Studie: Das Risiko bekifft zu Fahren ist übertrieben

Veröffentlicht :
Kategorien : BlogCannabisWissenschaft

Studie: Das Risiko bekifft zu Fahren ist übertrieben

Die Medien haben Dich dazu gebracht zu glauben, dass Kiffer eine ernste Gefahr für die Straßen sind? Überdenk das, denn eine neue Studie befindet, dass alle bisherigen Behauptungen über die Gefahren eine massive Übertreibung gewesen sind.

Lass uns eine Sache gleich klarstellen; es ist niemals eine gute Idee anders als nüchtern ein Auto zu fahren. Die Sache ist allerdings, dass einige Leute trotzdem fahren, während sie unter dem Einfluss von Cannabis stehen und Cannabis Prohibitionisten verwenden es als Munition, um ihrer Behauptung Gewicht zu verleihen, dass legales Marihuana einen Anstieg der Verkehrsunfälle verursacht. Doch wenn man sich Orte wie Colorado und Washington ansieht, wo Cannabis legal ist, wartet man noch auf diesen Anstieg. Warum ist das so? Warum sehen wir keine Plage von Kiffern, die die Straßen unsicher machen? Nun, laut einer kürzlich veröffentlichten Studie, wurden die Gefahren bekifft zu fahren stark übertrieben.

Wenn man den Medien glauben darf, verdoppelt sich das Risiko einen Unfall zu verursachen, wenn man unter dem Einfluss von Cannabis ein Fahrzeug führt. Wenn das stimmt, ist es Grund zu erheblicher Sorge. Allerdings ist selbst eine Verdoppelung des Risikos einen Unfall zu verursachen, nichts im Vergleich zu Alkohol, bei dem eine Blutalkoholkonzentration von 0,10% das Risiko eines Unfalls um das bis zu 5-fache (500%) erhöht. Es ist erwähnenswert, dass die Promillegrenze in manchen Ländern sehr nah an diesem Wert liegt; in Großbritannien sind es beispielsweise 0,08%.

DIE STUDIE

Eine neue Studie wirft Zweifel auf, was an dieser Behauptung eines verdoppelten Risikos durch Cannabiskonsum dran ist. Eine in der Zeitschrift Addiction veröffentlichte Studie beziffert die erhöhte Wahrscheinlichkeit bekifft einen Unfall zu bauen auf 20-30%, nicht auf die oft angeführten 92%. Das bedeutet, dass bekifft Fahren zwar gefährlich ist und man es nicht machen sollte, doch es ist bei weitem nicht so gefährlich wie gedacht und schon gar nicht im Vergleich zu Alkohol. Wieder einmal zeigt sich, dass in der Vergangenheit Angstmacherei und Presserummel über das rationale Denken gesiegt hatten.

Ursprünglich wurde eine Meta-Analyse von neun früheren Studien in diesem Bereich durchgeführt. Daher kommen diese 92%.

Diese neue Studie macht genau die gleiche Sache, aber dieses Mal unter Berücksichtigung von Störvariablen, wie Alter und Geschlecht. Es wurde befunden:

"Der Konsum von Cannabis und berauschtes Fahren sind Verhaltensweisen, die häufiger bei jungen Erwachsenen und Männern zu beobachten sind, Gruppen mit einer höheren Unfallwahrscheinlichkeit, unabhängig vom Konsum. Die geschätzten Risiken sinken typischerweise deutlich, wenn solche Faktoren Berücksichtigung finden."

Was bedeutet das? Dass jung und/oder männlich zu sein mit einem höheren Risiko der Verursachung eines Unfalls verbunden ist. Es ist nunmal einfach so, dass diese beiden Gruppen auch eher Cannabis verwenden. Es läuft alles auf einen Grad der Korrelation hinaus, nicht etwa Verursachung. Cannabis erhöht das Risiko, aber bei weitem nicht so viel, wie Anti-Cannabis-Aktivisten es einen glauben machen wollen.

 

         
  Josh  

Geschrieben von: Josh
Autor, Psychonaut und Cannabis-Liebhaber, Josh ist Zamnesias betriebsinterner Experte. Er verbringt seine Tage draußen in der Natur, wobei er in die verborgenen Tiefen aller Dinge eintaucht, die psychoaktiver Natur sind.

 
 
      Über Unsere Autoren