Ginseng: Alles, Was Du Wissen Musst

Ginseng: Alles, Was Du Wissen Musst
Panax Ginseng

WAS IST GINSENG?

Ginseng ist ein berühmtes pflanzliches Heilmittel aus China, das aus den Wurzeln der Ginseng-Pflanze gewonnen wird. Manchmal wird sie wegen der Menschen-ähnlichen Form, die das vielgliedrige Rhizom des wilden Ginsengs ausbildet, auch "Menschenwurzel" genannt. "Wurzel des Lebens" und "Wurzel der Unsterblichkeit" sind weitere Spitznamen dieser Pflanze.

Seit Jahrtausenden verwendet man Ginseng als natürliches Heilmittel bei erektiler Dysfunktion und um eine abnehmende Libido sowohl beim Mann als auch bei der Frau wieder zu steigern. Ginseng stimuliert das Immunsystem, verleiht Energie, reduziert Stress, schärft den geistigen Fokus und verbessert die Fruchtbarkeit. Ebenso gilt er als mächtiges entzündungshemmendes und antioxidatives Mittel, wobei es einige Erfahrungsberichte gibt, wonach die Ginseng-Wurzel sogar Krebs bekämpfen kann. Ganz zu schweigen davon, dass dieses "Allheilmittel" bei den meisten Anwendern praktisch keinerlei Nebenwirkungen auslöst.

Auf Grund der ständig wachsenden Nachfrage zählt Ginseng heutzutage zu den teuersten pflanzlichen Arzneimitteln. Manche in der Wildnis gesammelte Wurzel in Premium-Qualität erzielte einen Verkaufspreis von bis zu 177.000€. Obwohl derartige Summen eher selten gezahlt werden, kommt dies dennoch vor, wenn Ginseng-Enthusiasten das Glück haben, über eine Ginseng-Pflanze zu stolpern, die in ihrer natürlichen Umgebung über 10 Jahre heranreifen durfte. Eine erntereife Pflanze muss bereits ein paar Jahre alt sein, denn ihre Wachstumsgeschwindigkeit ist nicht besonders hoch. Wild gesammelte Wurzeln werden durchschnittlich für 440–530€ pro Pfund verkauft. Kultivierter Ginseng ist dagegen bereits für ungefähr 45€ pro Pfund zu haben.

Es gibt verschiedene Arten von Ginseng-Pflanzen – und zwar koreanischen (Panax ginseng), amerikanischen (Panax quinquefolius) und sibirischen (Eleuthero). Koreanischer Ginseng ist der schönste und kostbarste aller Vertreter dieser Art. Amerikanischer Ginseng verfügt über ähnliche gesundheitliche Nutzen, verleiht jedoch dem Nutzer nicht annähernd so viel Energie. beim sibirischen Ginseng handelt es sich hingegen um eine völlig andere Pflanze. Obwohl er ebenfalls eine äußerst nützliche Pflanze ist, enthält er kein Ginsenosid (auch bekannt als Panaxosid), den Wirkstoff aus dem koreanischen und amerikanischen Ginseng.

Mit der Zeit gewann Ginseng in Asien eine derartige Beliebtheit, dass Geschäftsleute, die großen Profit aus der Pflanze schlugen, die natürlichen Bestände des Ginsengs schnell dezimiert haben. Dies hatte zur Folge, dass der koreanische Ginseng nur noch äußerst selten zu finden ist. Aus diesem Grund exportieren die Vereinigten Staaten von Amerika jedes Jahr tonnenweise amerikanischen Ginseng nach China. Selbst wenn man ein Ginseng-Produkt kauft, das als "Made in China" deklariert ist, bekommt man also möglicherweise amerikanischen Ginseng. Achte daher besonders auf die Etiketten des jeweiligen Produkts und kaufe Deinen Ginseng ausschließlich von einem seriösen Anbieter.

WIRKUNGEN DES GINSENGS

WIRKUNGEN DES GINSENGS

Seit Jahrtausenden wird Ginseng verwendet, um auf sanfte Art und Weise eine große Bandbreite von Beschwerden zu lindern und die Vitalität zu steigern. Dies liegt daran, dass Panax ginseng zu einer bestimmten Klasse Kräuter und Pflanzen gehört, die Adaptogene genannt werden. Anstatt sich nur auf ein einzelnes Organ zu "konzentrieren", das nicht ordnungsgemäß funktioniert, passen sich Adaptogene an den aktuellen Zustand des gesamten Körpers an. Auf diese Weise wirkt Ginseng wie so genannte "Smart Drugs" ("Intelligente Medikamente"), die auf Dein endokrines System einwirken und Deine Hormone ausbalancieren – und zwar dann, und wirklich nur dann, falls sie diesen Ausgleich auch tatsächlich benötigen. Diese ganzheitliche Herangehensweise verleiht der Pflanze die einzigartige Fähigkeit zu heilen, ohne Schaden anzurichten.

Ginseng ist ebenso für seine Anwendung als sexuelles Hilfsmittel weltbekannt. Männer, die an erektiler Dysfunktion leiden, bekommen durch seine Verwendung wieder stärkere Erektionen und erlangen ein besseres Stehvermögen. Darüber hinaus soll Ginseng sogar die Spermienzahl erhöhen. Die beliebtesten Nutzen der Pflanze sind natürlich nicht auf das männliche Geschlecht beschränkt, denn Ginseng kann auch den weiblichen Sexualtrieb, der womöglich nach der Menopause nachlässt, wieder steigern. In Tierstudien hat man zudem festgestellt, dass Ginseng auch bei unseren tierischen Freunden den Willen, sich miteinander zu paaren, verstärkt. Daraus kann durchaus schließen, dass es sich bei dieser Wirkung der Wurzel des Lebens nicht um einen Placebo-Effekt handelt.

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Solltest Du unter Gedächtnisverlust o.ä. leiden, könnte Ginseng Deinen Geist und Deine Konzentrationsfähigkeit stärken. Die Pflanze wirkt mild stimulierend und kann auf diesem Weg leichte Müdigkeit beseitigen und die Wahrnehmung schärfen. Ginseng ist allerdings kein Heilmittel für Langzeit-Schlafprobleme und verbessert die mentale Funktion auch nur dann, wenn Du tatsächlich müde bist. Bei Testpersonen mit ADHS konnte der Einsatz der Pflanze jedoch erfolgreich die Hyperaktivitäts- und Aufmerksamkeitswerte verbessern. Ferner kann die Wurzel Deine Stimmung aufhellen, Deinen Geist beruhigen und Deinem Gedächtnis auf die Sprünge helfen. Außerdem konnten Forscher eine Verbesserung der geistigen Fähigkeiten und des Verhaltens von Alzheimer-Patienten feststellen, nachdem diesen Ginseng verabreicht worden war.

Die Wurzel wird oftmals auch als Immunsystem stärkendes Tonikum verwendet, um Erkältungen und Grippe abzuwehren, und ebenso sollen Patienten durch die Verwendung der Ginseng-Wurzel wieder schneller zu Kräften kommen. Ginseng kann insbesondere für Menschen hilfreich sein, die an Krebs, Aids, chronischem Erschöpfungssyndrom und COPD leiden, da die heilsame Wurzel die körpereigene Reaktion auf Stress unterstützt und zusätzlich das Immunsystem fördert. Behauptungen, wonach Ginseng die körperliche Leistungsfähigkeit und Ausdauer bei gesunden Menschen verbessern kann, sind jedoch heftig umstritten.

Ginseng senkt den Blutzuckerspiegel sowie den Blutdruck, jedoch nur bei Vorliegen eines Typ-2-Diabetes oder im Falle von Bluthochdruck. Allerdings können auch Menschen ohne diese Beschwerden Ginseng bedenkenlos einnehmen. Die in Ginseng enthaltenen Ginsenoside sind auch in der Lage, Entzündungen bekämpfen, von denen man annimmt, dass sie die Ursache vieler schwerwiegender Erkrankungen, wie Herzkrankheiten und Krebs sind.

Die Wirkkraft des Ginsengs scheint schier endlos zu sein: Weitere Nutzen der Pflanze umfassen die Unterstützung der Gewichtsreduktion, den Schutz vor den Giften des Alkohols, Anti-Krebs-Eigenschaften und die Senkung des Cholesterinspiegels. Die Pflanze wirkt allerdings nicht bei jedem Menschen oder bei jeder Krankheit. Solltest Du an einer schweren Erkrankung, wie Diabetes, einer Herzkrankheit, Krebs oder erektiler Dysfunktion leiden, suche bitte einen Arzt auf und besprich mit ihm, ob eine ergänzende Behandlung mit Ginseng zur traditionellen Medizin für Dich in Frage kommt, anstatt auf eigene Faust damit zu experimentieren.

DIE NEBENWIRKUNGEN DES GINSENGS

Für die meisten Menschen ist die Verwendung von Ginseng ungefährlich, sofern er nur für kurze Zeit eingenommen wird. Solltest Du allerdings empfindlich auf die Wirkstoffe (Ginsenoside) reagieren oder die Wurzel länger als sechs Wochen am Stück einnehmen, kann es unter Umständen doch zu Nebenwirkungen wie den folgenden kommen:

  • Durchfall
  • Kopfschmerzen
  • schnelle Herzfrequenz
  • Angstzustände
  • Änderungen des Blutdrucks
  • Schlaflosigkeit
  • vaginale Blutungen
  • empfindliche Brüste

Allergische Reaktionen können schwerwiegend ausfallen. Falls sich ein Nesselausschlag bilden oder Atemprobleme auftreten, solltest Du die Einnahme umgehend einstellen und medizinischen Rat einholen. Ferner kann es zu einer Schwellung der Zunge, des Halses, der Lippen oder des gesamten Gesichtes kommen. Weitere schwerwiegende Reaktionen können brennende Augen, schmerzende Haut, Halsschmerzen, hohes Fieber und Hautprobleme umfassen, zu denen Ausschlag, Pusteln oder sogar ein Abschälen der Haut gehören.

Ginseng kann mit anderen Medikamenten oder Ergänzungsmitteln in Wechselwirkung treten, was durchaus gefährlich werden kann. Ginseng sollte deshalb auf keinen Fall mit anderen Ergänzungsmitteln eingenommen werden, die den Blutzuckerspiegel senken, einschließlich Flohsamen, Chrom und Alpha-Liponsäure.

Vor der gleichzeitigen Verwendung verschreibungspflichtiger und rezeptfreier Medikamente bzw. Nahrungsergänzungsmittel solltest Du auf jeden Fall immer erst mit Deinem Arzt sprechen. Sei besonders achtsam, wenn Du Ginseng in Kombination mit Blutverdünnern, Immunsuppressiva, Antidepressiva oder Diabetes-Medikamenten verwendest. Zudem hat man bisher keine Studien durchgeführt, die sich mit der Frage beschäftigen, ob Kinder oder schwangere Frauen Ginseng gefahrlos einnehmen können. Daher sollten diese Personengruppen besser auf eine Verwendung von Ginseng verzichten.

WIE MAN GINSENG EINNIMMT

WIE MAN GINSENG EINNIMMT

Es gibt viele Möglichkeiten, Ginseng einzunehmen. Die meisten Menschen beginnen mit Weichkapseln, die gemahlene Ginseng-Wurzel enthalten. Ebenso kann man aus der Wurzel Tees, ein Tonikum oder Tinkturen herstellen. In den meisten Lebensmittelgeschäften sind entsprechende Fertigprodukte erhältlich, aber ebenso gut kann man die frische oder getrocknete Wurzel verwenden.

Wie man einen Tee aus Ginseng braut:

  1.  Schneide frische oder getrocknete Ginseng-Wurzel in Scheiben.

  2. Gib die Scheiben in einen Topf mit kochendem Wasser.

  3. Schalte die Herdplatte ab und lass das Ganze 5 Minuten ziehen.

  4. Abschmecken und nach Bedarf mit Honig süßen.

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Wie man eine Ginseng-Tinktur herstellt:

  1. Schneide eine ganze Ginseng-Wurzel in Scheiben und gib sie in ein Glas.

  2. Mit 95-prozentigem Ethanolalkohol abdecken.

  3. Achte darauf, dass der Deckel gut schließt, um ein Verdampfen zu vermeiden, und bewahre das Glas 30 Tage lang an einem kühlen, dunklen Ort auf.

  4. Abseihen.

  5. Nimm 5–15 Tropfen ein bis zwei Mal pro Tag ein.

Ginseng

Produkt Ansehen

Man kann die Ginseng-Wurzel auch einfach essen. Schneide sie in Stücke, dämpfe sie 15 Minuten lang in einem Topf und iss sie dann so, wie sie ist. Natürlich kann man die Wurzel auch in allen Rezepten verwenden, in denen ein Wurzelgemüse vorgesehen ist.

Falls Du die Möglichkeit hast, frische Ginseng-Wurzeln selbst zu ernten, kannst Du sie mittels Trocknung haltbar machen. Entferne sorgfältig den Schmutz von den Wurzeln und achte darauf, dass sie dabei nicht beschädigt werden. Lass die Wurzeln ein paar Stunden lang an der frischen Luft trocknen. Dazu breitet man die Ginseng-Wurzeln nebeneinander auf einem Tablett oder Sieb aus, so dass sie sich nicht berühren. Anschließend stellt man das Tablett an einen warmen, dunklen Ort, wo die Wurzeln in den nächsten zwei Wochen langsam ihren Trocknungsprozess beenden können.

Rein technisch gesehen, müssen Ginseng-Wurzeln mindestens 6 Jahre sein, bevor sie geerntet und als "roter Ginseng" bezeichnet werden können, obwohl dieser Begriff manchmal auch für Ginseng benutzt wird, der vor der Trocknung gedünstet wurde. Falls Du diese Methode bevorzugst, solltest Du Deine bereits luftgetrockneten Wurzeln dünsten, bevor Du sie auf dem Tablett auslegst. Beim Dünsten legst Du sie ein bis zwei Stunden über kochendes Wasser.in einen Dämpfeinsatz,

Um das beste Ergebnis zu erzielen, solltest Du Ginseng zwei bis drei Wochen lang einnehmen, dann eine Pause von bis zu zwei Wochen einlegen, bevor Du den gesamten Zyklus wiederholst. Auf diese Weise kannst Du verhindern, dass Dein Körper eine Toleranz gegenüber den Ginsenosiden aufbaut und beinahe alle potenziellen Nebenwirkungen vermeiden, vorausgesetzt Du reagierst nicht generell allergisch auf die Wirkstoffe.

Beginne mit einer geringen Ginseng-Dosis, um zu ermitteln, wie Dein Körper darauf reagiert. Sofern Du keine Nebenwirkungen feststellen kannst, steht es Dir frei, nach einer Woche die Dosierung langsam zu erhöhen. Die meisten Konsumenten gehen so vor, dass sie innerhlab von 24 Stunden nicht mehr als 2g der rohen oder 400mg der getrockneten Wurzel einnehmen.

WORIN LIEGEN DIE GESUNDHEITLICHEN NUTZEN DES GINSENGS?

WORIN LIEGEN DIE GESUNDHEITLICHEN NUTZEN DES GINSENGS?

Ginseng wird seit Jahrtausenden erfolgreich in der chinesischen Medizin eingesetzt, und mittlerweile haben Forscher einige der biochemischen Mechanismen verstehen gelernt, die für die Effektivität der Wurzel verantwortlich sind. Hier sind einige der bekannten gesundheitlichen Nutzen von Ginseng.

1. Ginseng ist ein Antioxidans und wirkt entzündungshemmend

Chronische Entzündungen und oxidative Schäden verursachen mehr als Schmerzen und Schwellungen. Mittlerweile ist man der Auffassung, dass diese sogar zu lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Herzproblemen, Diabetes und sogar Alzheimer beitragen können. Forscher konnten zeigen, dass Ginseng die Anzahl der Entzündungsmarker reduzieren und die antioxidative Aktivität bei ansonsten gesunden Patienten verbessern kann. Hier stellen wir nun einige dieser Studien vor.

• Ginseng reduzierte in einer Reagenzglasstudie die mit Ekzemen assoziierten Entzündungen und deren oxidative Aktivität.

• Nach der Verabreichung von Ginseng über einen Zeitraum von einer Woche berichteten männliche Sportler von weniger Entzündungen als diejenigen Sportler, die ein Placebo erhielten.

• Frauen nach der Menopause, die 12 Wochen lang Ginseng unter ärztlicher Aufsicht zu sich nahmen, wiesen am Ende der Studie weniger Entzündungen und oxidative Stressmarker auf als diejenigen Frauen, denen ein Placebo verabreicht worden war.

2. Ginseng kann dabei helfen, Krebs zu verhindern

Obwohl niemand behauptet, Ginseng würde Krebs heilen, kann die Wurzel dennoch in Kombination mit einem gesunden Lebensstil eine wichtige Rolle spielen, wenn es gilt, das Risiko, an der tödlichen Krankheit zu erkranken, zu reduzieren.

• Zwei Studien zeigen, dass Ginseng das Risiko reduzieren kann, an Krebs zu erkranken. Die erste Studie ergab, dass Menschen, die Ginseng verwenden, um 16% weniger an Krebs erkranken als jene, die die Wurzel nicht einnehmen. In der zweiten Studie kam man zu dem Schluss, dass Ginseng-Nutzer in der Regel keine spezifischen Formen dieser Krankheit wie Lungen-, Magen-, Leber-, Dickdarm-, Speiseröhren-, Lippen- und Mundkrebs entwickeln.

• Ebenso kann Ginseng bei einer Krebs-Behandlung unterstützend eingesetzt werden. Die Ginseng-Wurzel reduziert die Nebenwirkungen der Krebs-Medikamente, trägt zum Aufbau und Erhalt der allgemeinen Gesundheit und der Vitalität des Patienten bei und kann sogar die Wirksamkeit einiger Krebsmedikamente verbessern.

3. Ginseng kann den Blutzuckerspiegel stabilisieren

Schwankende Blutzuckerspiegel sind für niemanden gut. In der Tat handelt es sich dabei um eine unmittelbare Gefahr für Diabetes-Patienten und selbst für gesunde Menschen, da diese Schwankungen des Blutzuckerspiegels den Energiehaushalt, die Stimmung und das Gewicht beeinflussen können. Hier sind einige Studien, die belegen, dass Ginseng den Glukosespiegel im Gleichgewicht halten kann.

• Einer Gruppe von 19 Diabetes-Typ-2-Patienten wurde zusätzlich zur traditionellen Behandlung eine 6g-Dosis von koreanischem Ginseng verabreicht. Am Ende der 12-Wochen andauernden Studie berichteten alle Studienteilnehmer von einer deutlichen Besserung. Im Durchschnitt verbesserte sich ihr Blutzuckerwert um 11%, ihr nüchterner Insulinwert um 38% und ihre Insulin-Sensitivität um 33%.

• Im Zusammenhang mit der Senkung des Blutzuckers nach einer Mahlzeit konnte gezeigt werden, dass fermentierter roter Ginseng effektiver wirkt als ein Placebo.

• Bei einem Test nach der Einnahme zuckerhaltiger Getränke wiesen 10 gesunde Testpersonen, die Ginseng zu sich genommen hatten, bessere Blutzuckerwerte auf.

4. Ginseng unterstützt das Immunsystem

Die meiste Forschung zu Ginseng als Immunsystem-stärkendes Mittel konzentriert sich in erster Linie auf Krebs-Patienten, was aber nicht bedeutet, dass die Wurzel nicht auch für gesunde Personen von Nutzen sein kann. Es scheint außerdem so zu sein, als würde Ginseng dazu führen, dass Impfungen, insbesondere Grippe-Impfungen, für alle Geimpften effektiver wirken.

• Patienten, die sich von einer Magenkrebs-Operation erholten, nahmen über einen Zeitraum von zwei Jahren täglich eine Ginseng-Dosis von 5400mg zu sich. Durchgeführte Tests ergaben, dass das Immunsystem der Patienten bestens funktionierte und die Rate für ein (Wieder-)auftreten der Krebs-Erkrankung niedriger lag als beim Rest der Bevölkerung.

• Eine weitere Studie kam zu ähnlichen Ergebnissen. Man fand heraus, dass Patienten, die Ginseng einnahmen und deren Krebs operativ entfernt wurde, um 38% häufiger die Operation überlebten und selbst nach 5 Jahren um 35% häufiger krebsfrei blieben.

5. Ginseng kann die sexuelle Leistungsfähigkeit steigern

Neben seinen anderen nützlichen Anwendungsmöglichkeiten ist Ginseng hauptsächlich für seine Wirkung als starkes Hilfsmittel bei sexuellen Problemen bekannt. Diese Wirksamkeit wird nun auch seitens der Wissenschaft bestätigt. Hier nun ein paar Studien, die belegen, dass der betreffende Nutzen für die Libido mehr ist als ein bloßer Mythos.

• Nach einer 8-wöchigen Ginseng-Einnahme von 1000mg/täglich berichteten 86 Männer von einer deutlichen Verbesserung ihrer Erektionsfähigkeit.

• Die Untersuchnung einer anderen Gruppe von Männern ergab, dass die Symptome der erektilen Dysfunktion (ED) um 60% zurückgingen, was einer Verbesserung um lediglich 30% bei Männern gegenüberstand, die sich einer medikamentösen ED-Behandlung unterzogen hatten.

• Ginseng wirkt auf zwei Ebenen bei der Behandlung einer ED. Er reduziert oxidativen Stress im Penisgewebe und in den Blutgefäßen und erhöht zugleich die Stickoxidproduktion, was den Blutfluss ankurbelt.

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6. Ginseng kann die Gehirnfunktion und den Energiehaushalt verbessern

Ginseng ist nicht nur von Nutzen, wenn es um die Bekämpfung von Kranklheiten geht, sondern die Wurzel kann ebenso Deine körperliche Leistungsfähigkeit und Deine geistige Vitalität verbessern. Hier erfährst Du, wie diese chinesische Pflanze auch auf diesem Gebiet erwiesenermaßen hilfreich sein kann.

• 90 Personen, die am chronischen Erschöpfungssyndrom erkrankt sind, wurde über einen Zeitraum von 4 Wochen entweder Ginseng oder ein Placebo verabreicht. Die Testpersonen, die Ginseng zu sich nahmen, berichteten während der Studie in größerem Umfang von verbesserter physischer und geistiger Energie als die Probanden aus der Placebo-Gruppe.

• Dreißig gesunde Testpersonen erhielten über einen Zeitraum von 4 Wochen 200mg Panax ginseng pro Tag. Diese Probanden zeigten messbare Verbesserungen ihrer Blutwerte; gleichzeitig nahm ihr Sozialsinn und ihre geistige Gesundheit´zu.

• Einer anderen Gruppe von 30 erwachsenen und gesunden Probanden gab man in einer einzelnen Dosis entweder 200mg oder 400mg Ginseng, bevor sie einen 10-minütigen Test zu absolvieren´hatten. Bei allen Testprobanden verzeichnete man hinsichtlich ihrer geistigen Leistungsfähigkeit eine Verbesserung, wobei die Gruppe mit der 200mg-Dosis am besten abschnitt.

• Verschiedene Studien belegen, dass Ginseng auch bei Alzheimer-Patienten erfolgreich eingesetzt werden kann. Wird diesen Ginseng verabreicht, verbessern sich sowohl die kognitiven Fähigkeiten als auch das allgemeine Verhalten.

WIE MAN GINSENG ANBAUT

WIE MAN GINSENG ANBAUT

Ginseng selbst anzubauen, ist es zwar prinzipiell möglich, erfordert allerdings eine Menge Geduld und die richtige Anbauumgebung. Die Pflanzen wachsen langsam und stellen besondere Ansprüche an die Wachstumsbedingungen. Es ist sicher von Vorteil, an einem Ort zu leben, an dem Ginseng wild wächst, was beispielsweise für die Ostküste bzw. den pazifischen Nordwesten der USA oder für Asien gilt. Um Ginseng erfolgreich anbauen zu können, musst Du die Bedingungen, die die Pflanze zum Gedeihen benötigt, bestmöglich imitieren. Eine solche Umgebung wäre ein abfallendes Waldgebiet mit natürlichem Schatten, was sich von den Bedingungen, die in einem typischen Garten herrschen, deutlich unterscheidet.

Ginseng gedeiht am besten in Erde mit neutralem pH-Wert. Sollte dieser nicht zwischen 5,6 und 6,0 liegen, muss die Erde mit passenden Bodenzusätzen wie Kalk entsprechend präpariert werden. Die erforderliche Anbauumgebung sollte zudem über 80–90% Schatten verfügen und selbst im Sommer nicht zu heiß werden. Es muss zudem sicher sein, dass Du für die nächsten Jahre Zugang zum Anbauplatz hast und dass dieser Ort so gelegen ist, dass er nicht von anderen Anbauprojekten gestört wird. Deine neu gepflanzten Ginseng-Pflanzen benötigen volle 10 Jahre, um Wurzeln der gewünschten Größe auszubilden.

Falls möglich, solltest Du Dein Ginseng-Projekt geheim halten. Da Ginseng äußerst wertvoll ist, sind Diebe eine reale Bedrohung. Es gibt tatsächlich Wilderer, die im Schutz der Dunkelheit Ginseng-Wurzeln ausgraben, lange bevor der eigentliche Besitzer der Pflanzen dazu kommt, seine Wurzeln zu ernten.

1. Kaufe Dir Ginseng-Wurzeln oder Samen

Was den Start Deines Anbauvorhabens angeht, kannst Du Ginseng sowohl aus Samen als auch aus Wurzeln ziehen. Du kannst kleine, ein oder zwei Jahre alte Wurzeln kaufen, um das Projekt zu starten. Diese Wurzeln entwickeln sich schneller als Samen, und Du kannst dabei zusehen, wie Deine Pflanzen schneller wachsen, als wenn Du sie aus Samen ziehen würdest. Deshalb hast Du mit diesen Wurzeln gegenüber Samen einen kleinen Vorsprung gewonnen, was den Zeitpunkt Deiner zukünftigen Ernte angeht. Hast Du erst einmal ein Gefühl für den Anbau mit Wurzeln entwickelt, kannst Du Dich auch an der Kultivierung mittels Samen versuchen. Du kannst sogar eigene Samen ernten, sobald Deine Pflanzen alt genug sind. Aber natürlich kannst Du die Samen auch kaufen, wobei Du für denselben Geldbetrag weitaus mehr Samen als Wurzeln bekommst.

Solltest Du in einer Region leben, in der Ginseng wild wächst, was in den USA zum Beispiel für die Appalachen gilt, kannst Du Dich auf die Suche nach einer lokalen Quelle für Samen und Wurzeln machen. Dadurch weißt Du nicht nur, dass diese frisch und authentisch sind, sondern Du kannst auch sehen, wo die Pflanzen wachsen und Deinen Garten dementsprechend präparieren und herrichten. Des Weiteren wird eine lokale Quelle und Ansprechperson eher dazu bereit sein, auch nach Deinem Kauf Fragen zu beantworten, was beim Online-Kauf nicht unbedingt der Fall sein muss.

Ein seriöser Verkäufer wird Dir Ginseng-Wurzeln nur im Herbst schicken, weil dies der Zeitpunkt ist, an dem sie gepflanzt werden sollten. Aber beeile Dich mit Deiner Suche; die besten Quellen haben meist eine Warteliste oder nehmen Vorbestellungen an.

Samen gibt es in zweierlei Form: grün und stratifiziert. Grüne Samen wurden im selben Jahr gepflückt und verbleiben in der Frucht. Falls Du grüne Samen aussäst, werden sie erst im zweiten Jahr nach der Aussaat keimen. Es dauert so lange, bis sich das Fruchtfleisch abgelöst hat und die Samen vollkommen reif für die Keimung sind. Stratifizierte Samen dagegen wurden bereits aus der Beere entfernt. Sie kosten ungefähr doppelt so viel wie grüne Samen, keimen aber normalerweise bereits im ersten Frühling nach ihrer Aussaat.

2. Wähle einen geeigneten Platz aus

Suche nach einem Waldstück mit Hartholzbäumen wie Walnuss, Eiche, Ahorn oder Hickory. Das Blätterdach der Bäume sollte für ungefähr 90% Schatten sorgen, außerdem sollten darunter nicht allzu viele kleine Bäume oder Büsche wachsen. Der Schatten wird dafür sorgen, dass Deine Ginseng-Pflanzen in einer kühlen Umgebung wachsen können und sich auch kein dichtes Unterholz bildet.

Wähle einen Platz an einem östlich oder nördlich gelegenen Hang. Dieser ist meist kühler als nach Süden oder Westen ausgerichtete Hänge. Abfallende bzw. schräge Waldflächen sorgen für eine zusätzliche Drainage, denn schließlich fühlt sich der Ginseng in feuchten, sumpfigen Böden nicht wohl. Lehmhaltige Erde sollte deshalb vermieden werden. Pflanzen, die ebenfalls in für Ginseng optimalen Anbauumgebungen wachsen, sind die Gelbwurzel, Traubensilberkerze und wilde Yams-Wurzel. Falls Du diese Pflanzen an Deinem zukünftigen Anbauplatz entdecken solltest, hast Du einen guten Ort für Dein Ginseng-Projekt gefunden.

3. Pflanze Deine Wurzeln oder Samen im Herbst

Warte, bis es regnet oder schneit, um Deine Wurzeln oder Samen zu pflanzen bzw. auszusäen. Der Boden sollte feucht, aber nicht durchtränkt sein. Vergewissere Dich vor dem Auspflanzen, dass Du nicht unmittelbar über einer steinigen Schicht anbauen möchtest. Wenn Du mit einem Stock ca. 5cm problemlos in die Erde eindringen kannst, bist Du auf der sicheren Seite.

Beginne damit, an Deinem Anbauplatz die auf den Boden gefallenen Blätter oder den Mulch zu entfernen. Säe die Samen im Abstand von ca. 50cm. Stich dafür ein 1cm tiefes Loch aus, in dem Du den Samen platzierst, ihn mit Erde bedeckst und diese festdrückst. Zum Schluss bedeckst Du Deinen Anbauplatz wieder mit den Blättern, die Du zuvor entfernt hast, so dass eine ungefähr 8cm dicke Schicht entsteht. Damit hast Du eine eine Art simulierte Wildnis geschaffen, in der keine weitere Bearbeitung des Bodens mehr erforderlich ist.

Du musst die Wurzeln bis zur Pflanzung feucht halten und dann jeweils unzerteilt in die Erde pflanzen. Pflanze die Wurzeln, sobald Du sie erhalten hast oder lagere sie im Kühlschrank, falls Du nicht umgehend damit beginnen kannst. Um Schimmelbildung zu vermeiden, musst Du sie während der Lagerung täglich herausnehmen und auslüften lassen. Auf keinen Fall solltest Du Deine bestellten Wurzeln aufteilen, indem Du sie in Stücke schneidest. Pflanze die Wurzeln im gleichen Abstand wie Samen, wobei jedoch ein größeres Loch nötig ist, in dem die Wurzeln in einem 30–45°-Winkel positioniert werden. Die obere Spitze der Wurzel sollte sich ein paar Zentimeter unterhalb der Erdoberfläche befinden.

4. Lass der Natur ihren Lauf

Ab jetzt heißt es sehr, sehr geduldig sein. Du musst bis zum nächsten Frühling warten, bevor sich Deine jungen Pflanzen zeigen werden. Die Erfolgschancen hängen dabei nicht nur von der Qualität der Samen oder Wurzeln ab, sondern auch vom Wetter, von der Pflanzung selbst und von der Anbauumgebung. Es kann zum Beispiel im Falle eines zu heißen und zu trockenen Frühlings vorkommen, dass selbst stratifizierte Samen erst im darauffolgenden Jahr keimen, wenn die Keimbedingungen wieder besser sind.

5. Ernte der reifen Wurzeln nach 5 bis 10 Jahren

Sei vorsichtig, wenn Du junge Wurzeln einer reifen Pflanze ausgräbst. Du solltest auf keinen Fall auch nur eines der Wurzelhaare oder gar eine ganze unreife Pflanze beschädigen! Nimm eine kleine Mistgabel oder einen Spaten und beginne damit, in einem Abstand von 15cm die Erde rund um und unterhalb der Pflanze zu entfernen. Anschließend lockerst Du mit Deinen Händen vorsichtig die Wurzel aus der Erde. Sobald Du sie ausgegraben hast, legst Du sie auf ein Tablett aus Holz. Mehrere Wurzeln sollten nebeneinander liegen, damit ausreichend Frischluft zirkulieren kann. Wasche die Wurzeln vorsichtig und kurz ab, bevor Du sie auf einem hölzernen Regal zum Trocknen auslegst. Deine Ginseng-Wurzeln dürfen übrigens keinesfalls mit Metall in Kontakt kommen.

DIE CHEMISCHE ZUSAMMENSETZUNG VON GINSENG

Wie die meisten essbaren Pflanzen enthält auch Ginseng Kohlenhydrate, Zucker, Aminosäuren, Vitamine und Mineralien; für die meisten gesundheitsfördernden Eigenschaften dieser Pflanze sind jedoch die Ginseng-Saponine verantwortlich. Bisher konnten Wissenschaftler 13 Saponine in der Ginseng-Pflanze feststellen. Sie werden allgemein als Ginsenoside oder Panaxoside bezeichnet.

DIE GESCHICHTE DES GINSENGS

DIE GESCHICHTE DES GINSENGS

Niemand weiß, wann die Menschheit Ginseng erstmals als Tonikum verwendet hat. Die erste Aufzeichnung zur Verwendung der Wurzel gehen auf einen alten chinesischen Text zurück, der auf das erste Jahrhundert nach Christus datiert wird. In dieser Schrift, die von chinesischen Botanikern verfasst wurde, wird behauptet, die Ginseng-Wurzel sei in der Lage, den Geist zu erweitern, das Leben zu verlängern, Weisheit zu verleihen und die sexuelle Vitalität zu verbessern. Der Ruf der Ginseng-Pflanze als mächtiges Aphrodisiakum führte dazu, dass sich die heilsame Wurzel im Lauf der Jahrhunderte zu einem äußerst begehrten Produkt entwickelte.

Anfangs wurden frühe Praktizierende der chinesischen Medizin auf den Ginseng möglicherweise nur deshalb aufmerksam, weil seine Wurzeln einem kleinen Menschen ähneln. Das ungewöhnliche Aussehen könnte sie dazu veranlasst haben zu denken, Ginseng könne dem gesamten Körper nützen; schließlich vermutete man auch, dass die Walnuss gut für das Gedächtnis sei, da sie im Aussehen dem menschlichen Gehirn ähnelt. So verrückt es auch in der heutigen Zeit klingen mag, war diese Herangehensweise früher eine gängige Praxis und hat sogar einen eigenen Namen: Signaturenlehre. Im Fall von Ginseng trifft diese Lehre, wie wir gesehen haben, vollkommen zu.

Binnen kurzer Zeit hatte die Ginseng-Wurzel in China einen Ruf als Quelle der Jugend erlangt. Deshalb wollten die chinesischen Herrscher sämtliche Regionen kontrollieren, in denen die Pflanze in der Wildnis wuchs. Schon bald war die Ginseng-Wurzel ebenso wertvoll wie Gold. Man führte ihretwegen Kriege, opferte Menschenleben und mancher machte ein Vermögen mit ihe, so dass in Asien auf Grund exzessiver Ernten mittlerweile in der Wildnis gewachsene Ginseng-Wurzeln äußerst selten und extrem teuer sind.

Amerikanischer Ginseng zählt mittlerweile zu den wichtigsten Produkten, die aus den USA nach China exportiert werden. Ein Teil der Wurzeln wird entweder auf traditionelle Weise kultiviert oder indem man natürliche Wachstumsumgebungen simuliert. Es reisen jedoch auch immer wieder Leute in die Appalachen und die Smoky Mountains, wo sie mit dem Sammeln wildgewachsener Ginseng-Pflanzen Geld verdienen wollen. Ginseng-Jäger durchforsten die Berghänge und betreten dabei oftmals auch privates Land, um die kleinen grünen Pflanzen mit den roten Beeren und Wurzeln zu suchen, die man für gutes Geld verkaufen kann.

Manche Ginseng-Sammler säen Samen für neue Pflanzen, während sie die reifen Wurzeln einsammeln; andere wiederum graben einfach alles aus, was sie finden können, ohne auch nur einen Gedanken an zukünftige Ginseng-Generationen zu verschwenden. Aus diesem Grund wurden strenge Gesetze erlassen, die festlegen, wer wann und wo Ginseng sammeln darf.

Heutzutage ist Ginseng immer noch ein wichtiger Bestandteil der chinesischen Medizin, wird aber auch auf der ganzen Welt sehr häufig genutzt. Es gibt die Wurzel in Kapselform in Bio-Läden, Apotheken und natürlich auch online zu verschiedenen Preisen.

IST GINSENG UNGEFÄHRLICH?

IST GINSENG UNGEFÄHRLICH?

Sofern Du nicht allergisch oder sensibel auf die Wirkstoffe der Pflanze reagierst, ist die Verwendung von Ginseng über einen kurzen Zeitraum als ungefährlich einzustufen. Nach einer 4–6 Wochen dauernden Anwendung kannst Du eine Pause einlegen und nach einer gewissen Zeit wieder mit der Einnahme beginnen.

Ginseng ist nicht suchterzeugend, vielmehr kann er an Entzugserscheinungen leidenden Menschen dabei helfen, andere, suchterzeugende Medikamente abzusetzen.

Unter bestimmten Umständen ist Ginseng jedoch nicht ungefährlich. Die Wurzel kann als 5-HT2A-Agonist agieren, weshalb Ginseng nicht gemeinsam mit SSRI-Antidepressiva verwendet werden sollte, da er bei Menschen mit bipolaren Störungen zu Hypomanie führen kann. Während der Schwangerschaft oder der Stillzeit solltest Du ebenfalls keinen Ginseng konsumieren. Auch für Kinder ist die Ginseng-Wurzel nicht geeignet.

Die Verwendung von Ginseng ist überall auf der Welt legal, wenngleich es zahlreiche Gesetze gibt, in denen Reinheit, Etikettierung, Ernte und Export der Ginseng-Wurzel geregelt bzw. die Wilderei verboten werden.

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