Die langfristigen Auswirkungen der Verwendung von Peyote auf das Gehirn

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Die langfristigen Auswirkungen der Verwendung von Peyote auf das Gehirn

Peyote wurde seit Tausenden von Jahren für entheogene Praktiken verwendet - aber welche Auswirkungen hat eine solche Verwendung auf das Gehirn?

In den letzten Jahren hat die Wissenschaft unermüdlich daran gearbeitet, um die langfristigen Auswirkungen, sowie gutes und schlechtes von bestimmten Drogen und Halluzinogenen zu entdecken. Nun, jetzt kann man Peyote von der Liste streichen, denn erste Berichte deuten darauf hin, daß man sich keine Sorgen machen muss, wenn es um diesen halluzinogenen Kaktus geht.

Was ist Peyote?

Um es ganz einfach auszudrücken, Peyote ist eine Kakteenart, die die halluzinogene Verbindung Meskalin produziert. Von all den Kakteenarten, die Meskalin produzieren, ist Peyote der bekannteste. Seine Geschichte läßt sich Tausende von Jahren zurückdatieren und er wurde von den amerikanischen Ureinwohnern regelmäßig als Entheogen in religiösen und spirituellen Praktiken verwendet.

Die Popularität von Peyote ist dank der wachsenden Nachfrage nach neuen geistigen und halluzinogenen Erfahrungen in der westlichen Welt in den letzten 50 Jahren oder so gestiegen.

Daher haben sich die Wissenschaftler in den letzten Jahrzehnten der Untersuchung der Auswirkungen von Peyote zugewendet, um zu sehen, was genau es tut.

Führt die Verwendung von Peyote zu einer besseren psychischen Gesundheit?

Die Erforschung dieser Materie hat gezeigt, daß die regelmäßige Verwendung von Peyote als Teil der spirituellen und religiösen Praxis keine langfristigen negativen Auswirkungen auf die Kognition oder psychische Gesundheit zu haben scheint. Die betreffende Studie in dieser Frage wurde mit einer Gruppe von Navajo Indianern durchgeführt, von denen einige regelmäßige Peyote Nutzer waren und andere nicht. Jeder Teilnehmer wurde einer Reihe von Interviews und Tests unterzogen, um ihre kognitive und psychische Gesundheit festzustellen.

Es wurde nicht nur festgestellt, daß die Peyote Nutzer kein messbares kognitives Defizit aufwiesen, sondern sie bei mehreren Indikatoren für die psychische Gesundheit tatsächlich höher bewertet wurden, als diejenigen, die Peyote nicht nutzten.

Verständlicherweise waren prominente Figuren der amerikanischen Ureinwohner erfreut über diese Nachricht. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten viele geglaubt, daß dadurch kein Schaden angerichtet wurde, doch sie hatten nie eine solide Bestätigung erhalten. Victor J. Clyde, ein Richter des Arizona State Court Systems und Vizepräsident der Native American Church of North America, sagte, daß die Nachricht "herzerwärmend" sei. Er führt weiter aus, daß "Unsere Ältesten uns erzählten, daß diese Schönheit gut für uns ist und uns nie schaden würde. Die Regierung hielt nie wirklich ihr Wort und verbot Peyote sogar für eine Weile."

Anwendung der Erkenntnisse auf die Freizeitnutzung

Geschichtlich betrachtet war die wissenschaftliche Erforschung von Peyote eher spärlich, daher ist es gut, so eine definitive Aussage zu sehen. Doch die Autoren der Studie warnten, daß diese Erkenntnisse nicht unbedingt auf den Freizeitkonsum von Peyote anzuwenden sind, da seine spirituelle Verwendung unter den wachsamen Augen der Älteren durchgeführt und sicher kontrolliert wird.

Gleichwohl unterscheidet sich die Verwendung von Peyote in religiösen Zeremonien und für Erholungszwecke nicht. Physikalisch und chemisch ist es das gleiche. Der einzige Unterschied ist die abgesicherte sichere Umgebung, in der die religiöse Nutzung von Peyote häufig durchgeführt wird. Wenn überhaupt, macht es einfach nur klar, daß Drogen verantwortungsvoll verwendet werden sollten, wenn sie genossen werden, damit für alle ein sicherer Gebrauch gewährleistet ist.