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Was Ist Pilzbrut (Und Wie Erzeugt Man Sie)?
4 min

Was Ist Pilzbrut (Und Wie Erzeugt Man Sie)?

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Mykologie ist wie eine Superkraft. Hast Du die Fähigkeiten erst erlernt, kannst Du Deine liebsten Pilze locker kiloweise züchten. Ein entscheidender Meilenstein ist zu lernen, wie man Pilzmyzel erzeugt. Dieses Material kann genutzt werden, um große Mengen Substrat zu beimpfen.

Es ist faszinierend, Pilze zu züchten. Diese uralten Lebensformen sind weder Pflanzen noch Tiere, gehören in ihr eigenes Reich und produzieren eine Reihe von medizinischen und psychoaktiven Verbindungen. Lerne, wie Du mit den nachfolgenden Tipps Pilzbrut erzeugst.

Was genau ist pilzbrut eigentlich?

Was genau ist pilzbrut eigentlich?

In der Mykologie bezieht sich Pilzbrut einfach auf ein Glas oder eine Tüte voll mit gesundem Myzel. Die Pilzbrutproduktion ist ein Schritt in der Myzelphase. Myzel darf das Substrat vollständig kolonisieren und wird anschließend in eine größere Tüte oder ein Glas umgesiedelt, um sich vor der Fruchtbildung noch weiter zu vermehren.

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Pilzbrutarten

Pilzbrutarten

Es gibt zahlreiche Arten von Pilzbrut und jede hat ihre eigene Reihe von Vorteilen, Nachteilen und Anwendungsmöglichkeiten. Die Art von Pilzbrut, die ein Züchter verwendet, wird von den verfügbaren Ressourcen und seinen eigenen persönlichen Vorlieben abhängen.

Sägemehlbrut

Sägemehlbrut wird durch das Beimpfen von sterilisiertem Sägemehl mit Myzel erzeugt. Mykologen nutzen Sägemehl häufig als Hauptsubstrat statt als Brutsubstrat, hauptsächlich weil es nicht so eine hohe Nährstoffdichte aufweist. Es funktioniert allerdings gut als Brutsubstrat, insbesondere mit aggressiveren Arten wie Austernpilzen.

Getreidebrut

Getreide ist eine extrem beliebte Methode für die Erzeugung von Pilzbrut. Zunächst einmal wird das Myzel kleine Inseln auf mehreren Körnern bilden. Nach der Kolonisierung breiten sich die Stränge der Hyphen aus und verbinden sich schließlich. Es dauert nicht lange, bis das Myzel das gesamte Glas erobert hat.

Dübelbrut

Dübelbrut bezieht sich auf die Kolonisierung von sterilisierten Holzdübeln. Sobald sie kolonisiert sind, können sie verwendet werden, um das Hauptsubstrat zu beimpfen. Sie haben jedoch einen viel spezifischeren Zweck. Züchter nutzen Dübelbrut, um große Baumstämme zu beimpfen. Arten wie der Affenkopfpilz und Shiitake gedeihen auf diesem Substrat.

Weitere pilzbrutarten

Eine weitere Art von Pilzbrut ist Strohbrut. Strohbrut wird gewöhnlich nicht mit einer frischen Pilzkultur beimpft. Es wird stattdessen als Hauptsubstrat genutzt, um eine etablierte Myzelkultur zu erweitern.

Pappenbrut ist eine weitere bewährte Methode der Pilzzucht. Es ist ein technisch einfacher Weg, um Pilze wie Austernpilze zu züchten, die nicht anfällig für Kontamination sind. Eine Gewebeprobe kann in nasse Pappe eingerollt und in den Kühlschrank gelegt werden. Lege die vollständig kolonisierte Pappe auf ein Hauptsubstrat, um das Myzel zu verbreiten.

Die beste pilzbrut

Die beste pilzbrut

Die Wahrheit ist, es gibt keine wirklich überlegene Art von Pilzbrut. Welche die beste ist, hängt von mehreren Variablen ab. Welche Ressourcen stehen Dir zur Verfügung? Was ist Dein Endziel?

Falls Du zu Hause im kleinen Maßstab züchtest, ist Getreidebrut wahrscheinlich die beste Option. Getreide lässt sich leicht sterilisieren und benötigt keine Zugaben. Im Folgenden werden wir behandeln, wie Du zu Hause Deine eigene Getreidebrut erzeugst.

Wie man getreidebrut erzeugt

Getreidebrut zu erzeugen, ist einfach. Wenn die Umgebung nicht sauber ist, kann jedoch schnell etwas schiefgehen. Strömungshauben und Handschuhkasten sind essentielle Hilfsmittel in des Mykologen Werkzeugkiste, da sie beim Umsiedeln helfen, Kontamination zu minimieren. Strömungshauben sind teuer, aber einen Handschuhkasten kann man zu Hause aus einer Plastikkiste basteln. Es ist ein simpler Ausrüstungsgegenstand, der aber wirklich helfen kann, die Kontaminationsrate zu senken. Du wirst zudem einen Dampfdrucktopf benötigen, um Dein Brutsubstrat zu sterilisieren.

Hilfsmittel

  • Marmeladengläser
  • Mikroporen-Klebeband
  • Saubere Petrischale oder Flüssigkultur
  • Roggenkörner
  • Dampfdrucktopf
  • Aluminiumfolie
  • Hammer und Nagel oder Bohrer
  • Großer Topf
  • Gips
  • Trockengestell/Fenstergitter
  • RTV-Silikon
  • Textmarker
  • Latexhandschuhe
  • 70%igen Isopropylalkohol
  • Feuerzeug

Anleitung

Schritt eins: koche deine körner

Schütte Deine Roggenkörner vorsichtig in einen großen Topf voll mit kochendem Wasser. Gib einen Teelöffel Gips dazu, damit sie nicht zusammenkleben. Koche Deine Körner für rund 20 Minuten. Siebe als nächstes das Wasser ab und verteile Dein Getreide auf einem Trockengestell oder Fenstergitter.

Schritt zwei: teile dein getreide auf

Das Wichtigste zuerst: Wir müssen unser Getreide abmessen. Du musst nicht allzu genau sein. Befülle jedes Marmeladenglas zu etwa 70% des Fassungsvermögens. Dies wird genügend Platz lassen, damit Du das Getreide schütteln und dem Myzel beim Ausbreiten helfen kannst.

Schritt drei: modifiziere die deckel

Wenn Du einen Bohrer hast, lass die Deckel auf den Gläsern. Nutze einen Textmarker, um auf jeder Seite der Deckel einen Punkt zu machen. Bohre zwei separate Löcher. Klebe eines der Löcher mit Mikroporen-Klebeband ab. Dies wird einen Frischluftaustausch ermöglichen und gleichzeitig verhindern, dass Mikroorganismen in das Glas eindringen.

  • Selbstheilendes Einspritzgummi (nur bei Flüssigkultur)

Falls Du beabsichtigst, Deine Gläser mit Petrischalen zu beimpfen, dann mach mit Schritt vier weiter.

Selbstheilende Einspritzgummis erlauben Züchtern, Gläser mit Flüssigkulturspritzen zu beimpfen. Decke das zweite Loch mit RTV-Silikon ab. Trage das Material auf beiden Seiten des Loches auf. Lass es 2–3 Stunden trocknen.

Schritt vier: sterilisiere deine gläser

Als nächstes wirst Du Dein Getreide sterilisieren müssen. Gieße eine angemessene Wassermenge in Deinen Dampfdrucktopf. Wickle ein Stück Aluminiumfolie oben über Deine Gläser und befülle den Dampfdrucktopf. Sterilisiere Deine Gläser für zwei Stunden bei 1,03bar (15psi). Schalte den Herd aus, sobald die Zeit vorüber ist. Lass Deinen Dampfdrucktopf über Nacht abkühlen und Druck abbauen.

Schritt fünf: beimpfe die gläser

Wenn Du einen Handschuhkasten verwendest, wische das Innere gründlich aus. Besprühe die Außenseite Deiner Gläser und wische auch diese ab. Wenn Du eine Flüssigkulturspritze verwendest, wische das Einspritzgummi ab. Entferne die Kappe von der Nadel und sterilisiere die Spitze mit einem Feuerzeug. Injiziere 1–2ccm Flüssigkeit in das Getreide.

Wenn Du eine Petrischalenkultur verwendest, wische Deine Schalen ab. Lockere den Deckel von einem der Marmeladengläser. Sterilisiere Dein Skalpell mit einem Feuerzeug und lass es abkühlen. Schneide ein Stück Agar aus der Schale, nimm den Deckel von dem Marmeladenglas und lass das Stück auf das Getreide fallen. Schraube den Deckel sofort wieder auf das Glas.

Schritt sechs: lagern und schütteln

Lagere Deine Gläser an einem dunklen und etwas warmen Raum. Du wirst innerhalb von ein paar Tagen weißglänzende Hyphen entstehen sehen. Schüttle die Gläser einmal alle paar Tage, um dem Myzel zu helfen, sich gleichmäßig zu verteilen. In 1 –2 Wochen wird das Myzel das gesamte Glas kolonisiert haben.

Der nächste schritt: beimpfen des hauptsubstrats

Der nächste schritt: beimpfen des hauptsubstrats

Wenn Deine Gläser vollständig kolonisiert sind, ist es an der Zeit, die Brut auf ein Hauptsubstrat auszubreiten. Dies wird helfen, Deinen Ertrag zu maximieren, und Dich mit so vielen frischen Früchten wie möglich versorgen.

Luke Sumpter
Luke Sumpter
Mit einem BSc (Hons) in klinischen Gesundheitswissenschaften und einer Leidenschaft für den Anbau von Pflanzen hat Luke Sumpter in den letzten 7 Jahren als professioneller Journalist und Autor an der Schnittstelle von Cannabis und Wissenschaft gearbeitet.
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