Die neuesten Entwicklungen in Sachen Cannabis in Südamerika - Eine Zusammenfassu

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Die neuesten Entwicklungen in Sachen Cannabis in Südamerika - Eine Zusammenfassu

Die Legalisierung in Südamerika schreitet voran: Kolumbien wird grün und Chile flirtet mit medizinischem Marihuana.

Es rumpelt und rasselt in der Cannabis Welt. Der Schwung scheint unaufhaltsam und jetzt will Südamerika in die Spuren des großen Bruders im Norden treten. Hier die neuesten Nachrichten aus Lateinamerika:

Die Liberale Partei Kolumbiens möchte medizinisches Marihuana legalisieren

Kolumbiens Liberale Partei hat ihre Unterstützung für ein Gesetz angekündigt, das den Konsum von Marihuana zu medizinischen Zwecken legalisieren würde. Die Unterstützung kommt ein paar Monate nach der offiziellen Anfrage, ob die Regierung ihre Drogenpolitik rund um das Thema neu bewerten würde.

Kolumbien ist ein Land, das für den illegalen Drogenhandel bekannt ist und jahrzehntelange von Gewalt im Zusammenhang mit Drogen geplagt wurde. Durch die Neubewertung seiner Position im Krieg gegen die Drogen möchte das Land den Kartellen die Macht nehmen, die den ganzen Kontinent verwüstet haben.

Der Unterstützung der Liberalen Partei für den kolumbianischen Gesetzentwurf zur Legalisierung von medizinischem Marihuana folgend, hat auch der Präsident von Kolumbien, Juan Manuel seine Unterstützung für die Bewegung ausgesprochen. Mit der Aussage, es wäre eine "mitfühlende Antwort," würdigte der Präsident auch, daß es ein Schritt in die richtige Richtung ist, um der organisierten Kriminalität das Geschäft aus der Hand zu nehmen. Juan, wir stimmen dem zu, das ist eine gute Idee.

Chile will Marihuanagesetze klarer formulieren

Um die trüben Gewässer rund um die Cannabisgesetze aufzuklaren, hat Senatorin Isabel Allende Bussi, Präsidentin des chilenischen Senats einen Gesetzentwurf eingeführt, der die Verwendung von Marihuana in einem Gesetz klar definieren würde.

Wie die Dinge stehen, toleriert das chilenische Gesetz den Heimanbau und persönlichen Konsum von Cannabis. Allerdings gibt es keine gesetzliche Definition für die Strafverfolgungsbehörden, was als Menge für den persönlichen Gebrauch anzusehen ist - was viel Raum für die Auslegung und mögliche Korruption läßt.

Mit der neuen Gesetzgebung dürfte ein Haushalt maximal drei blühende Cannabispflanzen zur Zeit haben, solange die Eigentümer bereit sind, sich beim Landwirtschaftsministerium zu registrieren. Die Ernte darf dann nur den persönlich verbraucht und nicht an jemand anderes verkauft werden.

Es ist ein kluger Schachzug und einer, der legales Cannabis und die Rechte der Menschen im Land fördert, dazu Zugang zu haben.

Der erste Chilene erhält legal medizinisches Marihuana

Eine weitere Nachricht aus Chile ist, daß ein unheilbar kranker Bürger der Erste innerhalb des Landes sein wird, der eine auf Marihuana basierende Behandlung erhalten wird. Obwohl der Anbau und Konsum von Marihuana für den persönlichen Verbrauch toleriert wird, sind keinerlei Gesetze in Kraft, die den Kauf von auf Cannabis basierenden Medikamenten erlauben oder regeln.

Am 26. Juni erhielt Cecilia Heyder, eine chilenische Hausfrau mit Brustkrebs und Lupus vom Amt für öffentliche Gesundheit die Genehmigung, daß man ihr die auf Cannabis basierende Medizin Sativex geben kann.

Guatemala schließt Legalisierung nicht aus

In einem aktuellen Interview mit der Washington Post erklärte Otto Perez Molina, Präsident von Guatemala und Ex-General, daß er die Möglichkeit der Legalisierung nicht ausschließt. Obwohl er nicht notwendigerweise die Entkriminalisierung aller Drogen unterstützt, sagt er, daß es genügend Beweise gäbe, um zu rechtfertigen, daß wir möglicherweise die Art verändern sollten, wie wir Marihuana sehen.

Am bemerkenswertesten hierbei war, daß der ehemalige General in seiner jährlichen Ansprache bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen die "visionäre Entscheidung" der Bundesstaaten Washington und Colorado Marihuana zu legalisieren lobte - für viele überraschend.

So wie es steht, beobachtet Molina aktiv, wie sich die Dinge in Orten wie Uruguay, Colorado und Washington entwickeln, wobei er plant, sie als ein Beispiel zu verwenden, wie man in seinem Land vorgehen sollte.

Und das ist noch nicht alles ...

Obwohl die oben aufgeführten großen Nachrichten aus Südamerika kommen, überdenkt so ziemlich jedes Land auf dem Kontinent eine Neubewertung der Art, wie es Cannabis sieht. Zum Beispiel arbeitet Argentinien an einem Gesetzentwurf, der das Cannabisverbot lockern soll, während man sich in Orten wie Costa Rica die Vor- und Nachteile von legalem medizinischen Marihuana ansieht. Es geht voran.

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