Was Fängt Man Mit Männlichen Cannabispflanzen An?

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Männlichen Cannabispflanzen Haschisch


Obwohl die männlichen Cannabispflanzen ihren ganz besonderen eigenen Wert besitzen, genießen sie einen sehr schlechten Ruf. Bevor Du Deine nächsten männlichen Pflanzen in die Tonne trittst, sobald Du sie identifiziert hast, solltest Du wirklich einmal auch über ihre Nützlichkeit nachdenken und das Beste aus ihnen herausholen.

WAS KANN MAN MIT MÄNNLICHEN CANNABISPFLANZEN ANFANGEN?

Die männliche Cannabispflanze hat einen schlechten Ruf und wird oft missverstanden. Die meisten Anbauer identifizieren männliche Pflanzen und merzen sie aus, sobald sie sie sehen, was in einem Sinsemilla-Garten angemessen und sinnvoll ist. Doch bevor Du diese Männchen ausreißt, sobald sie ihre Pollensäcke zeigen, solltest Du vielleicht die nun folgenden Fakten berücksichtigen, die Dich angenehm überraschen könnten.

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Obwohl sie in der Regel nicht so harzig wie weibliche Sinsemillas sind, haben voll entwickelte männliche Pflanzen dennoch ein verlockendes Spektrum an Cannabinoiden zu bieten. Um es noch einmal zu sagen, Du wirst von einer männlichen Pflanze eine Menge bekommen, falls sie noch nicht endgültig ausgewachsen ist und zwar eine Menge Pollen. Männliche Pflanzen wachsen zudem rascher bzw. größer und reifen schneller als weibliche.

Selbst solche Situationen, die allgemein als negativ angesehen werden, können ihre positiven Seiten haben. Wenn Du zum Beispiel das Pech hast, dass sich jedes einzelne Exemplar aus Deinen regulären Samen zu einer männlichen Pflanze entwickelt hat, solltest Du die Ruhe bewahren und nicht gleich alles in die Tonne treten. Behandle sie wie eine Sinsemilla-Pflanze und staune über die Pollenmengen, die Du gewinnen kannst. Und richtig, Pollen können Dich berauschen!

DIE SEXUALITÄT VON CANNABIS

Die Sexualität Von Cannabis

Cannabis ist eine zweihäusige Art, was bedeutet, dass sie im Gegensatz zu 80% der Pflanzenarten auf der Erde getrennte männliche und weibliche Pflanzen ausbildet. Zwitter (Hermaphroditen) können gelegentlich auftreten, vor allem, wenn die Pflanzen Umweltbelastungen ausgesetzt sind oder in schlechten Böden wachsen. Der Hermaphroditismus sichert unter harten Bedingungen oft das Überleben der Pflanze. Allerdings kann die fortgesetzte Selbstbestäubung über mehrere Generationen hinweg zu einer Verschlechterung der Gesamtgesundheit führen.

Eigenschaften, die von Elternpflanzen weitergegeben werden, bewirken eine fortgesetzte Anpassung der Nachkommen, welche die besten Attribute von beiden besitzen. Jede Generation zeigt eine bessere Anpassung an die Umwelt. In der freien Natur wird dies schließlich zu Landrassen führen, die an bestimmte Regionen angepasst sind. Obwohl dies nicht gut dokumentiert ist, bevorzugen einige Sorten, die aus anderen reinen Indoor-Sorten gezüchtet wurden, das Wachstum im Innenraum. Obwohl dies gegen die Intuition ist, weigern sich aber einige hybridisierte Arten, auch in einem günstigen Klima besser zu wachsen.

Männliche Pflanzen produzieren reichlich feine Pollen, die durch den Wind verbreitet werden. Die Pollensäcke bestehen aus fünf gelblich-weißen Blattstielen, welche die Staubbeutel im Inneren schützen, die den Blütenstaub auf ihren Oberflächen tragen. Wenn sich die Reife einstellt, öffnet sich die Hülse und die geschwollenen Staubbeutel geben ihren Pollen frei. Weibliche Pflanzen haben empfängliche Blütenstempel, die mit klebrigem Harz bedeckt sind, so dass sie den feinen Pollen einsammeln können. Einmal bestäubt, trocknen die Blütenstempel, bilden sich zurück und der Samen beginnt sich zu bilden. Nach noch nicht einmal sechs Wochen werden die Samen so weit sein, den Kelch sichtbar aufzubrechen.

HASCHISCH & KONZENTRATE

Haschisch & Konzentrate

Normalerweise wird Cannabis in jeder Kultur über 50% männliche Exemplare produzieren, wobei einige sehr produktive Arten sogar einen Prozentsatz von 75-90% erreichen können. Die Natur hat einen guten Grund für das fruchtbare Bedürfnis nach männlichen Pflanzen, wenn man bedenkt, dass diese genügend Pollen pro Pflanze freisetzen, um ganze Felder weiblicher Pflanzen zu befruchten. Schauen wir uns nun diesen Pollen an.

Wie bei weiblichen Cannabispflanzen auch, enthalten die Fortpflanzungsorgane der männlichen Artgenossen mehr Cannabinoide, als der Rest der Pflanze. Gestielte Drüsen decken das Perigonblatt ab und zahlreiche Stieldrüsen bedecken das Staubfilament selbst. Große festgewachsene Drüsen zeigen sich in den Rillen, die jede Seite des Staubbeutels hinunterlaufen, dazwischen mit Pollen vollgepackte Körner. Wenn die Blütenhülse zerbricht, fällt das Harz mit dem Rest des Pollens weg. Ebenso wie bei weiblichen Blüten spielt die Sorte eine zentrale Rolle für die Potenz der männlichen Blüten. Pollen, der getrocknet und in einer Pollenpresse gepresst oder wie jeder andere Harzextrakt behandelt wurde, wird jedermann ein befriedigendes High liefern. Männlichen Pflanzen fehlt es nicht an Cannabinoiden.

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Interessanterweise zeigen die männlichen Pflanzen während der vegetativen Phase ihres Wachstums höhere THC-Konzentrationen in den Blättern als die weiblichen, die nur während der erwachsenen Stadien höhere THC-Werte entwickeln. Die Fähigkeit, Sinsemilla zu erschaffen, ist die absolute Domäne der weiblichen Exemplare, was ihnen auch in der Harzproduktion einen Vorsprung verschafft. Männliche Pflanzen weisen nur eine begrenzte Lebensdauer auf und leider ist keine Technik zur Verbesserung der Harzproduktion und Verzögerung der Bestäubung bei männlichen Pflanzen bekannt. Sie sind eben, wie sie sind.

ZÜCHTUNG & EVOLUTION

Züchtung & Evolution

Traditionell werden männliche Pflanzen für die Zucht und die Fortsetzung oder Vermischung der erwünschten Eigenschaften benötigt. Das Züchten wird eingesetzt, um neue Sorten zu entwickeln oder die Vollkommenheit bestehender, bevorzugter Sorten aufrechtzuerhalten. Die Zucht kann auch dazu dienen, bevorzugte Sorten an bestimmte Regionen anzupassen, wenn sie im Freien aufgezogen werden. Blutlinienzüchtung, Rückzüchtungen und andere homozygote Tricks können dazu beitragen, die Evolution zu beschleunigen oder zu zwingen, auch einmal neue und interessante Merkmale zu kreieren, was manchmal seltsame Mutanten erzeugt, die sich überhaupt nicht wie Cannabis verhalten.

Es besteht also kein Grund zur Panik, wenn sich ein paar Herren der Schöpfung in Deinen Garten verirren. Wenn Du vorhast zu züchten, kannst Du ausgewählte männliche Pflanzen wachsen lassen, um ihre Eigenschaften zu erkunden. Die Blüten werden sich ein paar Tage Zeit lassen, bevor sie sich bis zu dem Punkt entwickelt haben, an dem sie aufplatzen. Wenn Du die Wachstumszeit verlängerst, indem Du früh reifende Blüten abzupfst, verschaffst Du Dir ein anständiges Zeitfenster, in dem keine Gefahr einer unerwünschten Bestäubung besteht.

Ist in dem Raum, in dem Du anbaust, ausreichend Platz vorhanden, können männliche Spenderpflanzen als Reserve vorgehalten werden, während ihre Klone Pollen produzieren. Getrennt geklonte weibliche Pflanzen werden für gewöhnlich durch eine Auswahl von mehreren männlichen Pflanzen bestäubt, woraufhin die sich entwickelnden Samen wiederum angebaut werden und man die Blütenqualität auswertet. Väter und Mütter werden dann für die Saatgutproduktion auserlesen. Selbst in einem kleinen Raum kannst Du ein vernünftiges Zuchtprogramm in Gang bringen; Cannabis kann sich nämlich selbst bei sehr geringer Größe sehr funktional verhalten. Es besteht auch keine Notwendigkeit, die erwachsenen Pflanzen festzubinden. Cannabispflanzen, die nicht größer als Dein Daumen sind, werden genügend männliche und weibliche Pflanzenorgane für die Züchtung bereitstellen.

Atypische weibliche Pflanzen verwandeln sich während der Blüteperiode in männliche und werden für Kreuzzucht oder Linienzucht verwendet, indem man täglich Gibberellinsäure oder kolloidales Silber auf die weiblichen Blüten sprüht. Dies ist der Prozess, der feminisierte Samen entstehen lässt. Feminisierte Samen finden, obwohl sie teurer sind, immer mehr Anklang, da sie jederzeit weibliche Nachkommen garantieren.

ENTSAFTEN & KOCHEN

Entsaften & Kochen

Alle wachsenden Cannabispflanzen, egal, ob männlich oder weiblich, teilen die gleichen Merkmale, was ihren gesundheitsfördernden Nutzen angeht. Alle Säureprofile fallen gleich aus und beide Geschlechter bieten reichlich Phenole und Antioxidantien. Entsaftete Blätter sind für viele Menschen ein bevorzugtes Tonikum und der menschliche Organismus reagiert gut auf rohe, tiefgrüne Lebensmittel. Die gesamte Cannabispflanze kann entsaftet werden – mit Ausnahme der starken Äste und dicken Stiele, die fast durchgängig aus Fasern bestehen.

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Falls Du Pollen einsetzt, carboxyliere zunächst Deinen Vorrat in derselben Art und Weise, wie Du es mit Blüten tun würdest. Genau wie bei weiblichen Blüten ist der aktivierte Pollen stärker, wenn er behandelt wurde und kann nun zum Kochen verwendet werden. Für jedes Cannabisrezept kannst Du Blütenstaub anstelle von getrockneten Blüten einsetzen, mit Ölen und Butter, was beim Kochen/Backen mit Cannabis so weit verbreitet ist, dass es oft am einfachsten ist, genau damit anzufangen. Dann kannst Du jederzeit alles andere kochen.

Getrockneter Pollen ist großartig für den Einsatz in der Küche und kann genauso wie Mehl abgemessen werden. Gekocht gehen seine segensreichen Cannabinoide direkt in die Lebensmittel über. Behandele den Pollen wie Kief niedriger Potenz, aber sei vorsichtig, denn Blütenstaub ist so fein, dass er Deine Küche unweigerlich mit einer lustigen Wolke aus feinem Staub überziehen wird, falls Du niesen musst! Solltest Du Extrakte hergestellt haben, um sie beim Backen zu verwenden, setze einfach mehr Pollenöl zu, um die Potenz zu erhöhen.

FEINE FASERN & GRÖSSERER WERT

Wird Cannabis als Hanf angebaut, entwickeln sich die männlichen Pflanzen zu den wahren Stars der Show. In gemischten Kulturen sind es nämlich die männlichen Pflanzen, die für den Einsatz in feineren Tüchern wie Leinen für Betten, Tischdecken und Taschentücher ausgesondert werden. Die weiblichen Pflanzen dagegen sind nur für gröbere Anwendungen wie etwa die Herstellung von Seilen und Leinwänden geeignet. Männliche Pflanzen werden bewusst getrennt und ohne weibliche Pflanzen eigenständig angebaut, geerntet und entrindet.

Fehlt die Bestäubung, verringert dies den kommerziellen Wert der Ernte deutlich, weil die Samen so viel zur Wertsteigerung beitragen. Cannabissamen sind vielseitig einsetzbar und werden deshalb von der Industrie und als Nahrung hoch geschätzt. 80% des Gesamtgewichts einer kommerziellen Hanfernte bestehen aus Samen. Ohne männliche Pflanzen würde es keine Bestäubung geben.

CANNABIS ALS BEGLEITPFLANZE

Cannabis Als Begleitpflanze

Als Begleiter des Menschen bietet Cannabis vielfältigen Nutzen. Fasern, Treibstoff, Medizin - eine vollständige Liste wäre länger als dieser Artikel. Um das Haus herum angebaut, hält Cannabis Schädlinge wie Fliegen und Mücken fern. Sogar Tees, die aus den den Blättern und Blüten angesetzt werden, ergeben eine ideale, süß riechende Insektenabwehr. Aus den Blättern hergestellte Umschläge schließlich besitzen entzündungshemmende Eigenschaften und reduzieren Blutergüsse spürbar.

Weiterhin hält Cannabis auch eine ganze Reihe von Luft- und Bodenschädlingen davon ab, beliebte kommerziellen Kulturen wie Baumwolle (Baumwollwürmer), Kartoffeln (Kraut- und Knollenfäule und Goldnematoden) und Kohl (Großer Kohlweißling) anzugreifen. Männliche Pflanzen produzieren genau wie ihre weiblichen Artgenossen eine beträchtliche Menge an Terpenen. Limonen und Pinen sind vor allem für ihre Qualitäten innerhalb der Schädlingsbekämpfung bekannt.

Seine tiefe Hauptwurzel und breite Wurzelmatte befähigen Cannabis, arme Böden aufzubrechen und zu belüften. Als Mischkultur oder auf Brachfeldern erhöht Cannabis die Bodenbrüchigkeit und Wasserdurchdringung, wobei die dichte Laubdecke eine schwere Schicht aus vitaminreichem Mulch bildet, wenn die Pflanzen verrotten.

 

         
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