Kanna: Alles Was Du Wissen Musst

Kanna (Sceletium Tortuosum)

Kanna gehört zu den vielen bewusstseinsverändernden Pflanzen in der Natur. Es erzeugt einen entspannenden und beruhigenden Effekt, der dabei helfen kann, Stress abzubauen und Angstzustände zu beseitigen. Kanna liefert eine botanische Lösung für einen geschäftigen Lebensstil und das hektische Wesen der modernen Zeit. Verwende diesen pflanzlichen Verbündeten, um Deinen mentalen Fokus neu auszurichten, wenn es Zeit für etwas wohlverdiente Entspannung ist.

Was ist Kanna?

Kanna, auch als Canna und Kougoed bekannt, ist das getrocknete und/oder fermentierte Pflanzenmaterial der Pflanze Sceletium tortuosum. Sie wächst wild in der Kap-Region Südafrikas und wird seit Jahrhunderten als traditionelle Stammesmedizin genutzt. Obwohl sie nur in Südafrika natürlich vorkommt, ist Kanna eine einfach anzubauende Pflanze, die so ziemlich überall kultiviert werden kann, solange sie mit nach drinnen genommen wird, wenn es kalt wird.

Pharmazeutische Unternehmen untersuchen die Pflanze derzeit, weil sie an ihrem medizinischen Potential interessiert sind. Manchen sind gewisse Rechte seitens der südafrikanischen Regierung gewährt worden. Kanna könnte zukünftig möglicherweise als rezeptfreie Medizin verkauft werden.

Die traditionelle Verwendung von Kanna ist die eines Stimmungsaufhelles. Es wird auch für die Reduzierung von Stress und Angst genutzt. Dies hat in westlichen Ländern zu seiner weiteren Nutzung als Antidepressivum geführt. Seine antidepressiven Qualitäten rühren von seiner natürlichen Fähigkeit, den SSRI-Mechanismus nachzuahmen, wodurch die Serotonin-Wiederaufnahme unterdrückt wird. Dies hat Kanna zur potentiellen Alternative für jene gemacht, die nach natürlichen Wegen suchen, ihre Stimmung aufzuhellen.

KannaKanna ANSEHEN

Es ist darauf hinzuweisen, dass Kanna verwendet wird, um akute Formen von Depressionen und Angstzuständen zu behandeln, anstatt als regelmäßiges Nahrungsergänzungsmittel eingenommen zu werden.

Traditionellerweise wird Kanna genutzt, indem man das getrocknete Pflanzenmaterial kaut und den Speichel schluckt. Es ist allerdings auch möglich, es Tees und Tinkturen beizufügen oder auch zu rauchen oder zu schnupfen.

Obwohl es nicht halluzinogen oder psychedelisch ist, glauben viele, dass Kanna die Wirkung von anderen psychoaktiven Substanzen aufwerten und verstärken kann, wie zum Beispiel die von Cannabis. Es gibt dafür keine wissenschaftlichen Belege, nur anekdotische Berichte.

Kanna ist im Aufstieg begriffen. Auf der Suche nach einem gesunden Lebensstil, werden alternative und sichere Wege, Stress, Angst sowie Depressionen unter Kontrolle zu halten, immer wichtiger. Kanna hat diesbezüglich vielversprechende Qualitäten gezeigt und wird oft von Kräuterfachkundigen als Ergänzungsmittel empfohlen, um in Stressphasen zu helfen – ergänzt durch einen gesunden und aktiven Lebensstil.

Geschichte von Kanna

Geschichte von Kanna

Im heutigen Südafrika lebende Jäger und Sammler nutzten die Pflanze für gut 1000 Jahre. Sie wurde hauptsächlich verwendet, um Ängste und Depressionen von Kriegern zu beruhigen, die aus der Schlacht zurückkehrten. Heute ist dies als posttraumatische Belastungsstörung bekannt. Der Gebrauch einer Channa oder Kanna genannten Pflanze wurde vor über 225 Jahren dokumentiert. Es wurde berichtet, dass die Hottentotten sie als Visionen hervorrufende Droge nutzten: Die Wurzel wurde gekaut, was ihre Lebensgeister wachrief, ihre Augen glänzen und ihre Gesichter Freude und Gelächter zeigen ließ. Selbst die törichtesten Situationen ließen sie kichern und ihre Gehirne waren voller erfreulicher Gedanken. Überdosen bewirkten den Verlust des Bewusstseins und ein Delirium.

Kanna ist auch ein Name für die Elenantilope, ein heiliges Tier, das in südafrikanischer Felsbildkunst auftaucht. Als die Niederländer in Südafrika eintrafen, nannten sie die Kanna-Pflanze "Kougoed", was "etwas Gutes zum Kauen" bedeutet. Das Idiom Kanna wird heutzutage auf Mesembryanthemum angewandt: M. expansum und M. tortuosum. Die Pflanze selbst ist aber nie endgültig bezeichnet worden. Die alkaloidhaltigen Wurzeln, Blätter und Stiele dieser Art werden im Hinterland Südafrikas geraucht und gekaut, was eine sedierende Wirkung auslöst, die irgendwann zu Faulheit führt. Über zwei Dutzend Mesembryanthemum-Arten enthalten bekanntermaßen Alkaloide.

1662 begann ein Händler und Entdecker namens Jan van Riebeek mit einheimischen Stämmen zu handeln, nachdem er von den Effekten von Kanna auf betrübte und gestresste Personen erfuhr. Der Gouverneur der niederländischen Kapkolonie, Willem Adriaan Van der Stel, vermerkte 1685, dass Einheimische weit reisten, um die besten Proben zu erhalten, und hohe Preise bezahlten.

Den Westländern war Kanna in der Vergangenheit kaum bekannt, doch jetzt wird es zu einer alternativen Behandlung. Aufgrund der in der westlichen Gesellschaft weit verbreiteten Probleme von Depressionen und Angstzuständen, erreicht die Nachfrage nach Sceletium tortuosum als sichere und natürliche Medizin neue Höhen.

Kanna-Wirkung

Kanna Wirkung

Sceletium tortuosum kann dabei helfen die Stimmung aufzuhellen, Angst zu verringern, zu stimulieren oder sedieren und den Appetit zu unterdrücken; die Effekte von Kanna variieren aber je nach Konsummethode und Menge der Einnahme stark. Kanna kann geraucht, geschnupft, gekaut, in Gelkapseln eingenommen oder zu einem Gebräu oder einer Tinktur gemacht werden.

Ein Fakt vorab: Egal, wer auch immer das behaupten mag, aber Kanna ist NICHT halluzinogen und es wurden keine nachteiligen Effekte dokumentiert.

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Hier erfährst Du, was Du nach der Verwendung von Sceletium tortuosum wirklich erwarten kannst:

Abhängig von der Methode der Einnahme und Dosierung, wirst Du Stimulation, einen Energieschub, Appetitunterdrückung, kribbelnde Empfindungen und ein allgemeines Wohlbefinden erleben. In hohen Dosen wird von narkotischer Sedierung, angenehmer Muskelentspannung, Stimmungsaufhellung, geistiger Entspannung, Schmerzfreiheit, Euphorie und gesteigerter Empathie berichtet. Nur sehr wenige Nutzer berichten von Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Angst und Schlaflosigkeit. Diese Nebenwirkungen treten aber normalerweise nur bei sehr hohen Dosen auf.

Kanna in Kombination mit Cannabis zu konsumieren, erhöht die Wirkung des Letzteren, was auch ein hartes Herunterkommen vom Kanna-Kick verhindert, wohingegen die appetitunterdrückende Eigenschaft von Kanna den von Cannabis ausgelösten "Heißhunger" abschwächt.

KANNA-ANWENDUNGEN & DOSIERUNG


Das getrocknete Pflanzenmaterial wird traditionell gekaut und die Säfte geschluckt, es wird aber ebenfalls verwendet, um Tees und Tinkturen herzustellen, oder als Schnupfmaterial inhaliert oder geraucht. Die Hottentotten und Buschmänner Südafrikas kombinieren es manchmal mit anderen Kräutern.

Du wirst herausfinden müssen, welche Einnahmemethode für Dich am besten funktioniert – und es ist immer eine gute Idee, mit einer schwachen Dosis anzufangen. Während manche nur leichte Effekte spüren könnten, befinden sich andere mit niedriger Toleranz vielleicht schon auf ihren mentalen Zehenspitzen.

1. Sublingual/Kauen

Kanna: Sublingual/Kauen

Dies ist die traditionelle Art der Einnahme von Kanna und verweist auf die fermentierten Blätter, Stiele und Wurzeln. Das Pflanzenmaterial wird über einen längeren Zeitraum gekaut, manchmal über den ganzen Tag hinweg.

Dosierung:

Schwach 100-200mg
Mittel 200-400mg
Stark 400-600mg
Extra stark 600-1000mg

Dauer: Die Hauptwirkung hält 1–2 Stunden an und klingt dann über weitere 1–2 Stunden ab.

Wirkung: Allgemeiner Rausch, Euphorie.

2. Insufflation

Kanna: Insufflation (Durch die Nase ziehen)

Der eingefleischte Weg, Kanna einzunehmen. Das Material sollte für das Schnupfen fein zermahlen sein. Diese Methode soll einer der effektivsten Wege sein, Kanna einzunehmen, hat aber einen großen Nachteil – sie ist keine angenehme Methode und wiederholtes Kanna-Schnupfen kann zu Nasenbluten, Juckreiz und Verstopfung der Nase führen.

Dosierung:

Schwach 25-50mg
Mittel 50-100mg
Stark 100-250mg
Extra stark 250-500mg

Dauer: Die Effekte wirken innerhalb von Minuten und bleiben für 20–60 Minuten auf dem Höhepunkt, bevor sie über weitere 20–60 Minuten langsam abklingen.

Wirkung: Die Euphorie ist bei der Insufflation viel ausgeprägter; schmerzlindernde Effekte weniger.

3. Rauchen

Kanna: Rauchen

Trockenes, pulverisiertes (fein oder grob) oder geriebenes Kanna-Pflanzenmaterial kann genau wie jedes andere Kraut geraucht werden. Der Rauch von Kanna wird als süß im Geschmack und nicht harsch für die Lunge oder den Hals beschrieben.

Dosierung:

Schwach 50-100mg
Mittel 100-250mg
Stark 250-400mg
Extra stark 400-500mg

Dauer: Die ersten Effekte werden zwischen innerhalb von Sekunden bis zu einer Minute gespürt. Der Gipfel der Wirkung hält 30–60 Minuten an, nimmt dann über 60–90 Minuten ab.

Wirkung: Der Beginn der Wirkung könnte von Schwindel und leicht nervösen Gefühlen von "Schmetterlingen im Bauch" geprägt sein, gefolgt von einem entspannten, umnebelten Gefühl. Die Euphorie ist beim Rauchen viel ausgeprägter, schmerzlindernde Effekte weniger.

4. Orale Einnahme

Kanna: Orale Einnahme

Kanna-Pflanzenmaterial kann gegessen werden, indem man es über einen längeren Zeitraum kaut und dann schluckt, oder es kann zu einem Tee gemacht werden, der angeblich wie grüner Tee schmeckt, nur schlimmer.

Dosierung:

Schwach 200-400mg
Mittel 400-600mg
Stark 600-1000mg
Extra stark 1000-2000mg

Dauer: Die Effekte können bis zu 90 Minuten brauchen, ehe sie einsetzen, die Erfahrung geht aber auch viel länger und kann 4–5 Stunden andauern.

Wirkung: Höhere Dosen haben ausgeprägtere sedierende, narkotische und schmerzlindernde Eigenschaften.

Der Anbau Von Kanna

Kanna (Sceletium Tortuosum)

Wie die meisten Sukkulenten ist auch Kanna sehr leicht anzubauen. Es ist möglich sie aus Samen oder Stecklingen zu ziehen und sie gedeiht sowohl im Topf, als auch im Boden. Alles was sie braucht ist ein sonniger Platz und eine warme Umgebung. Kanna reagiert sehr empfindlich auf Frost, daher sollte sie zur Winterzeit hereingeholt werden.

TÖPFE, BODEN UND ANBAUBEDINGUNGEN

Für Kanna werden Töpfe mit großen Ablauflöchern benötigt. Vorzugsweise Tontöpfe, da deren Poren das Entweichen von Wasser ermöglichen. Zudem bleiben Tontöpfe auch während der heißen Sommerzeit länger kühl, als Töpfe aus Kunststoff.

Kanna gedeiht am besten auf sehr porösem Boden, mit einer Konsistenz die dem ähnlich ist, wie der in dem dürren und trockenen Klima, in dem Pflanzen wie diese in der Regel auch in der Natur wachsen. Dies ermöglicht einen schnellen und effizienten Ablauf des überschüssigen Wassers und bewahrt die Pflanze vor Fäulnis. Der Boden sollte so beschaffen sein, dass er zwischen jeder Bewässerung komplett austrocknet und so die Wurzeln vollständig belüftet werden können. Die Kanna Pflanze sollte nicht überwässert werden. Nur wenn sie ein wenig faltig wird, deutet dies auf Wasserverlust hin und es sollte in Erwägung gezogen werden sie mehr zu gießen.

Wie bereits erwähnt, verursacht zu viel Bewässerung Fäulnis, während zu wenig Bewässerung zu Wachstumsstörungen führt. Kanna sollten maßvoll bewässert werden, bis Sprosse und Wurzeln genug Zeit hatten, um sich voll zu entwickeln. Auch wenn sie ausgewachsen ist, wird Kanna während der neunmonatigen Ruhephase nur wenig Pflege benötigen. Wenn Blüten oder neue Triebe zu sehen sind, ist die Kanna Pflanze wieder aktiv. Während dieser Perioden kann man erwägen einen Flüssigdünger zu verwenden, um das Wachstum zu steigern.

Kanna-Samen ANSEHEN

Da Kanna, wie bereits erwähnt, sehr empfindlich auf Frost reagiert, sollte sichergestellt sein, dass sie diesem nie ausgesetzt wird. Grundsätzlich sollte die Temperatur nicht unter 16 Grad Celsius fallen, damit Kanna wirklich gedeihen kann. So sollte in Erwägung gezogen werden, sie in einem Gewächshaus oder an einem sonnigen Platz im Zimmer unterzubringen.

KANNA-SAMEN

Kanna-Samen

Kanna-Samen können zu jeder Jahreszeit eingetopft werden, solange sie einen warmen Standort haben. Nachdem Du Deine Kanna-Samen erhalten hast, musst Du die keimungshemmende Schicht entfernen und die Samen mindestens 7 Tage lang in täglich erneuertem destillierten Wasser einweichen. Steck die Samen in Allzweck-Kaktuserde und lege sie an einen warmen, gut beleuchteten, frostfreien Ort, wie zum Beispiel ein Gewächshaus. Halte den Boden immer feucht und stelle Dich darauf ein, dass die Sämlinge nach 2 bis 8 Wochen zu sehen sein werden.

SCHÄDLINGE UND ERKRANKUNGEN

Schädlinge, die Kanna häufig angreifen sind Nacktschnecken, Schnecken, Spinnmilben und Blattläuse. Probleme mit diesen Schädlingen treten eher auf, wenn sie draußen angebaut wird. Schneckenkorn und verschiedene andere, im Handel erhältliche Mittel können verwendet werden, um Nacktschnecken und Schnecken zu bekämpfen, die die Blätter der Kanna Pflanze im Visier haben. Seifenhaltige Insektizide können zur Bekämpfung von Blattläusen und Spinnmilben, die die Pflanze aussaugen, verwendet werden.

Die häufigste Erkrankung der Kanna Pflanze ist der Befall durch den Kanna Virus. Anzeichen hierfür sind blasse Punkte und Streifen auf den Blättern. Es gibt keine Behandlungsmöglichkeit hierfür und die Pflanze muss entfernt und vernichtet werden, bevor sich die Erkrankung ausbreitet.