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Kann Man Weed Überdosieren?
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Kann Man Weed Überdosieren?

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Vielleicht bist Du gerade zu stoned und machst Dir Sorgen, dass Du sterben könntest. Hast Du "Kann ich von Cannabis eine Überdosis bekommen" gegoogelt und fürchtest nun die Suchergebnisse? Wir versichern Dir: Es wird alles gut werden! Vorausgesetzt, Du hast keine 2 700 000 Spliffs geraucht. Dann solltest Du Dir tatsächlich Sorgen machen ...

Drogen sind mächtige Substanzen und es ist wichtig, zu wissen, womit Du es zu tun hast, bevor Du sie nimmst. Weed ist da keine Ausnahme. Aber kann man Cannabis überhaupt überdosieren? Lies weiter, um zu eefahren, wie viel Gras Du bräuchtest, um eine Überdosis zu bekommen (Spoiler: mehr als Du überhaupt konsumieren kannst!). Außerdem sprechen wir über die wunderbaren natürlichen Verteidigungsmechanismen des Körper gegen eine Cannabis-Überdosis.

Was ist eine Überdosis?

Was ist eine Überdosis?

Als Überdosis wird ein Vergiftungswert bezeichnet, ab dem die Toxizität einer Droge über 50% aller Testsubjekte töten würde. Eigentlich basiert dieser Wert für gewöhnlich auf Tierstudien. Die gute Nachricht: Ganz gleich, wie sehr Wissenschaftler es auch versucht haben – es hat sich als buchstäblich unmöglich erwiesen, irgendein Tier durch eine Cannabis-Vergiftung zu töten. Die schlechte Nachricht: Es gibt tatsächlich Menschen, die von Berufs wegen versuchen, Tiere mit Gras zu töten.

Das soll aber nicht heißen, dass es keinen Überdosis-Wert für Cannabis gäbe – er liegt nur extrem hoch. In Wirklichkeit wäre es wahrscheinlich unmöglich, an übermäßigem Cannabisgebrauch zu sterben.

Was passiert, wenn man zu viel Cannabis raucht oder isst?

Was passiert, wenn man zu viel Cannabis raucht oder isst?

Selbst wenn man Cannabis nicht überdosieren kann, heißt das nicht, dass Du nicht zu viel rauchen und eine schlechte Zeit haben kannst. Im Allgemeinen sind die Effekte von Cannabis äußerst angenehm, aber es können auch negative Erlebnisse vorkommen. Das ist uns allen schon passiert und wirklich nicht angenehm. Schließlich kann übermäßiger Cannabisgebrauch eine erhöhte Herzfrequenz, Schwitzen, Übelkeit und einen trockenen Mund verursachen (was schrecklich sein kann!).

Rechne schlimmstenfalls damit, krank zu werden. Zu viel Cannabis kann ebenso wie zu viel Alkohol ein Gefühl des Unwohlseins hervorrufen. Aber im Gegensatz zu Alkohol wird Weed keine körperlichen Langzeitschäden verursachen. Wer es nicht weiß: Das Phänomen, zu stoned zu sein, wird üblicherweise mit dem Ausdruck "Green out“ beschrieben. Seltener wirst Du dafür auch den Begriff "Whiteout" oder "Whitey" hören.

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Hat das Rauchen oder Essen von zu viel Cannabis Nebenwirkungen?

Die Beweislage zu Graskatern ist größtenteils anekdotischer Natur. Allerdings gibt es genügend solcher Geschichten, die nahelegen, dass viele Menschen sie schon erlebt haben. Die Symptome können variieren: Manche Nutzer geben ähnliche Symptome wie bei einem Alkoholkater an, während bestimmte andere Symptome nur bei Cannabisgebrauch aufzutreten scheinen. Diese reichen von Kopfschmerzen und Lethargie bis zu Verworrenheit und schwachem Gedächtnis.

Macht es einen Unterschied, ob man zu viel Cannabis raucht, verdampft oder isst?

Macht es einen Unterschied, ob man zu viel Cannabis raucht, verdampft oder isst?

Im Gegensatz zum Rauchen und Verdampfen von Weed wird der Verzehr essbarer Cannabisprodukte viel wahrscheinlicher länger andauernde Spätfolgen nach sich ziehen. Gerauchtes oder verdampftes Gras wird in der Regel vom Körper schnell verstoffwechselt, wohingegen Cannabis-Edibles viel langsamer verarbeitet werden. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit eines "Green out" viel höher, wenn Du mit Cannabis angereicherte Lebensmittel gegessen hast.

Je nach Konsummethode unterscheiden sich die Effekte einer Überdosis auch hinsichtlich ihrer Dauer. Wenn Du zu viel Cannabis rauchst, kannst Du damit rechnen, Dich ziemlich schnell unwohl zu fühlen, wobei Du Dich aber ebenso schnell wieder erholen wirst. In der Regel genügen frische Luft und ein Glas Wasser, um Dich zurückzuholen.

Bei Edibles sieht das ganz anders aus. Aufgrund der erhöhten Potenz und der längeren Wirkdauer dieser Einnahmemethode können die Effekte einer Überdosis viel quälender sein. Solltest Du zu viel Cannabis verzehren, baut sich die Wirkung erst langsam auf, doch mit einem Male fühlst Du Dich nahezu paralysiert und unfähig, überhaupt etwas zu tun.

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Außerdem gibt es keinen schnellen Ausweg. Es handelt sich um einen dieser Momente im Leben, den Du einfach durchstehen musst. Wird Cannabis verdaut, wandelt der Körper Δ-9-THC in 11-Hydroxy-THC um, das stärker und länger wirkt.

Die Lösung? Fange langsam an und habe Geduld! Warte immer, bis die Wirkung eingesetzt hat, bevor Du eventuell mehr isst. Eine halbe Stunde länger zu warten, um high zu werden, ist schließlich besser, als sechs Stunden lang zusammengekauert auf dem Badezimmerboden zu liegen.

Was kann man tun, wenn man zu viel Cannabis konsumiert hat?

Was kann man tun, wenn man zu viel Cannabis konsumiert hat?

Wenn Du das Gefühl hast, zu viel Cannabis konsumiert zu haben, kannst Du einiges dagegen tun.

  • Entspannen: Wie Du inzwischen weißt, hat noch nie jemand eine tödliche Cannabisdosis konsumiert. In ein paar Stunden wird es Dir also wieder besser gehen.

  • Trinke etwas Erfrischendes: Wasser ist immer gut. Allerdings könnte auch etwas Süßes und Sprudelndes gut schmecken. Kurzum: Verwöhne und erfrische Dich.

  • Mache einen Spaziergang: Es kann nicht oft genug betont werden – frische Luft und Bewegung sind eine fantastische Möglichkeit, zu entspannen und in Schwung zu kommen (falls Du vom Sofa runter kommst!).

  • Sprich mit Menschen: Wenn Du unter Menschen bist, lass sie wissen, dass Du Dich zu high fühlst. So kannst Du darüber lachen, anstatt unaufhörlich darüber nachzudenken.

  • Nimm etwas CBD: Mehr Cannabis zu nehmen, kommt wohl eher nicht infrage, aber CBD könnte einigen Effekten von THC entgegenwirken. Achte nur darauf, dass Du nicht den falschen Bud rauchst!

Wie viel Cannabis ist tödlich?

Wie viel Cannabis ist tödlich?

Die Cannabismenge, die man für eine tödliche Überdosis konsumieren müsste, beträgt grob geschätzt etwa 680kg in 15 Minuten. Obwohl wir nicht dazu raten, würde jeder, der dies schafft, als Legende in die Geschichtsbücher eingehen, wenn auch als etwas zu begeistert vom Stoned-Werden.

Bedenkt man, dass die meisten Menschen weniger als ein Gramm für ihren Joint verwenden, hast Du es mit einem Minimum von 680 000 Joints in lediglich fünfzehn Minuten zu tun – für den Durchschnittsraucher wären es wohl sogar eher um die 2 700 000 Joints! Hoffentlich relativiert das die Angelegenheit ein wenig. Und selbst wenn Du wolltest – könntest Du Dir eine Cannabis-Überdosis überhaupt finanziell leisten?

Kann man CBD überdosieren?

Es gibt keine Belege, die darauf hindeuten, dass eine tödliche Dosis mit CBD möglich ist. Genau genommen haben vorläufige Studien[1] ergeben, dass Menschen Dosen von bis zu 1 500mg CBD pro Tag ohne Nebenwirkungen tolerieren. Das ist selbstverständlich eine viel höhere Dosis, als ein Nutzer überhaupt jemals nehmen würde. Dennoch heißt das nicht, dass CBD keine Überdosis verursachen kann; aber man müsste wahrscheinlich eine ähnlich lächerliche Menge wie für eine THC-Überdosis konsumieren.

Gleichwohl ist es möglich, von CBD ungewollte Nebenwirkungen wie Lethargie und Bauchschmerzen zu verspüren. Nutze dieses Cannabinoid also genau wie THC mit Vorsicht und Respekt.

Wie sich der Körper vor einer Cannabis-Überdosis schützt

Wie Sich Der Körper Vor Einer Cannabis-Überdosis Schützt

Das Gehirn ist etwas Wundervolles und hat sogar eingebaute Mechanismen entwickelt, die uns davon abhalten, zu stoned zu werden. THC bindet an CB1-Rezeptoren im Gehirn. Diese Rezeptoren sind teilweise für die Regulierung des Endocannabinoid-Systems des Körpers verantwortlich. Wird ein CB1-Rezeptor aktiviert, triggert er die Produktion von Pregnenolon[2] (einem inaktiven Vorprodukt aller Steroid-Hormone). Was bewirkt Pregnenolon? Es wirkt den Effekten von THC entgegen. Je mehr Weed Du rauchst, desto mehr wird sich Dein Körper dagegen wehren.

In der Wissenschaft ist dies als parakrine Sekretion bekannt. Diese schützt die CB1-Rezeptoren generell vor einer Reizüberflutung. Wenn THC die CB1-Rezeptoren stimuliert, wird die Produktion von Pregnenolon exponentiell erhöht. Deshalb ist eine Cannabis-Überdosis praktisch ausgeschlossen.

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Sollte man sich wegen einer Cannabis-Überdosis Sorgen machen?

Sollte Man Sich Wegen Einer Cannabis-Überdosis Sorgen Machen?

Nein. Wenn Du denkst, dass Du zu stoned bist, und befürchtest, an einer Cannabis-Überdosis zu sterben, kannst Du diesen Gedanken beruhigt vergessen: Es wird nicht passieren! Diese gute Nachricht solltest Du allerdings keinesfalls als Aufruf missverstehen, irrsinnige Mengen Weed zu rauchen. Selbst wenn Cannabis eine körperlich ungefährliche Droge ist, kann sie dennoch mentale Nebenwirkungen haben, wenn sie falsch genutzt wird, und diese können genauso schädlich wie die körperlichen sein. Als Faustregel gilt: Wenn Du Dich amüsierst, ist vermutlich alles in Ordnung!

Zamnesia

Geschrieben von: Zamnesia
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Externe Quellen:
  1. Safety and side effects of cannabidiol, a Cannabis sativa constituent - PubMed - https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  2. Pregnenolone Can Protect the Brain from Cannabis Intoxication - https://www.ncbi.nlm.nih.gov

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