Zauberpilze könnten Sorgen und Ängste lindern

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Zauberpilze könnten Sorgen und Ängste lindern

Sorgen und Ängste sind eine unangenehme Tatsache des Lebens, die für einige lähmend sein können. Die Wissenschaft sucht die Lösung bei den Psychedelika und zum Glück findet sie einige positive Ergebni

Sorgen und Ängste sind unvermeidlich; sie sind ein allgegenwärtiges Gewicht, das mit dem Leben einhergeht. Sie sind eine Überlebensreaktion, die darauf abzielt uns zu helfen gefährliche Situationen zu vermeiden. Ein Leben ohne sie würde sich wahrscheinlich nicht sehr gut auf den Fortbestand unserer Spezies auswirken. Doch diese Gefühle und ihre physiologischen Wirkungen wiegen auf einigen schwerer als auf anderen. Sie können die Ursache und Symptome von Dingen wie Depressionen und PTBS sein. Für die Wissenschaft wäre es ein langfristiges Ziel die Sorgen und Ängste der Menschen zu bekämpfen oder zumindest zu reduzieren, die von ihnen im normalen Leben behindert werden.

Es wurden viele verschiedene Bereiche erforscht und es wurden Fortschritte erzielt. In letzter Zeit hat die Wissenschaft auf dem Gebiet der Psychedelika nach einer Lösung gesucht und die Ergebnisse waren vielversprechend. Was die Wissenschaftler sehr daran interessiert hat ist, daß Psilocybin, die psychoaktive Substanz in Zauberpilzen, das Potenzial hat, Ängste zu dämpfen und sogar zu eliminieren.

Ängste mit Pilzen bekämpfen

Ein gutes Beispiel für die Forschung in diesem Bereich ist die Feststelltung, daß sie Angst bei Mäusen verhindern. In dem Experiment hörten zwei Gruppen von Mäusen einen Ton, gefolgt von der Verabreichung eines schmerzhaften elektrischen Schlags. Das Ergebnis war, daß alle beteiligten Mäuse anfingen den Ton mit dem bevorstehenden Schock zu assoziieren und ängstlich wurden, wenn sie ihn hörten. Einer Gruppe wurde dann Psilocybin gegeben. Es wurde festgestellt, daß die Gruppe, der Psilocybin verabreicht wurde, ihre Angst vor dem Ton sehr viel schneller verlor, als die normale Gruppe. "Sie hörten auf einzufrieren, sie verloren ihre Angst", schrieb Dr. Juan Sanchez-Ramos, Mitverfasser dieser Arbeit.

Es wird angenommen, daß die Amygdala, ein Teil des Gehirns, der mit der Verarbeitung negativer Emotion verbunden ist, ihre Aktivität verringert. Daher werden Sorgen und Ängste auf lange Sicht ein geringeres Problem.

Aber nicht nur das, es wurde zudem festgestellt, daß Psilocybin auch Neurogenese verursacht kann - die Schaffung neuer Gehirnzellen - vor allem im Hippocampus, von dem weitgehend angenommen wird, daß er für das Gedächtnis und Lernen verantwortlich ist. Die möglichen Verwendungen und der dadurch errichtete theoretische Rahmen sind atemberaubend! Dies könnte eines Tages den Menschen, die an Depressionen, PTBS und sozialen Ängsten leiden, einen Weg bieten, um ihre negative Denkmuster zu beruhigen.

Das Wissen in die Praxis umsetzen

Zwar bleibt die Forschung theoretisch, doch einige Leute nehmen es auf sich, die Theorie in die Praxis umzusetzen, wenn auch nur anekdotisch. Diese Veränderung in der Art wie negative Gedanken verarbeitet werden, verändert bereits das Leben. Es hat dazu beigetragen, daß einige Leute, bei denen eine unheilbare Krankheit diagnostiziert wurde, sich mit ihrer Situation arrangierten. Nichts verursacht mehr Sorgen und Ängste, als wenn einem jemand erzählt, daß man nur noch eine gewisse Zeit zu leben hat, aber die Art und Weise, wie Pilze das Gehirn verändern, lässt viele ihre letzten Tage mit einem Gefühl von Frieden und Verständnis erleben, auch nachdem der Trip abgeklungen ist.

Wahrscheinlich sieht es so aus, daß diese Erklärung die Dinge zu sehr vereinfacht. Die Art und Weise wie Zauberpilze mit dem Gehirn interagieren ist komplex und die Spiritualität und das Gefühl des Einsseins können nur schwer wissenschaftlich erfasst werden. Es gibt eine gute Chance, daß wahrscheinlich auch das Verständnis der Art und Weise, wie die Amygdala verändert wird, nicht die Wirkung der geistigen Natur des Trips vollständig erklären kann, die hilft, daß sich jemand mit seiner Situation abfinden kann,.

Was wir mit Sicherheit sagen können ist, daß die Forschung vielversprechend aussieht und auch wenn sie in Wissenschaft und Politik keinen Wert hat, gibt es viele anekdotische Berichte, die die Erkenntnisse stützen. Solange die Forschung weiter gefördert und Psychedelika untersucht werden, sieht die Zukunft der Medikamente auf Basis von Psychedelika rosig aus.