Anbautipp: Wie Man Hanfpflanzen Beschneidet

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Anbautipp: Wie Man Hanfpflanzen Beschneidet

Seinen Hanf zu beschneiden kann eine gute Möglichkeit sein, um ihn weiter zu bringen, als er normalerweise kommt. Dies verbessert nicht nur Deine Fähigkeiten als Anbauer, sondern führt auch noch zu viel höheren Erträgen dieser süßen grünen Knospen!

Beschneiden ist eine uralte Praxis in der Welt der Landwirtschaft, die verwendet wird, um die Ernte zu steigern. Von Hobbyanbauern und Kleingärtner, bis hin zu großen Industrieunternehmen, jeder beschneidet seine Pflanzen, um sie zu größeren Erträgen zu ermuntern. Selbst die bescheidene Tomatenpflanze produziert größere Früchte, wenn sie richtig beschnitten wird. Also, wenn dies eine Technik ist, die angewendet werden kann und wird, kannst Du Dir verdammt sicher sein, daß sie auch bei Hanf angewendet werden kann - mit sehr guten Ergebnissen.

Das Beschneiden ist im Grunde die Kunst der Beseitigung unnötiger Triebe, Zweige und Blätter, um die Pflanze dazu zu nötigen ihre begrenzte Energie auf ihr gegenwärtiges und etabliertes Wachstums zu konzentrieren. Wenn man sie sich selbst überlässt, wird eine Hanfpflanze zu groß, um sich effizient mit der Menge an Energie zu versorgen, die sie produzieren kann. Wenn man nicht gegensteuert, kann dies zu mehreren kleinen Stellen mit Knospen führen, da die Pflanze darum ringt sich selbst zu erhalten, während sie in der Blütezeit ihre Knospen ausbildet. Indem man unnötige und schwache Triebe entfernt, zwingt man die Hanfpflanze dazu sich auf das zu konzentrieren, was übrig bleibt, was zu einer stärkeren Pflanze führt, die ein paar große Knospen, statt einen Haufen kleiner hervorzubringen. Dies führt oft zu höheren Gesamterträgen.

Warum nennen wir Beschneiden eine Kunst? Weil es schwierig sein kann die richtige Balance zu finden. Jedes Mal, wenn man einen Schaden an seinem Hanf verursacht, kommt es zu einer hormonellen Reaktion, die der Pflanze sagt, daß Verteidigung vor Wachstum kommt. Das bedeutet, daß das Beschneiden Wachstumsstörungen verursachen kann. Noch schlimmer ist, daß die Pflanze sterben kann, wenn man sie so weit beschneidet, daß sie sich nicht mehr selbst erhalten kann, weil sie die dafür benötigte Energie nicht mehr produzieren kann. Wenn man sie hingegen nicht genug beschneidet, macht es nur sehr wenig Unterschied aus. Es ist eine heikle Gratwanderung.

SEINEN HANF BESCHNEIDEN

Zu allererst einmal, beschnitten werden darf immer nur während der Vegetationsphase. Wenn Du Deinen Hanf während der Blütezeit beschneidest, dann verringerst Du die Menge an Energie, die ihm zur Verfügung steht, um Blüten zu produzieren, was wiederum zu kleineren Knospen führt. Außerdem musst Du Deinen Pflanzen nach dem Beschneiden mindestens drei Tage für die Erholung gewähren, bevor Du sie in die Blütephase schickst.

Methode 1: Entasten

Der beste Weg, um Deinen Hanf zu beschneiden, ist sehr genau zu beobachten wie er wächst und zu beurteilen, welche Zweige die beste Leistung erbringen werden. Die von Dir weggeschnittenen Zweige sollten entweder die sein, die sehr weit unten an der Pflanze sind und daher sehr wenig Licht bekommen oder die mit großen Abständen zwischen den Blattknoten. Die Versorgung beider Arten von Zweigen kostet die Pflanze mehr Energie, als sie schlussendlich an Ertrag einbringen. Schneide sie am Stamm ab, um den Stress für die Pflanze zu minimieren. Diese Technik wird häufig als "Entasten" bezeichnet.

Methode 2: Entlaubung

Eine andere oft verwendete Methode ist das Entlauben - das Entfernen von Blättern. Wofür auch immer Du Dich entscheidest, entferne nie alle großen Fächerblätter - das sind die Hauptenergieproduzenten der Pflanze und wenn Du sie entfernst, ist ihre Effizienz stark beeinträchtigt. Einige Züchter glauben allerdings, daß das Entfernen von Blättern, vor allem wenn sie sich unter dem Blätterdach befinden, die Blütenbildung fördert. Andere wiederum glauben nicht, daß es einen Unterschied ausmacht oder die Blütenbildung sogar beeinträchtigt. Wir neigen dazu letzterem zuzustimmen, aber Du solltest selbst experimentieren und sehen, was für Dich funktioniert.

Methode 3: Kappen

Die letzte Beschneidetechnik, die wir uns ansehen, ist das Kappen. Dies kann in Verbindung mit Entasten verwendet werden. Das Kappen beinhaltet das Entfernen der Spitze des Haupttriebes. Dies mag kontraproduktiv klingen, doch es bewirkt, daß die Planze ihre Energie in die Produktion von zwei Spitzentrieben steckt, sowie das Wachstum der unteren Zweige fördert. Das Ergebnis ist eine insgesamt stärkere Pflanze mit höheren Erträgen. Es ist eine Methode, die zudem bewirkt, daß der Hanf mehr in die Breite wächst, anstatt nur höher zu werden, was es zur idealen Methode für alle macht, die die Größe unter Kontrolle halten müssen. Um Deinen Hanf zu kappen, schneide während der Vegetationsperiode den Hauptstamm kurz unterhalb des obersten ausgereiften Blattknotens ab. Es sollte erwähnt werden, daß das Kappen die vegetative Phase um 1-2 Wochen verlängern kann, aber viele glauben, daß die Leistungssteigerung und erhöhten Erträge es wert sind.

Da hast Du es! Drei Beschneidetechniken, die in den meisten Anbausituationen angewendet werden können. Welche Du wählst, hängt wahrscheinlich davon ab wo Du anbaust, sowie von den Techniken, die Du bereits angewendet hast. Denk nur daran es nicht zu übertreiben - beschneide nur, was beschnitten werden muss und bald wirst Du diese Kunst beherrschen und die Erträge steigern wie nie zuvor.