Breitmilben Auf Cannabis: Behandlung Und Vorbeugung

Breitmilben Auf Cannabis: Behandlung Und Vorbeugung

Miguel Antonio Ordoñez
Miguel Antonio Ordoñez
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Wie die meisten Lebewesen hat auch Cannabis mit zahlreichen Schädlingen zu kämpfen. Manche Pflanzen werden von Trauermücken heimgesucht, während sich andere gegen Raupen wehren müssen. Ein weiterer häufiger Schädling, mit dem diese Pflanzen zu kämpfen haben, sind Breitmilben.

Breitmilben bereiten Gärtnern/Gärtnerinnen Kopfzerbrechen, vor allem weil sie zu klein sind, um gut entdeckt werden zu können. Bevor Du überhaupt merkst, dass etwas nicht stimmt, haben Deine wertvollen Pflanzen bereits die Hauptlast des Schadens zu tragen. Die Fähigkeit, ein Milbenproblem zu erkennen und zu lösen, bevor es zu spät ist, stellt für jeden Anbauer/jede Anbauerin eine wichtige Fähigkeit dar.

Sollten Breitmilben zum Fluch Deiner Existenz als Cannabisanbauer/in geworden sein, erfährst Du in diesem Artikel mehr darüber, worum es sich dabei handelt und wie Du mit dem Problem umgehen kannst.

Was sind Breitmilben?

Was sind Breitmilben?

Breitmilben, Polyphagotarsonemus latus, sind eine mikroskopisch kleine Milbenart, die in einer Reihe von Pflanzen lebt. Tatsächlich stellen sie ein Problem für die gesamte Agrarindustrie dar – nicht nur für den Cannabisanbau. Sie haben sechs Beine, die sich an der Vorderseite des Körpers befinden, und ein kleines Maul, mit dem sie in die Oberfläche der Pflanze eindringen und den Pflanzensaft aussaugen.

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, sind Breitmilben deshalb so problematisch, weil sie so klein sind. Ohne ein Vergrößerungsglas kannst Du ein Milbenproblem erst erkennen, wenn es sich zu einem ausgewachsenen Befall entwickelt hat.

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Sind Breitmilben und Rostmilben dasselbe?

Genau wie die Breitmilbe saugen die Rostmilben die Nährstoffe aus den Blättern der Cannabispflanze. Sie greifen genauso auch die jüngeren Wachstumsbereiche an, wodurch sich die Blätter verfärben und gelb werden.

Der Hauptunterschied zwischen diesen beiden Milbenarten ist jedoch, dass die Rostmilben größer sind. Außerdem haben sie einen länglichen Körper, der an eine Karotte erinnert. Breitmilben hingegen haben eher die Form eines Tautropfens. Außerdem haben Rostmilben nur vier Beine, also weniger als Milben.

Breitmilben auf Cannabispflanzen

Breitmilben auf Cannabispflanzen

Breitmilben ernähren sich von Pflanzen, um zu leben, was auch Cannabispflanzen mit einschließt. Sie können nicht existieren, ohne Blätter als Nahrung zu haben. Normalerweise kommen sie in den unteren, älteren Bereichen der Pflanze vor, aber einige von ihnen sind auch in neueren Wachstumsregionen zu finden. Sie greifen die Pflanze an, indem sie die Nährstoffe aus den Blättern saugen und den Prozess der Photosynthese stören. Mit der Zeit kann dies die Pflanze und ihre Fähigkeit zu wachsen schwer schädigen.

Wie sie von einer Cannabispflanze auf eine andere übertragen werden, geschieht zum einen durch den Kontakt von Pflanze zu Pflanze. Ein anderer Weg ist die Übertragung durch größere Insekten wie die Weiße Fliege.

Anzeichen von Breitmilbenbefall an Cannabispflanzen

Obwohl sie schwer zu erkennen sind, gibt es Anzeichen für einen Milbenbefall an Cannabispflanzen. Hier sind einige der Anzeichen, auf die Du achten solltest:

  • Neuere Blätter erscheinen nass
  • Junge Blätter haben eine dunkelbraune Verfärbung an den Rändern
  • Das Wachstum der neuen Blätter ist entweder herabhängend oder verdreht
  • Die Blüten wirken kränklich oder sterben sogar während der Blütezeit ab.
  • Ungleichmäßige Schäden, wobei die befallenen Bereiche stärker beeinträchtigt zu sein scheinen

Wie man Breitmilben behandelt

Wie man Breitmilben behandelt

Ein Breitmilbenbefall bedeutet nicht automatisch, dass Deine Pflanzen irreparabel geschädigt sind. Es gibt Möglichkeiten, dieses Problem zu beheben, aber wie bei den meisten Problemen im Leben wird schnelles und entschlossenes Handeln Dein Leben (und das Deiner Pflanzen) viel einfacher machen!

Befallene Pflanzen sofort entfernen

Wie bereits erwähnt, ist der Breitmilbenbefall uneinheitlich, und das hat auch seine Vorteile. Du kannst die befallenen Pflanzen entfernen, um einen breitflächigeren Befall zu verhindern.

Auf diese Weise reduzierst Du die Zahl der Schädlinge erheblich und verhinderst so weitere Schäden. Der Schlüssel ist jedoch, einen Befall früh zu erkennen. Sobald Du eines der oben genannten Anzeichen entdeckst, musst Du sofort handeln.

Es kann sein, dass Du die befallenen Pflanzen vernichten musst. Das tut zwar weh, ist aber viel besser, als zuzulassen, dass Deine gesamte Plantage befallen wird.

Raubmilben hinzufügen

Raubmilben hinzufügen

Eine weitere Möglichkeit, Dein Breitmilbenproblem loszuwerden, ist der Einsatz einer Raubmilbe, die diese Schädlinge jagt/frisst. Ein gutes Beispiel ist die Amblyseius andersoni, die sich auch von anderen Schädlingen wie Spinnmilben, Obstbaummilben und Eiern der Weißen Fliege ernährt.

Amblyseius andersoni wird normalerweise in kleinen Tütchen geliefert. Sie werden in der Regel in kleinen Mengen auf die Pflanzen neben den Blüten gegeben. Sie sollten jedoch vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden und müssen innerhalb der ersten 18 Stunden nach Erhalt verwendet werden.

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Besprühe die Pflanzen regelmäßig mit Neemöl

Neemöl ist ein natürliches Pestizid, das aus Pflanzenöl hergestellt wird, das aus den Samen und Früchten des Niembaums gepresst wurde. Es hat eine gelb-braune Farbe, einen bitteren Geschmack und einen schwefelähnlichen Geruch.

Die Verwendung von Neemöl auf Cannabispflanzen kann deren Geschmack beeinträchtigen und sie auf lange Sicht schädigen. Allerdings gilt es als hochwirksam gegen Schädlinge. Wenn möglich, solltest Du Neemöl nicht auf die Blüten der Pflanze sprühen.

Neemöl sollte als letzte Option verwendet werden, wenn andere, weniger invasive Mittel nicht funktionieren. Dafür brauchst Du eventuell einen Drucksprüher, um eine gleichmäßige Abdeckung der Blätter zu gewährleisten. Experten/Expertinnen empfehlen es für die tägliche Anwendung, vor allem wenn der Breitmilbenbefall stark ist.

Wie man Breitmilben vorbeugt

Vorsicht ist immer besser als Nachsicht. Wenn Du Dir den Stress sparen willst, den die Beseitigung von geschädigten Pflanzen mit sich bringt, findest Du hier einige Maßnahmen, die Du ergreifen kannst.

Kümmere Dich um Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Breitmilben sind bekanntermaßen sehr hitzeempfindlich. Wenn Du die Umgebungstemperatur zwischen 43 und 48°C hältst, kannst Du die Wahrscheinlichkeit eines Befalls verringern. Achte jedoch darauf, dass die Pflanzen diesen Temperaturen nicht länger als 15 Minuten ausgesetzt sind, um Schäden zu vermeiden. Außerdem kann es sehr schwierig und teuer sein, einen Raum auf diese Temperaturen zu bringen.

Achte darauf, dass die Luftfeuchtigkeit unter 60% liegt, denn bei dieser Luftfeuchtigkeit gedeihen die Breitmilben besonders gut.

Achte auf gute Raumpflege

Gute Raumpflege bedeutet, dass Du Deine Anbauflächen ordentlich hältst. Schaffe keine Umgebung, in der die Breitmilben gute Lebensbedingungen vorfinden. Beim Anbau von Cannabispflanzen kommt es vor allem auf die richtige Pflege an.

Wenn Du einen Anbauraum oder ein Zelt benutzt, solltest Du die Böden und Decken abwischen. Du kannst auch Begleitpflanzen verwenden und Deine Pflanzen sogar abdecken, wenn Du im Freien anbaust.

Kontrolliere die Cannabispflanzen häufig

Schädlinge wie Breitmilben sprechen keine Vorabwarnungen aus, wenn sie angreifen. Wenn Du Deine Pflanzen nicht regelmäßig kontrollierst, wirst Du eines Tages unangenehm überrascht sein, und starke Beschädigungen vorfinden. Und je nachdem, wie weit der Befall fortgeschritten ist, könntest Du mit ernsten Problemen konfrontiert sein.

Regelmäßige Kontrollen sind die beste Vorbeugungsmaßnahme gegen Breitmilben. Einige Experten/Expertinnen empfehlen, die Pflanzen mindestens dreimal am Tag zu kontrollieren und auch darauf zu achten, dass Wasser und pH-Wert stimmen.

Können sich Cannabispflanzen von Breitmilben erholen?

Können sich Cannabispflanzen von Breitmilben erholen?

Cannabispflanzen können sich in der Tat von einem Breitmilbenbefall erholen. Der Schlüssel dazu ist Prävention und regelmäßige Pflege. Beobachte Deine Pflanzen und kontrolliere regelmäßig, ob es Anzeichen für einen Befall gibt.

Und wenn eine Behandlung notwendig ist, handle sofort.

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