Das Produkt wurde erfolgreich Ihrem Warenkorb hinzugefügt.
Bezahlen

Was sind Flavonoide?

Flavonoide kommen reichlich in Obst und Gemüse vor und sind auch in vielen anderen Pflanzenarten zu finden. Als sekundäre Metaboliten eingestuft, haben Flavonoide auf viele Arten und Weisen Einfluss auf Pflanzen und sind lebensnotwendig. Wissenschaftlich können sie als sekundäre Pflanzenstoffe oder pflanzliche Chemikalien bezeichnet werden. Bis heute hat man mindestens 6.000 verschiedene Flavonoide identifiziert. Auch wurden synthetische Flavonoide entwickelt.

Auch Cannabis enthält Flavonoide. Während man sie meist in den Blüten vorfindet, können sie auch in den Blättern und Stielen vorkommen. Cannabissamen und -wurzeln enthalten dagegen keine Flavonoidmoleküle. Die 23 spezifischen Flavonoide der Cannabispflanze werden als "Cannaflavine" bezeichnet.

Cannabinoide, insbesondere THC und neuerdings CBD, sind zu bekannten Namen geworden. Den Forschern steht es nun frei, weitere der in Cannabis enthaltenen Verbindungen zu untersuchen. Terpene, Terpenoide und Flavonoide stehen endlich im Rampenlicht und liegen unter dem Mikroskop.

DIE ROLLE DER FLAVONOIDE

Flavonoide sind an vielen Aspekten der Pflanzenentwicklung beteiligt. Die Farbe der Blüten für das Anlocken der befruchtenden Insekten, die UV-Filtration, die Stickstoffeinlagerung sowie die Schädlings- und Pilzprävention und noch mehr kann den Flavonoiden zugeschrieben werden. Im spezifischen Fall von Cannabis liegt ihr auffälligster Beitrag in den Bereichen Duft und Geschmack der einzelnen Sorten.

Flavonoide sind nicht psychoaktiv. Man nimmt jedoch an, dass sie - ähnlich wie CBD - in Kombination mit THC einen synergistischen Effekt erzeugen können. Sie tragen also zum "Entourage-Effekt" bei. Darüber hinaus überrascht es bei einem Mitglied der Familie der Phytonährstoffe nicht, dass Flavonoide enorme antioxidative, entzündungshemmende, antibakterielle und antivirale Eigenschaften haben können.

DIE HÄUFIGSTEN CANNAFLAVONOIDE

Derzeit hat man 23 Cannaflavonoide identifiziert. Im Folgenden werden wir uns mit den Besonderheiten der wichtigsten Flavonoide für Cannabisnutzer befassen.

  • APIGENIN

Apigenin ist ein Farbflavonoid, das in vielen Früchten und Gemüsen wie Zwiebeln und Orangen vorkommt. Es wird in verschiedenen Industriezweigen eingesetzt, um Stoffe zu färben. Dieses Flavonoid wurde intensiv an Tieren getestet und zeigt vielversprechende Eigenschaften für die Humanmedizin. Forschungen an Mäusen und Ratten haben ergeben, dass Apigenin antioxidative, entzündungshemmende und antikarzinogene Eigenschaften besitzt. Von größtem Interesse war die in Nagetierstudien beobachtete Unterdrückung des Tumorwachstums.

  • QUERCETIN

Bei Quercetin handelt es sich um das Flavonoid, das als geheimer Bestandteil von Superfoods wie Äpfeln, Blaubeeren, Brokkoli und Tomaten bekannt ist. Auch Quercetin gehört zur Klasse der Farbflavonoide, die in lebhaft gefärbten Früchten und Gemüsen wirksam sind. Quercetin ist ein weiteres enormes Antioxidans und wirkt entzündungshemmend. Langlebigkeit und Anti-Aging-Eigenschaften beim Menschen sind mit einer Ernährung verbunden, die reich an Quercetin ist. Viele Sport-Ergänzungen enthalten Quercetin, weil man annimmt, dass es die Ausdauer erhöht.

  • CANNAFLAVIN A, B, & C

Die Cannaflavine A und B wurden in den 1980er Jahren von Dr. Marilyn Barrett und ihrem Team isoliert. Barrett veröffentlichte ihre Ergebnisse im Juni 1985. Cannaflavin A erwies sich in Studien als 30-mal wirksamer als Aspirin. Leider müssen Cannaflavin B und C, das erst 2013 isoliert wurde, noch weiter erforscht werden, um ihren potenziellen medizinischen Wert ermitteln und bestimmen zu können.

  • β-SITOSTEROL

β-Sitosterol ist eigentlich ein Phyto- bzw. Pflanzensterol, das in Früchten, Gemüse, Nüssen und Samen vorkommt. Seltsamerweise stellt es auch eine Vorstufe von anabolen Steroiden dar. Weil sie den Cholesterinspiegel im Blut senken, klassifiziert die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) Lebensmittel, die β-Sitosterol enthalten, als risikosenkend für koronare Herzkrankheiten ein. Darüber hinaus ist β-Sitosterol in der Medizin weit verbreitet - von topischen Salben bei Schnittverletzungen und Verbrennungen bis hin zur Darmkrebsprävention.