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Cannabis Toleranz
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Über die Bedeutung und Verringerung der Cannabistoleranz

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Ständiges Kiffen kann bewirken, dass man eine Toleranz aufbaut, so dass man mehr Weed konsumieren muss, um das gleiche Maß an Rausch zu erreichen. Die Wissenschaft versteht jetzt ein bisschen davon und gibt uns Einblicke, wie man sie schlägt.

Für einige ist Cannabis Toleranz ein Ärgernis, während es für andere ein Ehrenabzeichen ist. Unabhängig davon was Du davon hältst, ist Cannabis Toleranz etwas, mit dem jeder regelmäßige Cannabis-Raucher zu einem gewissen Grad zu tun hat. Die gute Nachricht ist, dass man sie schlagen kann, also lass uns einen Blick darauf werfen, was es ist und wie man es loswird.

AUFBAU EINER TOLERANZ: WAS IST DAS?

Hast Du jemals bemerkt, dass Du im Laufe der Zeit etwas mehr Cannabis rauchen musstest, um den gleichen Rauschzustand zu erreichen? Das ist Cannabis Toleranz. Während wir Cannabis konsumieren, baut der Körper eine leichte Toleranz dagegen auf, was bedeutet, dass wir etwas mehr in den Joint packen oder beim Dabben einen zusätzlichen Zug nehmen müssen. Im Gegensatz zu anderen Drogen muss Cannabis im Körper ein extremes (faktisch unerreichbares) Niveau erreichen, um giftig zu werden - wir sprechen hier von Hunderten von Kilogramm, die man innerhalb von 15 Minuten konsumieren müsste.

Also ist eine Cannabis Toleranz und die Notwendigkeit mehr zu konsumieren nicht gefährlich, es reisst nur ein größeres Loch in die Brieftasche. Es ist auch erwähnenswert, dass Cannabis Toleranz ein Limit hat und nicht außer Kontrolle gerät - Du kannst Dein ganzes Leben lang die gleiche Menge Gras rauchen und immer noch high werden; der Rausch wird einfach nicht so stark sein wie bei den ersten paar Malen, die Du geraucht hast.

Bis vor kurzem wusste niemand wirklich sicher, was bewirkt, dass sich eine Toleranz gegenüber Marihuana aufbaut. Wir wissen, dass es passiert und es gab einige wohlüberlegte Spekulationen, aber die genauen Mechanismen dahinter haben sich uns entzogen.

Nun hat Deepak Cyril D'Souza, ein Cannabis-Experte von der Yale School of Medicine, das geändert, denn er hat anscheinend die Ursache aufgedeckt. Durch PET-Scanning der Gehirne von männlichen Teilnehmern im Alter von 18-35 war Deepak in der Lage zu beobachten, wie sich die CB1-Rezeptoren im Gehirn im Laufe der Zeit verändern - CB1-Rezeptoren sind der Hauptansatzpunkt, durch den Cannabis mit dem Körper interagiert.

Bei täglichen Rauchern, so wurde festgestellt[1], verringert sich die Verfügbarkeit von CB1-Rezeptoren im Gehirn, wodurch es schwieriger für die Cannabinoide wird, mit ihnen zu interagieren. Es wurde auch festgestellt, dass die CB1-Rezeptoren nach zwei Tagen der Abstinenz begannen wieder zur Verfügung zu stehen - wobei sie sich nach vier Wochen nahezu auf ein normales Niveau regeneriert hatten.

Es ist erwähnenswert, dass aufgrund der Menge und Art der Teilnehmer weitere Studien erforderlich sind. Zum einen macht die geringe Menge es schwer die Ausgangsmenge der verfügbaren CB1-Rezeptor zu bemessen. Zudem können die Reaktionen auf THC bei Frauen aufgrund eines leicht unterschiedlichen Layouts der Rezeptoren anders sein. Daher grenzt der Mangel an weiblichen Teilnehmern den Umfang der Ergebnisse ein.

WIE MAN SEINE CANNABISTOLERANZ SENKT

Wie wir jetzt wissen, wird die von Cannabisenthusiasten aufgebaute Toleranz verursacht, indem CB1-Rezeptoren im Gehirn weniger verfügbar werden. Auch wenn eine Abstinenz von bis zu vier Wochen ein fantastischer Weg ist, Deine Toleranz zu senken, ist es nicht die einzige Methode, Weed wieder ein wenig mehr knallen zu lassen.

  • Rauche etwas weniger häufig

Es gibt durchaus Maßnahmen, um den Toleranzaufbau zu verlangsamen, wenn Du THC nicht vollständig aufgeben willst. Aber Du musst Dich auf jeden Fall einschränken. Du kannst tagsüber zum Beispiel weniger regelmäßig rauchen, kleinere Blättchen verwenden, um die verbrauchte Menge zu reduzieren, oder Konzentrate weglassen.

Der primäre Fokus liegt auf der Häufigkeit – Du solltest die Rezeptoren in Deinem Gehirn also nicht einer konstanten Zufuhr von Cannabinoiden aussetzen. Es könnte somit eine gute Option sein, einen One Hitter zu nutzen, da Du damit möglicherweise weniger rauchen wirst. Wer weiß, wenn Du Dich drastisch einschränkst, könntest Du Deine Toleranz senken, ohne tatsächlich aufhören zu müssen.

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  • Versuche, zwischen Rauch-Sessions ein wenig Laufen zu gehen

Du musst nicht gerade rennen, aber jede Form von Bewegung, entweder zwischen Rauch-Sessions oder danach, könnte diesen verloren geglaubten Rausch wieder entfachen. Forscher fanden heraus[2], dass das in Fettzellen eingelagerte THC bei Bewegung im Blutkreislauf freigesetzt wird. Anstatt durch riesige THC-Reserven Deine Toleranz zu steigern, könnte Dir eine schnelle Runde auf dem Laufband Deinen nächsten Joint versüßen.

Noch besser ist, dass Dir ein paar Joints nach dem Training mit den Schmerzen helfen könnten, wenn Du es auf dem Laufband etwas übertrieben hast. Das ist unserer Meinung nach eine echte Win-Win-Situation.

  • Abwechslung ist die Würze des Lebens – rauche eine andere Sorte

Ähnlich wie seltener zu rauchen, kann das Wechseln der Sorte auch dabei helfen, Deine Toleranz zu senken. Die berühmte Redewendung "Abwechslung tut Wunder" gilt definitiv auch für Cannabis, da nicht alle Sorten dieselbe THC-Menge enthalten. Wenn Du Dich an die schwindelerregenden Highs von Sorten mit 25% THC gewöhnt hast, warum probierst Du dann nicht etwas weniger Potentes?

Dein Kraut der Wahl zu ändern, wird Deinem Körper die Möglichkeit geben, den Trip zu genießen, anstatt von ihm überwältigt zu werden. Wenn Du Dich danach entschließt, richtig loszulegen, wird die Euphorie einer Sorte mit 25% THC die den Verstand schmelzende Erfahrung sein, nach der Du Dich gesehnt hast.

Cannabis ist zudem ein Schmelztiegel voller Terpene, Flavonoide und Cannabinoide. THC ist nicht das Einzige, das Cannabis so toll macht. Habe keine Angst davor, mit Sorten zu experimentieren, die eher auf den Geschmack fokussiert sind oder ein exotisches Aroma haben. Du wirst Dich so sehr amüsieren, dass es sich überhaupt nicht nach einer THC-Pause oder -Einschränkung anfühlen wird.

  • CBD kann THC entgegenwirken

Warum probierst Du nicht die therapeutischen Qualitäten von CBD aus, wenn Du die Sorte Deiner Wahl wechselst? Das nicht-psychotrope Cannabinoid könnte tatsächlich dabei helfen, der Wirkung von THC entgegenzuwirken. Eine Studie aus dem Jahr 2015[3] zeigte, dass Cannabidiol (CBD) die CB1-Rezeptoren regulieren kann, an die THC normalerweise bindet, wodurch die THC-Wirkung reduziert wird. CBD kann helfen, Deine Toleranz zu senken, ohne dass Du aufhören musst, Gras zu rauchen – das gilt natürlich nur, sofern Du CBD-Sorten zur Hand hast.

CBD Fix Auto ist der einfache Weg, cannabidiolreiche Buds zu konsumieren. Als autoflowering Sorte braucht sie nur 70 Tage vom Samen bis zur Ernte. Sobald ihre Buds getrocknet und ausgehärtet sind, enthalten sie einen CBD-Wert von bis zu 15%, wobei der THC-Gehalt weniger als 1% beträgt. Wenn Du Dich nicht davor scheust, eine feminisierte, photoperiodische CBD-Sorte auszuprobieren, ist Dinamed CBD von Dinafem eine weitere fantastische Wahl. Sie weist ein eindrucksvolles CBD:THC-Verhältnis auf, wobei leicht 10–14% CBD erreicht werden können.

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Wenn Du Dir die Mühe machst und Deine Graseinnahme einschränkst, um Deine Toleranz zu senken, könntest Du im Endeffekt auch einfach eine Pause machen. Den Konsum mit der Absicht einzuschränken, den Toleranzaufbau zu verlangsamen, ist viel Aufwand für wenig Gewinn. Eine richtige Toleranzpause könnte hingegen einen kompletten Neustart bedeuten. Und außerdem machen die irren Züge, die Du nach einer Pause nehmen wirst, die Mühe einer kurzen Phase der Abstinenz absolut lohnenswert!

Lucas

Geschrieben von: Luke
Luke ist ein Teilzeit-Autor und Vollzeit-Visionär. Ein anonymer Psychonaut, der mit Anzug und Krawatte in der Gesellschaft untertaucht, arbeitet daran den Massen evidenzbasierte Rationalität zu bringen.

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Wir erheben keine medizinischen Ansprüche. Dieser Artikel wurde nur zu Informationszwecken verfasst und basiert auf Studien, die von anderen externen Quellen veröffentlicht wurden.

Externe Quellen:
  1. Rapid Changes in CB1 Receptor Availability in Cannabis Dependent Males after Abstinence from Cannabis. - PubMed - NCBI - https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26858993
  2. Exercise increases plasma THC concentrations in regular cannabis users - ScienceDirect - https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0376871613002962
  3. Cannabidiol is a negative allosteric modulator of the cannabinoid CB1 receptor. - PubMed - NCBI - https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26218440

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