Was Ist Ein Delirium Und Wodurch Wird Es Verursacht?

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Was Ist Ein Delirium Und Wodurch Wird Es Verursacht?


Das Delirium ist ein neurologischer Zustand, der sowohl für die Patienten als auch für die Pfleger problematisch ist. Es kann durch Erkrankungen und bestimmte Wirkstoffe verursacht werden. Die Behandlung ist notwendig für das Überleben des Patienten - dies ist ein lebensgefährlicher Zustand.

Das Delirium ist ein furchterregender Zustand und das war es schon immer. Seit der ersten Erwähnung in einem medizinischen Text blieben viele Fragen offen. Was ist es? Wodurch wird es ausgelöst?

Einer der Gründe für die Sensationalisierung ist in der Angst der Menschen vor diesem Zustand zu finden, sogar bei den Betroffenen. Insbesondere im 18. Jahrhundert war es eines der häufigsten Leiden von Charakteren in der Schauerliteratur.

Auch bei einer Reise ins Ausland kann man sich eine Erkrankung mit deliranter Symptomatik "einfangen". Exotische Krankheiten wie Malaria stellen eine mögliche Ursache dar. Doch auch andere Erkrankungen können der Auslöser sein, einschließlich sexuell übertragbare Krankheiten und ein Organversagen.

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WAS IST EIN DELIRIUM?

WAS IST EIN DELIRIUM?

Obwohl es eine Vielzahl von Ursachen gibt, so ist dieser Zustand doch einfach zu beschreiben. Ein Delirium ist ein zeitweiliger Zustand mentaler Verwirrung. Es ist ein neurologisches Leiden, das das zentrale Nervensystem und das Gehirn betrifft. Es kann durch Krankheiten, Operationen und Medikamente verursacht werden. Außerdem können auch Entzugserscheinungen, insbesondere von Alkohol und anderen Drogen, die Ursache sein.

Früher gab es die verschiedensten Theorien über die Ursachen, von bösen Geistern bis zum Teufel war alles dabei. Im Mittelalter war der durch einen Priester durchgeführte Exorzismus das übliche "Heilmittel".

Als die Medizin sich weiterentwickelte, bekam das Delirium zuerst den Namen "Gehirnfieber". Sogar die moderne Medizin weist allerdings einen Mangel an Optionen zur Behandlung dieses Leidens auf.

Auf eine Weise könnte man das Delirium als "Gehirnfieber" bezeichnen, wobei es natürlich mehr damit auf sich hat. Es ist eine Unterfunktion des Gehirns, die durch eine chemische oder physikalische Funktionsstörung des menschlichen Körpers verursacht wird. Dadurch kann das Gehirn bestimmte Reize nicht mehr richtig verarbeiten. Übliche Gründe für die Entstehung eines Deliriums sind Infektionen, insbesondere im Bereich der Blase, des Gehirns oder der Brust. Außerdem können auch Fieber, Dehydrierung und größere operative Eingriffe ein Auslöser sein. Leber- oder Nierenprobleme können ebenso ein Delirium verursachen, genauso wie ein Drogenentzug, z. B. von Benzodiazepinen.

Kann es noch schlimmer für Pfleger und Betroffene werden? Die Symptome treten plötzlich auf, was sowohl für die Beobachter als auch für jene, die die Symptome erfahren, erschreckend ist. Die Symptomatik kann eine verminderte Wahrnehmung der Umgebung oder die Unklarheit über den Aufenthaltsort beinhalten. Ebenso können Halluzinationen oder angsteinflößende Träume, die sogar nach dem Aufwachen noch weitergehen, ein Teil der Symptome sein.

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Sprachstörungen und Schläfrigkeit sind ebenfalls üblich. Auch eine abendliche Verwirrung, schnelle Stimmungsschwankungen und Schlaflosigkeit werden häufiger beschrieben. Das Delirium ist ein Leiden, das des Öfteren in Krankenhäusern vorkommt. Fast 10% der Krankenhauspatienten erleben diese Symptomatik. Ältere und sterbenskranke Menschen laufen ein besonders hohes Risiko.

WODURCH WIRD EIN DELIRIUM VERURSACHT?

WODURCH WIRD EIN DELIRIUM VERURSACHT?

Das eigentliche Leiden wird durch eine beeinträchtigte Übertragung im Gehirn verursacht. Es kann durch einen Faktor oder durch die Kombination mehrerer Faktoren hervorgerufen werden. Eine schwerwiegende oder tödliche Erkrankung kann ebenfalls die Ursache sein. Natürlich gibt es auch noch andere Faktoren.

Beispielsweise können bestimmte Drogen toxisch auf den Körper wirken. Falls dann eine Leber- oder Nierenfunktionsstörung vorliegt, kann der Körper nicht auf die Toxizität reagieren. Die Signalübertragung im Gehirn beginnt fehlerhaft zu werden und sich zu vermischen. Ein Natriummangel verursacht auf dieselbe Weise ein Delirium. Genauso kann deshalb auch eine Dehydrierung der mögliche Auslöser sein.

Ein Delirium wird häufig von der Hand gewiesen oder als "normaler" Teil des Alterns fehlinterpretiert. Ältere Menschen sind aus mehreren Gründen besonders anfällig für ein wirkstoffinduziertes Delirium. Die Fähigkeit des Körpers, Giftstoffe abzuwehren, nimmt mit zunehmendem Alter ab. Viele ältere Patienten nehmen häufig mehrere Medikamente ein. Ebenso gibt es einige Studien, die darauf hinweisen, dass die Neurochemie mit dem Alter ins Ungleichgewicht gerät. Dadurch wird die Sensibilität gegenüber verschiedenen Wirkstoffen erhöht - insbesondere gegenüber denjenigen, die das zentrale Nervensystem beeinflussen.

DAS WIRKSTOFFINDUZIERTE DELIRIUM

DAS WIRKSTOFFINDUZIERTE DELIRIUM

Die kognitive Beeinträchtigung durch Wirkstoffe ist eine der häufigsten Formen eines Deliriums. Es gibt bestimmte Wirkstoffe, die für diese Art Nebenwirkung bekannt sind.

Benzodiazepine, die als Schlafmittel und als Beruhigungsmittel verschrieben werden, haben einen schlechten Ruf und das mit Recht. Ein abrupter Entzug dieser Medikation kann ein Delirium verursachen. Warum? Diese Medikamente beeinflussen das zentrale Nervensystem.

Opiate sind ebenfalls für delirante Nebenwirkungen bekannt. Sie interagieren direkt mit den Opioid-Rezeptoren im Gehirn. Diese Art Medikamente kann nicht nur ein Delirium verursachen, sondern auch chronische Veränderungen im Gehirn wie bei einer Demenz. Ein Entzug von Opiaten kann ebenfalls delirant wirken.

Trizyklische Antidepressiva werden sowohl zur Bewältigung von Schmerzen als auch zur Behandlung schwerwiegender Depressionen eingesetzt und auch diese können Demenz verursachen. Genauso können auch Corticosteroide, die zur Behandlung von schweren Asthmaanfällen verwendet werden, diese Wirkung haben.

WIE BEHANDELT MAN EIN DELIRIUM?

WIE BEHANDELT MAN EIN DELIRIUM?

Die Behandlung eines Deliriums verläuft mehrstufig und beginnt zuallererst bei der Diagnose. Durch Infekte oder Wirkstoffe ausgelöste Delirien werden insbesondere bei Älteren häufig mit Demenz verwechselt. Es gibt noch keinen Bluttest, mit dem ein Delirium nachgewiesen werden kann. Anders als bei der Alzheimer-Krankheit, die zu Demenz führt, wird man auch durch einen Gehirnscan kein Delirium nachweisen können.

Auch wenn beide Krankheiten die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen, so sind die Demenz und das Delirium doch grundlegend unterschiedlich. Das Delirium verläuft schwankend und manchmal sehr dramatisch. Die Demenz verschlechtert sich fortschreitend und tritt meistens im Alter auf.

Ein Delirium ist außerdem äußerst gefährlich, da es während der Schwankungen auch permanenten Schaden hinterlassen kann. Wenn Du den Verdacht hast, dass jemand ein Delirium hat, solltest du sofort ärztlichen Rat einholen. Nicht nur kann der Zustand selbst lebensgefährlich sein, sondern auch die Ursachen.

Die Behandlung eines Deliriums erfordert die Identifizierung der Ursache. Das kann sich als schwierig herausstellen. Außerdem können auch bei der Induktion eines Wirkstoffs die Symptome weiter bestehen. Das sind die zwei Hauptgründe für die Schwierigkeit der Behandlung.

Angehörige können dem Patienten helfen, die Orientierung wiederzufinden. Die Patienten werden nicht nur sicherer sein, sondern es ist dann auch jemand da, der sie daran erinnern kann, dass ihre Wahnvorstellungen nicht echt sind.

Physische Einschränkung sollte nur das letzte Mittel sein. Patienten, die diesen Zustand überlebt haben, erzählen häufig von albtraumartigen Visionen. Bedenke, dass gefesselt zu sein oder festgehalten zu werden, oft genauso angsteinflößend ist, wie die Illusionen der Patienten selbst.

WAS KANN MAN AUF DIE SCHNELLE TUN?

Ein Delirium - Was Kann Man Auf Die Schnelle Tun?

Wenn Du glaubst, dass ein Familienmitglied oder Freund ein Delirium hat, ist medizinische Obhut der erste Schritt. Befindet sich das Individuum unter medizinischer Aufsicht, ist es noch nicht vorbei. Weitere Schritte müssen unternommen werden, um sicherzugehen, dass gut auf den Patienten geachtet wird und er sicher ist sowie unter Beobachtung steht.

Sei ehrlich zum medizinischen Personal, was die Situation der Person betrifft. Das betrifft mögliche eingenommene Wirkstoffe sowie weitere medizinische Informationen. Sei auch so ehrlich wie möglich zu den Patienten und verhätschele sie nicht in ihren Fantasien oder Halluzinationen. Wenn der Patient beispielsweise denkt, vor der Tür seien riesige Spinnen, solltest Du sichergehen, dass er dies auch als Halluzination wahrnimmt. Lache nicht über den Patienten. Für ihn oder sie sind diese Visionen und Empfindungen "real".

Behalte im Hinterkopf, dass Du Dich nicht selbst dafür verantwortlich machst, falls Du die Zeichen nicht sofort richtig deutest. Auch medizinisches Personal, einschließlich ausgebildete Ärzte, haben häufig Schwierigkeiten.

Marguerite Arnold

Geschrieben von: Marguerite Arnold
Mit ihrer jahrelangen Erfahrung in der Schriftstellerei hat sich Marguerite der Erforschung der Cannabis-Industrie und den Entwicklungen der Legalisierungsbewegung gewidmet.

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