis eingesetzt werden könnten. Diese sind: Dyspepsie, Appetitlosigkeit, gastroösophageale Refluxkrankheit und Magengeschwüre (Maji & Banerji, 2021).

Eine andere Studie untersuchte speziell die Wirkung von Chilis auf Reizdarmsyndrom und stellte fest, dass jene, die Chilipulver einnahmen, im Vergleich zur Kontrollgruppe positive Effekte beobachteten (Bortolotti & Porta, 2011).

In beiden Fällen ist es jedoch wichtig anzuerkennen, dass Chilis den Magen auch verderben können, wie viele bereits wissen werden! Experimentiere zur Förderung Deiner Verdauung ruhig mit Chilis, aber sei vorsichtig und achte auf die Unannehmlichkeiten oder Beschwerden, die sie verursachen könnten.

Welche Chilis sind am gesündesten für uns?

Welche Chilis sind am gesündesten für uns?

Wie Du vielleicht schon bemerkt hast, ist Capsaicin der Hauptbestandteil, der bezüglich der meisten oben genannten Wirkungen hervorgehoben wird. Chilis sind nicht nur voll davon – sondern es ist auch eine Verbindung, die sonst kaum irgendwo zu finden ist. Während Du Deine Antioxidantien aus einer Reihe von Quellen beziehen kannst, ist Capsaicin viel schwerer zu finden.

Angesichts dessen gilt, dass eine Chili umso besser ist, je schärfer sie ist! Nimm dies allerdings nicht ganz wörtlich, denn es hat keinen Sinn, Chilis zu kaufen, die Du nicht wirklich verzehren kannst. Aber im Allgemeinen gilt: Je mehr Capsaicin eine Chilibeere enthält, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie einen Nutzen hat.

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Haben Chilis irgendwelche Nebenwirkungen?

Es gibt potenzielle Nachteile von Chilis. Allen voraus ist das Erlebnis, etwas Scharfes zu essen, für manche Menschen nicht wirklich erfreulich. Aber auch wenn Du die Schärfe magst, könnte der Verzehr von Chilis einige unerwünschte Nebenwirkungen haben:

  • Verdauungsbeschwerden
  • Durch Capsaicin verursachte Verbrennung
  • Einige Studien haben ein erhöhtes Auftreten von Gallenblasen-, Magen-, Mund- und Kehlkopfkrebs bei denjenigen beobachtet, die viele Chilis essen, vor allem in Indien (Notani & Jayant, 1987).

Alles in allem kannst Du den Verzehr von Chilis wahrscheinlich als gesundheitsfördernd betrachten, solange Du nicht unter unerwünschten Nebenwirkungen leidest. Wenn Du feststellst, dass sie Dir bei bestimmten Beschwerden helfen, ist dies ein zusätzlicher Nutzen. Obwohl es sicher scheint, dass Capsaicin seine Nutzen hat, solltest Du Dich nicht auf scharfes Essen als Alternative zu einem insgesamt gesunden Lebensstil verlassen!

Max Sargent
Max Sargent
Max schreibt seit über einem Jahrzehnt und ist in den letzten paar Jahren in den Cannabis- und Psychedelika-Journalismus eingestiegen. Durch seine Arbeit für Unternehmen wie Zamnesia, Royal Queen Seeds, Cannaconnection, Gorilla Seeds, MushMagic und viele mehr hat er in der Branche umfassende Erfahrung gesammelt.
Haftungsausschluss:
Wir erheben keine medizinischen Ansprüche. Dieser Artikel wurde nur zu Informationszwecken verfasst und basiert auf Studien, die von anderen externen Quellen veröffentlicht wurden.

Externe Quellen:
  1. Antioxidants: In Depth. NCCIH. https://www.nccih.nih.gov/health/antioxidants-in-depth. Accessed April 14, 2022. - https://www.nccih.nih.gov
  2. Bernstein J, Davis B, Picard J, Cooper J, Zheng S, Levin L. A randomized, double-blind, parallel trial comparing capsaicin nasal spray with placebo in subjects with a significant component of nonallergic rhinitis. Annals of Allergy, Asthma & Immunology. 2011;107(2):171-178. doi:10.1016/j.anai.2011.05.016 - https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  3. Bortolotti, M., & Porta, S. (2011). Effect of red pepper on symptoms of irritable bowel syndrome: preliminary study. Digestive diseases and sciences, 56(11), 3288–3295. - https://doi.org
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  5. Evorgyan A, Segboer C, Gorissen R, van Drunen C, Fokkens W. Capsaicin for non-allergic rhinitis. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2015. doi:10.1002/14651858.cd010591.pub2 - https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  6. Frias, B., & Merighi, A. (2016). Capsaicin, Nociception and Pain. Molecules (Basel, Switzerland), 21(6), 797. - https://doi.org
  7. Gašparini D, Ljubičić R, Mršić-Pelčić J. Capsaicin - Potential Solution for Chronic Pain Treatment. Psychiatr Danub. 2020;32(Suppl 4):420-428. - https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  8. Ludy, M. J., Moore, G. E., & Mattes, R. D. (2012). The effects of capsaicin and capsiate on energy balance: critical review and meta-analyses of studies in humans. Chemical senses, 37(2), 103–121. - https://doi.org
  9. Maji, A. K., & Banerji, P. (2016). Phytochemistry and gastrointestinal benefits of the medicinal spice, Capsicum annuum L. (Chilli): a review. Journal of complementary & integrative medicine, 13(2), 97–122. - https://doi.org
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  11. Notani, P. N., & Jayant, K. (1987). Role of diet in upper aerodigestive tract cancers. Nutrition and cancer, 10(1-2), 103–113. - https://doi.org
  12. Shirani, F., Foshati, S., Tavassoly, M., Clark, C., & Rouhani, M. H. (2021). The effect of red pepper/capsaicin on blood pressure and heart rate: A systematic review and meta-analysis of clinical trials. Phytotherapy research : PTR, 35(11), 6080–6088. - https://doi.org
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