Was Ist Ein Klinischer Endocannabinoid-Mangel?

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Was Ist Ein Klinischer Endocannabinoid-Mangel?

Es ist jedes Kiffers Traum erzählt zu bekommen, daß ihr Kaut sie gesund hält, aber es geht tiefer als das, da der Körper seine eigene Cannabinoide produziert und ihr Fehlen Krankheiten verursachen könnte.

Während die Wissenschaft mehr über das Endocannabinoid-System entdeckt und welche Rolle es im Körper spielt, beginnen viele zu vermuten, daß ein Ungleichgewicht der Grund für viele der Erkrankungen und Beschwerden sein könnte, bei denen wir zu kämpfen haben sie zu verstehen - daß ein Mangel von Cannabinoiden im Körper, wie die in Cannabis gefundenen, die Ursache einer Krankheit sein könnte. Dies wurde als "Klinischer Endocannabinoid-Mangel" bekannt.

Um es ganz einfach auszudrücken, ist das Endocannabinoid-System das Netzwerk der Rezeptoren innerhalb des Körpers, das mit den Cannabinoiden in Cannabis (wie THC und CBD), sowie mit den von unserem Körper produzierten Endocannabinoiden (wie Anandamid) interagiert. Obwohl die Wissenschaft immer noch versucht es zu verstehen (da es eine ziemlich neue Entdeckung ist), wird angenommen, daß das Endocannabinoid-System und die Cannabinoide, die mit ihm interagieren, ein wichtiges System des Körpers ist, ähnlich wie das zentrale Nervensystem.

Das soll nicht heißen, daß jeder Marihuana rauchen muss und ohne es krank wird; der Körper ist ziemlich gut in der Produktion körpereigener Endocannabinoide. Diese Endocannabinoide werden im ganzen Körper verwendet, um Funktionen zu regulieren und Homöostase (einen gesunden und stabilen Zustand im Körper) zu erzielen. Zum Beispiel wurde herausgefunden, daß mit dem Endocannabinoid-System interagierende Cannabinoide Entzündungen und Schmerz reduzieren.

KLINISCHER ENDOCANNABINOID-MANGEL: DIE URSACHE VIELER PROBLEME

Also, was passiert, wenn Dein Körper nicht genügend Endocannabinoide produziert? Nun, das ist eine Frage, die viele Wissenschaftler zu beantworten suchen. Die bisher durchgeführten Studien deuten auf eine Unterfunktion des Endocannabinoid-Systems als Ursache vieler Probleme hin, einschließlich Migräne, Reizdarmsyndrom und sogar Fibromyalgie. Die Implikation ist, daß Cannabis oder zumindest die Cannabinoide darin, verwendet werden könnten, um dazu beitragen, daß das System wieder ins Gleichgewicht kommt und Symptome gelindert werden - da Cannabis die einzige bekannte natürliche Quelle von Cannabinoiden ist.

Migräne

Obwohl sie die Menschheit so lange plagt, wie wir uns erinnern können, wird die Wissenschaft hinter Migräne noch immer nicht vollständig verstanden. Wir wissen, wo sie tendenziell im Gehirn entsteht und daß dabei in der Regel eine große Konzentration von Serotonin vorhanden ist, aber die komplexen Auslöser entziehen sich uns noch. Studien haben darauf hingewiesen, daß dieser Bereich des Gehirns massiv durch Endocannabinoid-Aktivität beeinflusst wird und es wurde festgestellt, daß Anandamid eine große Rolle bei der Serotoninausschüttung und Schmerzregulierung spielt.

Tatsächlich hat eine erst kürzlich erfolgte Überprüfung der medizinischen Literatur zutage gebracht, daß der Großteil der Experimente in diesem Bereich eine Verringerung der Symptome erzielte, wenn die Cannabinoide von Cannabis verwendet wurden, was darauf hindeutet, daß sie das System wieder ins Gleichgewicht bringen.

Reizdarmsyndrom

Reizdarmsyndrom ist eine weitere Krankheit, das mit einem Endocannabinoid-Mangel in Verbindung gebracht wurde. Es ist eine Erkrankung, die durch Blähungen, Bauchkrämpfe und Durchfall gekennzeichnet ist - am häufigsten bei Männern im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Obwohl es eine weitere Erkrankung ist, deren Ursachen man noch nicht vollständig verstanden hat, hat sich herausgestellt, daß es Verbindungen zu Serotonin gibt, wobei die an IBS-D Leidenden während ihrer Episoden einen hohen Serotoninspiegel haben, während die mit IBS-C ein niedriges Niveau haben.

Die Aktivierung von Cannabinoid-Rezeptoren im Darm, entweder durch körpereigene natürliche Endocannabinoide oder die Cannabinoide in Cannabis, bewirkt, daß Entzündungen und Überempfindlichkeit des Darms verringert werden. Daher berichten viele Reizdarmpatienten, daß die Symptome der Erkrankung in der Regel verschwinden, wenn sie Cannabis konsumieren. In einigen Fällen wird jedoch berichtet, daß es eine Episode ausgelöst, daher ist noch viel Forschung über die individuellen Unterschiede der Erkrankung und wie das System durch Cannabinoide manipuliert wird erforderlich.

Fibromyalgie

Fibromyalgie ist eine neuropsychiatrische Erkrankung, die Schmerzen verursacht. Wieder einmal ist es eine Erkrankung, die mit Serotonin in Verbindung steht, diesmal jedoch nur mit einem niedrigen Serotoninspiegel.

Da eines der hauptsächlich auftretenden Symptome dieser Erkrankung Schmerz ist, wird es an Orten, wo dies legal ist, mit Cannabis behandelt - was eine große Verbesserung der Lebensqualität bewirkt. Es ist eine Feststellung, die von der Forschung gestützt wird. Es ist mithin also ein Zufall, daß die ursprüngliche Verschreibung für den Umgang mit Schmerzen tatsächlich bei den zugrunde liegenden Ursachen helfen könnte. Und auch hier bedarf es wieder weiterer Forschung.

DAS FEHLENDE GLIED: EIN MANGEL AN ENDOCANNABINOIDEN?

Abgesehen davon, daß Serotonin mit all diesen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden kann, hat die Forschung eine wesentliche Überschneidung bei den tatsächlichen Erkrankungen selbst gefunden, denn 63% der Fibromyalgie-Patienten berichten häufig von Migräne und 22% der Primärmigränepatienten haben Fibromyalgie. Viele IBS-Patienten berichten, daß sie regelmäßig unter Migräne leiden und es wird angenommen, daß bis zu 70% der Menschen mit Fibromyalgie unter Reizdarmsyndrom leiden.

Alles deutet auf eine zugrunde liegende Verbindung hin und wenn das Endocannabinoid-System und die Cannabinoide, die mit ihm interagieren, zu Homöostase führen, würde es Sinn machen, daß diese Erkrankungen auftreten, wenn das Gleichgewicht gestört ist.

Da dieser Forschungsbereich natürlich noch relativ frisch ist, ist ein Endocannabinoid-Mangel keine voll anerkannte Erkrankung und bisher nur eine Theorie - wenn auch mit immer mehr Hinweisen, die sie stützen. Es gibt zudem viele andere Erkrankung, von denen angenommen wird, daß sie hiervon beeinflusst werden und es wird wohl noch eine lange Zeit dauern, um alle miteinander in Verbindung zu bringen - denn jede einzelne ist äußerst komplex. Allerdings sind die Erkenntnisse vielversprechend und während das Verständnis wächst, entdecken wir alle Arten von neuen potentiellen Möglichkeiten, um diese Erkrankungen zu behandeln und den Körper wieder in ein Gleichgewicht zu bringen. Ist Cannabis nicht wunderbar?!

         
  Josh  

Geschrieben von: Josh
Autor, Psychonaut und Cannabis-Liebhaber, Josh ist Zamnesias betriebsinterner Experte. Er verbringt seine Tage draußen in der Natur, wobei er in die verborgenen Tiefen aller Dinge eintaucht, die psychoaktiver Natur sind.

 
 
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