Kann CBD Angstzustände Lindern?

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Kann CBD Angstzustände Lindern?

Cannabis kann Angst sowohl auslösen, als auch hemmen, abhängig von der Sorte und Dosis. Insbesondere vom CBD hat sich gezeigt, daß es Angstzustände lindert und die Angst vor dem Sprechen in der Öffentlichkeit hemmt.

Die Beziehung unserer Gesellschaft zu Cannabis ist definitiv "kompliziert." Sie ist angefüllt mit so viel Drama, Spannung, Liebe und Hass, daß sie sogar den beliebtesten Soap Operas Konkurrenz macht. Wenn wir jedoch all die übliche Regierungspropaganda, Geschichten zur Panikmache und den allgemeinen Snobismus der "Augenbrauenhochzieher" zur Seite schieben, haben wir es mit einem weitaus neutraleren Fall zu tun, den es zu knacken gilt.

In den letzten Jahren kam eine Reihe hochkarätiger Studien ans Licht, die zeigen, daß Cannabis mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung oder eine das Leben zerstörende Einstiegsdroge aus der Hölle ist (abhängig von der Version, die in Deinem Land kursiert). Es ist gut dokumentiert, daß Marihuana über eine Fülle von medizinischen Qualitäten verfügt und so ist es kein Wunder, daß zum Beispiel die Vereinigten Staaten teilweise lizenzierte medizinische Marihuana Verkaufsstellen legalisiert und die Pflanze in den Bundesstaaten Washington und Colorado sogar vollständig entkriminalisiert haben. Aber laß uns klarstellen, daß es nicht unbedingt an der Zeit ist, um Sour Diesel oder Haze zu horten, bevor man alle Fakten gehört hat (es sei denn, es ist das was Du wirklich willst).

Studie zeigt, daß CBD Angst bekämpft

Studien haben gezeigt, daß Angststörungen weltweit bei weitem die häufigsten psychischen Störungen sind, von denen Millionen betroffen sind. Soziale Angststörung (Soziale Phobie) ist anerkanntermaßen die häufigste Form der Angst. Eine Soziale Angststörung zeichnet sich durch intensive Angst vor einer oder mehreren sozialen Situationen aus. Hierbei kann diese Angst den Betroffenen bis zu dem Punkt peinigen, daß sie seine Funktionen im täglichen Leben beeinträchtigt. Der Auslöser für die Erkrankung ist von Person zu Person unterschiedlich, aber viele schreiben sie der externen Kontrolle zu, sowohl der realen, als auch eingebildeten. Es ist dieser wahrgenommene Druck, der sich in Form einer sozialen Phobie manifestiert.

Da Angst solch eine weit verbreitete reale Qual darstellt, sollte die Suche nach einer legitimen Möglichkeit, mit den Symptomen umzugehen (oder sie gar zu heilen), von höchster Priorität sein. Nun, Marihuana könnte tatsächlich die Lösung des Problems sein - oder genauer gesagt: Cannabidiol. CBD ist eine nicht-psychoaktive Verbindung, von der bekannt ist, daß sie ein breites Spektrum therapeutischer Nutzen besitzt. Wegen des geringenen CBD Gehalts der gewöhnlichen Pflanzen ist es eher unwahrscheinlich, daß Cannabis Konsumenten das volle Potenzial von CBD nutzen. Es ist der THC Anteil, der Dich "high" macht und je höher der THC Gehalt ist, desto higher wirst Du. THC und CBD kommen beide in der Pflanze vor und wirken in Synergie, wobei das CBD vor allem die Wirkungen von THC dämpft. Über Jahrzehnte hinweg haben die Züchter bewußt Pflanzen mit einem hohen THC Gehalt ausgewählt und den CBD Gehalt vernachlässigt. Nun, da die Nutzen von CBD immer deutlicher werden, ändert sich dies aber.

Bereits im Jahr 2011 veröffentlichte eine Gruppe brasilianischer Forscher einen Artikel im Journal of Psychopharmacology, in dem die Beziehung zwischen CBD und Sozialer Angststörung untersucht wurde. Ihre Erkenntnisse deuten darauf hin, daß CBD den Menschen, die an Sozialer Phobie leiden, tatsächlich eine echte Erleichterung bieten kann.

Allerdings erleben einige Nutzer Angst als Folge des Konsums von Cannabis. Ob Cannabis Angst auslöst oder hemmt, scheint weitgehend mit dem Cannabinoid Gehalt der jeweiligen Sorte, sowie der Dosis verbunden zu sein. Höhere Dosen THC-reicher Sorten neigen dazu, zunächst Ängste auszulösen, während CBD in entgegengesetzter Richtung wirkt. Von CBD hat sich gezeigt, daß es die Wirkungen von THC dämpft und reduziert und das Gefühl der Ruhe und Entspannung fördert. Bei vielen scheint eine niedrige Dosis der richtigen Cannabis Sorte zu bewirken, daß die Angst reduziert wird, doch nur ein Quentchen mehr könnte sie auslösen.

Laut einem Artikel, der in der Daily Mail erschien, in dem ebenfalls die Anti-Angst-Wirkung von Cannabis hervorgehoben wurde, fanden US Wissenschaftler heraus, daß Marihuana sowohl die Angst und "Kampf oder Flucht Reaktion" des Körpers reguliert. Dieser Bericht widerspricht somit den bisherigen Behauptungen, daß die Droge mit Angst, Depression, Schizophrenie und bipolarer Störung in Verbindung steht.

Die Studie, die von Dr. Patel Sachin geleitet wurde, zeigte auch:

• Daß es Rezeptoren gibt, durch die Marihuana seine Wirkungen in einem zentralen emotionalen Zentrum im Gehirn ausüben kann.
• Zum ersten Mal, wie Nervenzellen in diesem Teil des Gehirns ihre eigenen natürlichen Endocannabinoide herstellen und ausschütten.

In einer anderen Studie aus dem Jahr 2011, die von Mateus M. Bergamaschi geleitet wurde, wurde festgestellt, daß CBD bei Rednern vor Publikum (oder in der Öffentlichkeit) "die Angst, kognitive Beeinträchtigungen und Beschwerden deutlich reduziert." Sie kamen zu dem Schluß, daß "eine Einzeldosis CBD die Angst steigernde Wirkung der Simulation eines Rhetorik Tests bei Patienten mit Sozialer Phobie reduziert, was darauf hindeutet, daß dieses Cannabinoid die Angst vor dem Sprechen in der Öffentlichkeit hemmt, was eines der Hauptsymptome der Störung ist."

Diese Erkenntnisse stehen den Behauptungen internationaler Regierungen auf der ganzen Welt diametral gegenüber, die mit ihren Mutmaßungen auf Marihuana herumdreschen. Obwohl es noch zu früh ist, um ohne weitere Prüfung CBD endgültig als ein (Anti-Angst-) Wundermedikament zu diagnostizieren, können wir dennoch etwas Rauch der Erleichterung einatmen.

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