Warum manche Leute beim ersten Mal nicht high werden

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Warum manche Leute beim ersten Mal nicht high werden

Zum ersten Mal high zu werden bildet oft die Grundlage einiger urkomischer Erinnerungen. Aber was passiert, wenn man bei diesem nostalgischen ersten Mal nichts fühlt?

Wir waren wohl alle ein Opfer dieses "ersten Kiffens", bei dem wir Cannabis zum ersten Mal versuchten und sehr zur Freude unserer Freunde ein wenig zu high wurden. Wenn es bei Dir nicht so war, dann wirst Du sehr wahrscheinlich jemanden kennen, dem es passiert ist. Was aber, wenn es einige wenige gibt, die gegen solche Peinlichkeiten immun sind? Oder sogar die Aussicht beim ersten Mal kiffen überhaupt nicht high zu werden? Dieses Phänomen tritt überall um uns herum auf und bei mehr Erstkonsumenten, als Du denkst. Bevor Du jetzt anfängst zu denken, dass das jemand in die Welt gesetzt hat, der einen Alu-Hut trägt - könnte es eine logische Erklärung für diese "Sofort-Toleranz" beim ersten Mal kiffen geben?

Zwar gibt es viele überzeugende und sinnvolle Theorien, doch nichts Konkretes. Wir werden high, da die Cannabinoid-Rezeptoren in unserem Gehirn empfänglich für das THC sind, das in Cannabis enthalten ist. Wie bei allen Fragen, die das Gehirn betreffen, gibt es ist nie eine einfache Erklärung, denn jeder Mensch ist einzigartig.

Wie kann es sein, dass man nicht high wird?

Nicht richtig inhalieren

Das ist nicht so dumm, wie es klingen mag. Als Erstkonsument ist es nunmal so, dass man nervös ist. In Anbetracht der rechtlichen Lage von Cannabis in vielen Teilen der Welt, sieht der erstmalige Konsum allzu oft so aus, dass man in der hintersten Ecke des Gartens eines Kumpels ein paar schnelle Züge nimmt. Die Wirkung von Cannabis wird besser gefühlt, wenn man tiefe Atemzüge nimmt und den THC-reichen Rauch länger in der Lunge behält. Kürzere, hastige Züge werden deutlich weniger Einfluss haben, da der Körper nicht so viel THC aufnehmen kann, aber so wenig, dass man gar nicht high wird? Während dieses Szenario in sehr wenigen besonderen Situationen plausibel sein kann, gibt es Berichte, in denen Nutzer behaupten, dass sie sogar beim Konsum von Cannabisprodukten nicht in den Genuss des Rausches kommen.

Nicht die richtige Geisteshaltung

THC verändert den Zustand des Geistes, aber um sich eines veränderten Geisteszustands überhaupt bewusst zu werden, muss man ihn auch erkennen. Um es einfach auszudrücken, wenn Du nicht weisst, wie es sich anfühlt high zu sein, wie willst Du wissen, dass Du es bist? Ein wenig weit hergeholt, wie Du mir sicherlich zustimmen wirst, aber wie bei allen psychoaktiven Substanzen, kann Dein Geist die Wirksamkeit verändern, abhängig von Deiner Geisteshaltung und Stimmung. Viele Nutzer behaupten, dass die beste Art, um Cannabis zu genießen, ist, sich in einem bequemen Stuhl zurückzulehnen, während man seine Lieblingsmusik zum Entspannen laufen lässt. In dieser Situation sind Körper und Geist schon entspannt, wobei die Logik dahinter ist, dass das Gehirn empfänglicher für die Cannabinoide und ihre Wirkung wird. Nervös, hibbelig oder gestresst zu sein, kann alles die Fähigkeit high zu werden und Deine Freude am Rausch verringern, da Dein Geist sich auf andere Dinge konzentriert.

Das Gehirn ist nicht bereit

Jetzt zur Wissenschaft hinter unserer Fähigkeit high zu werden. High zu werden beinhaltet, dass unsere CB1-Rezeptoren mit dem psychoaktiven THC in Cannabis interagieren. Das Gefühl der Euphorie, das oft mit dem Rauchen von Cannabis verbunden ist, kommt von diesen Rezeptoren, die sich in den Bereichen des Gehirns befinden, die mit Psychoaktivität, Reizen und Belohnung in Verbindung stehen. Es macht durchaus Sinn, dass bestimmte Personen möglicherweise eine geringe Dichte von CB1-Rezeptoren besitzen, so dass sie nicht in der Lage sind die volle Wirkung von THC und den anderen Cannabinoiden zu fühlen. Angesichts der Tatsache, dass die Auswirkungen von Cannabis und die Art und Weise, wie empfänglich unser Gehirn für Cannabinoide ist, immer noch ein expandierendes Gebiet der Forschung ist, können wir nicht sicher sagen, ob dies ein entscheidender Faktor ist. Angesichts der Komplexität des Gehirns und der Vielzahl von externen Faktoren, die es beeinflussen können, wird es wohl nie eine auf alle zutreffende Erklärung geben.

 

         
  Lucas  

Geschrieben von: Lucas
Lucas ist ein Teilzeit-Autor und Vollzeit-Visionär. Ein anonymer Psychonaut, der mit Anzug und Krawatte in der Gesellschaft untertaucht, arbeitet daran den Massen evidenzbasierte Rationalität zu bringen.

 
 
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