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FREUNDLICHE KÄFER & INSEKTEN

Cannabisanbauer neigen dazu bei der Entdeckung von Käfern und Insekten in ihrem Anbauvorhaben mit extremen Vorurteilen zu reagieren. Manche Insekten in Deinem Cannabisgarten können jedoch die effektivste Form der Frontlinienverteidigung darstellen. In der Tat sind manche Tierchen großartige vierbeinige Cannabisverteidiger.

Der Trick ist Freund und Feind unterscheiden zu können und die Alliierten in der Nähe zu behalten. Freundliche Truppen, wie beispielsweise Marienkäfer und Killer-Käfer, sind generalistische Prädatoren. Rekrutiere sie, damit sie sich von invasiven Schädlingen, wie Blattläusen, Fransenflüglern und weißen Fliegen ernähren.

Gute Insekten und Räuber für Dein Ganja

Florfliegen

Florflieg

Der Körper des Florfliege ist schlank und langgestreckt und ihre Farbe ist grün bis gelb-grün. Florfliegen sehen ein wenig aus wie Mücken, aber die Flügel sind wesentlich größer, runder und zeigen ihre feinen Äderchen deutlich. In Ruhestellung sind die Flügel auf ihrem Rücken wie ein Baldachin zusammengefaltet, während des Fluges glitzern sie mit einem perlmuttartigen Glanz. Sie ist sicherlich kein schneller oder agiler Flieger und kann leicht aus der Luft geschnappt werden. Alle vier Flügel weisen die gleiche Form auf und können unabhängig von einander bewegt werden. Florfliegen sind anfällig dafür, daß sie sich leicht die Flügel beschädigen, woraufhin sie nicht mehr in der Lage sind, die Pflanzen anzufliegen, die sie ernährt.

Prävention und Nahrung

Florfliegen kommen in vielen Arten und Größen vor, darunter die namhafte Braune Florfliege (Micromus variegatus), die jedoch weniger verbreitet ist. Die Grüne Florfliege ist auf der ganzen Welt zu finden, mit Ausnahme von Australien und der Antarktis.

Es ist praktisch, daß diese Florfliegen enorme Mengen von Blattläusen vertilgen, vor allem wenn es Larven sind. Die Imago (Erwachsene) ernährt sich größtenteils von den Sekreten der Blattläuse (Honigtau) und Pollen. Weibliche Florfliegen fressen auch die gesamte Blattlaus, vor allem, wenn sie schwanger mit Eiern sind. Blattläuse sind die ausschließliche Nahrung der Larven, diese sind wahrhafte Fressmaschinen und sehen ein wenig wie die Larven der Marienkäfer aus.

Die Blattläuse werden nicht wirklich gegessen, aber ausgesaugt, ebenso wie Spinnmilben und die Weiße Fliege, die zwei andere Pflanzenschädlinge sind. Vor allem in Gewächshäusern werden Florfliegen in riesiger Anzahl zur Bereinigung Blattläuse Befall genutzt. Eine einzige Larve verschlingt bis zu 50 Blattläuse am Tag.

Entwicklung

Florfliege Larve frisst Blattlaus

Die Eier werden zwischen Blattlauskolonien gelegt und befinden sich auf langen Stielen. Diese Stiele sind so konzipiert, um die Eier fern von Ameisen zu halten, die den Honigtau genießen, der von den Blattläusen abgesondert wird und die sie zu schützen suchen. Die Larve ist breit und raupenartigen und hat eine braune, unregelmäßige Färbung, drei Beinpaare und lange, zangenartige Unterkiefer (Backen).

Manche Arten von Florfliegenlarven tarnen sich mit Teilen von Pflanzen oder toten Blattläusen, um sich vor den Ameisen zu verstecken. Wenn die Larven nach einiger Zeit vor der Verpuppung stehen, spinnen sie einen Kokon unter der Vegetation. Es gibt zwei Generationen pro Jahr, und den Winter überwintert die Imago oft in Häusern. Während dieser Ruhezeit wird die Florfliege braun, wechselt aber im Frühjahr wieder zu grün.

Marienkäfer

Marienkäfer Hanfsamen

Der Marienkäfer ist ein farbiger Käfer, meist rot oder gelb mit schwarzen Flecken. Sie haben eine ovale, beinahe runde Form. Ein großer Teil des Kopfes und des Thorax wird durch den Nackenschild bedeckt, und sein hinteres Ende von zwei Paar Flügel, wobei die Hauptflügel von harten Schalen abgedeckt sind. Marienkäfer gesellen sich gern zu anderen Marienkäfern. Wenn sie in Gefahr sind, fallen sie in der Regel in eine Starre und weigern sich, sich überhaupt zu bewegen. Sie können auch eine gelbe Flüssigkeit ausscheiden, die sehr bitter schmeckt und riecht. Diese Flüssigkeit ist nicht giftig, erzeugt aber den Eindruck es zu sein.

Nutzen für Cannabis

Der Marienkäfer ist ein willkommener Partner in der Welt der Landwirtschaft. Der Grund dafür ist offensichtlich: sie sind passionierte Blattlausfresser. Ein Marienkäfer kann bis zu 500 Blattläuse pro Tag vertilgen. Zudem sind sie nicht in Eile und bleiben so lange es Blattläuse zu fressen gibt (es sei denn Du verjagst sie). Wenn Du einen Marienkäfer siehst, laß ihn einfach in Ruhe! Beachte jedoch, daß es mit dem "Zitronen Marienkäfer" nicht so positiv aussieht. Dies ist eine gelbe Variante mit schwarzen Flecken. Diese frißt keine Blattläuse, sondern Schimmel. Obwohl Mehltau ein Cannabis Schädling ist, ist der Zitronen Marienkäfer keine Hilfe, tatsächlich ist er ein Uuml;berträger und Verbreiter der Krankheit.

Geschützt

Obwohl sie sehr wünschenswert sind, ist anzumerken, daß der Marienkäfer in Belgien eine eschützte Art ist. Den Leuten ist es daher untersagt, sie zu fangen, zu töten, sie zu sammeln, zu verkaufen, zu transportieren, einzusperren oder zu stören. Mit anderen Worten, Du kannst nichts mit und gegen sie unternehmen. Die oben genannten Informationen sind deswegen nur in Ländern anzuwenden, oder Marienkäfer keine geschützte Art ist.

Raubmilben

Phytoseiulus

Die Spinnmilbe ist ein Schädling, der schwere Schäden verursacht - gnadenlos - drinnen wie raußen. Vor allem wenn das Wetter heiß und trocken ist, kann eine Population von Spinnmilben geradezu explodieren. Seit vielen Jahren wird sie mit Erfolg von der Raubmilbe Phytoseiulus Persimilis angegriffen.

Biologie

Die Raubmilbe Phytoseiulus Persimilis stammt ursprünglich aus Chile, wurde aber anschließend vom Menschen (bewußt oder unbewußt) über die ganze Erde verbreitet. Die Phytoseiulus Raubmilbe hat etwa die gleiche Größe wie die Gewächshaus Spinnmilbe, hat aber eine rot-braune Farbe, steht auf etwas höheren Beinen und ist viel mobiler. In der Regel finden sich in einer Population vier Mal so viele weibliche wie männliche Milben.

Das Weibchen legt ihre Eier in einer oder in der Nähe einer Spinnmilben Kolonie ab. Man kann sie von den Eiern der Spinnmilbe durch ihre ovale Form unterscheiden, ihre hellorange Farbe und durch die Tatsache, daß sie rund doppelt so groß sind. Die sechsbeinigen Larven fressen überhaupt nicht. Ebenso wie bei der Gewächshaus Milbe, folgt dem Larvenstadium das der Protonymphe, welches in das der Deutonymphe übergeht und schließlich gefolgt wird vom erwachsenen Stadium.

Es gibt keine wirkliche Pause zwischen den Entwicklungsstadien. Nach den Erwachsenwerden, dauert es bei 20°C etwa 2 Tage, bis die Raubmilbe beginnt, Eier zu legen. Die Entwicklung beträgt im Normalfall eine kürzere Zeit als die der Gewächshaus Milbe und dauert etwa 5 Tage bei 30°C, 9 Tage bei 20°C und 25 Tage bei 15°C. Das Weibchen kann ohne Befruchtung keine Eier legen. Bei 20°C legt sie im Zeitraum von 22 Tagen um 54 Eier, es können aber sogar bis zu 75 sein.

Unter normalen Bedingungen wächst daher eine Raubmilbenpopulation schneller als ein Spinnmilben Volk. Bei höheren Temperaturen (über 30°C) oder bei trockenerem Wetter (wenn die Luft Feuchtigkeit unter 0% liegt), werden die Spinnmilben begünstigt und sie unter Kontrolle zu halten wird schwieriger. Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit trocknen die Eier der Raubmilben aus.

Die Ernährung der Phytoseiulus besteht fast ausschließlich aus Spinnmilben. Bei Fehlen dieser frißt die Raubmilbe Vertreter der eigenen Spezies. Eine erwachsene Raubmilbe verschlingt Spinnmilben in jeder Phase ihres Lebenszyklus, während sie sich im Nymphenstadium an deren Eier und Protonymphen hält. An einem einzigen Tag kann eine erwachsene Phytoseiulus rund 20 Spinnmilbeneier oder Larven, 13 Protonymphen oder fünf erwachsene Spinnmilben verspeisen.

Dank ihrer schnelleren Entwicklung und größerem Appetit, kann die Raubmilbe eine Spinnmilben Bevölkerung vollständig ausradieren. Obwohl Phytoseiulus Nymphen dazu neigen standortreu zu sein, gehen die erwachsenen auf die Suche nach anderen Jagdrevieren. Wenn Deine Pflanzen einander berühren, können sich die Raubmilben schnell über die gesamte Ernte ausbreiten.

Anwendung

Phytoseiulus kann auf allen Arten von Gemüse und Zierpflanzen in Gewächshäusern, wie Paprika, Gurken, Melonen, Auberginen, Erdbeeren, grüne Bohnen, Gerbera, Rosen und allen Arten von Topfpflanzen gezüchtet werden. Für eine erfolgreiche biologische Behandlung gegen Spinnmilben ist es wichtig, den Befall frühzeitig zu bemerken, um in der Lage zu sein, das Problem unter Kontrolle zu bringen. Da ein Spinnmilbenvolk sich im Sommer schneller vermehrt, wird es schwieriger, sie biologisch unter Kontrolle zu bringen, daher ist es besser, Deine biologische Kontrolle sofort in ersten warmen Tagen des Frühlings zu beginnen, um die Spinnmilben zu fangen, wenn sie aus dem Winterschlaf erwachen.

Nach Entdeckung der ersten Spinnmilbenkolonien, sollte die Freisetzung von Phytoseiulus so schnell wie möglich erfolgen. Abhängig von dem was angebaut wird und den Umweltfaktoren solltest Du auf die Freigabe von 4 bis 6 Phytoseiulus/m² im ganzen Bereich setzen. Auf und rund um die infizierten Pflanzen solltest Du um die 20 Raubmilben/m² freilassen. Unter normalen Bedingungen ist Phytoseiulus in der Lage die Spinnmilbenzahl für den Rest der Vegetationsperiode unter Kontrolle zu halten. Bei trockenem, warmen Wetter können sie aber immer noch große Probleme machen. Die Erfahrung hat gezeigt, daß die Kontrolle mit Phytoseiulus gesteigert werden kann, indem man die Luftfeuchtigkeit durch Vernebeln mit einem Hochdruckschlauch mit einer feinen Düse konstant hält.

Hinweise zur Verwendung

  • Nach Erwerb der Raubmilben sollten sie so bald wie möglich freigesetzt werden. Sie können für kurze Zeit gelagert werden; lager die kleine Flasche liegend an einem kühlen (6-10°C), dunklen Ort.
  • Laß die Flasche mit den Raubmilben auf Umgebungs-/Raumtemperatur kommen, bevor Du sie freisetzt. Dreh und schüttel die Flasche sanft, so daß die Raubmilben sich gleichmäßig zwischen den Vermiculit Bröckchen verteilen.
  • Vermeide, daß die Flasche Phytoseiulus zu heiß wird (handwarm ist optimal).
  • Mach den Aufkleber von der Verteileröffnung ab. Verteil den Inhalt auf den Blättern. Nie die Kappe vor dem Streuen entfernen (sonst hast Du zu viele Raubmilben auf zu wenigen Plätzen).
  • Eine einzelne Flasche kann etwa 190 mal angewendet werden. Pro Schüttung, werden es durchschnittlich 6-7 Raubmilben sein. Setz Phytoseiulus frei, sobald die ersten Spinnmilben ihre Köpfe heben.
  • Man sollte für ein Minimum von 2-3 Raubmilben/m² sorgen. Bei Bedarf kannst Du ein paar Wochen später eine zweite Welle loslassen. In extremen Fällen kannst Du bis zu 20 Phytoseiulus/m² einsetzen.
  • Für eine gute Raubmilben Entwicklung muß die Luftfeuchtigkeit durchgehend relativ hoch sein (65% oder mehr) und die Umgebungstemperatur sollte beständig über 20°C liegen.

Raubwanze 

Orius

Die Raubwanze ist klein und flach mit einer langen, beweglichen Schnauze, die unter den Körper gefaltet werden kann. Ihre charakteristische Eigenschaft ist ihre roten Augen. Die am häufigsten vorkommende Art ist braun-schwarz mit hellen Flecken auf den Abdeckungen der Flügel. Die Weibchen sind etwa 3mm groß und die Männchen sind etwas kleiner.

Es gibt viele Arten von Wanzen, aber die interessanteste für uns ist die Raubwanze. Raubwanzen wiederum sind auch in sehr viele Unterarten unterteilbar; die die für uns am interessantesten ist, ist die sogenannte Orius.

Wenn Du Dir überlegst Orius zur Anwendung bringen zu müssen, solltest Du bedenken, daß die Raubwanze auf verschiedene chemische Pflanzenschutzmittel empfindlich reagiert. So solltest Du zum Beispiel kein Nomolt (Teflubenzuron) oder Admire (Imidacloprid) verwenden, wenn Du Deine Orius Bevölkerung nicht verwüsten willst.

Kein chemische Pflanzenschutzmittel