Forscher entdecken mögliche therapeutische Nutzen von 'Zauberpilzen'

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Forscher entdecken mögliche therapeutische Nutzen von 'Zauberpilzen'

Laut einer Studie, die im Journal für experimentelle Gehirnforschung veröffentlicht wurde, fanden Forscher heraus, daß Psychedelika medizinische Nutzen für PTSD Patienten und solche mit kurzfristigem

Laut einer Studie, die im Journal für experimentelle Gehirnforschung veröffentlicht wurde, fanden Forscher heraus, daß Psychedelika medizinische Nutzen für PTSD Patienten und solche mit kurzfristigem Gedächtnisverlust haben könnten.

Die Forschung begann im Jahr 2008 als Briony Catlow's Dissertationsstudie und zielte darauf ab, die Funktion der Neurogenese während des gesamten Lebenszyklus zu untersuchen, den Prozess im Gehirn, der neue Nervenzellen in dem Teil des Gehirns entstehen läßt, der für die "Aufnahme" neuer Erinnerungen verantwortlich ist. Die Studie wurde begleitet von Dr. Juan Ramos-Sanchez, einem Neurologie Professor und ihre Grundidee war, zu erkunden, ob und wenn ja, Psilocybin ein sehr starkes Lernprogramm verändern könnte - Angstkonditionierung.

Die Forscher setzten Mäuse in Kisten mit einem elektrisch geladenen Boden und konditionierten sie mit einem bestimmten Ton, der erklingen würde, wenn die Mäuse einen Schock erhalten. Durch verzögerte Konditionierung machten die Mäuse die Konditionierung zu einer Erinnerung, die den Ton mit dem elektrischen Schlag verbindet. Die Forscher erwarteten, daß das Psilocybin die Neurogenese hemmen würde und die Mäuse die Konditionierung schneller lernen würden, aber Dr. Juan Ramos-Sanchez sagte, daß "alle Mäuse mit der gleichen Geschwindigkeit lernten und daß es nicht wirklich wichtig war, ob eine niedrige oder hohe Dosis verabreicht wurde; sie alle paßten sich in der gleichen Zeit an die Konditionierung an."

Dann wurde der Aufbau geändert zu einem Ton ohne folgenden Stromschlag.

Die Mäuse wurden tief konditioniert und der Ton allein ließ die Mäuse in Erwartung des elektrischen Schlages erstarren, aber was die Forscher wirklich verblüffte, waren die Mäuse unter dem Einfluß von Psilocybin. Diese Mäuse wurden sich schneller als die Mäuse in der Kontrollgruppe bewußt, daß der Ton nicht mehr den Stromschlag einläutete und im dritten Durchlauf hatten die Mäuse, den Psilocybin verabreicht worden war, alle Angst vor dem Ton verloren und zeigten keinerlei Reaktion, was Sanchez-Ramos ansah als "den großen Durchbruch, weil die Mäuse gelernt hatten, das durch Angst ausgelöste Verhalten viel schneller abzulegen".

Für PTSD Patienten könnte dies bedeuten, daß der Einsatz von Psilocybin in Therapien ihnen helfen könnte, sich von den Reizen der schmerzhaften Erinnerungen zu trennen. Allerdings warnte Sanchez-Ramos, daß dies nicht notwendigerweise bedeutet, daß jeder Patient, der unter PTSD leidet, rausgehen sollte und sich Zauberpilze einwirft, sondern daß es eine Ergänzung zu ihrer Psychotherapie sein könnte. Er wies darauf hin, daß "diese Dinge nicht ohne begleitende Psychotherapie durchgeführt werden können und sollten."

Darüber hinaus hat eine unveröffentlichte Forschungsarbeit auch noch gezeigt, daß die Neurogenese von Mäusen sich signifikant erhöht, wenn ihnen einmal pro Woche eine niedrige Dosis Psilocybin gegeben wurde und das in einem Ausmaß, das größer war, als Forscher glaubten, daß es möglich wäre. Sanchez-Ramos schlußfolgerte, daß diese Ergebnisse bedeuten, daß Psilocybin womöglich ein Mittel sein könnte, um Probleme mit dem Gedächtnis in Verbindung mit neurologischer Degeneration zu behandeln und daß diese Art der Forschung den Schwerpunkt auf die Notwendigkeit legt, nach sichereren und wirksameren Medikamenten mit wenig oder gar keine Nebenwirkungen zu suchen, die das Gedächtnis und die kognitiven Fähigkeiten verbessern.