Studie Widerlegt: Es Dreht Sich Alles Um Ursache Und Wirkung

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Studie Widerlegt: Es Dreht Sich Alles Um Ursache Und Wirkung

Wenn es um Cannabis geht, ist Maßhalten der Schlüssel. Deshalb ist es keine Überraschung zu hören, dass ein übermäßiger Konsum von Cannabis zu Problemen im späteren Leben führen kann - wie bei den meisten Dingen. Also, was ist die Ursache?

Vor kurzem kam eine Studie zu dem Schluss, dass diejenigen, die Cannabis in großer Menge und regelmäßig verwenden, im späteren Leben viel eher in einer schlechteren sozioökonomischen Lage enden. Im Grunde bedeutet dies, dass all diejenigen, die täglich und rund um die Uhr kiffen wahrscheinlicher einen schlechten Job haben, weniger Geld verdienen und weniger Ansehen haben, wenn sie in das mittlere Alter eintreten.

Es ist eine interessante Studie und eine der ersten, die die sozialen Aspekte des Cannabiskonsums untersucht, statt der gesundheitlichen. Natürlich sind diese Ergebnisse nicht das Evangelium; es gibt viele Ärzte, Rechtsanwälte, Architekten, Journalisten, Unternehmer und andere "renommierte" Drogennutzer, die alle regelmäßig kiffen und in ihren früheren Jahren heftig gequarzt haben. Allerdings ist diese Erkenntnis hier sicherlich faszinierend.

DIE STUDIE

Veröffentlicht in der Zeitschrift Clinical Psychological Science, folgte diese Studie Kindern ihr ganzes Leben lang, bis hin ins Alter von 38. Es wurde herausgefunden, dass diejenigen, die über einen Zeitraum von mehreren Jahren vier oder mehr Tage pro Woche kifften, wahrscheinlich in einer niedrigeren sozialen Klasse landeten, als ihre Eltern. Am Ende haben sie schlechter bezahlte, weniger qualifizierte Arbeitsplätze als diejenigen, die nicht oder nicht so viel rauchen. Bei ihnen traten auch eher arbeitsbezogene, finanzielle und Beziehungsprobleme auf.

Es ist erwähnenswert, dass die Studie sehr subjektiv ist und sich auf die selbst abgegebenen Auskünfte der Teilnehmer stützt.

AUFGEWORFENE FRAGEN

Während die Ergebnisse bei regelmäßigen Rauchern wahrscheinlich nicht viel Begeisterung hervorrufen werden, werfen sie viele Fragen auf. Obwohl nicht unbedingt falsch, beurteilen sie nicht wirklich das Warum - die zugrunde liegende Ursache. Es ist möglich Cannabis zu konsumieren und voll funktionsfähig zu bleiben - und eine "gesunde" Lebensweise pflegen. Also, was könnten diese Ergebnisse erklären. Dass hier eher hier zugrunde liegende Probleme bestehen.

Eines davon ist die Illegalität von Cannabis. Während die Studie feststellt, dass auch solche ohne ein Strafregister zu leiden schienen, berücksichtigt sie nicht die anderen Faktoren, die durch das Gesetz beeinflusst werden, wie etwa die sozialen Auswirkungen, die den Betroffenen entgegenwirken. Zum Beispiel gibt es auch an Orten, wo es legal ist, nur wenige Gesetze, die Cannabiskonsumenten schützen. Es ist leicht, seine Arbeit so Knall auf Fall zu verlieren, wenn der Arbeitgeber erfährt, dass man Marihuana raucht. Genauso leicht können einem auch verschiedene Finanzleistungen verweigert werden und wenn der Vermieter Wind davon bekommt, kann man aus der Wohnung fliegen. Und dann ist da noch, dass man von anderen gemieden wird - wegen der Stigmatisierung, die Hand in Hand mit Cannabis geht. Während nicht jeder, der in einer schlechteren Position landet dies durchgemacht hat, gibt es keinen Zweifel, dass der Konsum von Cannabis und allen, die damit Umgang haben, Hindernisse aufbaut.

Wer im Gefängnis landet oder später mit einem Vorstrafenregister gebrandmarkt ist, der wird sogar noch schlimmer dran sein, denn vorbestraft sein macht es fast unmöglich einen anständigen Job zu finden. Die Strafverfolgung von gewaltfreien Drogendelikten hat die Aussichten von Millionen Menschen ruiniert.

Es besteht auch die Möglichkeit, dass es ein Verhalten ist, das anfällig für Abhängigkeit ist, was eher schuld ist, als Marihuana selbst. Vielleicht ist es nicht der Cannabiskonsum, sondern die zugrunde liegende Notwendigkeit für einen Bewältigungsmechanismus, der bewirkt, dass Menschen nicht ihr volles Potenzial nutzen. Cannabis ist kein physiologisches Suchtmittel; jede Sucht, die durch die Verwendung von Cannabis verursacht wird, ist eine psychische Abhängigkeit und einige sind anfälliger für sie, als andere. Sich auf eine Substanz bis zu dem Punkt zu verlassen, wo sie beginnt Dich zu definieren - jede Substanz - ist ungesund.

Zum Glück für die überwiegende Mehrheit der Cannabiskonsumenten, ist es nichts, das sie definiert. Zu einem gesunden Leben braucht es Balance. Jemand, der sich jeden Tag betrinkt wird eine harte Zeit haben in einem anständigen Job zu bleiben, sowie eine gesunde Beziehung zu den Menschen um sich herum zu behalten. Wenn Cannabis ein Bewältigungsmechanismus wird, dann nein, wird seine Verwendung auf lange Sicht nicht gut sein; durch eine Substanz definiert zu werden, anstatt sie zu genießen, ist nie eine gute Sache. Diese Studie ist nicht falsch, sie ignoriert einfach die mögliche Ursache und Wirkung, sie zieht einfach eine Korrelation zwischen starkem Cannabiskonsum und einem unausgeglichenen Leben.

 

         
  Josh  

Geschrieben von: Josh
Autor, Psychonaut und Cannabis-Liebhaber, Josh ist Zamnesias betriebsinterner Experte. Er verbringt seine Tage draußen in der Natur, wobei er in die verborgenen Tiefen aller Dinge eintaucht, die psychoaktiver Natur sind.

 
 
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