Die Top 6 Werbespots mit Cannabisbezug

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Kategorien : BlogCannabisKunst & Kultur
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Werbespots mit Cannabisbezug


Bizarre Cannabis-Werbespots haben uns seit Jahrzehnten amüsiert. Wirf einen Blick auf die besten Pro- und Anti-Cannabis-Werbespots aller Zeiten. Du lachst Dich schlapp!

Die Anti-Marihuana-Werbespots in den USA aus den 1930er Jahren bilden den Gipfel des Humors, obwohl sie zu ihrer Zeit die Öffentlichkeit ängstigten und das süße Kraut eine bösartige Bedrohung nannten. Seitdem setzte man die Stigmatisierung von Marihuana und seiner Nutzer in prohibitionistischen Werbespots fort - bis in die Gegenwart hinein.

Mit der sich heutzutage entspannenden Gesetzeslage und der gewandelten Einstellung zu Weed werden nun auch Pro-Cannabis Werbespots auf unserem TV-Bildschirm gezeigt (gut, Leute, meistens auf dem Laptop, schließlich ist dies das 21. Jahrhundert). Schnall Dich an, es ist an der Zeit, die Sphäre der besten Werbespots mit Cannabisbezug zu betreten.

ARMER SIMON UND UNGEBETENE GÄSTE

Simon baut sich in einer düsteren Wohnung einen Joint. Nach dem ersten Zug wird das Publikum in die innere Mechanik von Simons durch Ganja vernebelten Geist verfrachtet. Alle geliebten Figuren treten auf, der kichernde Giggles, der glückliche Happy, der gesprächige Talkative, der entspannte Relax, der verfressene Munchies und natürlich der faul abhängende Dr. Chill.

Die Party, begleitet von ein wenig Lo-Fi Dubstep, verläuft lebhaft, obwohl die Störenfriede Panikattacke, Angst, Paranoia und Ekel mit ihren namengebenden Eigenschaften die Szene betreten und bildlich gesprochen auf die festlichen Stimmungen von Simons Party scheißen.

Sobald wir wieder aus Simons Gehirn herauskatapultiert wurden, sind wir mit einem jungen Mann allein, der auf der Couch sitzt und bekümmert aussieht. "Cannabis kann Deinem Gehirn schaden, um mehr zu erfahren, sprich mit Frank", lautet die letzte Botschaft des Streifens.

Was soll man nur davon halten? Zunächst einmal - wenn wir in Simons Gehirn transportiert werden und die Figur mit dem Schriftzug "Simon" über dem Kopf den Figuren wie Happy, Giggles und Munchies die Tür öffnet - wer "ist" dann Simon?

Das wirft ernste philosophische Fragen zur Identität des Menschen auf; gehören nicht sämtliche Gefühle und Empfindungen zu Simons Existenz? Oder ist "Simon" irgendeine Art metaphysische Idee innerhalb der Figur, die ihn im Wesentlichen ausmacht? Was ist Leben? Zweitens, warum war gerade "Frank" der Auserwählte, der Fragen über Cannabis beantworten kann?

Man spürt, dass dieser Spot nur an weiße Jugendliche gerichtet ist. Simon ist ein liebenswerter weißer Bursche, der einen anderen Kerl "Frank" nennen kann, der wahrscheinlich aus einem ähnlichen kulturellen Milieu wie Simon kommt, wobei alle anderen aus dem Cannabisdiskurs ausgeschlossen sind.

Drittens, Munchies betritt die Party mit Chips. Doch bei einer späteren Gelegenheit isst er Popcorn ... woher hat er das Popcorn bekommen? Wie auch immer, wir schließen mit der Feststellung, dass die Hintergrundmusik perfekt auf das Thema der Anzeige abgestimmt ist.

DER WEED-FLÜSTERER

Die Handlung ist ganz einfach. Das Kiffer-Mädchen "Lindsey" betritt die Küche und hört ihren Hund, der mit ihr in menschlicher Sprache spricht. Der besorgte Hund erklärt Lindsey, dass sie nicht mehr dieselbe ist, wenn sie raucht und dass er ihren Freund vermisst. Die Botschaft des Werbestreifens ist klar: Wenn Du Weed rauchst, bekommst Du Superkräfte, die es Dir ermöglichen, mit anderen Spezies zu kommunizieren.

Goldig, oder? Stelle Dir alle die Diskussionen vor, die man mit seinen Haustieren haben könnte, all die Einsichten und Weisheiten, die sie mitteilen könnten. Ehrlich gesagt, wer auf der Erde hat sich nicht schon einmal gefragt, was die Tiere von uns Menschen halten? Mögen sie uns überhaupt? Denken sie, wir hätten als Spezies versagt, als Trump gewählt wurde?

Nun hat Lindsey die Macht, die wichtige Botschaft der Tiere an die menschliche Rasse zu vermitteln und dem Hund fällt in dieser Situation nichts anderes ein, als enttäuscht zu sein, weil sie Weed raucht? Das ist ein bisschen egoistisch von dem Hund, um ehrlich zu sein.

Obwohl die eigentliche Frage ja lautet: "Wie soll ich es nur einem Freund erzählen?" Es ist einfach: Schau Dir Dr. Dolittle an, lass Dich von Eddie Murphy gut beraten, geh hinauf zu Deinem Freund und sag ihm, was für einen süßen, egoistischen Hund er hat.

DIE HOLLÄNDER KÖNNEN ES AM BESTEN

Im Stil von neo-klassischen Horrorfilmen wie The Grudge und The Ring hat diese niederländische Firma einen Werbespot gemacht für ... gut ... wir lassen Dich erst den Spot ansehen und raten. Aber rate schnell, denn Du wirst nur 10 Sekunden Zeit haben, bis die schreckliche Wahrheit offenbar wird.

Ok, diese Werbung mit The Ring zu vergleichen, geht ein bisschen weit ... um es milde auszudrücken. Aber ehrlich gesagt, hättest Du auf den Play-Button geklickt, falls wir eingangs gleich geschrieben hätten: "Klicke hier, um eine Pflanze wachsen zu sehen"?

Diese Werbung bietet definitiv nicht so nervenaufreibende Filmkunst wie japanische Horror-Streifen, aber eine coole Idee enthält sie allemal. Und eine menschliche Figur, die den Bildschirm ziert, bewegt sich ein wenig wie Samara aus The Ring – und das ist doch auch schon was, oder?

Der Werbeclip ist im Grunde eine Zeitrafferaufnahme einer einzigen Cannabispflanze, die auf einem Tisch irgendwo in den Niederlanden stetig heranwächst. Der Lauftext am unteren Rand der Seite ermutigt den Betrachter unverblümt: "Baue Deine Pflanzen mit Hilfe von grüner, sauberer und erschwinglicher Energie an!"

Das nächste, was wir sehen, ist eine Frau, die hereinkommt und die Pflanze gießt. Du weißt, die Art Dame, die Deine Nachbarin sein könnte oder die örtliche Katzenlady (was keine Beleidigung der Darstellerin sein soll, denn wir lieben doch Katzen wie jeder andere auch).

Budget Energie, das Unternehmen mit einem scheinbar sehr liberalen Blick darauf, wie man seine Energie verwendet, ist definitiv die Art von Unternehmen, denen wir bei Zamnesia den Rücken stärken.

DAS KLINGT VERDÄCHTIG, MANN

Ein mexikanischer Typ mit einem herrlichen Schnurrbart lungert in der dunklen Seitengasse und verkauft Sushi. Er hat alle Arten im Angebot: Lachs, Thunfisch, Garnelen, Sashimi, sogar einige Tintenfische. Seine Sprüche, mit denen er diese japanischen Köstlichkeiten vertickt, erinnern deutlich an Dealer-Slang, was das Sushi zweifelsfrei mit Drogen in Verbindung bringt.

Die Botschaft dieses Werbespots lautet: "Du würdest von diesem Kerl kein Sushi kaufen, warum also solltest Du Dein Marihuana von ihm kaufen?" Zunächst einmal wird dieser Typ als Mexikaner dargestellt, denn wie sollte man sonst verstehen, dass die Produkte, die er verkauft, auf Drogen verweisen?

Zweitens beherrscht der Typ einige verrückte Verkaufstricks und besitzt auch Showtalent. Würde er ein Sushi-Restaurant betreiben, könnte man ihn zweifellos auf den Titelseiten der Top-Sushi-Magazine antreffen.

Drittens sind Fische und Weed nicht dasselbe. Glaubt man der wissenschaftlichen Gemeinschaft, wird Fisch schnell faul, wenn ihn jemand in seiner Lederjacke lagert, was auf ausgehärtetes Weed nicht zutrifft. Es handelt sich um eine humorvolle Werbung, die versucht, Menschen dazu zu bewegen, hochwertiges Weed von marijuanadoctors.com zu kaufen. Alles in allem ist es ein cleverer und einprägsamer Werbespot.

PHELPS, ALKOHOL, MARIHUANA UND EIN EI

Michael Phelps wurde nicht nur geboren, um eine Fülle von Goldmedaillen zu gewinnen, sondern auch, um eine wichtige Botschaft über Drogen zu verbreiten.

Diese Super-Bowl-Werbung setzt auf Phelps Cannabisstatus, um einen berühmten Anti-Weed-Spot aus den 80er Jahren zu parodieren, der einfach ein Ei zeigte, das mit der Botschaft gebraten wird: "Das ist Dein Gehirn auf Drogen, irgendwelche Fragen?" Jetzt äußert Phelps unter Einsatz seiner scharfsinnigen empirischen Fähigkeiten: "Das ist nur ein Ei, irgendwelche Fragen?"

Für den Fall, dass Du nichts davon gehört haben solltest: Michael Phelps wurde vor einiger Zeit beim Weed-Rauchen erwischt, was ihn den Werbevertrag mit Kellogg's kostete. Allerdings gewann er unter Hanffreunden einen legendären Status, weil er zeigte, dass Kiffer auch Gewinner sein können. Zurück zum Werbespot.

Am Anfang gibt es eine abgehackte Filmsequenz, die eine von Alkohol angefeuerte Prügelei in einer Bar zeigt, während die zweite Sequenz die von Marihuana induzierten Effekte wiedergibt, wie sie in den Filmen aus der Zeit von Anslinger in den 30er Jahren dargestellt wurden. Und natürlich zeigt der Werbespot auf seinem Höhepunkt ein Ei. Nur ein Ei. Irgendwelche Fragen?

DER ZUGEDRÖHNTE CHIRURG AUS DEINEN ALBTRÄUMEN

Last but not least, gewinnt dieses P.S.A (Public Service Announcement) den Preis für die lustigste Anti-Weed-Kampagne aller Zeiten. Der arme Junge, dem der Blinddarm entfernt werden soll, liegt voller Angst auf dem Operationstisch.

Der Chirurg raucht etwas geiles Ganja (#Ich hätte gerne, was er hat) und kichert, während er sich daran macht, die Mandeln zu entfernen. Der Junge insistiert, dass es um den Blinddarm geht, aber der Arzt ignoriert ihn und amüsiert sich köstlich.

Eine offiziell klingende Stimme trägt diese Botschaft vor: "Was wäre, wenn Dein Chirurg, Dein Anwalt oder Deine örtlichen Polizisten einen Joint in den Fingern hätten, würdest Du immer noch sagen, dass Marihuana harmlos ist?" Nun, fragen wir zurück, falls Deine örtlichen Feuerwehrmänner eine Kartoffel in den Fingern hätten, während das Haus in Flammen steht, würdest Du immer noch sagen, dass Kartoffeln ungefährlich sind?

Diese Analogie trifft den Nagel auf dem Kopf, so einfach ist das. Und überhaupt: Ein Polizist, der Weed raucht, wäre nicht nur harmlos, sondern er würde das Vertrauen der Gemeinschaft auf friedlichem Wege wiederherstellen und viele würden sich viel sicherer fühlen.

FAZIT: CANNABIS-WERBESPOTS

Die Zeit wird zeigen, was seltsame Ganja-Werbespots bewirken. Obwohl wir uns wohl nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, wenn wir vorhersagen, dass viel mehr Pro-Cannabis-Werbespots überleben werden, während die lächerlichen Anti-Cannabis-Werbespots hoffentlich verschwinden. Wie dem auch sei, genieße Dein Weed, Dein Leben, die Gegenwart und die Zukunft. Peace!

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