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10 Gründe, Warum Man Von Weed Möglicherweise Nicht High Wird
6 min

10 Gründe, Warum Man Von Weed Möglicherweise Nicht High Wird

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Was hast Du gefühlt, als Du zum ersten Mal Gras geraucht hast? Bei vielen Menschen lautet die Antwort nichts. Manche Anfänger inhalieren nicht richtig oder verwenden beim Drehen eines Joints zu wenig Weed. Andere benötigen aufgrund ihrer spezifischen Physiologie einfach mehr THC als der Durchschnittsraucher, um etwas zu fühlen. Entdecke die Gründe.

Das Rauchen von Weed führt in den meisten Fällen zu Lachanfällen, lustigen Gesprächen, kreativen Gedanken und dringend benötigter Ruhe. Klingt gut, oder? Deshalb sind manche Menschen enttäuscht, wenn sie überhaupt nichts fühlen.

Glücklicherweise kommt es selten vor, dass man nach dem Rauchen eines Joints nicht high wird. Meist tritt dies bei Anfängern auf, die zum ersten Mal kiffen. Aber auch erfahrenen Stonern kann es völlig unerwartet passieren. Entdecke, was mit dem Körper nach dem Konsum von Weed geschieht und was die Hauptgründe dafür sind, dass Dir das High manchmal entgehen könnte.

Was bedeutet es, von Cannabis high zu sein?

Was bedeutet es, von Cannabis high zu sein?

Der Begriff "high" beschreibt den Zustand, der nach dem Konsum oder Rauchen von THC eintritt. Menschen bauen seit Tausenden von Jahren Cannabis an, um diesen veränderten Bewusstseinszustand zu erreichen.

Auch wenn unterschiedliche Cannabissorten verschiedene Effekte hervorrufen, bleibt das zugrundeliegende High gleich. Es ist durch ein Hochgefühl, tiefe Gedanken, erhöhten Appetit und gesteigerte Kreativität gekennzeichnet. Dieselbe Substanz wirkt auf unterschiedliche Individuen jedoch vollkommen anders. Obwohl wir nicht mit Sicherheit wissen können, wie sich irgendjemand nach dem Rauchen von Gras fühlen wird, berichten Millionen von Cannabisliebhabern durch die Bank weg von ähnlichen Effekten.

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Wie kommt der Cannabisrausch im Körper zustande?

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Nach dem Inhalieren von Cannabis mittels eines Joints oder Vaporizers gelangt THC über kleine Bläschen in der Lunge in den Blutkreislauf. Von dort aus erreicht es den systemischen Kreislauf und durchdringt die Blut-Hirn-Schranke. Nachdem es sich Zugang zum Gehirn verschafft hat, ruft THC durch Interaktion mit dem Endocannabinoid-System ein High hervor. Genauer gesagt bindet es an eine Gruppe von Rezeptoren, die als CB1 bekannt ist. Diese Aktivität führt zu einem Anstieg der Dopamin-Werte und katalysiert die für Cannabis typische psychotrope Wirkung.

Bei Cannabis-Edibles ändert sich dieser Verlauf geringfügig. Oral eingenommenes THC passiert das Verdauungssystem, bevor es seinen Weg in die Leber findet. Die Leber wandelt das Molekül dann in eine potentere Verbindung namens 11-Hydroxy-THC um, die ein langanhaltendes und beinahe psychedelisches High hervorruft.

10 Gründe, warum man von Cannabis nicht high wird

Also was geht da vor, wenn Menschen Cannabis rauchen oder essen, aber nicht high werden? Nun, dieses Phänomen kann verschiedene Ursachen haben. Erkunde im Folgenden die häufigsten Gründe und finde heraus, warum Du Dich nicht ausreichend berauscht fühlst.

1. Es war das erste Mal, dass Du Cannabis verwendet hast

Es war das erste Mal, dass Du Cannabis verwendet hast

Viele Cannabisnutzer geben an, dass sie eine andere Art von High oder überhaupt kein High fühlten, als sie zum ersten Mal Gras geraucht haben. Es gibt viele Variablen, die bei dieser Erfahrung zum Tragen kommen. Anfänger werden Cannabis in den ersten Sessions wahrscheinlich nicht richtig rauchen, insbesondere ohne die Anleitung eines erfahreneren Hanffreunds.

Einige Theorien machen das Nicht-high-Fühlen sogar an der zugrundeliegende Physiologie fest. Nachdem man Weed über einen langen Zeitraum geraucht hat, fängt der Körper an, mehr Cannabinoid-Rezeptoren zu bilden, um dem Angebot all des im Umlauf befindlichen THC gerecht zu werden. Bei Anfängern bedeutet eine verringerte Anzahl von Cannabinoid-Rezeptoren, dass das THC viel weniger Stellen zum Andocken hat, um seine Effekte hervorzurufen.

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2. Nicht wissen, was zu erwarten ist

Nicht wissen, was zu erwarten ist

Nicht zu wissen, was Dich erwartet, könnte die Wirkungen Deiner ersten Kiffversuche beeinträchtigen. Ohne Vorerfahrung könnten Dir die subtilen Effekte von THC tatsächlich entgehen. Die meisten Erstkiffer nehmen nur ein paar Züge und erwarten dann, in den Weltraum geschossen zu werden. Stattdessen wird diese Menge lediglich kaum wahrnehmbare Effekte hervorrufen (vor allem wenn der THC-Gehalt der Cannabissorte niedrig ist).

Obwohl viele Neulinge dies als gescheiterten Versuch abtun, solltest Du versuchen, wirklich auf die kleinen Veränderungen in Deiner Stimmung, Deinen Gedanken und körperlichen Empfindungen zu achten. Auch wenn es keine große Sache sein mag, ist dies eine ideale Methode, um Dich mit Weed bekannt zu machen. Vorsichtig anzufangen und Dir Zeit zu lassen, ist bei weitem besser, als überwältigt und abgeschreckt zu werden.

3. Nicht richtig inhalieren

Nicht richtig inhalieren

Den Cannabisrauch nicht richtig zu inhalieren, verzerrt bei den meisten Erstkiffern das High. Falls Du noch nie zuvor geraucht hast, bereite Dich darauf vor, ein Kratzen in Deinem Hals zu spüren und ein paar Mal zu husten. Dieses Gefühl führt bei vielen Neulingen dazu, bloß in ihren Mund zu inhalieren, bevor sie sofort wieder ausatmen. Mit dieser Technik könntest Du ein leichtes High wahrnehmen, aber die wahre Essenz von Cannabis wird sie nicht entfesseln.

Ziehe stattdessen den Rauch bis runter in Deine Lunge. Du musst ihn dort nicht halten, aber achte darauf, vor dem Ausatmen tief zu inhalieren. Dies wird sicherstellen, dass es all die THC-Moleküle in Deinen Blutkreislauf schaffen, damit Du keinen einzigen Treffer vergeudest.

4. Minderwertiges Weed

Minderwertiges Weed

Es gibt zwei Kategorien von Erstkiffern: jene, die erfahrene Freunde haben, die sie anleiten, und jene, die die unbekannten Rauchgefilde allein erforschen. Die Ersteren werden häufig gleich von Beginn an mit hochwertigem Weed versorgt. Ohne Mentoren mit gutem Zeug fangen Letztere oftmals so an, dass sie minderwertiges Cannabis kaufen und rauchen.

Während hochwertige Buds manikürt, ausreichend getrocknet und mit Trichomen überzogen aussehen, sind schlechte Buds voller Samen, halb nass, ungetrimmt und bergen niedrige THC-Werte. Selbst wenn Du richtig inhalierst, wirst Du bestenfalls ein mittelmäßiges High erleben.

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5. Nicht genügend Weed

Nicht genügend Weed

Unsicherheit ist unter Anfängern weit verbreitet und kann dazu führen, dass sie die ersten Male zu wenig Gras verwenden. Darüber hinaus gilt es den eigentlichen Inhalt dessen zu bedenken, was Du rauchst. Raucher in den Vereinigten Staaten nutzen nichts als Cannabisblüten, wenn sie einen Joint drehen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, high zu werden. Viele europäische Raucher fügen beim Drehen einer Tüte hingegen oftmals Tabak hinzu.

Der Mischung diesen Zusatzstoff hinzuzufügen, kann so eine Tüte viel fetter wirken lassen, als sie wirklich ist, was dem Nutzer statt eines THC-Highs einen Nikotinrausch beschert. Auch wenn wir empfehlen, Dir Zeit zu nehmen, scheue Dich nicht, Deine Joints mit mehr Weed zu füllen, wenn Du Dich die ersten Male nicht high fühlst.

6. Das Gras enthält mehr CBD als THC

Das Gras enthält mehr CBD als THC

In den letzten Jahren haben Cannabiszüchter Sorten entwickelt, die viel höhere Mengen von CBD oder Cannabidiol enthalten. Dieses Molekül ruft keine berauschenden Effekte hervor, lässt Nutzer aber ruhig und aufmerksam fühlen.

Manche Sorten bieten gleiche Mengen von THC und CBD, wohingegen andere einen höheren CBD-Wert und fast kein THC enthalten. Wenn Du Blüten in Deine Joints und Bongs füllst und Dich nicht high fühlst, überprüfe das Cannabinoidprofil der von Dir genutzten Sorte, um sicherzugehen, dass sie genügend THC enthält, um das gewünschte Ergebnis zu liefern.

7. Falsche Konsummethode

Falsche Konsummethode

Mit komplexeren Konsummethoden anzufangen, kann den Einstieg ins High-Werden viel schwieriger gestalten. Sie sind sicherlich reizvoll, aber herauszufinden, wie man einen komplexen Tischverdampfer oder eine komplexe Dab Rig benutzt, lässt viel Spielraum für Fehler.

Wenn Du Cannabis zum ersten Mal konsumierst, empfehlen wir, einen einfachen Joint zu rauchen. Zünde das Ende an, nimm einen tiefen Zug und Du wirst alles erleben, was THC zu bieten hat. Von da kannst Du Dich der Welt der Bongs, Bubbler und Pfeifen nähern. Sie erfordern etwas mehr Können als ein Joint, aber sie sind trotzdem ziemlich leicht zu bedienen. Sobald Du mit diesen Methoden vertraut bist, kannst Du ohne Probleme ins Reich der Edibles, Dabs und Verdampfer aufsteigen.

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8. Hohe Toleranz

Hohe Toleranz

Es sind nicht nur Anfänger, denen es manchmal schwerfällt, high zu werden. Fortgeschrittene Raucher können sich ebenfalls in der Situation wiederfinden, dass sie die volle Wirkung von THC versäumen. Nachdem wir eine Weile geraucht haben, erhöht sich die Anzahl der CB1-Rezeptoren in unserem Körper. Werden sie jedoch dauerhaft THC ausgesetzt, fangen sie an, abzunehmen. Deshalb können Cannabisnutzer dem psychotropen Cannabinoid gegenüber teilweise unempfindlich werden. Einfach ausgedrückt bedeutet dies, dass sie mehr und mehr Cannabis benötigen, um dieselbe Wirkung zu spüren.

Zum Glück braucht es nur eine kurze Pause von Cannabis, damit die CB1-Rezeptor-Ausprägung wieder durch die Decke geht. Es dauert gewöhnlich zwischen zwei Tagen und zwei Wochen, um sich wieder richtig high zu fühlen.

9. Endocannabinoid-Mangel

Endocannabinoid-Mangel

Klinischer Endocannabinoid-Mangel beschreibt einen physiologischen Zustand, in dem der Körper geringe Endocannabinoid-Spiegel produziert. Diese Moleküle dienen als chemische Botenstoffe und helfen vom Verdauungs- bis zum Nervensystem vielen weiteren Systemen, zu funktionieren. Jedes Individuum hat seinen eigene "Endocannabinoid-Ausprägung" oder Menge an Endocannabinoiden, die sein Körper produziert.

Cannabinoide wie THC haben eine ähnliche Molekülstruktur wie Endocannabinoide; ein Merkmal, das ihnen ermöglicht, an dieselben Rezeptoren zu binden. Wenn eine Person an Endocannabinoid-Mangel leidet, kann THC ihre "Endocannabinoid-Ausprägung" nur auf einen Grundwert bringen, weshalb es bei diesen Individuen viel länger dauert, bevor sie die psychotropen Effekte spüren.

10. Hormone könnten das Cannabis-High blockieren

Hormone könnten das Cannabis-High blockieren

Auch endogene Hormone könnten die Art und Weise verändern, wie Cannabis sich auf unseren Körper auswirkt. Genau wie wir verschiedene Endocannabinoid-Spiegel produzieren, synthetisieren wir auch unterschiedliche Hormon-Spiegel. Von den Nebennieren erzeugtes Pregnenolon dient als Baustein für Steroidhormone wie Östrogen und Dehydroepiandrosteron (DHEA).

Allerdings könnten hohe endogene Werte dieses Hormons das Cannabis-High dämpfen, indem sie die Wirkung von THC auf die CB1-Rezeptoren blockieren. Deswegen könnte ein Cannabisnutzer mit hohen Pregnenolon-Werten höhere THC-Dosen benötigen, um vergleichbare Effekte zu fühlen.

Was tun, wenn man von Cannabis nicht high wird?

Was tun, wenn man von Cannabis nicht high wird?

Keine Sorge, falls Du die ersten Male nicht high wirst! Das kommt häufiger vor als Du vielleicht denkst. Probiere es einfach noch ein paarmal aus und ermögliche Deinem Körper, sich an das Gras zu gewöhnen. Du könntest feststellen, dass Du beim dritten oder vierten Joint einen Durchbruch erlebst.

Manchmal könnte es auch einfach eine Frage Deiner spezifischen Physiologie sein. Eine reduzierte "Endocannabinoid-Ausprägung" oder höhere Werte bestimmter Hormone könnten bedeuten, dass Du mehr THC als Deine Kumpels brauchst. Irgendwann wirst Du die Dosis finden, die für Dich perfekt funktioniert.

Adam Parsons
Adam Parsons
Der professionelle Cannabisjournalist, Texter und Autor Adam Parsons ist ein langjähriger Mitarbeiter von Zamnesia. Mit der Aufgabe, ein breites Themenspektrum von CBD bis Psychedelika und allem dazwischen abzudecken, erstellt Adam Blog-Posts, Leitfäden und erforscht eine ständig wachsende Produktpalette.
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