Triff Die Unerwarteten Befürworter Der Cannabis-Legalisierung

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Triff Die Unerwarteten Befürworter Der Cannabis-Legalisierung

Ein kurzer Blick auf einige der weltweit unerwartetsten Befürworter der Cannabis-Legalisierung und ihre Motive.

Die Sache mit Cannabis und den damit verbundenen Gesetzen ist in der ganzen Welt ein stark diskutiertes Thema. Da für Cannabis ständig medizinische Verwendungen gefunden und überprüft werden, verblassen die zuvor angenommenen Positionen zu Cannabis, dass es einen sehr negativen Einfluss auf das Individuum und die Gesellschaft hat. Es scheint, dass die Cannabis-Legalisierung mit jedem Tag mehr und mehr Anhänger gewinnt, da es gesellschaftlich immer akzeptabler wird Cannabis auch für die Freizeigestaltung zu genießen. Dennoch ist es immer noch eine sehr polarisierende Frage und wie sich die Situation verändert, kann man am besten in den Vereinigten Staaten von Amerika sehen.

Was die USA angeht, ist Cannabis noch weitgehend gesetzlich verboten; tatsächlich ist es nach dem Bundesgesetz verboten, Cannabis für den medizinischen oder Freizeitgebrauch zu besitzen. Diese Gesetze werden durch staatliche Gesetze ersetzt. Es sind eben diese staatlichen Gesetze, die sich jetzt nach über 50 Jahren langsam verändert haben. Einige Staaten haben sich für die Entkriminalisierung von Cannabis entscheiden, einige haben medizinisches Cannabis legalisiert und in jüngster Zeit, haben einige sogar den Freizeitkonsum von Cannabis legalisiert. Medizinisches Cannabis wurde in 20 Staaten legalisiert und in 4 weiteren Staaten sogar der Konsum für die Freizeitgestaltung. Der Prozess beschleunigt sich rasant, so dass es im Jahr 2015 mehr als 50 Gesetzesinitiativen gab, die die Verwendung von Cannabis in Betracht zogen. Einige Umfragen zeigen, dass eine Mehrheit der Bürger (52%) für die bundesweite Legalisierung ist, doch eine kritische Masse an Anhängern für einen solchen Schritt ist noch nicht erreicht worden. Genau darum sind Befürworter von Cannabis heute wichtiger, als je zuvor, denn die Sensibilisierung und eine Verschiebung in der Wahrnehmung bietet genau das, was für diese Sache benötigt wird.

Während die Zahl der Cannabis-Anhänger in den USA zunimmt, beginnen unerwartete Befürworter aufzutauchen, die der Sache weitere Legitimität geben, da sie zeigen, dass die Bewegung allumfassend und nicht auf bestimmte Subkulturen beschränkt ist. In diesem Artikel stellen wir einige von ihnen vor.

MÜTTER

Wenn es eine Gruppe in der Gesellschaft gibt, die auf den Konsum von Marihuana herabsah, dann sind es ganz sicher Mütter. Solche Ideen entstammen der Tatsache, dass Cannabisnutzer in der Regel als unverantwortlich und schlechte Vorbilder wahrgenommen werden.

Nun, es gibt sicherlich jene Mütter, die damit nicht einverstanden sind und glauben, dass Cannabis sie tatsächlich zu besseren Müttern macht, da sie sich ruhiger, geduldiger und sogar optimistisch und offen für Freizeitaktivitäten fühlen. Alle diese Merkmale sind sicherlich jene von guten Eltern.

Unter einer großen Zahl von Cannabis unterstützenden Gruppen sticht auf jeden Fall eine heraus. Die Beverly Hills "Marijuana Moms" glauben, dass sie Cannabis edel machen können. Sie genießen eine luxuriöse Art des Cannabiskonsums, denn ein privater Koch bereitet für ihre Gourmet-Abendessen verschwenderische Gerichte zu, die mit Cannabis versetzt sind.

Ihr Ziel ist es, die Wahrnehmung eines durchschnittlichen Cannabisnutzers zu ändern. Eines ihrer Mitglieder sagte hierzu: "Wir stellen uns gegen Leute, die meinen, dass Cannabis etwas für schmutzige Junkies ist, aber wir sind der Beweis, dass wir gute Eltern und produktive Mitglieder der Gesellschaft sind und es konsumieren."

VETERANEN

Militärveteranen, vor allem jene, die an posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) leiden, haben im Mai 2016 eine gute Nachricht erhalten, als der Kongress dafür stimmte, das bundesweite Verbot der medizinischen Verwendung von Cannabis aufzuheben. Sowohl das Repräsentantenhaus, als auch der Senat genehmigte Maßnahmen, die dem Department of Veteran Affairs (VA) die Durchsetzung der Regel untersagen, die seinen Ärzten verbietet, solch eine Behandlung auch nur anzusprechen.

Nach den Ergebnissen der siebten jährlichen Mitgliederumfrage der "Iraq and Afghanistan Veterans of American" (IAVA), sagen 68 Prozent der Veteranen, dass die medizinische Verwendung von Cannabis legal sein sollte und 75 Prozent glauben, dass VA Ärzte in der Lage sein sollten in Frage kommenden Patienten eine Marihuana-Therapie zu empfehlen.

Veteranen feiern die Entwicklung, da sie bald in der Lage sein können, Zugang zu medizinischem Cannabis zu bekommen. Es hat in ihrer Gemeinschaft eine Menge anekdotischer Beweise gegeben,dass die medizinische Verwendung von Cannabis im Gegensatz zu den üblichen verschreibungspflichtigen Medikamenten eine natürliche und weniger süchtig machende Alternative bietet, vor allem für Schmerzmittel. Es wurde erzählt, dass es bei Erkrankungen wie PTBS, Angst, Schlaflosigkeit und chronischen Schmerzen hilft.

POLIZEI

Zwischen der Polizei und gelegentlichen Cannabisnutzern hat es immer eine kranke Beziehung gegeben. Immerhin ist es die Polizei, die Kiffern Handschellen anlegt und sie hinter Gitter bringt und die Strafverfolgung hat eine lange Geschichte des Lobbyismus gegen politische Reformen in der Gestezgebung rund um Cannabis. Genau darum würden die meisten Leute nicht gerade an die Polizei denken, wenn es um Anhänger der Legalisierung von Cannabis geht.

Law Enforcement Against Prohibition (LEAP), die sich selbst als "eine Gruppe von Polizisten, Richtern, Staatsanwälten und anderen Strafjustizangestellten, die die Legalisierung von Cannabis befürworten" beschreiben, bricht mit diesen Stereotypen und gibt einen frischen Einblick, wie die Haltung der Strafverfolgung aussieht.

In ihren Worten: "LEAP sieht sich verpflichtet, die Jahrzehnte einer gescheiterter Cannabis-Politik zu beenden, die dem Leben unzähliger Amerikaner und ihren Familien geschadet hat, das Justizsystem auf allen Ebenen ausbremst und das Vertrauen zwischen den Gemeinden und der Polizei erodiert."

ÄRZTE

Die größte Organisation von Ärzten in Amerika ist die "American Medical Association" und ihr offiziellen Standpunkt ist, dass sie die Legalisierung von Cannabis für den Freizeitgebrauch duldet. Einen Bruch mit einer solchen Haltung stellt die neu gegründete Organisation "Doctors for Cannabis Regulation" dar. Bisher besteht die Gruppe aus 50 gut etablierten und seriösen Ärzten und ihre Mission ist die Forderung, dass die Staaten und die Bundesregierung den Freizeitkonsum von Cannabis im Interesse der öffentlichen Gesundheit legalisieren und regulieren sollen.

Sie argumentieren, dass das Verbot mehr Schaden anrichtet, als dass es Gutes bewirkt und wie es der Fall bei Alkohol und Tabak ist, der Drogenmissbrauch als ein gesundheitliches Problem behandelt werden sollte, nicht als ein Verbrechen. Sie haben das Gefühl, dass durch das tägliche Auftauchen von anekdotischen Erfahrungen von Patienten und der wachsenden wissenschaftlichen Beweise, kenntnisreiche amerikanische Ärzte folgendes erkennen müssen:

• Die Verwendung von Cannabis durch gesunde Erwachsene ist in der Regel gutartig, was das Verbot überflüssig macht.

• Cannabis ist für Erwachsene viel weniger schädlich, als Alkohol und Tabak, die wegen der Unbrauchbarkeit des Verbots der so genannten "weichen" Drogen beide legal sind.

• Cannabis kann für Minderjährige schädlich sein, aber das Verbot verhindert nicht, dass Kinder und Jugendliche Zugriff auf das Medikament haben.

• Die Belastung durch das Verbot von Cannabis tragen unverhältnismäßig stark die farbigen Gemeinden und die Armen der Nation.

LEHRER

Im Zuge der kalifornischen Initiative zur Legalisierung des Freizeitkonsums von Cannabis für alle über 21, äußerte Randi Weingarten, die Leiterin der "American Federation of Teachers" ihre Akzeptanz des persönlichen Konsums von Cannabis: "Alles in Maßen ist ziemlich in Ordnung", fügte aber auch hinzu: "Ich dulde nicht, dass Kinder Cannabis oder andere illegale Drogen verwenden, ebenso wie ich Alkoholkonsum bei Minderjährigen nicht dulden kann. Und sollte Cannabis legalisiert werden, ich glaube, dass es für Kinder tabu und illegal bleiben sollte."

Wie zu erwarten, findet ihre Meinung in der Lehrerschaft nicht gerade eine breite Akzeptanz, da die meisten Lehrer denken, dass Cannabis, zusammen mit Alkohol, Tabak und anderen Rauschmitteln, nur eine weitere Substanz wäre, die bereits zu leicht verfügbar und schädlich für die Jugend ist, die sie zu unterrichten suchen.

 

         
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