Fakt Oder Fiktion: Stand Walt Disney Auf Meskalin?

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Fakt Oder Fiktion: Stand Walt Disney Auf Meskalin?

War die Genialität hinter Walt Disneys Filmen tatsächlich ein Ergebnis seiner Liebe für psychoaktive Substanzen?

Wenn Du an Walt Disney denkst, was kommt Dir in den Sinn? Kindheitserinnerungen an herzerwärmend Animationsfilme, eine lebendige und kreative Fantasie oder Charaktere, die für immer in Deiner Erinnerung bleiben. Während all dies auf für die meisten Menschen zutreffen mag, scheint es eine andere Seite an Walt Disney zu geben, eine Seite, über die lange gemunkelt, die aber nie bestätigt wurde.

Im Rückblick auf einige der lebendigen Charakterentwürfe und Szenen aus Filmen wie dem beliebten "Fantasia" wäre es einfach anzunehmen, dass an der Schöpfung eine Art von Droge beteiligt war. Ich meine die Tanzszene mit den Pilzen, also wenn das kein schreiender Hinweis auf die Einnahme von Pilzen ist, dann weiss ich auch nicht. Es gab seit langem Spekulationen darüber, ob Mitglieder des kreativen Teams an der Verwendung von psychotropen Substanzen beteiligt waren, wäre es dann zu hoch gegriffen, dass Walt sich nicht auch mal etwas gegönnt hat? Haben wir es mit kalten, harten Fakten zu tun oder ist es das Ergebnis von Jahren des Hörensagens und Stille Post?

Um zu verstehen, ob diese Aussage wahr sein könnte, müssen wir zuerst verstehen, wie Walt "getickt" hat. Oft als der Pionier animierter Filme angesehen, produzierte er in seiner Jahrzehnte langen Karriere über 650 Filme und Kurzfilme. Niemals mit dem Status Quo zufrieden, war er einer der ersten, der im Jahr 1932 mit Technicolor arbeitete, als sonst niemand die Idee unterstützte; ihm schien es, dass er damit etwas Frisches und Aufregendes lernte. Herr Disney war immer daran interessiert in die Zukunft zu blicken und neue Dinge auszuprobieren, so dass es dann nicht überrascht, dass Filme wie "Fantasia" oft als ihrer Zeit voraus angesehen wurden. Das Ergebnis eines wahren Visionärs und nicht beeinflusst durch die Verwendung von psychoaktiven Drogen wie Meskalin. Noch wichtiger ist, wie fand eine natürlich vorkommende Substanz wie Meskalin, die man im Peyote Kaktus findet, ihren Weg zu Walt?

In einem Brief von Paul Laffoley, einem amerikanischen visionären Künstler, behauptete dieser, dass Walt Disney tatsächlich der halluzinogenen Droge Meskalin gefrönt hat. In einem Versuch die "künstlerischen Auswirkungen des neuen Gebiets der Animation" zu erklären, arrangierte Walt ein Interview mit Josef Albers, der damals der künstlerische Leiter des Black Mountain College war. Josef hatte seine ersten Entwürfe abgewiesen, unbefriedigt von der netten Art von Disneys Vorstellungen. Walt widmete daraufhin seine Aufmerksamkeit den Schülern, so dass er einen Weg finden könnte, um sie direkt beeinflussen zu können, so dass sie seine animierten Unternehmungen unterstützten. Während dieser Interaktion mit den Schülern entdeckte er, dass sie während ihrer Sommerferien in Chihuahua, Nordmexiko, selbst begeisterte Nutzer von Meskalin waren. Herr Laffoley behauptet, dass sich dies als Katalysator erwies, der Walt zu einem häufigen Nutzer werden liess. Dies ist natürlich lediglich die Aussage eines Mannes über die Ereignisse und da Herr Laffoley leider verstorben ist, keine Spur, die weiter untersucht werden kann

Könnte es dann in Betracht gezogen werden, dass es die Wahrnehmung der Menschen und die Zeit war, in der seine Filme veröffentlicht wurden, die sie zu einem Synonym für psychotrope Substanzen wie Meskalin werden liess? Wenn wir "Fantasia" als Paradebeispiel nehmen, wurde der Film in den 1960er Jahren erneut in die Kinos gebracht, nachdem er im ersten Anlauf keinen breiten Anklang gefunden hatte. Die "Swinging Sixties" waren übervoll der neuen Erfahrungen, an denen meist psychoaktive Substanzen und die dadurch angebotenen alternativen Realitäten beteiligt waren. Während dieser Zeit gingen Scharen von Jugendlichen oft auf Trips und zogen sich Walts zweiten Anlauf rein. Stell Dir vor auf einem Trip oder bekifft einen Film zu sehen, in dem ein Ensemble klassischer Musik sich mit animierten Interpretationen mischt und man kommt tatsächlich auf die Idee, dass der Film produziert wurde, als die beteiligten Leute auf einem Trip oder bekifft waren.

Es ist nicht zu leugnen, dass Filme wie "Fantasia" und die Charaktere, die Walt erschaffen hat, wirklich einzigartig und originell waren. In einer Zeit, als animierte Filme noch in den Kinderschuhen steckten, war er in seinem Ansatz und den Kreationen seiner Geschichten wegweisend. Könnten wir noch weiter gehen und kategorisch sagen, dass einige der Einflüsse hinter seiner Arbeit das Ergebnis von Substanzen wie Meskalin waren? Zu diesem Zeitpunkt leider nicht. Zwar gibt es mehrere Quellen, die Herrn Disney in die Position und Zeit rücken, in denen Meskalin verwendet wurde, aber auch Spekulationen, dass nichts Konkretes daran ist, dass sein kreatives Team am Konsum von psychoaktiven Drogen beteiligt war. Im Gegensatz zu den modernen Zeiten, in denen Drogenkonsum in sozialen Netzwerken oft zur Sprache kommt und verbreitet wird, gab es zu Walts Zeiten keine solche Möglichkeit. Für den Moment müssen wir die Filminhalte so genießen, wie sie gedacht waren, ob nun unter dem Einfluß von Substanzen wie Meskalin oder nicht. Da bleibt allerdings diese Pilzszene ...

 

         
  Lucas  

Geschrieben von: Lucas
Lucas ist ein Teilzeit-Autor und Vollzeit-Visionär. Ein anonymer Psychonaut, der mit Anzug und Krawatte in der Gesellschaft untertaucht, arbeitet daran den Massen evidenzbasierte Rationalität zu bringen.

 
 
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