Die wirklich Gefahr von Cannabis: Das Betäubungsmittelgesetz

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Die wirklich Gefahr von Cannabis: Das Betäubungsmittelgesetz

Für eine lange Zeit haben falsche Berichte über die Gefährlichkeit von Cannabis die Gesellschaft in die Irre geführt. Aber wenn Du mit jemandem sprichst der die Tatsachen kennt, werden ...

... sie alle dasselbe sagen: Das Verbot ist das eigentliche Problem.

Das ist richtig, wir sagen es frei heraus: Die Gefahr ist nicht Cannabis, sondern die Gesetze, die es umgeben. Es gibt unzählige NGOs, wissenschaftliche Einrichtungen, Regierungsberater und politische Gruppen, die alle denken, daß der Krieg gegen Drogen der wahre Feind ist und daß das Verbot von Cannabis mehr Schaden verursacht, als die Droge selbst es könnte. Das macht nichts klarer als der Bericht der Weltkommission für Drogenpolitik für 2011 (Global Commission on Drug Policy), in dem es hieß, "der globale Krieg gegen die Drogen ist gescheitert, mit verheerenden Folgen für Individuen und Gesellschaften [...] grundlegende Reformen in der nationalen und globalen Drogenpolitik sind dringend nötig".

Der Reformbedarf um den Schaden des Verbots zu mildern ist so dringend, daß umgehend eine Gruppe von Weltführern (darunter ehemalige UN Führer) zusammenkam und ein Ende des Kreuzzuges gegen Drogenkonsumenten forderte. Diese Haltung kann sogar bis ins Jahr 2002 zurückverfolgt werden, als der kanadische Senat in einem Bericht zu dem Schluss kam, daß die größte Bedrohung aus einem anhaltenden illegalen Status erwächst und nicht aus dem Konsum.

Cannabis: Das nicht so tötliche Rauschmittel

Zunächst werfen wir einen Blick darauf warum Cannabis zu so einem schlechten Ruf gekommen ist und warum das sowas von falsch ist.

Im Laufe der Jahre wurde Cannabis für eine ganze Vielzahl von Problemen verantwortlich gemacht. Die Anschuldigungen begannen alle groß und grandios, aber je mehr Licht die Wissenschaft in die Sache brachte und die Wahrheit aufdeckte, desto kleiner und kleiner sind sie geworden - bis zu dem Punkt, an dem die Cannabisgegner sich jetzt Gedanken über allergische Reaktionen machen. Zunächst wurde Cannabis geächtet, weil es für von ethnischen Minderheiten begangene Verbrechen verantwortlich gemacht wurde. Dann kamen die Lügen, mit denen der Krieg gegen die Drogen begann, mit Ronald Reagan, der sagte: "Ich habe jetzt den absoluten Beweis, daß das Rauchen auch nur einer Marihuanazigarette einen Hirnschaden anrichtet, der der Explosion einer H-Bombe auf dem Bikiniatoll gleicht."

Danach ging es weiter mit weiteren Mythen, daß Cannabis eine Einstiegsdroge wäre, es Teenager zum Konsum ermutigt, Krebs verursacht, süchtig macht und das Gehirn verrotten lässt und all diese gezielten Fehlinformationen haben einen festen Halt in der breiten Masse gefunden - und haben ihn weitgehend bis heute beibehalten. Glücklicherweise hat die Wissenschaft dazu beigetragen, jede und alle diese Behauptungen zu widerlegen und dies wiederum führt langsam zu einem besser aufgeklärten Publikum, was wiederum die Art verändert, wie Politiker darüber denken. Es ist traurig, daß die Politiker sich mehr um ihr öffentliches Image sorgen, als sich die Beweise anzusehen und zu helfen selbst über dieses Thema aufzuklären, aber so ist es nunmal. Wir sind jetzt an einem Punkt, wo in Berichten erläutert wird, daß Cannabis weniger gefährlich als Alkohol und Tabak ist, was die Heuchelei der aktuellen politischen Haltung und Politik in Sachen Cannabis nochmal unterstreicht.

Wie das Cannabisverbot uns allen schadet

Es gibt eine ganze Menge von Arten wie das Verbot uns schadet, sowohl dem Einzelnen, als auch der Gesellschaft. Nicht nur das, sie gehen derart in die Tiefe, daß wir wahrscheinlich über jede von ihnen einen ziemlich langen Artikel schreiben könnten. Stattdessen geben wir Dir einen Überblick.

In erster Linie fordert das Cannabisverbot die Polizei auf kleine Drogenkonsumenten ins Visier zu nehmen. In den meisten Ländern erhält die Polizei Zuschüsse um bei der Bekämpfung des Drogenkonsums zu helfen - wobei der Zuschuss oft an erbrachte Leistungen gekoppelt ist. Dies führt zu einer Art von Wirtschaftszweig, in dem die Polizei anfängt auf Drogenfestnahmen und Sicherstellungen angewiesen zu sein, um ihr Budget zu gewährleisten. Dies führt nicht nur dazu, daß eine Menge von Polizeikräften einen Großteil ihrer Zeit der Jagd auf Drogenkonsumenten statt Schwerverbrechern widmen, sondern bringt auch noch ganz normalen, gewaltfreien Nutzern eine Vorstrafe ein, die ihr Leben ruinieren kann.

Dann ist da der sehr ernste Punkt, daß dieses Verbot eine potenziell wirksame Medizin von denen fernhält, die sie brauchen. Immer mehr Regionen werden Cannabis für medizinische Mittel legalisieren, während immer mehr Nutzen gefunden werden. Doch wer in besonders konservativen Gebieten der Welt lebt wird keinen Zugang zu einem Medikament bekommen, das das Leben verändern und unüberschaubare gesundheitliche Umstände lebenswerter machen kann.

Und natürlich müssen auch die für die Gesellschaft entstehenden Kosten berücksichtigt werden. Milliarden werden für die Durchsetzung des Verbots von Cannabis aufgewendet. Stell Dir nur mal vor, wenn dieses Geld an anderer Stelle verwendet würde, dann könnte man es einem viel besseren Zweck zuführen - wie etwa Bildung, Gesundheit, Infrastruktur und sogar neuen Bereichen der Polizeiarbeit. Dies kann durch die Regulierung von Cannabis noch verstärkt werden, denn darin liegt das Potenzial weitere Steuermilliarden zu generieren und eine neue und blühende Industrie voller neuer Arbeitsplätze zu erschaffen. Wenn Du ein Beispiel brauchst, guck Dir einfach mal Colorado an, wo das Steueraufkommen mittlerweile so groß ist, daß der Staat nun erwägt seinen Bürgern Geld zu erstatten - ganz zu schweigen davon, daß auch Kriminalität und Konsum bei Teenagern gesunken sind.

Der letzte Punkt, den wir ansprechen wollen ist der Milliarden-Dollar-Schwarzmarkt, den illegales Cannabis antreibt. Das Geld wird verwendet um Gewaltkriminalität, Menschenhandel, Aufstände und Terrorismus und sogar Krieg zu finanzieren. Wenn Du ein Beispiel dafür benötigst, brauchst Du Dir nur die Wirkung der Legalisierung in den USA auf den illegalen Drogenhandel in Mexiko ansehen. Die mexikanischen Kartelle sind bekannt dafür die Hauptquelle für Cannabis in den USA zu sein und seit der Legalisierung hat das Einkommen der Kartelle einen drastischen Schlag einstecken müssen. Nicht nur das, da der auf illegales Cannabis angewiesene Drogenhandel in Mexiko zurückgegangen ist, sind es auch die Gewaltverbrechen der Kartelle, wobei die Mordrate um Tausende gesunken ist.

Es zeigt nur mal wieder die Travestie, die das Cannabisverbot bewirkt. Gesellschaft und Individuen haben bei einer Legalisierung so viel zu gewinnen. Und jetzt sag uns mal, wie kann es sicher, richtig und gerecht sein Cannabis weiterhin als eine illegale Substanz zu führen?

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