Wie körpereigene Opioide Stress reduzieren

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Wie körpereigene Opioide Stress reduzieren

Wenn es um eine Trennung geht, trifft es niemanden härter als diejenigen, die unter einer Depressionen leiden und schuld daran könnte ein Mangel an natürlichen Opioiden im Gehirn sein.

Eine Trennung zu durchleben ist schwer. Sich mit jemandem zu entzweien oder jemanden zu verlieren, der einem wichtig war, kann einem das Gefühl geben, daß das Leben leer ist, als ob einem ein wichtiger Teil des Lebens entrissen wurde. Die Belastung einer Trennung trifft jedoch einige Leute härter als andere, was es ihnen schwieriger macht weiterzuziehen. Wenig überraschend sind es Menschen die an Depressionen leiden, die am stärksten betroffen sind, aber jetzt hat die Forschung interessante Informationen aufgedeckt, die erklären warum das so ist und das es alles mit den natürlichen Opioidwerten zu tun hat.

Die Studie

Die Studie wurde unter Verwendung von PET Scans des Gehirns durchgeführt, um das körpereigene natürliche Opioidsystem zu überwachen. Während der Scans wurde eine Gruppe depressiver Teilnehmer und eine Gruppe von nicht-depressiven Teilnehmern gebeten, sich die Profile und Fotos von Hunderten von Leuten mit potenziell romantischen Interessen anzusehen. Jeder Teilnehmer suchte sich die aus, die er am interessantesten fand. Die Wissenschaftler sagten dann jedem Teilnehmer unverblümt, daß die von ihm ausgewählten Menschen nicht an ihnen interessiert sind und es nie wären. Die dadurch verursachten Reaktionen im Gehirn wurden aufgezeichnet.

Die Ergebnisse zeigten, daß die Aktivierung des natürlichen Opioidsystems im Gehirn bei den an Depressionen Leidenden geringer war, als bei der "normalen" Gruppe und daß sie härter von der Nachricht getroffen wurden. Es ist erwähnenswert, daß jedem Teilnehmer kurz vor dem Experiment gesagt wurde, daß die Profile Fakes waren, die sie sich ansahen. Trotzdem hat dies die soziale Reaktion nicht verhindert.

Möglicherweise ein kleiner Silberstreif am Horizont für Patienten mit Depression ist, daß die Wissenschaftler auch festgestellt haben, daß, wenn depressive Menschen sich von jemandem gemocht fühlen, das Gefühl intensiver ist, als für eine "normale" Person. Das ist an sich eine überraschende Erkenntnis, denn bisher wurde angenommen, daß ein depressives Gehirn potenzielle Glücksgefühle dämpft.

Auswirkungen

Die durch diese Erkenntnisse skizzierten Auswirkungen sind ziemlich bedeutend und könnten erklären, warum diejenigen, die an Depressionen leiden, so schwer mit Ablehnung umgehen können! Die meisten Therapien im Zusammenhang mit Depressionen neigen dazu sich auf Serotonin zu konzentrieren, aber diese neue Studie zeigt auf, daß auch die Menge der natürlichen Opioide bei der Reduzierung von Stress und negativen Gefühlen wichtig ist. Dies legt den Grundstein und umreisst den theoretischen Rahmen für weitere Studien auf diesem Gebiet und hilft der Wissenschaft neue Möglichkeiten der Behandlung zu finden. Das soll nicht heißen, daß Opioide die Antwort sind, denn Medikamente auf Opioidbasis können sehr suchtbildend, gefährlich und zerstörerisch sein - aber es eröffnet einen neuen Weg der Forschung.

"Unsere Ergebnisse legen nahe, daß die Fähigkeit einer depressiven Person während dieser Interaktionen ihre Emotionen zu regulieren gefährdet ist - möglicherweise aufgrund eines veränderten Opioidsystems. Dies mag ein Grund dafür sein, daß eine Depression die Tendenz hat anzudauern oder neu aufzuflammen, vor allem in einem negativen sozialen Umfeld", sagte Dr. David Hsu, der leitende Autor der Studie.

Es zeigt wieder einmal, daß wir noch einen langen Weg vor uns haben, wenn es um das Verständnis der Arbeitsweise des Gehirns geht!

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