Cannabis Mit Tabak Zu Mischen Kann Das Suchtrisiko Erhöhen

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Cannabis Mit Tabak Zu Mischen Kann Das Suchtrisiko Erhöhen

Wir wussten alle schon, dass Tabak süchtig macht, doch neue Untersuchungen suggerieren, dass Tabak auch ein Beitragender zur Cannabisabhängigkeit sein kann.

Laut neuen Untersuchungen kann das Zufügen von Tabak zu Deinem Joint das Suchtrisiko erhöhen.

Wir wussten alle schon, dass Tabak süchtig macht, doch neue Untersuchungen deuten darauf hin, dass Tabak auch zur Cannabisabhängigkeit beitragen kann.

Mischst Du Cannabis mit Tabak, um Geld zu sparen oder um mehr inhalieren zu können? Gefällt Dir der ausgeprägte Rausch, den Du vom Rauchen beider Substanzen erhältst? Wenn ja, dann könnte Dein Suchtrisiko erhöht sein.

  Addiction Tobacco Cannabis

Eine neue Studie von Forschern aus dem Vereinigten Königreich zeigt auf, dass Cannabisnutzer, die Tabak mit ihrem Marihuana mischen (eine gängige Praxis in Europa), öfters ein süchtig machendes Verhalten aufweisen können. Die Ergebnisse der Befragung wurden im Juli 2016 in Frontiers of Psychiatry veröffentlicht.

Die Studie, die von Chandni Hindocha von der klinischen Psychopharmakologie Einheit vom University College London geführt wurde, hat die verschiedenen Methoden des Cannabiskonsums in 18 Ländern analysiert.

Die Teilnehmer an der Studie wurden gebeten um an einer Querschnitt-Online-Befragung teilzunehmen und Fragen über ihren Cannabis-/Tabakkonsum zu beantworten. Sie wurden unter anderem gefragt:

• Was ihre bevorzugte Form der Verwendung von Cannabis ist

Wie oft sie konsumieren

• Ob sie gewillt sind Tabak und Cannabis aufzugeben

Die Umfrage hat 33.687 Antworten von Menschen auf der ganzen Welt gesammelt, die zumindest einmal in den letzen 12 Monaten Cannabis konsumiert hatten.

Es ist die erste Studie, die die verschiedenen Methoden des Cannabiskonsums auf globaler Ebene analysiert hat. Man hat herausgefunden, dass 65,6% aller Befragten Cannabis mit Tabak mischen. Von diesen Befragten waren über 90% Europäer.

Das Ziel der Studie war zu analysieren, wie verschiedene Methoden des Cannabiskonsums die Motivation des Einzelnen beeinflussen, in der Zukunft weniger Marihuana oder Tabak zu konsumieren.

 

Cannabis and tobacco seperate use

 

Bei Teilnehmern, die Cannabis und Tabak separat voneinander konsumierten, war es 80,6% wahrscheinlicher, dass sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, um weniger Tabak zu konsumieren und 103,9% wahrscheinlicher, aktiv nach Hilfe zu suchen.

Diese Konsumenten nahmen auch zu 61,5% wahrscheinlicher professionelle Hilfe in Anspruch, um weniger Cannabis zu konsumieren. Die Tatsache, dass sie Tabak und Cannabis nicht miteinander mischten, hatte jedoch keinen signifikanten Einfluss auf ihre Motivation, professionelle Hilfe zu suchen.

Diese Studie fügt sich an eine begrenzte Anzahl von Forschungsarbeiten an, die die Beziehung von gemischtem Cannabis-/Tabakkonsum und das Risiko der Sucht thematisieren.

Eine Studie von 2014, die im Journal of Adolescent Health publiziert wurde, dokumentierte die Verbreitung verschiedener Methoden der Cannabisnutzung und wie diese Methoden in Verbindung zu problematischem Drogenkonsum stehen.

Über 1.700 Cannabiskonsumenten wurden gebeten Fragen über ihren Drogenkonsum, ihre bevorzugten Verabreichungsarten (ROAs - routes of administration), ob sie noch andere illegale Drogen konsumierten und vieles mehr, zu beantworten.

Die Studie hat herausgefunden, dass Teilnehmer die Cannabis nicht mit Tabak mischten, ein geringeres Risiko für die Entwicklung eines problematischen Drogenkonsums hatten. Sie hat auch aufgezeigt, dass verschiedene ROAs, besonders die Verwendung von Wasserpfeifen, mit einem intensiveren Konsum in Verbindung gebracht werden kann.

Eine andere Studie, die in 2009 publiziert wurde, ergab ähnliche Ergebnisse.

Basierend auf Informationen aus dem 2001-2002 US National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions wollte diese Studie herausfinden, ob Cannabiskonsum und Abhängigkeit in Verbindung mit dem Gebrauch von gerauchtem Tabak stehen.

Die Studie hat herausgefunden, dass das Rauchen von Tabak das Risiko für Cannabis-Missbrauch und Cannabis-Abhängigkeit um ein 4-faches erhöht. Es wurde auch mit einer 3-fachen Steigerung der Chance eines problemlosen Cannabiskonsums assoziiert.

Das Argument, dass Cannabis abhängig machen kann, steht seit Jahren im Mittelpunkt der Diskussion der Cannabis Prohibition. Es gibt jedoch eine große Anzahl von Forschungsarbeiten, die das Gegenteil behaupten.

In 1994 hat Epidemiologe James Anthony zusammen mit einer Vielzahl von Kollegen über 8.000 Menschen zwischen 15 und 64 Jahren über ihren Konsum von Cannabis und anderen Drogen befragt. Diese Resultate wurden noch im selben Jahr in der Comparative Epidemiology of Dependence on Tobacco, Alcohol, Controlled Substances, and Inhalants publiziert.

Diese Umfrage hat ergeben, dass nur 9% der Teilnehmer, die wenigstens einmal Cannabis konsumiert hatten, der Diagnose einer Cannabis-Abhängigkeit entsprechen. Für Alkohol lag diese Zahl bei 15%, für Kokain bei 17%, für Heroin bei und für Nikotin bei 32%.

Neue Forschungen hingegen werfen Bedenken hinsichtlich des gemischten Cannabis- und Tabakkonsums auf. Was auch immer Deine Beweggründe sind beides mit einander zu mischen, es könnte an der Zeit sein nach reineren Formen des Genusses für Dein Kraut zu suchen.

Für die ganze Studie, die in Frontiers of Psychiatry publiziert wurde, klicke hier. Für weitere aktuelle Informationen über Cannabis besuche unseren Blog.

 

 

Survey cannabis

 

         
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